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	<title>Rhetorik-Blog</title>
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	<description>Reden für eine neue Welt</description>
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		<title>Abschiednehmen</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Dec 2010 10:06:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Hütt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgen Abend endet die Übernahme dieses Blogs beim Handelsblatt. Von meinen dortigen Lesern verabschiede ich mich in der Hoffnung, dass sie den Sprung hierher in meine Nische wagen und mir gewogen bleiben.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen Abend endet die Übernahme dieses Blogs beim <a href="http://blog.handelsblatt.com/rhetorik-blog/" target="_blank">Handelsblatt</a>. Von meinen dortigen Lesern verabschiede ich mich in der Hoffnung, dass sie den Sprung <a href="http://www.reden-fuer-eine-neue-welt.de/" target="_blank">hierher in meine Nische</a> wagen und mir gewogen bleiben.</p>
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		<title>R.I.P. Billy Taylor</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Dec 2010 10:04:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Hütt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Billy Taylor]]></category>
		<category><![CDATA[Charles Simic]]></category>
		<category><![CDATA[James Fallows]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Jorion]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorgestern starb Billy Taylor. NPR erinnert an einige denkw&#252;rdige Radiosendungen, kein Wunder, geh&#246;rt er doch zu den Gr&#252;nderv&#228;tern des Qualit&#228;tsradios. Der Titel des St&#252;cks &#8211; Beautiful Solo &#8211; hebt den tastensingenden Pianisten mit der blitzschnellen rechten Hand hervor und macht zugleich diskret deutlich, welche Ensemble-Geschichte er verk&#246;rpert und erm&#246;glicht hat.&#160; Paul Jorion erinnert an das [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="385"><param value="http://www.youtube.com/v/9pUJJfuapfA?fs=1&amp;hl=de_DE" name="movie" /><param value="true" name="allowFullScreen" /><param value="always" name="allowscriptaccess" /><embed width="480" height="385" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/9pUJJfuapfA?fs=1&amp;hl=de_DE"></embed></object></p>
<p>Vorgestern starb Billy Taylor. <a href="http://www.npr.org/blogs/ablogsupreme/2010/12/29/132442089/pianist-billy-taylor-jazz-ambassador-and-npr-host-dies?sc=fb&amp;cc=fmp" target="_blank">NPR erinnert</a> an einige denkw&uuml;rdige Radiosendungen, kein Wunder, geh&ouml;rt er doch zu den Gr&uuml;nderv&auml;tern des Qualit&auml;tsradios. Der Titel des St&uuml;cks &#8211; Beautiful Solo &#8211; hebt den tastensingenden Pianisten mit der <a href="http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=4176914" target="_blank">blitzschnellen rechten Hand</a> hervor und macht zugleich diskret deutlich, welche Ensemble-Geschichte er verk&ouml;rpert und erm&ouml;glicht hat.&nbsp; Paul Jorion erinnert an das Gef&uuml;hl, <a href="http://www.pauljorion.com/blog/?p=19743" target="_blank">was es bedeutet, frei zu sein</a>.</p>
<p>Billy Taylor war ein <a href="http://www.nytimes.com/2010/12/30/arts/music/30taylor.html?_r=1&amp;partner=rss&amp;emc=rss" target="_blank">Schutzpatron des Jazz</a> &#8211; und ohne dass Simic von ihm sprechen muss, f&uuml;hle ich mich <a href="http://www.nybooks.com/blogs/nyrblog/2010/oct/27/reminiscing-about-night/" target="_blank">in diesem dichten St&uuml;ck</a> an seine Gegenwart erinnert. <a target="_blank" href="http://www.theatlantic.com/culture/archive/2010/12/billy-taylor/68703/">Hier erinnert James Fallows</a> an eine TV-Show Taylors in den sp&auml;ten 50er Jahren:&nbsp;The Subject Is Jazz.</p>
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		<title>Darfs auch ein bisschen mehr sein?</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Dec 2010 19:13:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Hütt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Graf Lambsdorff]]></category>
		<category><![CDATA[Christine Lagarde]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
		<category><![CDATA[Peer Steinbrück]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Schäuble]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Tante scheint abgeschrieben. Zum Jahresende steckt die SPD wieder in der Falle &#8211; der Bedeutungslosigkeit, der 25 Prozent, des Glaubw&#252;rdigkeitsverlusts.&#160; Von fern erinnert sie mich an die CDU der sp&#228;ten 60er und fr&#252;hen 70er Jahre. Die So-nicht-SPD. Bestenfalls f&#252;r Stimmenthaltungen zu gebrauchen. Als wiederholten die sogenannten linken Parteien die Fehler aus den sp&#228;ten 20er [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img width="1" height="1" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/3ba0bb8ce322485dbdf3724702e94d35" alt="" /></p>
<p>Die Tante scheint abgeschrieben. Zum Jahresende steckt die SPD wieder in der Falle &#8211; der Bedeutungslosigkeit, der 25 Prozent, des Glaubw&uuml;rdigkeitsverlusts.&nbsp; Von fern erinnert sie mich an die CDU der sp&auml;ten 60er und fr&uuml;hen 70er Jahre. Die So-nicht-SPD. Bestenfalls f&uuml;r Stimmenthaltungen zu gebrauchen.</p>
<p>Als wiederholten die sogenannten linken Parteien die Fehler aus den sp&auml;ten 20er Jahren. Was schrieb Ernst Bloch dar&uuml;ber?&nbsp;Ich zitiere aus der Erinnerung:&nbsp;Was sie gemacht haben, sei richtig gewesen. (Naja!) Was sie nicht gemacht haben, falsch. Zumindest diesen Fehler scheinen die Sozialdemokraten mit Karacho zu wiederholen. Die sogenannte Linke vergesse ich jetzt mal, weil sie sich selbst marginalisiert. Solange der Mann mit dem b&ouml;sen Blick sie per Fernbedienung steuert, kommt in ihr keine politische Perspektive zustande.<span id="more-3642"></span></p>
<p>Was steht denn mit Blick auf das zu Ende gehende Jahr und das kommende Jahr auf dem Spiel? Im Grunde alles. Die schaumgeborenen Prognosen (von &uuml;ber zwei bis &uuml;ber drei Prozent Wachstum) machen ihre Rechnung ohne die Politik, vielleicht sogar gegen die Politik, weil sie auf Nachholeffekte setzen, die selbst dann noch ziehen, wenn die Politik alle Fehler begeht, die man ihr zutrauen muss. Die Rettung des Euros sieht aus wie nach einer dritten Chemotherapiestaffel, wenn weder die Hoffnung noch das zellzerst&ouml;rende Gift mehr wirken. Die Aussage der franz&ouml;sischen Finanzministerin gegen&uuml;ber der S&uuml;ddeutschen Zeitung vom 23. Dezember lesen sich wie ein Kronzeugen-Gest&auml;ndnis f&uuml;r die Eurogegner:</p>
<blockquote>
<p>Im EU-Vertrag von Lissabon steht: Ein EU-Staat darf einem anderen EU-Staat, der sich in finanziellen Schwierigkeiten befindet, nicht helfen. Doch der Griechenland-Rettungsplan f&uuml;hrt genau dazu. Auch der Euro-Rettungsschirm ist im Lissabon-Vertrag nicht vorgesehen. Trotzdem haben wir ein umfassendes Rettungssystem geschaffen &ndash; und sind daf&uuml;r &uuml;ber die bestehenden Regeln hinaus gegangen.</p>
</blockquote>
<p>Was macht das Bundesverfassungsgericht aus dieser Aussage?&nbsp;Eine Vorladung an Mme Lagarde?&nbsp;</p>
<p>Im irrlichternden Apparat der sogenannten Liberalen melden sich die d&uuml;mmsten Hintersassen zu Wort und best&auml;tigen meine Annahme, dass der Niedergang dieser Partei seine st&auml;rksten Impulse aus ihrer vakuumierten Mitte selbst erf&auml;hrt. Weit und breit niemand in Sicht, der der FDP ein glaubhaftes europ&auml;isches Profil verschaffen k&ouml;nnte, die transsylvanische Abwesenheitsparlamentarierin schon gar nicht, vielleicht &#8211; mit&nbsp; Vorschusslorbeeren &#8211; der junge Lambsdorff.</p>
