» 29. Juli 2008, 17:17 Uhr

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Cuil: Google gemeint – Yahoo getroffen

Cuil der “Google-Killer” tönt es in allen Postillen, und die Blogs laufen heiß. Und was passiert? Die Google-Aktie steigt kräfitg. Warum? Weil Cuil ganz andere trifft.Zuallererst mal ist Yahoo betroffen. Zur Zeit des Blogeintrags lag die Google-Aktie (GOOG) 1,52 Prozent im Plus, Yahoo (YHOO) 0,35 Prozent im Minus. Yahoo ist mit rund 20 Prozent Marktanteil momentan der einzige ernstzunehmende Wettbewerber zur Google-Dominanz.

Der angeschlagene Webriese taumelt aber immer noch, nachdem er den Widersacher Carl Icahn nach hartem Schlagabtausch auf die Bretter geschickt hat. Der Aktionärs-Rebell muss Kreide fressen und in den Verwaltungsrat einziehen. Gemeinsam wollen die Erzfeinde Jerry Yang und Icahn nun Yahoo wieder fit machen. Das Kernproblem ist und bleibt dabei die Suche. Wenn Cuil wirklich gut ist (besser als Google ist es jedenfalls jetzt noch nicht), wird es zuerst den abgeschlagenen Wettbewerbern schaden. Google, das darf man nicht vergessen, ist mittlerweile extrem diversifiziert, von Google News bis zu Google Maps und demnächst (wenn sie es denn hinbekommen) einem Mobilfunk-Ableger Android.

Und Google hat weltbeste Online-Werbemaschinerie aufgebaut. Cuil hat nichts. Cuil will keine persönlichen Daten der Nutzer sammeln, sondern alleine auf Grund der besseren Kenntnis der Relevanz und Inhalte der Webseiten bessere Werbung ermöglichen. Das ist löblich, aber erst einemal nichts als reine Behauptung. Und Werbekunden wollen effektivität sehen, sonst kommen sie nicht. Siehe Yahoo.

Warten wir es also mal ab und wünschen den Gründern von Cuil viel Glück. Denn ob Mahalo oder Jimmy Wales’ Wiki Search – bislang ist es noch alle “Google-Killer” wieder still geworden. Denn nach der Hype kommt der Praxistest.

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Meine Playlist bei Finetune. Alle Kommentare willkommen.

» 29. Juli 2008, 17:17 Uhr

    2 Kommentare zu “Cuil: Google gemeint – Yahoo getroffen”


  1. webwatcher sagt:

    @ Mirko: Korrekt. Zum Beispiel Korea: auch hier lokaler Marktführer und Google und Co unter ferner liefen. Aber: Diese asiatischen Seiten haben aufgrund der Sprachbarrieren wiederum im Gegenzug kaum eine Chance, sich auf europäischen/amerikanischen Märkten zu etablieren. Google macht da übrigens tatsächlich noch größten Anstrengungen, um auch in Fremdsprachen zu suchen. Die haben sogar eine Suche in Klingonisch entwickelt, für alle Startrek-Fans. Ich weiß nur noch nicht, wie viele klingonische Webweiten die schon im Index haben. ;)

  2. Mirko sagt:

    Wobei wir mit unserem westlichen Background den Blick gerne auf Google und Yahoo konzentrieren.

    In China befinden sich Google und Yahoo gleich abgeschlagen mit unter 20% Marktanteil hinter dem Marktführer Baidu.

    In Russland führt Yandex mit 50% vor Google mit ca. 20%.

    Es gibt also durchaus für andere Player wie Google und Yahoo Marktchancen.

    Weltweit baut Google allerdings durch den Kauf von Youtube seine Marktposition bei der absoluten Anzahl der Suchanfragen aus. Hier kann sich der Konzern die Video Suchanfragen von Youtube aufaddieren.