FDP redet sich unheimlich stark

Guido Westerwelle und die 18 Prozent. Foto: dpa

Wie lange sind die Zeiten her, als Umfragen die FDP bei zwei (Bund) und drei (Niedersachen) Prozent sahen? Monate, Jahre? Längst vorbei, graue Vorzeit – so scheint es, denn zum Wochenstart setzt die Partei zum Höhenflug an.

Teil 1 der “Wir reden uns stark”-Kampagne läutet FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle ein.Er glaube fest an ein starkes Ergebnis seiner Partei bei der Landtagswahl in Niedersachsen, sagt Brüderle am Montag in Berlin: „Wir werden besser sein als viele erwarten“.

Konkreter wird der niedersächsische FDP-Spitzenkandidat Stefan Birkner, der beim Wahlgang am kommenden Sonntag mit sechs bis acht Prozent für seine Partei rechnet.

Teil 3 des Eigenmotivationsprogramms steuert Wolfgang Kubicki, Fraktionschef der Liberalen im Landtag von Schleswig-Holstein, bei. Er sieht seine Partei in Deutschlands Norden schon wieder im zweistelligen Bereich, was die politische Konkurenz amüsiert kommentiert:

Die FDP strotzt also vor Selbstbewusstsein. Ein Reißen der Fünf-Prozent-Hürde scheint bei so viel liberalem Vertrauen in die eigene Stärke unmöglich. Vermutlich dauert es auch nicht mehr lange, bis Guido Westerwelle sein “Mr. 18 Prozent”-Shirt aus der Mottenkiste kramt.

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