Kurz vor der Bundestagswahl hat Sven Böll in “Der Spiegel” noch schnell einen unvollständig recherchierten Artikel über die Laffer-Kurve geliefert, wohl insbesondere als Breitseite gegen Westerwelle, die FDP und deren Steuersenkungsvorschläge. Lieber Herr Böll, liebe “Der Spiegel”-Redaktion: vom Leder ziehen ist ja ok, aber wo sind die einstigen Recherche-Stärken ihrer Redaktion geblieben? Schon mal “Laffer curve” in Google eingegeben? Dort finden sie auf Seite 1 gleich den Link zu einer 2009 verbreiteten wissenschaftlichen Studie mit dem doch klaren Titel “How Far Are We From The Slippery Slope? The Laffer Curve Revisited”. Diese Studie gibt durchaus eine präzise Antwort auf die von Ihnen in den Raum gestellte Herausforderung: “Denn Laffer selbst hat den Prozentsatz, ab dem die Einnahmen des Staates bei Steuererhöhungen sinken, nicht präzisiert. Und auch die Forschung tut sich mit konkreten Antworten auf die Frage, wo dieser Punkt denn eigentlich genau liegt, bis heute schwer.” Die Antworten finden sich in dem genannten Papier. Mal ehrlich: das konnten Sie nicht finden? Wie kann das sein? Gut, ich hatte einen Vorteil, diese Arbeit zu finden. Sie ist nämlich von Mathias Trabandt, derzeit an der Europäischen Zentralbank (offizieller Hinweis: The views expressed in this paper are solely the responsibility of the authors and should not be interpreted as reflecting the views of the ECB or Sveriges Riksbank), und mir selbst. Die neueste Version ist zur Zeit über die NBER verfügbar, hoffentlich demnächst aber auch an anderer Stelle (update demnächst!). Wie jede Studie auch, macht unsere Studien Annahmen, und natürlich lässt sich über alles (wie immer in der Wissenschaft!) trefflich streiten. Machen wir gerne! Aber an dieser Stelle sei mir erlaubt, gleich zu den Ergebnissen zu kommen.


In diesem Blog sehen Sie die Laffer-Kurven für Arbeitssteuern und Kapitalsteuern in Deutschland. Bei beiden Kurven befindet sich Deutschland “links vom Gipfel”, soll heißen: eine Steuersenkung kostet Regierungseinnahmen, und finanziert sich nicht komplett selbst. Im Papier finden sich dazu konkrete Zahlen. Senkt man in Deutschland die Lohnsteuern, so finanziert sich dies zu etwa 50 Prozent selbst. Senkt man in Deutschland die Kapitalsteuern, so finanziert sich das zu etwa 70 Prozent selbst. Will man so viel Steuern wie möglich einnehmen, und soviel wie möglich als Staat ausgeben (das ist doch interessante Information für “Die Linke”, oder?), so kann man in Deutschland einen Lohnsteuersatz von 64 Prozent wählen – und erhält so 10 Prozent mehr Steuereinnahmen als bisher. Oder man kann den Kapitalsteuersatz auf 50 Prozent hochsetzen, und erhält 2 Prozent mehr Steuereinnahmen. Diese Effekte treten nicht sofort ein – es gibt dabei interessante, dynamische Anpassungsprozesse, die wir an anderer Stelle ausgerechnet haben. Und natürlich gibt es eine Menge Heterogeneität in Steuersätzen und Einkommenssituationen, etc: die genannten Zahlen sind gewissermaßen die Vogelperspektive. Interessanterweise sind diese Zahlen zwar optimistischer (in Bezug auf Steuersenkungen), aber dennoch in der Nähe der Bemerkungen von Waigel, daß “der Staat von einem Euro Steuersenkungen am Ende rund 30 Cent zurück” erhält.
Diese makroökonomischen Anreizeffekte auszurechnen erfordert eine quantitative, makroökonomische Analyse. Vielleicht hätte “Der Spiegel” mal ein wenig nachbohren können, wo das in Deutschland eigentlich (und mit welcher Qualität) gemacht wird. Vielleicht ein Thema für ein anderes Mal.