<p>Was gibt die christlich-liberale Regierung f&uuml;r ein Bild am Ende ihres &quot;Herbsts der Entscheidungen&quot;? Ein j&auml;mmerliches. Mit Bleisohle jagt sie auf dem Standstreifen zur&uuml;ck und beschwert sich &uuml;ber den Gegenverkehr. Europaweit ist sie isoliert und verachtet wie keine deutsche Nachkriegsregierung. In jeder Frage mit einigem Gewicht liegt sie schief und findet daf&uuml;r die passenden schiefen Bilder. Feige vor ihren Parteifreunden. Der einzige Europ&auml;er von Format scheint der Mann im Rollstuhl zu sein. Was f&uuml;r ein Desaster f&uuml;r eine Formation, die fr&uuml;her die europ&auml;ische Perspektive als ihre Kernkompetenz verstanden hat.</p>
<p>Was machen die Sozialdemokraten daraus?&nbsp;K&auml;mpfen in der Yellowpress gegen das altfr&auml;nkische Bambi und das Heider&ouml;schen. Immerhin haben sich die Stones in der Financial Times zum Thema Eurobonds ge&auml;u&szlig;ert, aber auch das wirkte wie eine Verirrung ins Kleingedruckte.</p>
<p>Es sieht so aus, als formiere sich im n&auml;chsten Jahr eine neue politische Partei, vielleicht aus dem Kadaver der Zombie-FDP, vielleicht als Sammelbecken unter neuem Etikettenschwindel. Deutschland schafft an und ab, ihr Leitmotiv.</p>
<p>War in den 30er Jahren der spanische B&uuml;rgerkrieg die Signatur eines europ&auml;ischen Bekenntnisses f&uuml;r Linke und Demokraten, sieht es so aus, als w&uuml;rde die Rettung des Euros zusammen mit einer sozialpolitisch glaubw&uuml;rdigen europ&auml;ischen Wachstumsstrategie das Thema des neuen Jahrzehnts. Ein Kampf um Europa, um demokratische auf Teilhabe setzende politische, soziale und wirtschaftliche Perspektiven eines europ&auml;ischen Bundesstaates &#8211; was w&auml;re das f&uuml;r eine glanzvolle Gelegenheit f&uuml;r die Opposition, der Regierung eine &uuml;berzeugende Alternative entgegenzustellen. F&uuml;r einen erneuerten europ&auml;ischen Gesellschaftsvertrag zu k&auml;mpfen, Finanztransaktionssteuer, Schuldenschnitt, geteilte Lasten inklusive.</p>
<p>Jetzt r&auml;cht es sich, dass man den b&uuml;rokratischen Wasserkopf in Br&uuml;ssel immer mit Verachtung gestraft hat (solche Kr&ouml;nungen wie Bangemann und Oettinger dorthin entsorgte) und dass die Europawahlk&auml;mpfe immer die schlechtesten Kampagnen hervorgebracht haben.</p>
<p>Der Zug ist weg. Oder f&auml;hrt gar nicht mehr los. Die SPD&nbsp;sieht so aus, als wolle sie wie Buridans Esel zwischen diesen beiden Aussagen verhungern. Oder als wolle sie einen Musterprozess um Entsch&auml;digung f&uuml;r die vergeblich erstandene Bahnsteigkarte f&uuml;hren. Fahrkarten?&nbsp;Ziele?&nbsp;Umsteigen? Wohin solls denn gehen, wenns ums Ganze geht?</p>
<p>Ein bisschen mehr w&uuml;rde ich ihr schon gerne zutrauen, der Tante.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Llamas with hats 4</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Dec 2010 09:53:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Hütt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="300"><param value="http://www.youtube.com/v/SJixW2u4IvQ&amp;rel=0&amp;hl=de_DE&amp;feature=player_embedded&amp;version=3" name="movie" /><param value="true" name="allowFullScreen" /><param value="always" name="allowScriptAccess" /><embed width="480" height="300" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/SJixW2u4IvQ&amp;rel=0&amp;hl=de_DE&amp;feature=player_embedded&amp;version=3"></embed></object></p>
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		<title>Frost Over the World: Interview Julian Assange</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Dec 2010 11:01:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Hütt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Cablegate]]></category>
		<category><![CDATA[David Frost]]></category>
		<category><![CDATA[Julian Assange]]></category>
		<category><![CDATA[WikiLeaks]]></category>

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		<description><![CDATA[Sir David Frost interviewt f&#252;r Aljazeera Julian Assange. Das Interview ber&#252;hrt eine Reihe von Fragen zum Selbstverst&#228;ndnis und zur Praxis von Wikileaks: Was ist ein Geheimnis, was konstituiert ein Geheimnis? Zu welchen Zwecken? In welcher Relation zu zug&#228;nglichem Wissen? In welcher kontextuellen Relation zu zug&#228;nglichem Wissen? Was konstituiert das weltweite Interesse an Wikileaks und an [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="300"><param value="http://www.youtube.com/v/U6mcSXge4Qo&amp;rel=0&amp;hl=en_US&amp;feature=player_embedded&amp;version=3" name="movie" /><param value="true" name="allowFullScreen" /><param value="always" name="allowScriptAccess" /><embed width="480" height="300" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/U6mcSXge4Qo&amp;rel=0&amp;hl=en_US&amp;feature=player_embedded&amp;version=3"></embed></object></p>
<p>Sir David Frost interviewt f&uuml;r Aljazeera Julian Assange. Das Interview ber&uuml;hrt eine Reihe von Fragen zum Selbstverst&auml;ndnis und zur Praxis von Wikileaks:</p>
<p>Was ist ein Geheimnis, was konstituiert ein Geheimnis? Zu welchen Zwecken? In welcher Relation zu zug&auml;nglichem Wissen? In welcher kontextuellen Relation zu zug&auml;nglichem Wissen?</p>
<p>Was konstituiert das weltweite Interesse an Wikileaks und an der Offenlegung von Geheimnissen? Cui bono?</p>
<p>Was ist Missbrauch von Macht?&nbsp;Wo verl&auml;uft die Grenze zwischen Missbrauch von Macht und dem legitimen Gebrauch von Macht?</p>
<p>Wie verstehen sich Medien gegen&uuml;ber der Praxis von Wikileaks? Was unterscheidet &quot;einen Abgrund von Landesverrat&quot; von dem selbstverst&auml;ndlichen Gebrauch der Meinungsfreiheit?&nbsp;Was passiert, wenn Meinungsfreiheit mit Spionage gleichgesetzt wird?</p>
<p>Die Klassifizierung von Geheimnissen verl&auml;uft fast parallel (jedenfalls in der Praxis der Obama-Regierung) zur Begr&uuml;ndung neuer Routinen der Offenlegung&nbsp; (open government) und einem weniger restriktiven Umgang mit den Grunds&auml;tzen der Informationsfreiheit.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>A Big Fucking Deal</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 20:08:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Hütt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Andy Lee]]></category>
		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>
		<category><![CDATA[Joe Biden]]></category>
		<category><![CDATA[Lloyd Corvin]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Sixty-six years ago, in the dense, snow-covered forests of Western Europe, Allied Forces were beating back a massive assault in what would become known as the Battle of the Bulge.&#160; And in the final days of fighting, a regiment in the 80th Division of Patton&#8217;s Third Army came under fire.&#160; The men were traveling [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img width="1" height="1" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/a48df7ab06c44acc977eca425c98508f" alt="" /></p>
<p><object style="height: 300px;width: 480px"><param value="http://www.youtube.com/v/cS26CciE0VQ?version=3" name="movie" /><param value="true" name="allowFullScreen" /><param value="always" name="allowScriptAccess" /><embed width="480" height="300" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/cS26CciE0VQ?version=3"></embed></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote>
<p>Sixty-six years ago, in the dense, snow-covered forests of Western Europe, Allied Forces were beating back a massive assault in what would become known as the Battle of the Bulge.&nbsp; And in the final days of fighting, a regiment in the 80th Division of Patton&rsquo;s Third Army came under fire.&nbsp; The men were traveling along a narrow trail.&nbsp; They were exposed and they were vulnerable.&nbsp; Hundreds of soldiers were cut down by the enemy.&nbsp; </p>
<p>And during the firefight, a private named Lloyd Corwin tumbled 40 feet down the deep side of a ravine.&nbsp; And dazed and trapped, he was as good as dead.&nbsp; But one soldier, a friend, turned back.&nbsp; And with shells landing around him, amid smoke and chaos and the screams of wounded men, this soldier, this friend, scaled down the icy slope, risking his own life to bring Private Corwin to safer ground.&nbsp; </p>
