»Axel Postinett 20. January 2009, 16:48 Uhr

,

Sterben der Blogs (IV) Feedburner wird eingestellt

Der Blog-Analysedienst Feedburner wird eingestellt. Alle Kunden müssen bis Ende Februar 2009 zur neuen Mutter Google wechseln. Danach ist ihr alter Feedburner-Account gesperrt.Seit Anfang 2007 gehört der populäre Blog-Analyse- und RSS-Feed-Dienst Feedburner schon zu Google. Zunächst blieb die 100-Mio.-Dollar Akquisition ohne große Auswirkungen für die Kunden, aber jetzt macht der Web-Dominator ernst. Ohne Google-E-Mailadresse kein Feedburner mehr, teilt ein kleiner Hinweis im FAQ unmissverständlich mit.

——————————-

I do not want to use a Google Account. What should I do?

Unfortunately, Google Accounts will be required for all users to maintain feed management and monetization services at Google. We are currently planning to have all accounts transferred by February 28, 2009. At that time if your account has not been updated, you will no longer be able to access your account at http://www.feedburner.com, and your feeds will either begin returning a “404 Not Found” response or a “301 Moved” response back to your source feed. We encourage publishers who do not want to transfer their login to take their feed with them, using our 30-day redirect service, which will allow you to redirect your subscribers back to your source feed.

————————————–

Eine automatische Umzugsroutine soll den Schmerz der Nutzer lindern helfen. Bislang sind im Web nur vereinzelte Kommentare zu finden, meistens scheint die Umstellung zu funktionieren. Vereinzelt melden Podcast-Betreiber allerdings, dass sie jetzt bei iTunes aufgrund von „Problemen mit dem Feed“ gelöscht wurden.

Für Google-Mail, Google-Analytics und Adsense ist die Sache natürlich rundherum positiv, sie bekomemn jetzt ohne großen Aufwand hunderttausende neue registrierte Nutzer. Vielleicht hilft das Google-Mail irgendwann einmal doch noch zu den großen Mailern der Branche wie Microsoft, Yahoo oder AOL aufzuschließen.

Angesichts der zunehmenden Blog-Krise macht der Zusammenschluß für Google durchaus Sinn. Mit Blogger.com, Google Reader und Blogsearch hat Google bereits die Erstellungs- und Konsumseite konsolidiert, nun mit Feedburner auch noch die Verwaltungs- und Statistikseite integriert. Das kann jetzt alles viel günstiger auf Google-Hardware und Software administriert werden. Nicht unwichtig in einer Zeit, in der Google sein Portfolio durchgeht und systematisch alles einstellt, was nicht erfolgverspechend ist. Feedburner dürfte (aus finanzieller Sicht) durchaus dazugehören.

Kann Google jetzt noch mehr über einen Blog ausspionieren? Kaum. Wer Google Analytics und Feedburner zusammen eingesetzt hat oder sogar Adsense-Kunde ist, hat ohnehin schon längst alles über seinen Blog verraten.

Feedburner

»Axel Postinett 20. January 2009, 16:48 Uhr

Kommentar abgeben