Das Fazit hier sieht so aus. Na klar, die Laffer-Kurve gibt es (der Spiegel-Artikel bestreitet es auch gar nicht). Man kann durchaus konkrete Zahlen auf solider wissenschaftllicher Basis benennen (dieser Blog und unser Papier hat es getan). Der Spiegel hätte diese Zahlen in zwei Minuten Suche und Lektüre finden können – und hat es offenbar nicht getan. Ehrlich: das ist “unvollständig recherchiert”, oder? Und schließlich: Steuersenkungen in Deutschland finanzieren sich zwar nicht komplett selbst. Aber der Anteil der Selbstfinanzierung ist durchaus beachtlich.
Nachtrag (7. Okt. 2009): Patrick Bernau hat einen sehr schönen FAZ-Artikel zum Thema Laffer-Kurve und dem Trabandt-Uhlig Papier geschrieben: weitere Diskussion findet sich dort auch!











42 Kommentare zu ““Der Spiegel”, Westerwelle, Steuersenkungen und die Laffer Kurve”
Danke für diesen informativen Beitrag.Hat mir sehr gefallen.
LG
Mit Interesse habe ich zur Kenntnis genommen, dass wir uns aktuell nach Ihrer Schätzung in der Bundesrepublik links vom Scheitelpunkt auf der Laffer-Kurve befinden. In dieser Situation finanzieren sich Steuersenkungen also sogar in der Laffer-Kurve nicht selbst.
Das war wirklich sehr anstrengend, diese ganzen Kommentare zu lesen. Leider spiegelt die Diskussion nur wieder, wie an einem veralteten System mit immer weniger richtigen Erwerbsarbeitsplätzen, immer mehr Armen und wenigen Reichen herumgedoktert wird. Am Ende werden die Ärmsten immer mehr ausgequetscht.
Wie wäre es mal mit einer kompletten Systemumstellung:
Abschaffung aller Steuern, Abgaben zur Sozialversicherung, Sozialleistungen und sonstiger Transferleistungen. Finanzierung der Staatsquote über eine hohe Konsumsteuer und Auszahlung eines Steuerfreibetrages an ALLE BUNDESBÜRGER in Existenz sichernder und sozialer Teilhabe garantierender Höhe. Sowas nennt man auch Bedingungsloses Grundeinkommen.
Sowas schafft Steuergerechtigkeit, beseitigt alle Schlupflöcher, regt die Binnennachfrage an, spart Verwaltungskosten, weckt Initiative, schafft Augenhöhe, Mindestlöhne werden überflüssig. Aber lesen Sie mal auf unserer Webseite weiter
Ich übersetze mal: schlecht recherchiert = meine Arbeit wurde nicht verwendet / zitiert.
Ernsthaft, das ist saubere technische Arbeit, allerdings von der einseitigen Makroschule von gestern, die formale Eleganz aufzeigt, nur leider empirisch zu wenig zu gebrauchen ist: freiwillige Arbeitslosigkeit, evident in jeder Rezession, wird z.B. über ein superflexibles Arbeitsangebot wegtheoretisiert.
Die Nobelpreise gingen letztes Jahr an einen Keynesianer und dieses Jahr and institutionelle Ökonomen, back to the roots.
Lieber muhkuh,
wer immer sie sind:
Die Folgen des aktuellen Geschehens sind den Ökonomen und anderen hochbezahlten und insbesondere festangestellten Wissenschaftlern mit zu verdanken.
Daher ist mein Beitrag an dieser Stelle immer richtig.
Und eine gemeinsame mathematische Ausbildung? Da bildet sich in verschiedenen Studiengängen eine vergleichbare Grundausbildung ab. Im Gegenteil an einer FH machen Sie womöglich mehr in dieser Richtung als an so mancher Uni gefordert wird. Je nach Studiengang.
Hinzu kommt dass ich sowohl eine fundierte kaufmännische als auch ausreichend Wirtschaftskenntnisse sowohl als Angestellte als auch unter “Selbstständig” besitzen würde.
