» 12. März 2009, 08:14 Uhr

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Neuer Schlag gegen Web-Abzocker

Die Kriminalpolizei Düsseldorf hat Geschäftskonten der Firma Connects 2 Content eingefroren, die Seiten wie rezepte-ideen.de betreibt und kostenlose Mitgliedschaften klammheimlich in kostenpflichtige umgewandelt hat.Bis zur Klärung der Vorgänge habe der 28-Jährige Firmeninhaber keinen Zugriff auf das Geschäftskonto mehr, auf das die Zahlungen eingingen, berichtet Heise.de. Um möglichst viele Nutzer zu täuschen, sei die Änderung der AGBs den registrierten Nutzern zwar mitgeteilt worden, allerdings versteckt in einer E-Mail, die offenbar alle Merkmale einer Werbe-Spam-Mail hatte. Der Vorwurf: der einzige Zweck dahinter war zu verhindern, dass die Kunden die Änderungen der AGB wahrnehmen und fristgerecht kündigen. Die Mail – mit offenbar auch noch falscher Absenderadresse – sei in den Spamfiltern versandet oder einfach gelöscht worden. Nach Verstreichen der Widerspruchsfrist fing das Unternehmen an, die Forderungen einzutreiben.

Gefunden auf Heise.de

» 12. März 2009, 08:14 Uhr

    5 Kommentare zu “Neuer Schlag gegen Web-Abzocker”


  1. Hildesheimer sagt:

    Leider gibt es im Internet noch sehr viele Abzocker aber auch zu viele die Ihre Daten zu leichtfertig preisgeben und mitgliedschaften eingehen.

  2. Silvia sagt:

    gut so! in den knast mit diesen cyberabzockern, die meiner meinung nach leider viel zu oft in die medien kommen und bei otto-normalo den eindruck hinterlassen,im netz werde man stets angezockt.

  3. webwatcher sagt:

    @ Enrico: Ein klares “Jain”. Es gibt sicherlich Leute, die einfach ohne Sinn und Verstand überall draufklicken und dann hoffen, dass sie andere wieder raushauen. Keine Frage. Aber gegen echte Betrüger oder Betrugsabsichten muss man einfach juristisch vorgehen, online oder offline. Im vorliegenden Fall, wenn der Verdacht besteht, dass einfach AGB-Änderungen gezielt verschleiert wurden, um unbemerkt Kostenpflichtigkeit und einen Verfall von Fristen herzustellen, kann man den Nutzern wohl wenig vorwerfen. Als sie unterschrieben, war es anscheinend ja wirklich kostenfrei. Grundsätzlich stimme ich aber zu: die Webnutzer sind noch viel zu gutgläubig. Das richtig böse Erwachen wird erst kommen, wenn alle mit dem Handy ins Web gehen und solche Sachen dann einfach über die Rechnungen abgebucht werden. Ich erinnere nur an die frühe Klingelton-Mafia, an versteckte Monatsabos und mit Zeitverzug einsetzende Zahlungspflichten. Wenn die Belastungen dann noch aus dem Ausland erfolgen, wird es immer schwieriger. Ich bin strikt dafür, dass in Zukunft Handyrechnungen gesetzlich zweigeteilt werden müssen: ein Teil für Kommunikationsleistungen, ein Teil für Waren-, Dienstleistungskäufe und sonstige Rechnungen. Der zweite Teil muss vom Telekombetreiber ohne Zwang zur Einzugsermächtigung erlaubt werden. Zahlung gegen Rechnung, Gebühren für den Telco. Vertragspartner sind nur Kunde und Shop-Betreiber.

  4. Enrico sagt:

    Das Problem liegt doch aber bei den “Abgezockten” – solange sich mit solchen Geschichten Geld verdienen lässt wird es auch Menschen und Firmen geben die immer wieder neue Lücken oder Grauzonen im Gesetz finden und ausnutzen.

    Erst wenn nicht mehr genug Leute auf solche Sachen reinfallen wird die Abzocke ein Ende finden.

  5. Na endlich: Solche Nachrichten sind doch höchst erfreulich. Warum nur, können solche Ganoven die Menschen über Jahre so rigoros abzocken, bis da offensiv eingeschritten wird? Muss alles viel zackiger gehen! Und morgen bitte die Nachricht, dass “Kaffeefahrten”-Betrügern endgültig das Handwerk gelegt wird.