Der lunatic fringe ist in der Mitte der US-Mainstream-Medien angekommen. David Broder schreibt in der Sonntagsausgabe der Washington Post:
"With strong Republican support in Congress for challenging Iran’s ambition to become a nuclear power, he can spend much of 2011 and 2012 orchestrating a showdown with the mullahs. This will help him politically because the opposition party will be urging him on. And as tensions rise and we accelerate preparations for war, the economy will improve."
Krieg als Konjunkturprogramm: Der Irrsinn ist so was von da! Der Verweis auf FDR, die große Krise der 30er, die durch den Eintritt der USA in den Krieg überwunden worden sei, dienen nicht einer historischen akademischen Diskussion. Broder u.a. gewöhnen das öffentliche Denken (was ist das ?) daran, den lunatic fringe normal zu finden.
Hey, Du bist seit über einem Jahr arbeitslos? Ab mit Dir ins Kanonenfutter! Dann rappelts zwar in einer anderen Kiste, aber hey, das ist gut für die Konjunktur! Wir brauchen keine lost generation, die bei Mom in der Küche rumlungert. Du willst nicht als Ego-Shooter verhungern? Ab mit Dir durch die Mitte.
Die Mitte rückt weiter nach rechts. Am Wochenende sagte Barack Obama bei einer Kundgebung in Philadelphia:
"This election is not just going to set the stage for the next two years. It’s going to set the stage for the next 10, the next 20.”
Das Bühnenbild eines Schlachtfelds am Horizont … I would prefer not to.