<p>For the rest of his years, Lloyd credited this soldier, this friend, named Andy Lee, with saving his life, knowing he would never have made it out alone.&nbsp; It was a full four decades after the war, when the two friends reunited in their golden years, that Lloyd learned that the man who saved his life, his friend Andy, was gay.&nbsp; He had no idea.&nbsp; And he didn&rsquo;t much care.&nbsp; Lloyd knew what mattered.&nbsp; He knew what had kept him alive; what made it possible for him to come home and start a family and live the rest of his life.&nbsp; It was his friend.&nbsp; </p>
<p>And Lloyd&rsquo;s son is with us today.&nbsp; And he knew that valor and sacrifice are no more limited by sexual orientation than they are by race or by gender or by religion or by creed; that what made it possible for him to survive the battlefields of Europe is the reason that we are here today.</p>
</blockquote>
<p>Die Geschichte des Gesetzes ist eine Geschichte der Heuchelei. Gegen die Heuchelei ist eine B&uuml;rgerrechtsbewegung entstanden. Heute hat Barack Obama das Gesetz unterzeichnet, das Schluss mit der Heuchelei macht. &quot;Don&acute;t Ask Don&acute;t Tell&quot; &#8211; der Titel des Heuchelei-Gesetzes macht anschaulich, was da los war. Auf Rheinisch hie&szlig; das Gesetz:&nbsp;Fraach nichts, saach nichts!<span id="more-3639"></span></p>
<p>Wie zu erwarten war, <a target="_blank" href="http://www.whitehouse.gov/the-press-office/2010/12/22/remarks-president-and-vice-president-signing-dont-ask-dont-tell-repeal-a">fanden Obamas Redenschreiber zu diesem Anlass eine Story</a>, die eines Tages Filmgeschichte schreiben wird. Die Schlacht, auf die Obama sich bezieht, die Ardennen-Offensive im Winter 1944, beschreibt Alfred Andersch in dem Roman <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3257236042?ie=UTF8&amp;tag=wwwredenfuere-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3257236042" target="_blank">Winterspelt</a>. Lloyd Corvin kommt darin nicht vor, auch nicht sein schwuler Retter Andy Lee.</p>
<p>Dass die Ardennen-Offensive in der anglo-amerikanischen Geschichtsschreibung als die &quot;<a target="_blank" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_the_Bulge">Battle of the Bulge</a>&quot; bekannt ist, h&auml;ngt mit von Rundstedts Vorsto&szlig; gegen die alliierten Linien zusammen. Der Verweis auf diesen Kriegsschauplatz wirkt allerdings kurios.</p>
<p>Wer kommt auf die Idee, unter dem Signum einer historischen Beule ein Gesetz zu unterzeichnen, das es Schwulen k&uuml;nftig erspart, ihre sexuelle Orientierung im Milit&auml;rdienst zu verstecken? Ich habe in den mir bisher vorliegenden amerikanischen Medien nichts gefunden, das diesen Aspekt bisher aufgegriffen h&auml;tte. So was kann man nicht erfinden. Oder doch?</p>
<p>In dieser kleinen Blognische fernab von Washington und dem milit&auml;risch-industriellen Apparat zitiere ich den amerikanischen <a href="http://www.huffingtonpost.com/2010/12/23/a-big-fucking-deal-bidens_n_509927.html" target="_blank" title="das sagte er zu Obama bei der Unterzeichnung der Gesundheitsreform">Vizepr&auml;sidenten Joe Biden</a> mit den Worten:&nbsp;</p>
<blockquote>
<p>&quot;This is a big fucking deal!&quot;</p>
</blockquote>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Frohes Fest</title>
		<link>http://blog.handelsblatt.com/rhetorik-blog/2010/12/21/frohes-fest-2/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Dec 2010 17:35:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Hütt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="300"><param value="http://www.youtube.com/v/P3AKqyOG1DE?fs=1&amp;hl=de_DE" name="movie" /><param value="true" name="allowFullScreen" /><param value="always" name="allowscriptaccess" /><embed width="480" height="300" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/P3AKqyOG1DE?fs=1&amp;hl=de_DE"></embed></object></p>
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		<title>Niemand &#8211; alleingelassen</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 09:22:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Hütt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Ambrose Evans-Pritchard]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
		<category><![CDATA[Guido Westerwelle]]></category>
		<category><![CDATA[Helmut Schmidt]]></category>
		<category><![CDATA[Mohamed El-Erian]]></category>
		<category><![CDATA[Peer Steinbrück]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Schäuble]]></category>

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		<description><![CDATA[Retten kommt in Misskredit. Eine Einsicht, in der &#214;konomen, Politiker und Rhetoriker auf frappierende Weise &#252;bereinstimmen. Warum? Offenbar hat das Wort, das urspr&#252;nglich &#34;aus der Gefahr rei&#223;en&#34; bedeutet, inzwischen unter dem Druck der &#214;konomie eine Umwertung erfahren, die in Griechenland und in Irland als &#34;in die Gefahr gesto&#223;en werden&#34; verstanden wird. Den Auftakt gab Bundeskanzlerin [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img width="1" height="1" alt="" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/8402e1af9dfe4e649715f7cf1d19e9c7" /></p>
<p>Retten kommt in Misskredit. Eine Einsicht, in der &Ouml;konomen, Politiker und Rhetoriker auf frappierende Weise &uuml;bereinstimmen. Warum? Offenbar hat das Wort, das urspr&uuml;nglich &quot;<a target="_blank" href="http://urts55.uni-trier.de:8080/Projekte/WBB2009/DWB/wbgui_py?lemid=GA00001">aus der Gefahr rei&szlig;en</a>&quot; bedeutet, inzwischen unter dem Druck der &Ouml;konomie eine Umwertung erfahren, die in Griechenland und in Irland als &quot;in die Gefahr gesto&szlig;en werden&quot; verstanden wird.</p>
<p>Den Auftakt gab Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrer <a href="http://www.bundestag.de/dokumente/protokolle/plenarprotokolle/17080.pdf" target="_blank">Regierungserkl&auml;rung im Deutschen Bundestag</a>. Ich fasse ihre Argumentation zusammen:&nbsp;</p>
<blockquote>
<p>Europa sei eine Verantwortungsgemeinschaft. Deutschland profitiere davon besonders. Einzelne Euro-Staaten stehen vor schwierigen Herausforderungen. Der Euro selbst aber habe sich als krisenfest erwiesen. Der EU-Gipfel werde einen Krisenmechanismus etablieren, der auch den Privatsektor und den Internationalen W&auml;hrungsfonds an der L&ouml;sung k&uuml;nftiger Krisen beteilige. Die dazu n&ouml;tige Vertrags&auml;nderung werde das Beistandsverbot nicht antasten. Damit werden keine Hoheitsrechte an die EU &uuml;bertragen. Der Mechanismus werde ausgel&ouml;st durch eine Gef&auml;hrdung der Finanzstabilit&auml;t der gesamten Euro-Zone. Die Feststellung erfolge durch einstimmige Beschl&uuml;sse. Die &Auml;nderung des Vertrags erfolge im vereinfachten Verfahren (ohne Referenden) und solle bis Ende 2012 abgeschlossen sein.</p>
</blockquote>
<p>Ihr pers&ouml;nliches Bekenntnis zu Europa beschlie&szlig;t Frau Merkel mit der Formel:</p>
<blockquote>
<p>Niemand in Europa wird alleingelassen, niemand in Europa wird fallen gelassen, Europa gelingt gemeinsam. Ich f&uuml;ge hinzu, Europa gelingt nur gemeinsam.</p>
</blockquote>
<p>Am n&auml;chsten Tag greift Zeit-Herausgeber Helmut Schmidt ein, kritisiert vehement die deutsche Europapolitik dieses Jahres.</p>
<blockquote>
