» 20. März 2010, 10:52 Uhr

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Apple wartet auf iPad-Apps

Am 3. April droht der fehlerbehaftetste Produktstart des Jahres. Wer beim iPad-Start mit dabei sein will, muss bis zum 27. März seine Programme bei Apple zur Genehmigung eingereicht haben. Das Problem: Praktisch niemand hat das Produkt in der Hand gehabt, um irgendetwas damit im Vorfeld testen zu können.

Der Entwickler, der Wired.com die Meldung gesteckt hat, will anonym bleiben. Aber der Zeitrahmen klingt plausibel. Was jetzt droht, so Wired, ist  eine Wiederholung von Juli 2008, als das iPhone 3 G in die Läden kam und neue, im Blindflug entwickelte Apps, nur so vor Fehlern strotzten. Nur wenige Top-Firmen haben ein iPad überlassen bekommen, mussten sich laut Business Week verpflichten, es in einem verschlossenen Raum mit geschwärzten Fenstern aufzubewahren. Eine Bedingung, der gerne viele andere auch nachgekommen wäeren, aber kaum einer durfte.

Dass die Programmierung für das iPad nicht ganz so trivial ist, wie man meinen sollte, zeigt die Tatsache, dass bei der Präsentation in San Francisco einige Apps wie Taschenrechner oder das Aktien-Programm fehlten. Es gab von Seiten Apples damals keine Hinweise, dass sie einfach zum Start nur nachgeliefert würden. Lediglich zum iBook-Store rang man sich zur Aussage durch, er sei schlicht noch nicht fertig. Wie John Gruber in seinem Blog Daring Fireball dazu anmerkt, seien die entsprechenden Programme schlicht von Steve Jobs persönlich gekippt worden. Sie hätten seinen Ansprüchen nicht genügt. Es habe sich herausgestellt, dass es einfach nur schrecklich ausgesehen und angefühlt habe, normale iPhone Apps einfach nur für den großen Schirm “aufzublasen.”

Wenn die das bei Apple schon nicht auf Anhieb in den Griff bekommen, wer denn dann ohne nur ein iPad in der Hand?

Das einzig Positive daran: Wenn das Gerät Ende April zu uns kommt, dürften viele der Probleme bekannt und zum Teil gelöst sein. Also nicht traurig sein.

Der Wired-Blog

» 20. März 2010, 10:52 Uhr