Wie lange sind die Zeiten her, als Umfragen die FDP bei zwei (Bund) und drei (Niedersachen) Prozent sahen? Monate, Jahre? Längst vorbei, graue Vorzeit – so scheint es, denn zum Wochenstart setzt die Partei zum Höhenflug an.
Teil 1 der “Wir reden uns stark”-Kampagne läutet FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle ein.Er glaube fest an ein starkes Ergebnis seiner Partei bei der Landtagswahl in Niedersachsen, sagt Brüderle am Montag in Berlin: „Wir werden besser sein als viele erwarten“.
Konkreter wird der niedersächsische FDP-Spitzenkandidat Stefan Birkner, der beim Wahlgang am kommenden Sonntag mit sechs bis acht Prozent für seine Partei rechnet.
Teil 3 des Eigenmotivationsprogramms steuert Wolfgang Kubicki, Fraktionschef der Liberalen im Landtag von Schleswig-Holstein, bei. Er sieht seine Partei in Deutschlands Norden schon wieder im zweistelligen Bereich, was die politische Konkurenz amüsiert kommentiert:
Ha ha- lange nicht mehr so gelacht- also Humor hat der “@shz_de: Kubicki erwartet zehn Prozent im Norden:bit.ly/WF2Aq7 via @shz_de”
— Ralf Stegner (@Ralf_Stegner) 14. Januar 2013
Die FDP strotzt also vor Selbstbewusstsein. Ein Reißen der Fünf-Prozent-Hürde scheint bei so viel liberalem Vertrauen in die eigene Stärke unmöglich. Vermutlich dauert es auch nicht mehr lange, bis Guido Westerwelle sein “Mr. 18 Prozent”-Shirt aus der Mottenkiste kramt.