<p>Wer in dieser Lage lediglich taktiert und finassiert, wer gar jedwedes Auseinanderfallen des Euro-Verbundes &ouml;ffentlich diskutiert, dem fehlt jede Weitsicht. (&#8230;) Wir Europ&auml;er k&ouml;nnen die fr&uuml;heren Fehler nicht ungeschehen machen, wohl aber m&uuml;ssen wir alsbald ziemlich&nbsp; unkonventionelle Reparaturen ins Werk setzen. (&#8230;) Selbstverst&auml;ndlich werden die notwendigen Reparaturen abermals (&#8230;) insbesondere uns Deutsche abermals viel Geld kosten. (&#8230;) Es ist nicht vision&auml;rer Idealismus, sondern unser eigenes strategisches Interesse an der Aufrechterhaltung der Europ&auml;ischen Union und damit der europ&auml;ischen Zivilisation, das uns&nbsp; bewegen muss, auf kleine nationalegoistische Vorteile zu verzichten. Auf lange Sicht tr&auml;gt Deutschland einen hohen Anteil an der Verantwortung daf&uuml;r, dass die europ&auml;ischen Staaten zu einem &ouml;konomisch handlungsf&auml;higen Verband zusammenwachsen. Dazu ist allerdings weder ein deutscher Oberkommandierender noch ein deutscher Schulmeister n&ouml;tig, denn er w&uuml;rde die anderen Kapit&auml;ne nur befremden und abschrecken. Wohl aber m&uuml;ssen die deutschen Politiker den B&uuml;rgern erkl&auml;ren, dass wir und warum wir Deutschen Opfer zu bringen haben.<span id="more-3636"></span></p>
</blockquote>
<p>Das sind starke Worte. Der kluge Greis nutzt sein Ansehen daf&uuml;r, Argumente mit seiner pers&ouml;nlichen Autorit&auml;t zu verst&auml;rken, die in der Bundesregierung allenfalls von Wolfgang Sch&auml;uble vertreten werden. Am Dienstag waren <a href="http://www.ft.com/cms/s/0/effa001c-07ba-11e0-a568-00144feabdc0.html#axzz18dMdRGZq" target="_blank">Frank-Walter Steinmeier und Peer Steinbr&uuml;ck in der Financial Times</a> in die Vorlage getreten und hatten daf&uuml;r pl&auml;diert (ich fasse zusammen):</p>
<blockquote>
<p>Kleinteilige L&ouml;sungen bieten keinen Ausweg aus der Krise. Es sei h&ouml;chste Zeit, die L&uuml;cke zwischen finanzieller und politischer Integration zu schlie&szlig;en. F&uuml;r diese Initiative solle sich Deutschland an vorderster Stelle engagieren. Die europ&auml;ische Politik stehe vor der Alternative, die Krise durch halbherzige Ma&szlig;nahmen zu verl&auml;ngern oder sie durch entschlossenes Handeln zu beenden.</p>
</blockquote>
<p>Am Tag darauf legt <a target="_blank" href="http://www.ft.com/cms/s/0/f0729bb0-0870-11e0-80d9-00144feabdc0.html?ftcamp=rss#axzz18dPBewCb">Mohamed El-Erian, Pimco-Chef, in der FT</a>&nbsp;nach. Anders als der Au&szlig;enminister a.D. und der Finanzminister a.D. nennt er die halbherzigen L&ouml;sungen beim Namen:</p>
<blockquote>
<p>Die Euro-Rettung funktioniere nicht. Es mache keinen Sinn, erst Liquidit&auml;tsprobleme zu beheben und Zahlungsf&auml;higkeitsprobleme einzelner Eurol&auml;nder zu vertagen. Das vertiefe die Krise, statt sie zu l&ouml;sen. Denn so komme ein Teufelskreislauf in Gang. Die &uuml;berschuldeten L&auml;nder br&auml;uchten eine Wachstumsperspektive. Deshalb sei es richtig, das Euro-Rettungspaket deutlich zu erh&ouml;hen. Aus innenpolitischen Gr&uuml;nden aber z&ouml;gere die Bundesregierung, das &ouml;konomisch Gebotene zu tun.</p>
</blockquote>
<p>Nun kann man einwenden, dass der Chef des weltweit gr&ouml;&szlig;ten Rentenfonds seine eigenen Interessen verfolgt. Offenbar aber zeigt er dabei gr&ouml;&szlig;ere Weitsicht als die Politik. Aufmerksam kommentierte Ambrose Evans-Pritchard im Daily Telegraph eine <a target="_blank" href="http://www.telegraph.co.uk/finance/economics/8204999/Germany-defiant-as-Europe-suffers.html">&Auml;u&szlig;erung des Bundesau&szlig;enministers</a>:</p>
<blockquote>
<p>&quot;Wer einer Transferunion das Wort redet, gef&auml;hrdet die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Europa in den L&auml;ndern, die die gr&ouml;&szlig;ten Lasten schultern.&quot;</p>
</blockquote>
<p>Sodann entschied der EU-Gipfel und beschloss <a href="http://blog.handelsblatt.com/rhetorik-blog//?p=6378" target="_blank">eine &quot;schmale&quot; &Auml;nderung des Vertrags um zwei S&auml;tze</a>:</p>
<blockquote>
<p>Die Mitgliedstaaten, deren W&auml;hrung der Euro ist, k&ouml;nnen einen Stabilit&auml;tsmechanismus schaffen, der aktiviert wird, wenn dies unerl&auml;sslich ist, um die Stabilit&auml;t der Euro-Zone als Ganzes zu sichern. Die Bewilligung finanzieller Hilfen wird unter strikte Bedingungen gestellt.&quot;</p>
</blockquote>
<p>Frau Merkel interpretierte den Gipfel als einen Schritt in Richtung einer europ&auml;ischen Wirtschaftsregierung, dabei gehe es nicht nur um stabile Haushalte &#8211; was bisher das einzige &ouml;konomische Credo der Bundeskanzlerin gewesen zu sein schien (&quot;die schw&auml;bische Hausfrau&quot;). Insofern k&ouml;nnte man <a target="_blank" href="http://blog.zeit.de/herdentrieb/2010/12/19/alles-wird-gut_2613/comment-page-2#comments">Robert von Heusingers Optimismus</a> zustimmen, w&auml;re da nicht dieser seltsam pathetische Satz in Frau Merkels Regierungserkl&auml;rung:</p>
<blockquote>
<p>&quot;Niemand in Europa wird alleingelassen.&quot;</p>
</blockquote>
<p>Der Satz&nbsp; klingt wie ein verzerrtes Echo auf die Idee, <a href="http://www.dhm.de/lemo/html/kaiserreich/index.html" target="_blank">von Feinden eingekreist</a> zu sein. Tats&auml;chlich sah es in diesem Jahr oft so aus, als habe sich Deutschland politisch isoliert.</p>
<p><img width="400" height="308" src="http://blog.handelsblatt.com/rhetorik-blog//wp-content/uploads/image/OdysseyPolyphemos.png" alt="" /></p>
<p>Schlie&szlig;lich aber haben S&auml;tze, die mit einem &quot;niemand&quot; beginnen, eine gro&szlig;e Tradition. Sie reicht zur&uuml;ck bis in die Antike (und nicht blo&szlig; bis in das <a target="_blank" href="http://www.youtube.com/watch?v=VCoVE8qBLVM">Jahr 1961</a>). Odysseus sagte dem menschenfressenden Riesen Polyphem (der Name hei&szlig;t &quot;der Vielger&uuml;hmte&quot;), sein Name sei Niemand (oudeis). <a title="Es handelt sich also um eine Geschichte in der Jemand anonym bleiben will &ndash; unerkannt. Denn Odysseus hat eine ganze Menge von Gr&uuml;nden &bdquo;Niemand&ldquo; zu sein. Da ist einmal eine ganze Rotte von G&ouml;ttern die ihm auf den Fersen ist. Aber eigentlich ist er eben das Gegenteil, n&auml;mlich der &bdquo;Vielger&uuml;hmte&ldquo;, n&auml;mlich der polypheme Odysseus. Er trifft also in gewisser Weise auch auf sich selbst." target="_blank" href="http://www.hiatus.de/oudeis.html">Der Mythos</a> scheint kl&uuml;ger als die Politik zu sein, die sich seines Bildes bedient. Denn tats&auml;chlich trifft in der Gestalt des Odysseus ein Vielger&uuml;hmter auf ein verabscheutes menschenverschlingendes Monster. Der Vielger&uuml;hmte aber nennt sich bescheiden einen Niemand. Odysseus&nbsp;trifft auf sich selbst.</p>
<p>War Frau Merkel so listig wie Odysseus, als sie diesen Satz vortrug? Das wohl nicht. Aber wie das so ist, wenn man mit sich selbst konfrontiert ist, dann gibt es mitunter seltsame Reaktionen.</p>
<p>Lasst uns nicht allein!</p>
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		<title>Rhetorik des ökonomischen Schreckens</title>
		<link>http://blog.handelsblatt.com/rhetorik-blog/2010/12/17/rhetorik-des-okonomischen-schreckens/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Dec 2010 18:14:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Hütt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Regling]]></category>
		<category><![CDATA[Matthew Yglesias]]></category>

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		<description><![CDATA[Matthew Yglesias macht auf einen Gastbeitrag von Klaus Regling in der Financial Times aufmerksam: Latvia which has a currency pegged to the euro, testifies to the success of this policy. Contrary to commentators who predicted disaster for Latvia early last year unless it gave up its hard peg &#8211; in line with advice from the [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a target="_blank" href="http://yglesias.thinkprogress.org/2010/12/the-latvian-catastrophe/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+matthewyglesias+%28Matthew+Yglesias%29&amp;utm_content=Google+Reader">Matthew Yglesias</a> macht auf einen Gastbeitrag von Klaus Regling in der Financial Times aufmerksam:</p>
<blockquote>
<p>Latvia which has a currency pegged to the euro, testifies to the success of this policy. Contrary to commentators who predicted disaster for Latvia early last year unless it gave up its hard peg &ndash; in line with advice from the commission &ndash; it did not devalue its exchange rate. A real effective devaluation was achieved through severe cuts in nominal income. Today its economy is growing again. Those outside &ldquo;experts&rdquo;, who always seem to know what is good for Europe, should take note.</p>
