Apples Entschuldigungsversuche zur Empfangsschwäche des iPhone 4 werden immer verzweifelter. Jetzt soll angeblich nur die Signalstärke falsch angezeigt werden, schreibt Steve Jobs in einem offenen Brief, das werde korrigiert. Doch es wird immer klarer, dass das so nicht hinkommen kann. Das iPhone steht vor einem Redesign, sagt Netzwerk-Papst Richard Gaywood.
Richard Gaywood ist Netzwerkspezialist an der Universität Cardiff und hat sich in seinem Blog ausführlich mit dem Thema beschäftigt. Seine Schlussfolgerung: das Problem ist weit kleiner als es in weiten Teilen der Presse und Blogs dargestellt wird, aber ein Null-Event, wie Apple es gerne darstellen möchte, ist es auch nicht. Wenn da gar nix ist, so Gaywood, warum empfiehlt Apple dann selbst, einen Gummiüberzug zu verwenden, um ein Problem zu beheben, das es ja gar nicht gibt? Er selbst schließt sich den Testergebnissen von Anandtech an, die den Effekt klar nachgewiesen hätten.
Das kommende Software-Update sei insgesamt ok, es werde den Effekt aber nur verschleiern, nicht beheben. Dafür müsste das Telefon redesigned oder serienmäßig mit einem Bumper, einem Schutzüberzug aus Gummi, ausgeliefert werden. Aus Design-Gesichtspunkten, finde ich übrigens, eine absolute Katastrophe. Mit dem Ding kann man sich in der Öffentlichkeit kaum sehen lassen. Auf jeden Fall werde die angekündigte Neudarstellung der Signalstärke viel Aufregung aus den Diskussionen nehmen. Denn insgesamt sei der Empfang schon besser als beim 3G S.
Apple selbst scheint sich der Lage durchaus bewusst zu sein und weist in seinem Brief ausdrücklich darauf hin, dass man “unbeschädigte iPhones innerhalb von 30 Tagen gegen volle Erstattung des Kaufpreises” zurückgeben könne. Das macht es für Käufer schwierig, eine Klage gegen Apple auf Schadenersatz anzustrengen. Horden von Rechtsanwälten in den USA schwärmen bereits aus, um enttäuschte iPhone-Besitzer zu vertreten.











Ein Kommentar zu “Apples Nebelkerzen”
Da wird sicherlich im Hintergrund bereits an einem Hardwarefix gearbeitet. Würde mich nicht wundern, wenn dieser ab Ende September serienmäßig verbaut sein würde.