Ein üblicher kaufmännischer Handschlag zählt hier in “vielen” Bereichen schon lange nicht mehr.
Die meisten wissen nicht mal was das ist.
An Gesetze wird sich nicht gehalten. Steuer und Sozialversicherungen wird von insbesondere “reichen” Unternehmen einfach nicht bezahlt. Die Sozialmisere und mangelnden Beiträge ich die gesetzliche Sozialversicherung wird auf dem Rücken des Staates und dann resultierend auf dem Rücken von Eltern mit Kindern ausgetragen für die es keine Arbeit gibt.
Manchmal sogar aus gutem Grund, nach der derzeitigen nach persönlichen Gutdünken geführten Gesetzeserstellung.
Der Fall Berlusconi ist zur Zeit ein aktuelles Pressebeispiel.
Die Vernetzung untereinander sollte ein wichtiger Aspekt des bloggens sein. Das sich das aggressive Verhalten der insbesondere wohlhabenden Parteien, welches sowieso Tatbestand in den Unternehmen ist, und sich hier nur wiederspiegelt und zwar ganz sachte, im Gegenteil zur Realität im bezahlten Berufsleben gegenüber anderen nicht gewerkschaftlich geschützten Parteien, ist zu erwarten.
@Stauvermann. Ich habe eine Idee: Mariana bekommt vom Handelsblatt einen eigenen Blog wo sie dann über alles schreiben darf was ihr in den Sinn kommt.
Herr Uhlig, ich druecke Ihnen die Daumen, dass es dieses Jahr mit dem Nobelpreis klappt! Verdient haben Sie es.
Gruss,
HW
In Burkina Faso das gleiche Bild: Am 1.9.09: Durch sinflutartige Regenfälle wurde ein wertvoller Staudamm gebrochen.
Jahrelang aufgebaute Entwicklungsarbeit wurde zunichte gemacht. Es ist dringend zu klären, Wer für diese Regenfälle, welche vermutlich durch besprühen der Wolken, beispielsweise mit Silberjodid, die notwendigen technischen Hilfsmittel geliefert hat.
Es gibt heute weiterentwicklete Formen als Silberjodid. Weltweit sind diese sinflutartigen Regenfälle zu beobachten. Ein Produkt dass den Regierungen verkauft wird.
Bereits vor ca 1- 2 jahren wurde die Ernten in Afrika durch diese Regenfälle weggeschwemmt, incl. des zugehörigen Mutterbodens.
Bitte um Aufklärung dieser Fälle.
Ich habe Null Vertrauen in die Modellwelt, die Herr Uhlig zumeist benutzt, beispielsweise, um solche Dinge wie die Lafferkurve auszurechnen. Ein Modell und eine Richtung der Makrotheorie, die offenkundig komplett versagt hat und die Nobelpreisträger wie Stiglitz und Krugman als absolute Fehlentwicklung und Rückschritt der Wissenschaft (bezogen auf die letzten 20 Jahre) bezeichnen. In der Marktimperfektionen nicht vorkommen und jeder Staatseingriff per Modellkonstruktion nur alles schlechter machen kann. In der es also keine Marktmacht von Unternehmen, externe Effekte oder Informationsasymmetrien gibt, somit z.B. auch Finanzkrisen nicht möglich sind (Geld kommt sowieso auch selten dort vor). Ein Modell, welches die Richtung der Politik leider so geprägt hat, dass die Welt fast in den Abgrund gestürzt wäre. Glücklicherweise hat es dann auch niemand mehr geglaubt, und wir sind mit traditioneller, keynesianischer Politik vor der Katastrophe bewahrt worden. Herr Uhlig, Ihre besten Beiträge sind die, die nichts mit Konjunkturtheorie zu tun haben. Noch ist es nicht zu spät, auch dort einen Beitrag zu liefern. Sie sind sehr intelligent, energiegeladen und motiviert, nur leider zu ideologisch.
Naziarbeitsmethoden in Deutschland: Psychoterror in den Konzernen bis hin zur Vernichtung der Personen verdeckt durch Nettigkeit nach aussen.