</blockquote>
<p>Yglesias verweist auf die tats&auml;chlichen Kosten:&nbsp;2008 schrumpfte das lettische Inlandsprodukt um 4,2 Prozent. 2009 um 18 Prozent. Die Arbeitslosenrate liegt nahe bei 20 Prozent.</p>
<p>Der Chef des Euro-Rettungsfonds EFSF bezeugt politische Blindheit gegen&uuml;ber den sozialen Kosten des Stabilit&auml;tsregimes. Die Logik dieses Denkens liegt auf der Hand. Rette man sich vor der Rettung.</p>
<p>Etwas Besseres als den Tod findest Du allemal.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Das Ganze &#8211; eine halbe Sache</title>
		<link>http://blog.handelsblatt.com/rhetorik-blog/2010/12/17/das-ganze-eine-halbe-sache/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Dec 2010 09:43:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Hütt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>

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		<description><![CDATA[Der EU-Gipfel hat gesprochen. Der Vertrag von Lissabon soll um zwei S&#228;tze erg&#228;nzt werden: Die Mitgliedstaaten, deren W&#228;hrung der Euro ist, k&#246;nnen einen Stabilit&#228;tsmechanismus schaffen, der aktiviert wird, wenn dies unerl&#228;sslich ist, um die Stabilit&#228;t der Euro-Zone als Ganzes zu sichern. Die Bewilligung finanzieller Hilfen wird unter strikte Bedingungen gestellt. Die kurze Presseerkl&#228;rung der Bundeskanzlerin [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img width="1" height="1" src="http://vg03.met.vgwort.de/na/cd9ebce8fefd42c59fdc6ebb20e5bec6" alt="" /></p>
<p>Der EU-Gipfel hat gesprochen. Der Vertrag von Lissabon soll um <a href="http://www.faz.net/s/Rub3ADB8A210E754E748F42960CC7349BDF/Doc~EAFC3C6EBDA9A427FBEB894E7A3FAD5E6~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">zwei S&auml;tze</a> erg&auml;nzt werden:</p>
<blockquote>
<p>Die Mitgliedstaaten, deren W&auml;hrung der Euro ist, k&ouml;nnen einen Stabilit&auml;tsmechanismus schaffen, der aktiviert wird, wenn dies unerl&auml;sslich ist, um die Stabilit&auml;t der Euro-Zone als Ganzes zu sichern. Die Bewilligung finanzieller Hilfen wird unter strikte Bedingungen gestellt.</p>
</blockquote>
<p>Die kurze <a href="http://www.bundesregierung.de/nn_1516/Content/DE/Mitschrift/Pressekonferenzen/2010/12/2010-12-16-eu-rat.html" target="_blank">Presseerkl&auml;rung der Bundeskanzlerin</a> nach dem Gipfel erl&auml;utert das Ergebnis:</p>
<blockquote>
<p>wir haben wichtige Beschl&uuml;sse f&uuml;r die Zukunft des Euro gefasst, einerseits, dass wir einen permanenten Krisenmechanismus vereinbaren. Das ist wichtig, weil wir uns damit verpflichten, die Stabilit&auml;t des Euro als Ganzes sicherzustellen, und das ist eine Verpflichtung aller Euro-Mitgliedstaaten. Dazu war eine schmale Vertrags&auml;nderung notwendig, und auf die haben wir uns auch geeinigt. (&#8230;)</p>
<p>Wir haben nat&uuml;rlich auch dar&uuml;ber gesprochen, dass wir uns insgesamt verpflichten, den Euro stabil zu halten. Wir haben das durch den Krisenmechanismus bewiesen. Von diesem Krisenmechanismus ist bisher nur ein ganz kleiner Teil in Anspruch genommen worden.<br />
Wir werden zum Euro insgesamt stehen. Aber die augenblickliche Situation ist doch so, dass viele L&auml;nder sehr starke Anstrengungen unternehmen, zum Beispiel Portugal, Griechenland und Spanien. Alle L&auml;nder haben heute Abend gesagt, dass sie sich auch genau dem verpflichtet f&uuml;hlen.</p>
</blockquote>
<p>Ein Desaster. Kein Erfolg. Warum?<span id="more-3630"></span></p>
<p>Wenn meine Informationen zutreffen, dann soll die &quot;schmale Vertrags&auml;nderung&quot; bis Ende 2012 durch parlamentarische Beschl&uuml;sse ratifiziert werden. Die Kabinettsherrschaft soll nicht ein weiteres Mal durch die vox populi in Frage gestellt werden. Ein Armutszeugnis f&uuml;r die demokratische Substanz Europas.</p>
<p>Der erste Satz der Vertragserg&auml;nzung dokumentiert den zuckenden Phantomschmerz des Patienten. Denn was muss man unter der &quot;Stabilit&auml;t der Euro-Zone als Ganzes&quot; verstehen?&nbsp;Der ferne europ&auml;ische Westen (Irland) und der tiefe S&uuml;den (Griechenland, Portugal, Spanien) sind faktisch amputiert. Zu den Bedingungen des ihnen gew&auml;hrten Beistands ist eine &ouml;konomische Erholung unm&ouml;glich. Massenelend und &Uuml;berschuldung werden festgeschrieben.</p>
<p>Das Taktieren der Bundeskanzlerin und ihr sehr spezieller Umgang mit den Tatsachen (von dem Rettungsschirm sei &quot;nur ein ganz kleiner Teil in Anspruch genommen&quot;) treiben die Kosten f&uuml;r die &quot;S&uuml;nderl&auml;nder&quot; in die H&ouml;he. Ihr Taktieren wird die Bundeskanzlerin im n&auml;chsten Fr&uuml;hjahr ihr Amt kosten. Sp&auml;testens dann, wenn der Rettungsfonds aufgestockt werden muss, wird auch die Basis der deutschen Regierungsparteien revoltieren.</p>
<p>Was in der einen H&auml;lfte Europas &quot;Stabilit&auml;tskultur&quot; hei&szlig;t, treibt in der anderen  H&auml;lfte die Leute auf die Barrikaden. Ist es nur noch eine Frage der Betonung (oder der Perspektive), um <a href="http://www.eurointelligence.com//index.php?id=581&amp;tx_ttnews[tt_news]=2986&amp;tx_ttnews[backPid]=901&amp;cHash=35a57d6a6d" target="_blank" title="The language used was that the new mechanism would be activated &ldquo;if indispensable to safeguard the stability of the euro area as a whole&rdquo;. ">&quot;das Ganze&quot; als ein Loch</a> wahrzunehmen?</p>
<p>Das Ganze liegt in Tr&uuml;mmern. Das  ist die Botschaft dieses Gipfels.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Resonanzkörper</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Dec 2010 07:34:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Hütt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="300"><param value="http://www.youtube.com/v/oh8YYONrLIc&amp;hl=en_US&amp;feature=player_embedded&amp;version=3" name="movie" /><param value="true" name="allowFullScreen" /><param value="always" name="allowScriptAccess" /><embed width="480" height="300" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/oh8YYONrLIc&amp;hl=en_US&amp;feature=player_embedded&amp;version=3"></embed></object></p>
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		<title>Galgenhumor</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Dec 2010 12:42:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Hütt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhart Baum]]></category>
		<category><![CDATA[Guido Westerwelle]]></category>

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		<description><![CDATA[Der liberale Schaumburger Kreis beweist Galgenhumor. Schienen sie schon zum Putsch&#160; gegen Guido Westerwelle entschlossen, besannen sie sich schlie&#223;lich eines schlechteren. Sie brauchen ihren Chef noch als S&#252;ndenbock f&#252;r die unvermeidlich gehaltenen Wahlverluste im n&#228;chsten Fr&#252;hjahr. Was f&#252;r ein weitsichtiger Zynismus. Nach dem Interview Gerhart Baums heute Morgen im Deutschlandfunk k&#246;nnte ihnen der S&#252;ndenbock schneller [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,734986,00.html" target="_blank">Der liberale Schaumburger Kreis beweist Galgenhumor</a>. Schienen sie schon zum Putsch&nbsp; gegen Guido Westerwelle entschlossen, besannen sie sich schlie&szlig;lich eines schlechteren. Sie brauchen ihren Chef noch als S&uuml;ndenbock f&uuml;r die unvermeidlich gehaltenen Wahlverluste im n&auml;chsten Fr&uuml;hjahr.</p>
<p>Was f&uuml;r ein weitsichtiger Zynismus. Nach dem <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1343559/" target="_blank">Interview Gerhart Baums heute Morgen im Deutschlandfunk</a> k&ouml;nnte ihnen der S&uuml;ndenbock schneller abhanden kommen, als die Putschisten f&uuml;rchteten.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Tränen-Tarnung</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 18:11:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Hütt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[John Boehner]]></category>

