"Man könnte alle Bücher des Britischen Museums lesen (lebte man lange genug) und doch ein ziemlich ungebildeter Analphabet bleiben; läse man aber, sagen wir, zehn Seiten eines guten Buches, Wort für Wort, also mit wahrhaftigem Scharfsinn, könnte man eine gebildete Person werden. Der einzige Unterschied zwischen einer gebildeten Person und einer, die es nicht ist, verdankt sich diesem Scharfsinn." (Übersetzt von HH)
Mit diesem Video eröffne ich eine neue Rubrik. Für den Hinweis auf die Aufnahme danke ich Peter Glaser.
Es liegt im Grunde so nahe, in diesem Blog den Blick auf die so oft eher bedrückende Landschaft der politischen Rhetorik mit einem Kontrapunkt zu versehen. Jazzmusik finde ich auch deshalb beglückend, weil sie eine andere Idee des Möglichkeitssinns verkörpert, Variationen erprobt, Seitenblicke ermöglicht, Harmonien, Disharmonien, enharmonische Verwechslungen improvisiert, mit anderen Worten eine musikalische Praxis vorführt, von der sich die politische Rhetorik nicht im Sinne einer Ästhetisierung der Politik, sondern zur besseren Veranschaulichung ihrer Perspektiven inspirieren lassen könnte. Was gäbe es Besseres, um die Idee der Freiheit zu veranschaulichen?
Schließlich macht mir das auch selbst Vergnügen. Vorgestern fand ich auf dieser Seite die Transkription einer Keith Jarrett-Bearbeitung des Oldies My Wild Irish Rose . Für Hinweise auf Jazz-Videos, die so beglückend sind wie die Aufnahme dieses Trios, bin ich immer dankbar. Benutzen Sie dafür bitte die Mailadresse im Impressum.