Big Bird will nicht mitspielen

Big Bird sorgt sich um seine Zukunft unter einem Präsidenten Romney (Bild: ap)

Der angeschlagene Barack Obama greift inzwischen offenbar nach jedem Strohhalm. In diesem Fall ist er aus knallgelbem Stoff, hat einen Schnabel und hört auf den Namen „Big Bird“. Die Figur aus der „Sesamstraße“, die in der deutschen Version „Bibo“ heißt, taucht dieser Tage in jeder Rede und in Wahlkampfspots des Präsidenten auf. Als Kronzeuge für die angeblich finsteren Ansichten des Herausforderers Mitt Romney.

Der hatte im TV-Duell angekündigt, Zuschüsse für den öffentlich-rechtlichen Sender PBS zu streichen, bei dem die „Sesamstraße“ läuft. „Ich mag PBS, ich liebe Big Bird“, hatte Romney gesagt, doch sei der Sender nicht so wichtig, als dass man sich seinetwegen Geld in China leihen müsse. Seither überziehen Obama und sein Team das Land mit Warnungen vor Romney, der „die Regeln für die Wall Street abschaffen, aber bei der ,Sesame Street` durchgreifen will“:

Demokratische Parteistrategen allerdings fragen sich offenbar inzwischen hinter vorgehaltener Hand, ob sich Obama mit dieser Kampagne nicht selbst schadet. Denn für Romney ist sie eine Steilvorlage: „Man muss sich am Kopf kratzen“, sagte er, „wenn der Präsident die vergangene Woche damit verbringt, über die Rettung von ,Big Bird` zu reden“.

Er, Romney, wolle lieber darüber reden, wie die Amerikaner wieder in Arbeit gebracht werden. Mittlerweile hat sich „Big Bird“ auch selbst in den Streit eingeschaltet: Die Macher der „Sesamstraße“ forderten Obamas Wahlkampfteam auf, die Fernsehspots zurückzuziehen.

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