» 25. Januar 2009, 14:25 Uhr

,

Mac-Alarm: Trojaner macht den Apfel madig

Willkommen im Club: Eine raubkopierte Version von iWork09 ist allem Anschein nach mit einem Trojaner verseucht. Seit die Macs so beliebt sind, lohnt es sich für die Cyber-Mafia den Apfel madig zu machen.Die geknackte und infizierte Version der Bürosoftware wird über Filesharing-Börsen verteilt und soll nach Angaben diverser Online-Medien und Sicherheitsfirmen mit einem Schadprogramm versetzt sein. Einmal installiert, lädt die Software weitere Programme nach und verwandelt die Macs in faule Äpfel, die sich brav in ein Bot-Netz (Spam-Versender) einreihen. Vorbei die Zeiten, als man noch hämisch auf die PC-Deppen herabgeguckt hat. Auch der Mac ist verwundbar. Zumindest, wenn man richtig unvorsichtig ist. Ok, könnte man sagen: Mitleidsfaktor null. Wer Software klaut, hat den Schaden halt zu ertragen. Aber leider ist nicht auszuschließen, dass sich das Schadprogramm von diesen Rechnern aus in der Apple-Gemeinde verteilten könnte, etwa versteckt in Dokumenten oder Anhängen, auf USB-Sticks usw.

Mal sehen, ob so was im AppStore irgendwann mal für iPhone und iPod touch auftaucht. Eigentlich sollte die Vorkontrolle Apples (nichts geht in den Shop, ohne dass es Apple abgenickt hat) das zuverlässig verhindern. Lasset uns zu iGod Steve beten.

Story auf Wired.com

» 25. Januar 2009, 14:25 Uhr

    7 Kommentare zu “Mac-Alarm: Trojaner macht den Apfel madig”


  1. webwatcher sagt:

    @ arizona: Die Macs sind tolle Computer, das ist unbestritten. Aber es ist wie bei Linux: der Viren- oder Trojanerbefall ist nur deshalb so gering, weil sich der Aufwand nicht lohnt im Verhältnis zum möglichen Ergebnis. Beim Phishing etwa liegt die Erfolgsquote der Hacker weit unter einem Prozent. Wenn ich dann noch eine geringe Grundgesamtheit habe, kommt praktisch nichts Verwertbares rum. Bei Windows ist es oft auch reine Unbedarftheit der Anwender. Wie viele surfen einfach nur im Administratorkonto fröhlich drauf los. Besser wäre ein Konto mit eingeschränkten Nutzerrechten. Schon ist die Masse der Viren hilflos, weil sie sich nicht installieren kann. Microsoft hat hier einen dicken Fehler in der Vergangenheit gemacht, als man den Administrator zum Standard-Konto nach der Installation erkoren hat. Das hat die Leute unvorsichtig gemacht. Na ja, und der alte MS Internet Explorer ist natürlich echter Mist. Das muss man schon sagen.

  2. Jan Z. sagt:

    Zu arizone: “Mac sei Dank, dass darauf spams und viren selten oder nie sind!”

    Ähm, was hat SPAM, den man bekommt mit dem Endgerät zu tun? Wenn eine Mail-Adresse in den SPAM-Listen steht, bekommt man auhc SPAM. Egal ob Mac oder PC.

    Nur evtl. sieht man den nicht (dank Spam-Filter), aber einen Bogen macht Spam um Mac-User sicher grundsätlich nicht.

    Bei Viren mag das anders sein, aber das scheint sich ja jetzt auch zu ändern…

  3. arizona navigator sagt:

    Mac sei Dank, dass darauf spams und viren selten
    oder nie sind! fuer den Unbedarften, den Anfaenger
    ist immer noch der Mac ein ruhiges Fahrwasser, ich
    musste noch keine Hilfe wg.span oder wurm einfordern!

  4. Dr. Meier sagt:

    Das ist sicher erst der Anfang… In der Vergangenheit wähnten sich viele MAC-Inhaber in Sicherheit, nur weil sie ein solches Gerät ihr Eigentum nannten. Es kaufen einige Leute einen MAC, belächeln alle „anders denkenden“ und haben selbst oft (zu oft) keine Ahnung von ihren Systemen. Ein Großteil unterliegt dem Irrtum, das (ihr) System sei sicher, nur weil „MAC“ draufsteht. Nein, sicher nicht! Nur eines scheint sicher, nämlich dass auch ein MAC angreifbar ist und diese Gefahr mit wachsender Verbreitung zunimmt. Insbesondere dann, wenn der Benutzer (wie so oft) keinen Ahnung von dem hat, was er benutzt. Eine andere Behauptung kann man auch noch ruhigen Gewissens aufstellen: Es gibt genügend Leute, die „MAC-Deppen“ belächeln…

  5. elchmann sagt:

    “Aber leider ist nicht auszuschließen, dass sich das Schadprogramm von diesen Rechnern aus in der Apple-Gemeinde verteilten könnte, etwa versteckt in Dokumenten oder Anhängen, auf USB-Sticks usw.”

    Das macht dann aber überhaupt nichts, weil er ohne Eingabe eines Admin-Paßwortes nicht installiert werden kann, was ja hier über den Installer von iWork miterledigt wurde, soweit ich weiß.

    Problematischer wäre es, wenn er in weitere Installer eingepflanzt würde.

  6. webwatcher sagt:

    @RD: Das Dumme ist, dass die “Strafe” für den Raubkopierer relativ glimpflich ausfällt in Form des Missbrauchs des Rechners als Spam-Schleuder und Virenverbreiter. Er schädigt halt doch nur wieder andere (sozusagen als konsequente Fortsetzung des Raubkopierens). Was mich stutzig macht: für MS Office habe ich so was noch nicht gehört. Hat jemand einen Link oder einen Hinweis? Da würde es sich doch erst recht lohnen, oder? Vielleicht hört Apple das ja irgendwie ganz gerne, dass alle glauben, die kursierenden Raubkopien seien verseucht …. ;)

  7. RD sagt:

    Recht so!
    Die Strafe für geklaute / gekrackte Software in Form eines Wurmes ist nur gerechtfertigt.