»Axel Postinett 07. November 2007, 22:40 Uhr

Facebook-Werbung? Vergiss es!

Wenn sich vier Valley-Cracks unter der selbstgefälligen Leitung von Techcrunch-Blogger Michael Arrington über Facebook unterhalten, kann man eigentlich getrost weghören. Das Ergebnis ist überschaubar positiv. Aber es kann auch schief gehen, wie eine aus dem Ruder gelaufene Pandeldiskussion über Werbung und Geldverdienen zeigt.Social Commerce? Der Heilige Gral des E-Commece, eine Illusion der alle nachjagen und von der sich niemand traut zu sagen, dass der Kaiser doch gar keine Kleider anhat? Star-Blogger Jason Calacanis sprengte eine Friede-Freude-Eierkuchen-Diskussionsrunde über die endlos gigantischen Möglichkeiten, mit Facebook-Werbung Geld zu verdienen. Absolut sehenswertes Video in der aktuellen Phase der Hype um Facebook und den jüngsten Ankündigungen eines neuen Werbemodells bei Facebook, dass schlicht darauf abzielt, den Facebook-Nutzer auszuziehen, zu katalogisieren und auszuschlachten bis auf die Knochen und ihn so zur Zielscheibe von angeblich treffsicherer Werbung zu machen.

Wer keine Zeit hat, sollte ungefähr bis zur Minute 6:50 springen und sich nur den Knaller von Calacanis anhören (alle Panel-Teilnehmer waren übrigens als „Facebook-Fanboys“ eingeladen). Aber ich empfehle dringend bei einem guten Glas Rotwein am Abend mal das ganze Panel (oder wenigstens von Beginn bis Minute 17:00) einwirken zu lassen. Vor allem, wenn man vorhat seine Werbegelder demnächst auf Facebook zu versenken.

Die Runde fängt ganz lustig an, man kennt sich und albert herum und auf einmal – boooom!

“Schlimmer als auf Social Networking Plattformen zu werben ist nur noch, in Chaträumen zu werben.” Wow, starker Tobak. Die Facebook-Befürworter schlagen sich tapfer und keilen mächtig zurück. Welche Fraktion recht behalten wird, wird eine der ganz großen Fragen 2008 werden. Nicht nur für Microsoft. Es wird richtig spannend.

P.S.: Ich persönlich kann dem Standpunkt von Calacanis eine Menge abgewinnen. Eine Monetarisierung von Facebook bzw Social Networking wird extrem schwierig. Social Networker machen genau das, was der Name schon sagt – sie sozialisieren. Da stört Shopping, und Werbung wird maximal als Grundrauschen akzeptiert.

Gefunden bei Paul Boutin auf www.slate.com

»Axel Postinett 07. November 2007, 22:40 Uhr

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