Ein Gesetz daneben und das umbringen ist auch wieder
erlaubt. Da hat dort keiner Hemmungen davor.
Hat sich bis heute keiner kenntlich gezeigt.
@Dr. J-Maria Muller
Großen Kino, habe mich gut amüsiert.
Wir schreiben das Jahr 2004 bis heute:
Akademiker und Innen die ordentlich Ihre Arbeit machen in den Unternehmen und damit konstruktive Erfolge erzielt wurden, werden mit zig Mobbingattacken in die Arbeitslosigkeit getrieben. Ordentliche wissenschaftliche Arbeiten werden einkassiert, das Urheberrecht des Autors missachtet und schwerwiegende Mängel wurden und werden in Kauf genommen.
Die ernsthaft Arbeitenden wurden gezielt durch Mob ersetzt. Falsch eingesetzte Frührente und falsche Führung hat gleichzeitg den Unternehmen das KnowHow genommen. Unternehmen werden nicht geführt sondern zerschlagen, dabei missbräuchliche Leiharbeit gezielt eingesetzt um reine Besitzstände und Abfindungen für wenige vorher abgestimmte Vetternwirtschaft zu sichern.
Alleinerziehende sind in den Unternehmen zu Freiwild deklariert worden. Gewalt geegn Einzelne wurde wieder zum beliebten Volkssport in den Unternehmen.
Damit es den restlichen hochbezahlten Akademikeren nicht langweilig wird. Brauchen schließlich ein bißchen Unterhaltung und Volksbelustigung. Sexistische abwertende Bemerkungen, gezieltes Niederschreien, Lustigmachen über das Elend anderer :
Alltag im Berufsleben. Wirtschaftsabhärtetraining
Schließlich muss bei einem Bahnunfall derjenige eiskalt abschmettern und hervorragend lügen können. Das ist es worauf es ankommt im bezahlten Berufsleben in Deutschland. Das ist der Grund warum Frauen nicht in technischen Berufen arbeiten können.
Es sei den, Sie sind in einem speziell geschützten und politisch abgestimmten Frauenförderprojekt untergebracht in der Industrie.
Bösartigkeit wird belohnt in Deutschland, nicht die fachliche Leistung.
@MS,
es freut mich, dass Sie schlussendlich nun doch die Relevanz theoretischer Forschung erkennen. Ich kann natuerlich verstehen, dass viele Arbeiten ein technisch- mathematisches Wissen fordern, das der “Normalbuerger” verstaendlicherweise nicht hat. Von daher kann ich auch Ihre anfaengliche Abneigung gegen eben diese nachvollziehen (allerdings nicht fuer gut heissen). Den Spiegelredakteuren wird es da nicht anders gehen. Ich kann Ihnen gerne ein paar einfuehrende Werke nennen, falls Sie sich naeher mit dem Thema Oekonomie beschaeftigen moechten.
@ muhkuh und Till
Ich finde den Einwand von Till auch berechtigt. In dem von Trabandt und Uhlig gewählten Modellrahmen können die Auswirkungen eines unterschiedlichen Spar-/Konsum- und Anlageverhaltens verschiedener Einkommensklassen sowie Umverteilungseffekte aber nicht untersucht werden. Denn es wird ein einfaches neoklassisches Wachstumsmodell mit Staat gewählt, in dem ein repräsentativer Haushalt seinen (lebenslangen) Nutzen und eine repräsentative Firma ihren Gewinn maximiert. Es handelt sich also um eine reine Durchschnittsbetrachtung. Heterogenitäten bleiben unberücksichtigt. Zudem werden die untersuchten Volkswirtschaften als geschlossen betrachtet. Die Auswirkungen der Steuerpolitik auf den internationalen Waren- und Kapitalverkehr werden nicht modelliert. Die Möglichkeit, die Steuerersparnis in China anzulegen, bleibt daher ebenso ausgeschlossen wie die Möglichkeit, das zusätzliche Geld einfach zur Bank zu bringen. Denn von einem monetären Sektor wird abstrahiert. Ferner wird angenommen, dass Steuersenkungen automatisch zu einer Reduktion des Staatskonsums führen. Damit werden aber die Steuersenkungspläne der FDP nicht adäquat abgebildet. So will die FDP – zumindest laut Brüderle – auf eine vollständige Gegenfinanzierung verzichten, um die Binnenkonjunktur nicht abzuwürgen. (Womit Brüderle m. E. implizit keynesianisch argumentiert. Dann wären aber staatliche Investitionen die erste Wahl und nicht Steuersenkungen.)
