"Man kann schon einiges daraus ablesen, dass ich allenfalls dann als Ministerpräsident zurücktrete, wenn ich als Bundespräsident gewählt werde", zitiert die FAZ heute Christian Wulff. Lassen wir die schiefe Syntax unbeachtet, wenngleich ein schönes Futur zwei eine Quelle für weitere Spekulationen eröffnet hätte. Im folgenden dokumentiere ich eine (leicht redigierte) Facebook-Diskussion, die ich gestern Abend begonnen habe.
HH: Christian Wulff will mit seiner Kandidatur kein Risiko eingehen. Er tritt vom Amt des niedersächsischen Ministerpräsidenten erst zurück, wenn die Bundesversammlung ihn gewählt hat. Und wenn sie ihn nicht wählt? Was wäre das für ein Ministerpräsident, der von der Bundesversammlung düpiert wurde?
(…)
HH: Das Interessante daran ist, dass Wulff mit seiner Umsicht (dem nicht besonders großen Vertrauen zu Parteifreunden und Koalitionspartnern) die eigene Aussage bestätigt, dass ihm der Wille zur Macht fehle. Sucht er die Ohnmacht? Das wäre für einen Berufspolitiker erstaunlich.
FB-Freund W.N.: Wahre Größe würde Wulff zeigen, wenn er von seiner Kandidatur zurücktritt. Das würde ihm in seinem Bundesland eine lebenslange beste Reputation garantieren.
HH: Der Rückzug von einer Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten wurde erprobt. Erfolgreich. Konrad Adenauer blieb Kanzler. Christian Wulff könnte sich als wahrer Urenkel in Reserve halten. Was für eine Chance!
(aus einer von mir angestoßenen Facebook-Diskussion, der Pointiertheit zuliebe leicht redigiert)










