Romney-Tassen für einen Dollar

Romney-Tassen zum Schleuderpreis

Romney-Tassen zum Schleuderpreis

Im Souvenir-Laden neben dem Weißen Haus ist Umräumen angesagt. Alle Mitbringsel, auf denen Mitt Romney zu sehen ist, werden in eine Ecke geräumt. Ein großes rotes Schild weist die Besucher darauf hin, dass dies die Resterampe ist. Tassen, die einen lächelnden republikanischen Präsidentschaftskandidaten zeigen, werden jetzt für einen Dollar vertickt. Der Originalpreis lag bei 7,95 Dollar. Gleiches gilt für Schnapsgläser und Schlüsselanhänger. T-Shirts gibt es für 2,50 Dollar. “Ein paar Leute haben noch was davon gekauft”, sagt eine Verkäuferin. “Wir sind froh, wenn das Zeug weg ist.”  » weiterlesen

Obamas Amerika: eine Nation, sauber geteilt

Diese Nacht hat Obamas Anhänger auf die Proble gestellt. Nach der Schließung der ersten Wahllokale hatte der Republikaner Mitt Romney rasch die Führung übernommen – doch das war nur ein Strohfeuer. “Genau wie 2008″, jubelt Ken Wilson. “Pennsylvania war der erste große Staat der fiel, danach gab es kein Halten mehr.” Bis Barack Obama tatsächlich zum Sieger ausgerufen wird, sind es da noch zwei Stunden – aber auch für den Studenten und tausende weiterer Obama-Fans gibt es kein Halten mehr: Singend, jubelnd und tanzend stürmen sie den McCormick Place in Chicago, wo die Wahlparty stattfinden soll. » weiterlesen

Boston Calling

Die wunderschöne Hauptstadt von Massachusetts gilt als eine der liberalsten Städte Amerikas. Fast fast 77 Prozent der Wähler stimmten im umgebenden Suffolk County bei der Wahl 2008 für den Demokraten Barack Obama. Nur rund 21 Prozent bevorzugten Herausforderer John McCain.

Gleichzeit ist Boston „Home turf“ des Republikaners Mitt Romney: Hier in der Nähe lebt er, von hier aus regierte er als Gouverneur zwischen 2003 und 2007 den Bundesstaat, hier befindet sich sein Wahlkampf-Hauptquartier (ein unansehlicher, abweisender Block am Rande des historischen North Ends – Foto).

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Ende eines langen Kampfes

Mit Ringen unter den Augen und heiseren Stimmen durchkreuzten Barack Obama und Mitt Romney am Montag noch einmal das Land. Heute Abend nun ist es so weit: Amerika wählt. Der Wahlkampf, man mag es kaum glauben, ist vorbei.

Für die meisten ist das eine gute Nachricht. Es ging in dem Wahlkampf einmal um zwei Modelle, zwei grundverschiedene Vorstellungen von der Zukunft dieses Landes. Doch irgendwann, als alles schon gesagt war und dazu noch viel zu oft, traten die großen Ideen in den Hintergrund. Dann wurde es klein und hässlich: Wer hat sich wann welche Panne erlaubt? Wer hat was angeblich gesagt? Verzerrte Statistiken wurden mit verzerrten Statistiken bekämpft, Lügen wurden zu Wahrheiten, weil sie oft genug wiederholt wurden. Drei Milliarden Dollar gaben die Kampagnen insgesamt aus, so viel wie noch nie. Ergebnis nach vielen Monaten zermürbenden Kampfes: ein Patt.

Nun sind Wahlkämpfe selten freundlich und meistens schmutzig, vor allem die amerikanischen. Troztdem denkt man mit ein bisschen Wehmut an den Wahlabend vor vier Jahren. Da gab es etwas Magisches, es war zu spüren, dass an diesem Tag Geschichte geschrieben würde. Heute nun sind alle vor allem froh, dass es endlich vorbei ist.

Nah dran: Obamas Geheimwaffe

Immer dann, wenn es für Barack Obama kritisch wird, setzt er seine spezielle Waffe ein: First Lady Michelle Obama. Sie ist eine begnadete Rednerin mit Popstar-Status – allerdings nur bei den Anhängern der Demokraten. Doch sie hat ein Rezept, wie sie ihre Motivationskraft weit darüber hinaus wirken lassen kann. Ihren “geheimen Plan” verrät sie bei einem Auftritt in der kleinen Unistadt Oxford, im äußersten Westen des so wichtigen Swingstates Ohio.

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Was ist, wenn keiner gewinnt?

Romney (links) oder Obama: Wer macht das Rennen?

So etwas hat es in Washington selten gegeben. Einen Tag vor der Präsidentschaftswahl kann immer noch niemand sagen, wie das Rennen ums Weiße Haus wohl ausgehen wird. Auch in der jüngsten Umfrage liegen Präsident Obama und sein Herausforderer Mitt Romney genau gleich auf: Sie bekommen jeweils 49 Prozent der Stimmen, zeigen die Zahlen des Nachrichtensenders CNN.  Die Parteien treibt angesichts dieser Aussichten zwei Fragen um:

Erstens: Was ist, eigentlich, wenn keiner gewinnt?

Demokraten und Republikaner haben Juristen zu Rate gezogen, um vorbereitet zu sein für dieses Szenario, das zwar unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich ist. » weiterlesen

Nah dran: Swinger in Coldwater, Michigan

Jim Bilsborow

Wechselwähler und Wechselstaaten werden die Wahl in Amerika am nächsten Dienstag entscheiden. Zum Beispiel Michigan, das unter Reagan und Bush senior eine Bastion der Republikaner war, von Bush junior an die Demokraten verspielt wurde – und nun wieder zu den sogenannten “Tossup-States” zählen, die für beide Parteien gewinnbar sind. Niemand spiegelt diesen Wandel Michigans besser als Jim Bilsborow aus dem Flecken Coldwater, der in seinem Leben sehr weit geschwungen ist. » weiterlesen