Eine ältere Version des Papers findet sich übrigens hier: http://sfb649.wiwi.hu-berlin.de/papers/pdf/SFB649DP2006-023.pdf
Aber um noch einmal auf das Fazit von Herrn Uhlig zurückzukommen: “Steuersenkungen in Deutschland finanzieren sich zwar nicht komplett selbst. Aber der Anteil der Selbstfinanzierung ist durchaus beachtlich.” Diese Selbstfinanzierung resultiert ja aufgrund einer Erhöhung des Wirtschaftswachstums und der Beschäftigung, welche durch die Steuersenkung induziert wird. Dann müsste aber die Steuerreform 2000, mit der eine stufenweise Senkung des Eingangs- und vor allem des Spitzensteuersatzes in der Einkommensteuer, die Erhöhung des Grundfreibetrags sowie die Entlastung von Unternehmen in Deutschland einher ging, zu einer Erhöhung des Wachstumstrends geführt haben. Tatsächlich war das Trendwachstum nach 2000 aber niedriger als in den 90ern, und zwar schon vor der Krise. Rein optisch ist das beispielsweise hier zu sehen: http://www.hunecke.com/de/rechner/deutschland.html
Das heißt – um es vorsichtig auszudrücken -, dass der Einfluss der Steuerbelastung auf das Wirtschaftswachstum wohl nicht dominant war.
Was die Beschäftigung anbelangt, so war erst zwischen 2005 und 2008 ein deutlicher Anstieg der geleisteten Arbeitsstunden zu verzeichnen. Gleichzeitig waren aber die realen Nettolöhne je Stunde rückläufig (u.a. wohl aufgrund der kalten Progression). Dies steht m. E. im Widerspruch zum Modell von Trabandt und Uhlig. Denn in diesem Modell würde eine Nettolohnsenkung ja zu einem Rückgang des Arbeitsangebots führen: “… the higher is the Frisch elasticity of labor supply and the earlier occurs the peak of the Laffer curve. This result is intuitive. A rise in labor taxes reduces the real after-tax wage. If the household’s labor supply is more elastic with respect to the real after-tax wage, it will reduce its labor supply more strongly. Therefore, the marginal increase of tax revenues is smaller with higher labor supply elasticities – the peak occurs earlier.” (S. 24 f.)
Zu den Betraegen von Mariana Mayer.
Warum Frau Mayer quaelen Sie andere Leser mit Ihren Erguessen? Das wuerde mich ernsthaft interessieren. Was hat der Tsunami vor Samoa-hier ganz in der Naehe-mit Regen in Istanbul zu tun? Haben Sie solchen Unfug auch immer in Ihren 5 Arbeitsverhaeltnissen erzaehlt? Dann hat man Sie dort wahrscheinlich nicht gemobbt, wie behauptet sondern fuer verrueckt erklaert. Aber wohl zurecht, Tsunamis werden duch Erdbeben ausgeloest. Nicht einer Ihrer Kommentare hat was mit Oekonomie zu tun. Aber vielleicht fehlt Ihnen auch psychologische Betreuung. Also lassen Sie das mal sein mit Ihren Kommentaren, das nervt.
Menschen ohne Einkommen müssen ca. 140 Euro Krankassenbeitrag von 0 Euro Einkommen bezahlen.
Normalerweise beträgt dieser Satz ca. 14% vom Einkommen.
Doch es wird einfach ein Einkommen von 800 Euro angenommen, obwohl kein Einkommen da ist.
Wieviel Menschen leben in Deutschlkand mittlerweile ohne Krankenversicherung?
Alleinerziehende (Männer ghören dazu) ohne Hartz4 werden gezwungen diesen Beitrag vom Kindergeld und Kindesunterhalt mit zu bezahlen.
