Eine Büttenrede für Obama

Der Parteitag der Demokraten in Charlotte hat begonnen und die lustigste Rede des Abends hat eindeutig Ted Strickland gehalten. Der ehemalige Gouverneur des Bundesstaates Ohio hat Obamas Herausforderer Mitt Romney ordentlich aufs Korn genommen. „Wenn Mitt Santa Claus wäre, dann würde er die Rentiere feuern und die Elfen outsourcen“, polterte Strickland und für einen kurzen Moment fühlte ich mich an eine Büttenrede aus dem Kölner Karneval erinnert.

„Mitt Romney hat so wenig ökonomischen Patriotismus, dass sogar sein Geld einen Pass braucht“, faucht Strickland weiter. Es ist eine Anspielung an Romneys hohes Vermögen, das er zum Teil in Steuerparadiesen angelegt hat. Die Tatsache, dass er in der Vergangenheit ein Schweizer Bankkonto hatte, bringen viele Demokraten immer wieder gern zur Sprache.

Aber keiner sagt es so lustig wie der ehemalige Gouverneur: Romneys Geld „geht im Sommer an den Strand auf den Caimaninseln und im Winter auf die Piste der Schweizer Alpen.“

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Über Astrid Dörner

Astrid Dörner ist Korrespondentin in New York. Ihre Arbeit ist vor allem von der Finanzkrise geprägt: Die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers, die staatlichen Rettungspakete für den Versicherer AIG und die Insolvenz des Autobauers General Motors hat sie ebenso begleitet wie die Auswirkungen der Krise auf die amerikanische Bevölkerung und auf deren Städte.

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