Der Virenspezialist Sophos warnt vor gefälschten Fanseiten auf Facebook. Wer sich darauf anmeldet, gibt seine und die Kontaktdaten seiner Freunde quasi zum Abschuß durch Spammer und Verienverbreitern frei. Woher die das wissen? Es hat sie selbst übel erwischt und Facebook unternimmt nichts dagegen.
Ausgerechnet ein Serienmörder hat im Namen von Sophos-Analyst Graham Cluley eine Fanseite eingerichtet. Ok, übler Scherz, möchte man denken und das ganze abhaken, nachdem Facebook dem üblen Treiben ein Ende bereitet hat. Doch leider weit gefehlt: weder ist es witzig, noch setzt Facebook dem ein Ende.
Wichtig zu wissen ist, dass die Kontaktdaten von denen, die Fan werden, dem Fanseiten-Inhaber zur freien Verfügung stehen. Er kann beliebige Inhalte posten, Massen-Messages verschicken oder Links zu gefährlichem oder illegalem Inhalt posten. Schlimm genuag, dass Facebook offenbar noch immer keine ernsthafte Kontrolle vornimmt, ob die Regeln zur Fanseiten-Gestaltung eingehalten werden. Selbst nach der förmlichen Beschwerde durch den Sophos-Mitarbeiter wurde die Seite nicht gelöscht. Und das ist immerhin schon zwei Wochen her.
Was das bedeuten kann, hatte das Opfer schon einmal erfahren. Zwei Jahre zuvor hatte bereits ein Anonymus unter seinem Namen und mit seinem Foto ein Profil mit beleidigenden und illegalen Inhalten gefüllt. Das hätte um ein Haar privat und beruflich zu weitreichenden Konsequenzen geführt.











2 Kommentare zu “Vorsicht vor gefälschten Facebook-Fanseiten”
Hallo Frau Kulow. Danke für die Klarstellung.
Hallo, kurze Anmerkung zu dem Satz: “Wichtig zu wissen ist, dass die Kontaktdaten von denen, die Fan werden, dem Fanseiten-Inhaber zur freien Verfügung stehen.”
Das stimmt so nicht. Betreiber von sogenannten public pages sehen nicht automatisch die Kontaktdaten der Fans, sondern sehen nur das, was andere Facebook Nutzer die ebenso nicht mit den Fans befreundet sind, auf dem Profil sehen können sehen können – und eben keine Kontaktdaten. Viele Grüße, Tina Kulow