Leben sie in Hartz4 wird der Kindesunterhalt auf den Hartz4 Satz des Elternteils angerechnet. Die Elternteile leben dadurch mit vom Kindesunterhalt.
Der Staat sprich die Arbeitsagentur spart dadurch. Die Arbeitsagenturen und ihre Angestellten dagegen, residieren in den neuesten, modernsten und teuren Gebäuden, incl PC Ausstattung.
Der Arbeitslose hat nicht mal die Möglichkeit seine Bewerbung auf einem anständigen Drucker auszudrucken.
Wozu auch, stellt ihn sowieso keiner ein.
Er ist Ausschußware, die lediglich ein Jahr lang verwaltet wird. Bis er dass kapiert hat, ist er schnell in Hartz4. Dort werden seine Aktivitäten eingeschränkt, er verliert jegliche Flexibilität und die staatliche Kontrolle der Kontoauszüge beginnt. Das kennen die Kinder von Soiziahilfeeltern jedoch schon von klein auf. Kontrolle der Kontoauszüge, weil das Kind könnte ja “versucht haben”, eine Mark Taschengeld nebenbei zu verdienen.
Um Staatskosten zu sparen ist die Senkung der Einkommen von Beamten, Ärzten und Besserverdienenden und ihre viel zu hohen Pensionen notwendig.
Während Kranke nach Operationen nach nur 2 Tagen aus dem Krankenhaus entlassen werden, streichen die Ärzte weiterhin saftige Gewinne auf verschiedenen Ebenen ein.
Und sie müssen sich nicht mal darum kümmern. Das geschieht automatisch.
Hat der PAtient keinerlei Angehörige: Eben Pech gehabt. Stirbt er, eben Pech gehabt.
Während ein Niedriglöhner, der sowieso keine Steuern zahlt, sich nach der Arbeit noch mit Ämtern fürs Wohngeld oder vergleichbares herumschlagen muss, wird bei den kranken Patienten einfach die 10 Euro Praxisgebühr abkassiert.
Leute die diese 10 Euro nicht haben, können nicht zum Arzt gehen.
Die Lohnsteuer ist die Steuer die die Unternehmen noch bezahlen “müssen”. Wird diese gesenkt, zahlen die Unternehmen noch was für Steuern?
Eben, darum muss die Lohnsteuer hoch bleiben. Es zahlen nur noch die besserverdienenden Lohnsteuer und diese haben ausreichend Möglichkeiten durch verschiedene Aktivitäten Steuer abzusetzen.
Das heißt zusätzliche Aktivität bei hoher Lohnsteuer wird belohnt. Leute die sowieso ausreichend Arbeit und Einkommen haben, werden motiviert.
Genau das ist es warum an einer ganz anderen Stelle etwas nötig ist: An anderer Stelle wird Aktivität bestraft, insbesondere für Soziahilfe- und Hartz4 Empfänger, seit Jahren immer wieder Bestrafunf von Aktivität:
Ein Beispiel: Eine Hartz4 Empfängerin fährt zu einer freiwilligen Tätigkeit und erhält die Reisekosten bezahlt. Die Reisekosten werden vom Hartz4 Satz von 359 Euro als Einnahmen abgezogen, obwohl das Geld bezahlt worden ist. Es fehlt nun zum Lebensunterhalt.
Zahlreiche Fälle sind Fakt in Deutschland. Selbst die 17 DEM berufausbildungshilfe die alle Kinder behalten dürfen, wurden auf die Sozialhilfe angerechnet. Die meisten Kinder fangen aus gutem Grund erst gar keine Ausbildung an, mal abgesehen davon dass sie sowieso kaum keine Ausbildungsstelle bekommen, wenn sie nicht aus dem entsprechenden Elternhaus kommen.
Als Fachfremder habe ich mir das Paper mal angeschaut und finde die Herangehensweise der Autoren professionell. Die gemachten Vereinfachungen (ohne solche geht es ja in keinem Modell) sind – soweit ich sie erkenne – klar und übersichtlich herausgestellt. Eigentlich wünsche ich mir auf einem Blog wie diesem mehr solcher Artikel!