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		<description><![CDATA[Dekonstruierende Ladies]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="300"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/uyF6JP4a27M&amp;hl=en_US&amp;feature=player_embedded&amp;version=3" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><embed width="480" height="300" src="http://www.youtube.com/v/uyF6JP4a27M&amp;hl=en_US&amp;feature=player_embedded&amp;version=3" type="application/x-shockwave-flash"></embed></object></p>
<p>Dekonstruierende Ladies</p>
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		</item>
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		<title>Eine glänzende Gelegenheit zu schweigen</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 12:27:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Hütt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Guido Westerwelle]]></category>
		<category><![CDATA[Helmut Schmidt]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><object style="height: 300px;width: 480px"><param value="http://www.youtube.com/v/tg3Ld7bkBTM?version=3" name="movie" /><param value="true" name="allowFullScreen" /><param value="always" name="allowScriptAccess" /><embed width="480" height="300" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/tg3Ld7bkBTM?version=3"></embed></object></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Bambivalenz des Politischen</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 13:14:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Hütt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Karl-Theodor zu Guttenberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Afghanistan-Begl&#252;ckung durch das Ehepaar zu Guttenberg erklimmt den Peinlichkeitsgipfel der deutschen Politik. Dieser Wahnsinn hat Methode. Blo&#223; welche? Ist es tats&#228;chlich Ausdruck einer restaurativen Politik? Markiert der mediale Taumel einen Epochenbruch?&#160;Oder erklimmt der rhetorische Seifensieder die letzte Sprosse, bis alle endlich Hoppla schreien? Die Bilder der Afghanistanbesuche des Bundesverteidigungsministers erz&#228;hlen eine Putschgeschichte. Als h&#228;tte [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img width="1" height="1" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/9fe0e46208bf4cc6b1bb473c6a958b2f" alt="" /></p>
<p>Die Afghanistan-Begl&uuml;ckung durch das Ehepaar zu Guttenberg erklimmt den Peinlichkeitsgipfel der deutschen Politik. Dieser Wahnsinn hat Methode. Blo&szlig; welche?</p>
<p>Ist es tats&auml;chlich <a target="_blank" href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/in-zeiten-der-restauration/">Ausdruck einer restaurativen Politik</a>? Markiert der mediale Taumel einen <a target="_blank" href="http://www.freitag.de/politik/1049-frontbesuch-eines-thronfolgers">Epochenbruch</a>?&nbsp;Oder erklimmt der <a target="_blank" href="http://blog.handelsblatt.com/rhetorik-blog//?tag=karl-theodor-zu-guttenberg">rhetorische Seifensieder</a> die <a target="_blank" href="http://www.sprengsatz.de/?p=3563">letzte Sprosse</a>, bis alle endlich Hoppla schreien?</p>
<p>Die Bilder der Afghanistanbesuche des Bundesverteidigungsministers erz&auml;hlen eine Putschgeschichte. Als h&auml;tte der Benneton-Photograph Toscani Regie gef&uuml;hrt &#8211; mit dem diabolischen Ziel, den Zeichen den Sinn zu rauben und die Symbole durcheinander zu w&uuml;rfeln. Auf der Speisekarte des niederrheinischen Balkanrestaurants hie&szlig; der Eintopf&nbsp; &quot;Suppe mit Allemdrin&quot;.<span id="more-3616"></span></p>
<p>In der Inszenierung ist tats&auml;chlich alles drin. Im Vergleich dazu sehen der so kleine franz&ouml;sische Blingbling, der sentimentale russische Tigerbet&auml;uber und der frisch geliftete italienische Jungm&auml;dchenbest&auml;uber postpotent aus. Zu Guttenberg f&uuml;hrt eine Karriere vor, auf der die Rutschbahn der Peinlichkeit zum ersten Mal in der Geschichte nach oben f&uuml;hrt. Eine schwindelfreie Inversion. Weil Wahrheit kein Thema ist. Wie auch, mit dem blonden Unschuldsgift an seiner Seite? Ich war so naiv, zu Guttenbergs <a href="http://blog.handelsblatt.com/rhetorik-blog//?p=4179" target="_blank">Missbrauch seiner Kinder bei einer Totenrede</a> f&uuml;r den Gipfel der Geschmacklosigkeit zu halten. So kann man sich t&auml;uschen.</p>
<p>Rudolf Scharping und seine Gr&auml;fin Pilati h&auml;tten unter Flakschutz in der Donau planschen m&uuml;ssen, um Vergleichbares &#8211; nun ja &#8211; nicht auf die Beine zu stellen.</p>
<p>Wie ist der Ausflug mit Hofstaat auf den Hindukusch zu lesen? Was passiert da? Wenn wir Politik als Werben um Zustimmung unter gegenl&auml;ufigen Bedingungen begreifen, dann k&ouml;nnen wir die Inszenierung als eine komplexe Operation verstehen, die durch Bilderstrecken, puren Unsinn und melodramatische soundbytes jede Idee von Kritik tilgt, unterpfl&uuml;gt, gegenstandslos macht. Die klassische Idee des Ambivalenzmanagements h&auml;lt&nbsp; widerstreitenden Gedanken und Gef&uuml;hlen stand. Die Vernichtung der Ambivalenz aber, ihr Ausradieren erzeugt einen Reinraum, der Kritik in Bakterien, Viren und Schmutzpartikel verwandelt. Zu Guttenbergs genuine Leistung seit Kabinettseintritt im Fr&uuml;hjahr 2009 ist die Verpflanzung des Lotuseffekts in die politische Performanz.</p>
<p>Dieses Rehlein umweht ein aasiger Abglanz &#8211; die Bambivalenz des Politischen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>RIP Richard Holbrooke</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 11:34:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Hütt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Holbrooke]]></category>

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		<description><![CDATA[Dahin geht ein Pate eines halben Jahrhunderts amerikanischer Au&#223;enpolitik, Geburtshelfer und Schutzpatron der American Academy zu Berlin, Vordenker des Unm&#246;glichen (in allen Dimensionen) und deshalb naturgem&#228;&#223; auch zweifelhafte Primaballerina. George Packer portr&#228;tierte ihn im September 2009 f&#252;r den New Yorker, in diesem Blog war er mehrmals Thema. Erste Nachrufe hier, hier, hier, hier, hier , [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dahin geht ein Pate eines halben Jahrhunderts amerikanischer Au&szlig;enpolitik, Geburtshelfer und Schutzpatron der American Academy zu Berlin, Vordenker des Unm&ouml;glichen (in allen Dimensionen) und deshalb naturgem&auml;&szlig; auch zweifelhafte Primaballerina. George Packer <a href="http://www.newyorker.com/reporting/2010/12/28/090928fa_fact_packer?currentPage=all" target="_blank">portr&auml;tierte ihn im September 2009</a> f&uuml;r den New Yorker, in diesem Blog <a href="http://blog.handelsblatt.com/rhetorik-blog//?s=Holbrooke" target="_blank">war er mehrmals Thema</a>.</p>
<p>Erste Nachrufe <a href="http://www.theatlantic.com/national/archive/2010/12/richard-holbrooke/67965/" target="_blank">hier</a>, <a href="http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/12/13/AR2010121305198_pf.html" target="_blank">hier</a>, <a href="http://www.msnbc.msn.com/id/26315908/#40650575" target="_blank">hier</a>, <a href="http://www.lowyinterpreter.org/post/2010/12/14/Vale-Richard-Holbrooke.aspx" target="_blank">hier</a>, <a href="http://www.nytimes.com/2010/12/14/world/14holbrooke.html?_r=1&amp;partner=rss&amp;emc=rss&amp;pagewanted=all" target="_blank">hier</a> , <a href="http://www.newyorker.com/online/blogs/georgepacker/2010/12/in-the-company-of-holbrooke.html" target="_blank">hier</a> , <a target="_blank" href="http://www.tnr.com/article/79956/richard-holbrooke-wieseltier-obituary">hier</a>, <a target="_blank" href="http://xpostfactoid.blogspot.com/2010/12/hole-in-bucket-holbrookes-read-on-afpak.html">hier</a>, <a target="_blank" href="http://thelede.blogs.nytimes.com/2010/12/14/was-holbrooke-sent-to-afghanistan-too-late/?partner=rss&amp;emc=rss">hier</a>, <a target="_blank" href="http://www.newyorker.com/online/blogs/hendrikhertzberg/2010/12/holbrooke.html#ixzz188sbmEee">hier</a>, <a href="http://www.thewashingtonnote.com/archives/2010/12/holbrooke_not_a/" target="_blank">hier</a>, <a href="http://www.prospect.org/cs/articles?article=holbrookes_exit_strategy" target="_blank">hier</a>, <a href="http://www.prospect.org/cs/articles?article=the_last_statesman" target="_blank">hier</a> und&nbsp; <a href="http://xpostfactoid.blogspot.com/2010/12/woodwards-tribute-tor-richard-holbrooke.html" target="_blank">hier</a>.</p>
