» 26. April 2011, 22:51 Uhr

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Hackerangriff auf Sony-Network schlimmer als gedacht

Game over: Zuerst war nur von einem gelungenen Hackversuch die Rede, der am 20. April das Sony Playstation Network lahmgelegt hat. Jetzt ist klar: die Eindringlinge konnten zahlreiche persönliche Informationen und möglicherweise auch Kreditkarteninformationen stehlen.

Das wird ein teures Spiel: Das Datendesaster für Sonys Spiele- und Mediennetzwerk wird immer schlimmer. Nach einem Hackerangriff musste Sony seine Spiele- (PSN) und Musikplattform (Qriocity) zunächst vom Netz nehmen, um weiteren Schaden zu vermeiden. Jetzt ist nach intensiver Fehlersuche klar geworden, dass auch persönliche  Informationen gestohlen wurden. Das teilte Sony USA auf seinem offiziellen Firmenblog jetzt mit. Es wird jetzt auch nicht mehr ausgeschlossen, dass Kreditkarteninformationen ausgelesen werden konnten.

Auszug aus dem Blog:

Although we are still investigating the details of this incident, we believe that an unauthorized person has obtained the following information that you provided: name, address (city, state, zip), country, email address, birthdate, PlayStation Network/Qriocity password and login, and handle/PSN online ID. It is also possible that your profile data, including purchase history and billing address (city, state, zip), and your PlayStation Network/Qriocity password security answers may have been obtained. If you have authorized a sub-account for your dependent, the same data with respect to your dependent may have been obtained. While there is no evidence at this time that credit card data was taken, we cannot rule out the possibility. If you have provided your credit card data through PlayStation Network or Qriocity, out of an abundance of caution we are advising you that your credit card number (excluding security code) and expiration date may have been obtained.

Aus Vorsichtsgründen fordert Sony seine Kunden jetzt auf, Kontoauszüge und Abrechnungen besonders gründlich zu prüfen und ihre Kreditratings zu überwachen. Sofort nach Wiederaufnahme des Netzwerkbetriebs sollten zudem die Passwörter der Accounts geändert werden, warnt der japanische Konzern. Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dass Sony keinesfalls mit den Betroffenen in Kontakt treten wird, um etwaige Daten zu verifizieren oder zusätzlich Angaben einzuholen, weder per E-Mail noch per Telefon. Solche Anfragen sollten keinesfalls beantwortet werden.

Der offizielle Sony-Blog

» 26. April 2011, 22:51 Uhr