Peer Steinbrück; erst erfrischend, dann beleidigt

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steonbrück im Sommerinterview: "Eine etwas fairere Betrachtung hätte ich mir schon gewünscht.“

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück im Sommerinterview: „Eine etwas fairere Betrachtung hätte ich mir schon gewünscht.“

Wie glaubwürdig sind Sie, Herr Steinbrück, wo Sie doch alle Griechenland-Maßnahmen mit großem Pathos mitgetragen haben? „Das haben wir aus einer gesamteuropäischen Sichtweise getan.“ Warum sagen Sie nicht, was uns die Rettung Griechenlands kostet? „Das kann Ihnen keiner in Euro und Cent ausrechnen.“ Ein zweiter Schuldenschnitt? „Das ist einer der wenigen Bereiche, bei denen ich sage: Vorsicht an der Bahnsteigkante.“ Ein SPD-Plakat mit dem Motto: Keine Milliarden mehr für Griechenland? „Das würde ich nie versprechen.“

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Überall Merkel

plakat13_merkel_neuland_835x1181Merkel und ihre Handtaschen sind schon fast legendär. Nun hat sich die SPD dem Accessoire der Bundeskanzlerin gewidmet – und zwar in Form eines Wahlplakates: Heute stellte die Partei ihre Wahlplakate für die Bundestagswahl vor. Man sehe und staune: Auf ihnen ist vor allem die Bundeskanzlerin zu sehen.

Auf diesem einen speziellen schaut Merkel suchend in ihre Handtasche. Was ist es nur? Die SPD hat eine eindeutige Antwort; „Privatsphäre: Neuland für Merkel“ – und spielt damit auf die Abhör-Affäre und die Beschwichtigung aus der Regierungsecke an.

Das Plakat kommt ziemlich gut daher. Und trotzdem: Dass Merkel von Wahlplakaten blickt, damit muss man sich kurz vor der Bundestagswahl abfinden. Dass jedoch die Opposition vor allem auf Merkel setzt, ist schon etwas merkwürdig. Vor allem, wenn die Sozialdemokraten ihren eigenen Spitzenkandidat Steinbrück (bisher) nicht als Werbefigur auf Papier benutzen.

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Im Notfall hilft nur noch Freibier

Voller Selbstbewusstsein ist Joachim Schiller vor den Bundeswahlausschuss getreten. Vor knapp drei Jahren gründete er die Die Gerade Partei, es sollte seine erste große Wahl werden. „Wir wollen etwas bewegen. Also fangen wir direkt beim Bundestag an“, sagte Schiller vor der Abfahrt nach Berlin. Nur nicht zu klein stapeln.

Doch Bundeswahlleiter Roderich Egeler verpasste Schillers Ambitionen ein herben Dämpfer. Die Bundestagswahl 2013 wird ohne Die Gerade Partei ablaufen, ihr wurde die Anerkennung verweigert. Insgesamt 64 Parteien und Vereinigungen – neun mehr als noch vor vier Jahren – wollten an der Bundestagswahl teilnehmen. 38 Parteien nahmen nun die erste Hürde.

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SPD kann Rückstand locker wettmachen

Es sind noch 100 Tage bis zur Bundestagswahl. Für die Parteien ein guter Zeitpunkt, der Abteilung Attacke das Wort zu geben. Die SPD, seit Wochen im Umfragetief, übt sich in Optimismus, …

… dabei scheint Peer Steinbrück, seines Zeichens Kanzerkandidat der SPD, in der öffentlichen Wahrnehmung das Rennen schon verloren zu haben. Ein Wettstreit auf Augenhöhe mit der Kanzlerin? Doch nicht bei einem Rückstand von deutlich mehr als zehn Prozent.

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Skandale um Steinbrück nehmen kein Ende

Bolg2

Spätestens bei der Sache mit Kim Jong-Un war für Henning Tillmann die Grenze überschritten. Dass Peer Steinbrück den Machthaber aus Pjöngjang in einer Diskussionsrunde einen „verrückten Nordkoreaner“ nannte, war für den SPD-Netzpolitiker alles – nur kein rhetorischer Faupax. „Wenn einer in die Kategorie irre passt, dann ja wohl der nordkoreanische Diktator“, sagt Tillmann, der sich in seinem Twitterprofil so beschreibt: Exil-Ruhrgebietler im Berliner Osten, selbstständiger Informatiker, Sozialdemokrat und Musikliebhaber.

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Wer hat die Kokosnuss geklaut?

Ein Kommentar in der Zeitung „Die Welt“ zur Plagiatsaffäre von Bildungsministerin Annette Schavan hat in Reihen der SPD für Kopfschütteln gesorgt. Tenor des Textes: „Schavan ist ein spätes Opfer des SPD-Bildungswahns“. Und weiter:  „Der Ausverkauf von Bildung, der naive Glaube, jeder könne ein Intellektueller sein und der Aufstieg ins Bildungsbürgertum lasse sich in zwei, drei Jahren bewältigen – all diese törichten Illusionen sind auf sozialdemokratischem Mist gewachsen.“

Die Verärgerung unter den Genossen weicht mittlerweile aber einem gewissen Trotz. Dank Twitter. Unter dem Hashtag #diespdwars laufen in hoher Taktzahl Tweets auf, die die Sozialdemokarten für alles Erdenkliche verantwortlich machen. Teilweise geht es um politische Inhalte: „Studiengebühren abgeschafft“ #diespdwars, „S21 statt Kopfbahnhof“ #diespdwars, „Rente mit 67“ #diespdwars. Die skurrilen, abstrusen oder einfach lustigen Vorschläge sind aber in der Überzahl. Beispiele gefällt?

So lautet das Fazit:

Das versteht doch keiner

Niedersachse? Wahlberechtigt? Und noch unentschlossen, an welcher Stelle am Sonntag das eigene Kreuzchen ein gutes Gefühl bereitet? Dann könnte ein Blick in die Programme von CDU, SPD und Co die Wahlentscheidung erleichtern. Nicht so in Niedersachsen, sagen die Kommunikationswissenschaftler der Universität Hohenheim, die die verschiedenen politischen Leitlinien untersucht haben. Ihr Fazit: Fremdwörter, Anglizismen und überlange Sätze machen die Texte zur Lesequal, die Wahlprogramme der Parteien zur niedersächsischen Landtagswahl seien teilweise kaum verständlicher als eine Doktorarbeit. Kleiner Trost: Nur die Programme zur Europawahl 2009 waren „noch unverständlicher“ als die aktuellen Fassungen.

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FDP redet sich unheimlich stark

Guido Westerwelle und die 18 Prozent. Foto: dpa

Wie lange sind die Zeiten her, als Umfragen die FDP bei zwei (Bund) und drei (Niedersachen) Prozent sahen? Monate, Jahre? Längst vorbei, graue Vorzeit – so scheint es, denn zum Wochenstart setzt die Partei zum Höhenflug an.

Teil 1 der „Wir reden uns stark“-Kampagne läutet FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle ein. » weiterlesen

Auf ein Bier mit dem Spitzenkandidaten

Lust auf ein Bier mit Bundeskanzlerin Angela Merkel?

Oder doch lieber auf ein Glas mit Peer Steinbrück?

Würde Sie mit Angela Merkel (CDU) ein Bier trinken gehen wollen? Oder doch lieber auf ein Glas mit Peer Steinbrück (SPD)? Unwahrscheinlich, dass das passiert, denken Sie? Ja, mag sein. Und trotzdem könnte das Gedankenspiel entscheidend für die Frage sein, wer die Bundestagswahl 2013 gewinnen wird. » weiterlesen