» 14. Juni 2011, 20:03 Uhr

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Google: Fotos statt Suchworte

Auf seiner Veranstaltung Inside Search in San Francisco hat Google zahlreiche Erweiterungen vorgestellt, die die Nutzung seiner Suchmaschine einfacher und schneller machen sollen. Unter anderem kommt Sprachsuche auf den Desktop und Bilder können als Ersatz für Suchworte verwendet werden. Und schon gibt es wieder Datenschutzdiskussionen.

Fotos statt Suchworte: Google startet in den kommenden Tagen weltweit die Möglichkeit, Bilder als Suchkriterium zu nutzen. Fotos können einfach aus dem Fotoordner auf dem PC per Maus in das Suchfenster des Google Chrome-Browsers gezogen oder hineinkopiert werden. Die Suchmaschine zeigt dann alle Bilder, die identische oder ähnliche Inhalte haben. Bleibt noch die Frage, was denn mit den Bildern passiert, die als “Suchbild” an Google gesendet werden. Amit Singhal, Google Fellow, verspricht, dass die Fotos auf keinen Fall öffentlich gemacht werden und ansonsten behandelt werden wie alle Suchbegriffe, die als Text eingegeben werden. Sie werden also anonymisiert und nach neun Monaten gelöscht. Aber bis dahin werden sie von Google genutzt, um die Qualität der Suchergebnisse zu verbessern. Betont wird auch ausdrücklich, dass keine Gesichtserkennung durchgeführt wird, sondern nur nach Ähnlichkeiten wie Farben, Linien und ähnlichem gesucht wird, also ein Vergleich von Pixeln.

Daneben wird die Sprachsuche vom Mobiltelefon auf den PC oder Laptop übertragen. Ist ein Rechner mit einem Mikrofon ausgestattet, wird der Suchbegriff dann einfach gesprochen. Die Sucheingabe per Sprache hat sich auf Mobiltelefonen bereits durchgesetzt, so Mike Cohen, Speech Technology Google, das Volumen habe sich innerhalb eines Jahres versechsfacht. Pro Tag verarbeiteten die Google-Server umgerechnet zwei Jahre ununterbrochenes Sprechen, das nur über mobile Endgeräte hereinkommt. Allerdings gilt auch hier: die neue Funktion ist nur mit dem Web-Browser Chrome von Google nutzbar.

Eine neue Funktion namens Instant Pages soll die Zeit dramatisch verkürzen, in der Suchtreffer aufgerufen werden. Basierend auf der Wahrscheinlichkeit, mit der ein Nutzer auf ein bestimmtes Ergebnis klicken wird, wird diese eine Webseite bereits im Chrome-Browser „vorausgeladen“ und erscheint dann praktisch ohne Verzögerung auf dem Bildschirm. Instant Pages soll mit leichter Verzögerung auch auf Smartphones verfügbar sein. Die Technologie hinter Instant Pages ist Open Source und basiert großteils auf HTML5-Spezifikationen, so dass auch andere Browserhersteller, zum Beispiel Firefox, diese Funktion integrieren könnten. Google würde das ausdrücklich begrüßen, heißt es. Aber noch ist da wohl nichts in Sicht.

» 14. Juni 2011, 20:03 Uhr

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