Kein Kommentar, keine Reportage, kein Interview über die amerikanische Innenpolitik, in der nicht vom "enthusiasm gap" und der Wählerwut – voters´anger – geredet wird. Was mir dabei auffällt: Die meisten Autoren, und die deutschen Korrespondenten, die bei ihnen ungeprüft abschreiben, erklären zu einem Naturgesetz, wie die Wahlen ausgehen. Sie wähnen sich auf der sicheren Seite, weil es doch so gut wie immer so war: Wenn es dem Land wirtschaftlich nicht gut geht, wird die regierende Partei bestraft. Basta.
In diesem Blog habe ich oft genug den maroden amerikanischen Medienmarkt beklagt, die manichäische Weltsicht (wenn überhaupt von Welt oder Sicht die Rede sein kann) der radikalen Rechten (und Linken), das schrille Geschrei von Leuten wie Glenn Beck und Kollegen. Trotzdem erneuere ich heute meine Prognose, dass die Demokraten eine (vielleicht nur sehr kleine) Mehrheit in beiden Häusern des Kongresses behalten werden. » Weiterlesen