<p>Seine Lebensgeschichte illustriert einen weltumspannenden Aspekt globaler Supermacht, den auch der gr&ouml;&szlig;te doc-dump von wikiLeaks nicht verst&auml;ndlich machen k&ouml;nnte und dem gegen&uuml;ber selbst sehr erfahrene Diplomaten der europ&auml;ischen Mittelm&auml;chte wie subalterne Sachbearbeiter wirken.</p>
<p>Das besch&ouml;nigt nichts. Wie k&ouml;nnte ich auch? Die Aporien globaler Macht zu denken, ihre Fallstricke zu erkennen (manche auch zu spannen), ohne dabei die politische Selbstbindung aufzugeben, das ergibt die Geschichte einer Jahrhundertfigur.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Desinformation</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 09:20:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Hütt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Beispiel f&#252;r Desinformation. Der Rhetorik-Blogger, schwer vergrippt und deswegen (so h&#246;rt sich das Wort an, das Sie nat&#252;rlich verstehen) schnafnos, h&#246;rte heute Nacht um zwei Uhr im Deutschlandfunk diese Nachricht: Das zwischen US-Pr&#228;sident Obama und den Republikanern ausgehandelte Steuerpaket hat die erste parlamentarische H&#252;rde genommen. Der US-Senat beschloss mit 83 gegen 15 Stimmen, die [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beispiel f&uuml;r Desinformation. Der Rhetorik-Blogger, schwer vergrippt und deswegen (so h&ouml;rt sich das Wort an, das Sie nat&uuml;rlich verstehen) schnafnos, h&ouml;rte heute Nacht um zwei Uhr im Deutschlandfunk diese Nachricht:</p>
<blockquote>
<p>Das zwischen US-Pr&auml;sident Obama und den Republikanern ausgehandelte Steuerpaket hat die erste parlamentarische H&uuml;rde genommen. Der US-Senat beschloss mit 83 gegen 15 Stimmen, die Debatte zu beenden und in die formale Beratung &uuml;ber die Gesetze einzutreten. Damit d&uuml;rfte heute oder morgen &uuml;ber die Regelungen abgestimmt werden. Das Repr&auml;sentantenhaus will sich am Ende der Woche damit befassen. Obama hatte sich mit den Republikanern darauf verst&auml;ndigt, zeitlich befristete Steuererleichterungen zu verl&auml;ngern. Das war bei Teilen der Demokratischen Partei Obamas auf Kritik gesto&szlig;en, weil auch Besserverdienende davon profitieren. Im Gegenzug hatten die Republikaner zugestimmt, die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes um 13 Monate zu verl&auml;ngern.</p>
</blockquote>
<p>Was stimmt da nicht?&nbsp;Was fehlt?&nbsp;Wie soll das ein deutscher Radioh&ouml;rer verstehen, der nicht jeden Tag &uuml;ber andere Quellen seinen eigenen politischen Binnenpluralismus organisiert? Warum verschweigt der dlf, dass nicht nur linke Demokraten, sondern auch rechte Republikaner den Kompromiss vehement kritisieren?&nbsp;Warum hat sich die Redaktion daf&uuml;r entschieden, den unbestimmten Begriff&nbsp; &quot;Besserverdienende&quot; zu gebrauchen? Immerhin geht es darum, Einkommensmillion&auml;ren ein Zubrot von durchschnittlich 70.000 $ zu schenken &#8211; die urspr&uuml;nglich von Obama vorgesehene Kappungsgrenze lag bei Einkommen in H&ouml;he von bis zu 250.000 &euro; &#8211; und das in einer Situation bereits extremer Verm&ouml;gens- und Einkommensdisparit&auml;ten, schlie&szlig;lich ganz davon zu schweigen, was dieser <a href="http://baselinescenario.com/2010/12/13/the-moderate-republican-stimulus/" target="_blank">insgesamt 858 Mrd. $ schwere</a> <a href="http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~ED3347A0438E944F19B3399180D025940~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Kompromiss</a> &uuml;ber die sogenannten republikanischen Defizitfalken erz&auml;hlt.</p>
<p>Und das war eine Nachricht aus dem Qualit&auml;tsflaggschiff des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks &#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Schlechte Metaphern sorgen für schlechte Politik</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 13:45:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Hütt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Metaphernschule]]></category>
		<category><![CDATA[Angela Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Guido Westerwelle]]></category>
		<category><![CDATA[Jean-Claude Juncker]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Krugman]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer h&#228;tte das gedacht? Paul Krugman beschenkt den Rhetorik-Blogger mit einem Zitat, das ein Leitmotiv meiner Arbeit sein k&#246;nnte: And bad metaphors make for bad policy. Was sind die schlechtesten politischen Metaphern dieses Jahres?&#160;Ohne Anspruch auf Vollst&#228;ndigkeit fange ich an mit der schw&#228;bischen Hausfrau, den Defizits&#252;ndern und der Schuldenbremse. Schlechte Metaphern sorgen nicht nur f&#252;r [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wer h&auml;tte das gedacht? <a target="_blank" href="http://www.nytimes.com/2010/12/13/opinion/13krugman.html?_r=1&amp;nl=todaysheadlines&amp;emc=a212">Paul Krugman beschenkt den Rhetorik-Blogger mit einem Zitat,</a> das ein Leitmotiv meiner Arbeit sein k&ouml;nnte:</p>
<blockquote>
<p>And bad metaphors make for bad policy.</p>
</blockquote>
<p>Was sind die schlechtesten politischen Metaphern dieses Jahres?&nbsp;Ohne Anspruch auf Vollst&auml;ndigkeit fange ich an mit der schw&auml;bischen Hausfrau, den Defizits&uuml;ndern und der Schuldenbremse. </p>
<p>Schlechte Metaphern sorgen nicht nur f&uuml;r schlechte Politik. Sie sind auch Symptome f&uuml;r schlechtes Denken, verbergen und offenbaren Webfehler der Politik. Einer schlechten Metapher nachgehen hei&szlig;t, sie als Symptom so lange ernst zu nehmen, bis das dahinter lauernde Syndrom in voller H&auml;sslichkeit in den Blick gelangt. Daher mein Dank an Paul Krugman. You made my day.<span id="more-3609"></span></p>
<p>Schlechte Metaphern funktionieren auch wie eine Jalousie &#8211; oder sollte ich Zuflucht beim Eisernen Vorhang des Theaters suchen?&nbsp;Schlechte Metaphern bauen einen Popanz auf, verstellen den Blick auf das Geschehen, wirken wie ein Placebo ohne Doppelblindstudie, k&ouml;nnten daher mit einer vors&auml;tzlichen oder durch Unterlassung zustande kommenden K&ouml;rperverletzung verglichen werden.</p>
<p>Was h&ouml;ren meine Quellen in diesen Tagen? <a target="_blank" href="http://www.telegraph.co.uk/finance/financetopics/financialcrisis/8160999/EU-rescue-costs-start-to-threaten-Germany-itself.html">Ein Spatz aus London pfiff</a>, dass es in Deutschland keine&nbsp;Bankschlie&szlig;f&auml;cher mehr gebe.</p>
<blockquote>
<p>You cannot find a bank safe deposit box in Germany because every single one has already been taken and stuffed with gold and silver. It is like an underground Switzerland within our borders. People have terrible memories of 1948 and 1923 when they lost their savings.</p>
</blockquote>
<p><a target="_blank" href="http://www.ft.com/cms/s/0/d55ec168-061e-11e0-976b-00144feabdc0.html#axzz17zul7yzr">Wolfgang M&uuml;nchau schreibt gestern in der Financial Times</a> (hinter paywall):</p>
<blockquote>
<p>A quiet bank-run is under way in large parts of the eurozone, not only in Ireland.</p>
</blockquote>
<p>Unterdessen bereitet man sich auf den n&auml;chsten EU-Gipfel vor. In der Kakophonie blieb ein Satz Jean-Claude Junckers haften:</p>
