» 12. Mai 2008, 17:22 Uhr

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RIM mit neuem Super-Blackberry

Die Alphatiere in der Chefetage haben bald ein neues Spielzeug. RIM (research in Motion) hat heute in Toronto den neuen Blackberry Bold (9000) vorgestellt. Das Gerät kommt mit absoluter Vollausstattung. Neben Wlan gibt es GPS, Blackberry Maps zur Navigation und neben Quadband-Edge auch UMTS mit HSDPA-Unterstützung. Der Bold wird es nicht leicht haben. Wenn er im Sommer ausgeliefert wird, wird er auf das überarbeitete UMTS-iPhone von Apple treffen.Die RIM-Aktie reagierte auf die Ankündigung an Wall Street am Montag mit neuen Rekordkursen. Der Bold kommt im typisch flachen Blackberry-Stil, schwarz mit einem leicht matten Chromrahmen, der fatal an das iPhone erinnert. Die Tastatur erinnert an die – gut geformte – des Motorola Q9 und nimmt die volle Breite der Vorderfront ein. Der Prozessor des Bold taktet jetzt mit 624 Mhz und greift auf 128 MB-Flash- und 1 GB Hauptspeicher zu. Eine Erweiterung über micro-SD-Card ist möglich.

Foto: RIM
C: RIM

Das Display hat 480 x 320 Pixel und soll die höchste Brillanz aufweisen, die je ein Blackberry-Display zu bieten hatte. Der LCD-Schirm wurde dazu mit der Unterseite des Deckglases verschmolzen, was die Schärfeleistung spürbar erhöhen soll. Allerdings gibt es weiterhin keine Touchscreen-Steuerung.

Das neue Nobel-Phone richtet sich klar an die zwei Drittel Businesskunden unter den 14 Mill. Blackberry-Abonnenten. Um den iPhone-Kampf zu bestehen, wurde aber auch am Multimedia-Teil heftig gearbeitet. Über den neuen Web-Browser soll Videostreaming möglich sein, die Softwaresuite Roxio (mitgeliefert) wird iTunes-Lieder synchronisieren, sofern sie nicht kopiergeschützt (DRM) sind. Die Kamera mit 2 Megapixel liegt im Mittelfeld der Wettbewerber.

Bislang hat RIM sich mit Bravour gegen die Apple-Konkurrenz aus Cupertino wehren können, die Zahlen zum vierten Quartal hatten die Erwartungen deutlich übertroffen. In der zweiten Jahreshälfte wird Apple aber mit der Version 2.0 der iPhone-Software auch eine Anbindung zu Microsofts neuer Push-E-Maillösung einführen und damit direkten Zugriff auf Firmen-E-Mails. Damit macht das iPhone den Schritt vom Unterhaltungs- zum Arbeits-Gerät.

Um die Attraktivität der Blackberrys insgesamt zu erhöhen, hat RIM zusammen mit Thomson Reuters außerdem einen Investmentfonds in Höhe von 150 Mill. Dollar aufgelegt, der mobile Anwendungen und neue Dienste entwickeln soll. Apple hatte zuvor gemeinsam mit der Investmentfirma Kleiner Perkins einen entsprechenden Fonds nur für iPhone-Software aufgelegt. Der “iFund” ist mit 100 Mill. Dollar ausgestattet und will sich in erfolgversprechenden Start-Ups in der Software-Branche engagieren.

Mehr Details: www.blackberrybold.com

» 12. Mai 2008, 17:22 Uhr