SPD kann Rückstand locker wettmachen

Es sind noch 100 Tage bis zur Bundestagswahl. Für die Parteien ein guter Zeitpunkt, der Abteilung Attacke das Wort zu geben. Die SPD, seit Wochen im Umfragetief, übt sich in Optimismus, …

… dabei scheint Peer Steinbrück, seines Zeichens Kanzerkandidat der SPD, in der öffentlichen Wahrnehmung das Rennen schon verloren zu haben. Ein Wettstreit auf Augenhöhe mit der Kanzlerin? Doch nicht bei einem Rückstand von deutlich mehr als zehn Prozent.

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Skandale um Steinbrück nehmen kein Ende

Bolg2

Spätestens bei der Sache mit Kim Jong-Un war für Henning Tillmann die Grenze überschritten. Dass Peer Steinbrück den Machthaber aus Pjöngjang in einer Diskussionsrunde einen „verrückten Nordkoreaner“ nannte, war für den SPD-Netzpolitiker alles – nur kein rhetorischer Faupax. „Wenn einer in die Kategorie irre passt, dann ja wohl der nordkoreanische Diktator“, sagt Tillmann, der sich in seinem Twitterprofil so beschreibt: Exil-Ruhrgebietler im Berliner Osten, selbstständiger Informatiker, Sozialdemokrat und Musikliebhaber.

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SPD kopiert Slogan von Leiharbeitsfirma

Die SPD hat einen Wahlkampf-Slogans gefunden: „Das WIR entscheidet“. Kurz vor dem Bundesparteitag, auf dem das Regierungsprogramm beschlossen werden wird, präsentierte die Partei ihren „Kampagnen-Claim“. Stolz führt Generalsekretärin Andrea Nahles, Anführerin der SPD-Wahlkämpfer und damit die Anti-Fettnäpfchen-Beauftragte der Genossen, aus: „Mehr wir und weniger ich: Dieses Bild von Peer Steinbrück in seiner Rede beim Parteitag in Hannover trifft das Lebensgefühl der Menschen und hat uns inspiriert.“

Nichtsahnend ist der SPD mit dieser Motto-Wahl das nächste Missgeschick passiert.

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Wer hat die Kokosnuss geklaut?

Ein Kommentar in der Zeitung „Die Welt“ zur Plagiatsaffäre von Bildungsministerin Annette Schavan hat in Reihen der SPD für Kopfschütteln gesorgt. Tenor des Textes: „Schavan ist ein spätes Opfer des SPD-Bildungswahns“. Und weiter:  „Der Ausverkauf von Bildung, der naive Glaube, jeder könne ein Intellektueller sein und der Aufstieg ins Bildungsbürgertum lasse sich in zwei, drei Jahren bewältigen – all diese törichten Illusionen sind auf sozialdemokratischem Mist gewachsen.“

Die Verärgerung unter den Genossen weicht mittlerweile aber einem gewissen Trotz. Dank Twitter. Unter dem Hashtag #diespdwars laufen in hoher Taktzahl Tweets auf, die die Sozialdemokarten für alles Erdenkliche verantwortlich machen. Teilweise geht es um politische Inhalte: „Studiengebühren abgeschafft“ #diespdwars, „S21 statt Kopfbahnhof“ #diespdwars, „Rente mit 67“ #diespdwars. Die skurrilen, abstrusen oder einfach lustigen Vorschläge sind aber in der Überzahl. Beispiele gefällt?

So lautet das Fazit:

Die Eigenart des bayerischen Katers

Horst Seehofer, wie er leibt und lebt.

Allmählich füllt sich der Wahlkalender: Der Bundestag und der hessische Landtag werden am 22.9. gewählt. Damit ist aber auch klar, dass die Bayern innerhalb von acht Tagen zweimal ran müssen. Dafür bringt Horst Seehofer eine Reihe pragmatischer Gründe an – aber am Ende zählt nur die Taktik. Und genau dabei könnte der bayerische Kater überzogen haben. » weiterlesen

Das versteht doch keiner

Niedersachse? Wahlberechtigt? Und noch unentschlossen, an welcher Stelle am Sonntag das eigene Kreuzchen ein gutes Gefühl bereitet? Dann könnte ein Blick in die Programme von CDU, SPD und Co die Wahlentscheidung erleichtern. Nicht so in Niedersachsen, sagen die Kommunikationswissenschaftler der Universität Hohenheim, die die verschiedenen politischen Leitlinien untersucht haben. Ihr Fazit: Fremdwörter, Anglizismen und überlange Sätze machen die Texte zur Lesequal, die Wahlprogramme der Parteien zur niedersächsischen Landtagswahl seien teilweise kaum verständlicher als eine Doktorarbeit. Kleiner Trost: Nur die Programme zur Europawahl 2009 waren „noch unverständlicher“ als die aktuellen Fassungen.

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FDP redet sich unheimlich stark

Guido Westerwelle und die 18 Prozent. Foto: dpa

Wie lange sind die Zeiten her, als Umfragen die FDP bei zwei (Bund) und drei (Niedersachen) Prozent sahen? Monate, Jahre? Längst vorbei, graue Vorzeit – so scheint es, denn zum Wochenstart setzt die Partei zum Höhenflug an.

Teil 1 der „Wir reden uns stark“-Kampagne läutet FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle ein. » weiterlesen

Auf ein Bier mit dem Spitzenkandidaten

Lust auf ein Bier mit Bundeskanzlerin Angela Merkel?

Oder doch lieber auf ein Glas mit Peer Steinbrück?

Würde Sie mit Angela Merkel (CDU) ein Bier trinken gehen wollen? Oder doch lieber auf ein Glas mit Peer Steinbrück (SPD)? Unwahrscheinlich, dass das passiert, denken Sie? Ja, mag sein. Und trotzdem könnte das Gedankenspiel entscheidend für die Frage sein, wer die Bundestagswahl 2013 gewinnen wird. » weiterlesen

Piratin twittert fremd – im Namen der Linken

Es war kein Akt politischer Nächstenliebe, der Christine Haasler (40), Piratin aus Osnabrück, dazu bewog, im Namen der niedersächsischen Linkspartei zu twittern. Es war vielmehr eine spontane Tat, geboren aus völligem Unverständnis. Darüber, wie eine Partei ohne eigenen Twitter-Account in den Wahlkampf ziehen kann. „Ich wollte den Linken ein Geschenk machen, es hätte auch die FDP treffen können, aber die hatten schon einen Account“, erzählt Haasler.

Sie sicherte sich den Namen @die_linke_nds / Linke Niedersachsen und schrieb ins Profil: DIE LINKE. Landesverband Niedersachsen. DIE LINKE ist aktiv gegen Sozialabbau und Bildungsklau, gegen den Raubbau an der Natur, Gentechnik, Nazis und Krieg.

Anschließend setzte sie den ersten Linken-Tweet ab:

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