<blockquote>
<p>Deutschland denkt da ein bisschen simpel.</p>
</blockquote>
<p>Wenn das der Fall w&auml;re, k&ouml;nnte man die Kanzlerin begl&uuml;ckw&uuml;nschen. Sie denkt eher&nbsp; zu kompliziert, vielleicht manchmal auch &uuml;berhaupt nicht. Das muss man annehmen, wenn man der Placeborhetorik der letzten Tage folgt und sie ernst zu nehmen versucht.</p>
<p>Wer sich treffsicher am besten darin bew&auml;hrt, zu falschen, schiefen oder schlechten Metaphern zu greifen, ist der amtierende FDP-Vorsitzende. Wer erinnert sich nicht an diese nautische Flautenmetapher:</p>
<blockquote>
<p>Auf jedem Schiff, das dampft und segelt, ist einer, der die Sache regelt. Und das bin ich!</p>
</blockquote>
<p>Am vergangenen Wochenende legte Westerwelle nach:</p>
<blockquote>
<p>Er sei &quot;keiner, der bei Sturm von Deck geht&quot;.</p>
</blockquote>
<p>So was kann nur Westerwelle erfinden. Sie m&uuml;ssen ihn festbinden, solange der Sturm nicht nachl&auml;sst. Sonst ginge er tats&auml;chlich &uuml;ber Bord, bevor die Flaute da ist.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Marathonrede</title>
		<link>http://blog.handelsblatt.com/rhetorik-blog/2010/12/12/marathonrede/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 10:58:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Hütt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Rhetorik]]></category>
		<category><![CDATA[Bernie Sanders]]></category>

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		<description><![CDATA[Bernie Sanders, unabh&#228;ngiger Senator aus Vermont und der einzige Sozialist in der Geschichte des US-Senats, hielt eine Rede, die erst nach 8:37 Stunden endete. Im Unterschied zu anderen Protagonisten des Filibusterns hat er nicht Kochrezepte oder Baseball-Reportagen vorgelesen, sondern unentwegt argumentiert, gewiss erm&#252;dend, aber f&#252;r die Demokratie durchaus belebend.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><object width="400" height="250"><param value="http://www.youtube.com/v/FAuL8VGwr_8&amp;hl=en_US&amp;feature=player_embedded&amp;version=3" name="movie" /><param value="true" name="allowFullScreen" /><param value="always" name="allowScriptAccess" /><embed width="400" height="250" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/FAuL8VGwr_8&amp;hl=en_US&amp;feature=player_embedded&amp;version=3"></embed></object></p>
<p><object style="height: 250px;width: 400px"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/CIfEw1V8_Ls?version=3" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><embed width="400" height="250" src="http://www.youtube.com/v/CIfEw1V8_Ls?version=3" type="application/x-shockwave-flash"></embed></object></p>
<p>Bernie Sanders, unabh&auml;ngiger Senator aus Vermont und der einzige Sozialist in der Geschichte des US-Senats, hielt eine Rede, die erst nach 8:37 Stunden endete. Im Unterschied zu anderen Protagonisten des Filibusterns hat er nicht Kochrezepte oder Baseball-Reportagen vorgelesen, sondern unentwegt argumentiert, gewiss erm&uuml;dend, aber f&uuml;r die Demokratie durchaus belebend.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Zombie im Vakuum der FDP</title>
		<link>http://blog.handelsblatt.com/rhetorik-blog/2010/12/10/der-zombie-im-vakuum-der-fdp/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 09:08:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Hütt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Lindner]]></category>
		<category><![CDATA[Erich Mende]]></category>
		<category><![CDATA[Guido Westerwelle]]></category>

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		<description><![CDATA[&#34;Worauf wartet die FDP?&#34; fragt heute Peter Carstens im Leitartikel auf Seite 1 der FAZ. Die Frage beantwortet sich fast wie von selbst. Sie wartet auf ein Ende des Schreckens. Die Parteif&#252;hrung scheint immer noch nicht begriffen zu haben, wo der Schrecken denn liegt, der die Liberalen ins Nirwana der Irrelevanz absacken l&#228;sst. Es ist [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img width="1" height="1" src="http://vg02.met.vgwort.de/na/6b67c800bcb442da890cb99b668e1990" alt="" /></p>
<p>&quot;Worauf wartet die FDP?&quot; fragt heute Peter Carstens im Leitartikel auf Seite 1 der FAZ.</p>
<p>Die Frage beantwortet sich fast wie von selbst. Sie wartet auf ein Ende des Schreckens. Die Parteif&uuml;hrung scheint immer noch nicht begriffen zu haben, wo der Schrecken denn liegt, der die Liberalen ins Nirwana der Irrelevanz absacken l&auml;sst. Es ist ein offenkundiger Irrtum, den Schrecken allein mit dem Wiederg&auml;nger der Freiheitsstatue im Parteivorsitz zu erkl&auml;ren.</p>
<p>Im Unterschied zu dem b&uuml;rgerrechtlichen intellektuellen Profil, das die Partei in den sp&auml;ten sechziger und fr&uuml;hen siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts aufgebaut hatte, ist sie durch das Nachbeten von Marketingplatit&uuml;den auf eine single issue Position geschrumpft. In der Hinsicht ist die FDP tats&auml;chlich die kleine h&auml;ssliche Zwillingsschwester der Republikanischen Partei in Amerika. Zum Zeitpunkt ihres gr&ouml;&szlig;ten Erfolgs im September 2009 lief der Countdown, wie lange es dauern w&uuml;rde, bis dieser Ballon platzt.<span id="more-3606"></span></p>
<p>Das w&auml;re ja noch was gewesen. Ein Knall. Ein Effekt. Tats&auml;chlich sieht es viel schlimmer aus. Der Ballon hat leise zischend an Luft verloren. Eine Lachnummer. Es ist wie in Andersens M&auml;rchen von dem nackten Kaiser. Wer diese Partei und ihr F&uuml;hrungspersonal &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum aufmerksam beobachtet hat, wei&szlig;, wie schwach sie war und was sie noch schw&auml;cher gemacht hat. Schon der Umstand, dass der Parteivorsitzende erfolgreich verhinderte, dass sich ministrable Parteimitglieder auf die ihnen in Aussicht stehenden &Auml;mter vorbereiteten, reicht aus, um die Hybris zu verstehen, die Westerwelle kultiviert hat. Es ist nicht nur Selbst&uuml;bersch&auml;tzung. Dahinter ist ein fundamentales Missverst&auml;ndnis zu erkennen, was denn das Politische sei (das Westerwelle ausschlie&szlig;lich als Parteipolitik missversteht) und was policies sind, und wie sich diese Partei, die diesen Unterschied &uuml;ber viele Jahre grandios bespielen konnte, auf einen naiven Klientilismus zur&uuml;ckzog, der ihr Profil zerst&ouml;rt hat.</p>
<p>Jetzt gleicht sie nicht einem Modell ohne Unterleib oder einem K&ouml;rper ohne Kopf. Sie ist trotz mancher Bem&uuml;hungen ihres Generalsekret&auml;rs im Zustand eines Vakuums angekommen. Die Entleerung wartet nur darauf, sich zu entleeren. Genau deshalb sind die Hoffnungen auf begabte F&uuml;hrungskonkurrenten irref&uuml;hrend. Das Vakuum dieser Partei ist brandgef&auml;hrlich.</p>
<p>Weil Guido Westerwelle der M&uuml;nchhausen der deutschen Politik ist, wird er den Augenblick des pl&ouml;tzlichen Druckausgleichs sogleich daf&uuml;r nutzen, sich neu zu erfinden. <a href="http://blog.handelsblatt.com/rhetorik-blog//?tag=guido-westerwelle" target="_blank">Westerwelle war und ist nie liberal gewesen</a>, ein autorit&auml;rer angstgetriebener Akteur, dessen Aggressivit&auml;t sogar die Amerikaner irritiert, die in der Hinsicht nicht gerade Chorknaben sind. Westerwelle wei&szlig;, wie Parteiapparate aufgebaut, umgebaut und in ein politisch f&uuml;r ihn funktionst&uuml;chtiges Vakuum verwandelt werden k&ouml;nnen.</p>
<p>Wenn die FDP den Druckausgleich herbeif&uuml;hrt, wird es sie zerrei&szlig;en. Das hat sie mit Erich Mende schon einmal erlebt. Eine ihrer Abspaltungen wird dann unter Westerwelles F&uuml;hrung den Zombie der Deutsch Nationalen Volkspartei spielen &#8211; <a href="http://blog.handelsblatt.com/rhetorik-blog//?p=6252" target="_blank">die moderne Dagegen-Partei</a>.</p>
<p>Sie braucht nicht erfunden zu werden. Sie ist l&auml;ngst da. So ist das mit Zombies.Sie sind mitten unter uns.</p>
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