Selbstverständlich gibt es einige Punkte, in denen ich (noch) nicht nicht mit dem Artikel übereinstimme:
1) Der Lohnsteuersatz in Deutschland scheint mir recht hoch gegriffen. Sind da die Sozialversicherungsbeiträge schon dabei? Die kann ich nicht wirklich mit Steuern identifizieren.
2)Soweit ich es überblicke, wird den Ausgaben des Staates aus prinzipiellen Gründen keine über bloße Nachfrageeffekte hinausgehende Wirkung zugeschrieben. Ich würde schon sagen, dass viele Ausgaben des Staates (Bildung, Gesetzgebung, etc.) von äußerster Wichtigkeit für die Wirtschaft sind. Aber vermutlich lässt sich dies nicht ohne weiteres in das Konzept integrieren, da das Wachstum dort festgeschrieben ist?
MfG
Ich finde den Einwand von Till schon irgendwie berechtigt.
Wenn nun die verfügbaren Einkommen plötzlich steigen woher will man wissen welche Motivationen und auch Möglichkeiten vorliegen a) mehr zu konsumieren, b) in neue unternehmerische Aktivitäten, oder c) ganz stumpf zur Bank zu bringen. Genau bei c) hat Till schon recht dass es der Binnenwirtschaft kaum was bringt. Die Punkte a) und b) spielen sich gegenseitig zu und sind ganz super. Aber es nur richtig toll wenn es neue Konsum- und Geschäftsmöglichkeiten gibt (ansonsten gäbe es ja kaum mehr nicht-monetären Nutzen für den Konsum, und/oder keinen besonderen Grund gegen existierende Wettbewerber anzutreten).
@maria
genau das sage ich ja.
@MS
theoretische arbeiten haben durchaus ihren sinn und sollten oefters von entscheidungstraegern und der presse beruecksichtigt und auch verstanden werden und sind keinesfalls nur “gedankenspiele”. ich gebe zu, dass ein zeitungsartikel wie ihn der spiegel veroeffentlicht auf eine breite leserschaft abzielt und es nicht im sinne dieses magazines ist kompliziert, theoretische konstrutke wiederzukauen. allerdings, wuerde es auch dem spiegel nicht schaden hier mal ein wenig nachzurecherchieren.
maria mueller: Ich bin selber so ein “Gremlin” und beziehe mich mit der Aussage nur auf das Bild, das in der Öffentlichkeit gerne von uns verbreitet wird.
Deshalb habe ich das auch geschrieben (… “und es wäre wieder unter “theoretische Gedankenspiele irgendwelcher Elfenbeiturm-Gremlins” abgehakt worden”). “Wäre abgehakt worden” nicht “wird von mir darunter abgehakt”.
Ich wollte mit Sicherheit niemanden beleidigen, sondern nur darstellen, wie viele Journalisten oder Praktiker mit wissenschaftlicher Forschung umgehen.
Damit die Lafferkurve überhaupt funktionieren kann, muß man die Mehrwertsteuer und nicht die Lohnsteuer senken.
Lohnsteuern sind bei den unteren 30% der noch Arbeitnehmern sehr niedrig, und bei den 15% Arbeitslosen + Teilzeitern = 0. Also nichts mit Lohnsteuer runter, Konsum rauf. Das ganze FDP-Lohnsteuergeld landet bei der oberen Mittelklasse, und die investiert in chinesische Fonds (oder sonstwelche Geldanlagen), und gibt das Geld nur sehr teilweise direkt aus.
Dies ist das Problem, wenn man volkswirtschaftlich-theoretische Konstrukte unreflektiert anwendet.
Letztendlich will die FDP ihrem Klientel (oberer Mittelstand + Oberschicht) ein dickes Wahlgeschenk machen, und verbrämt das mit Wirtschaftswachstum.
Wenn die Wirtschaftswachstum erzeugen wollten müßten sie den unteren 50% der Gesellschaft etwas zukommen lassen. Diese geben mehr als 90% ihrer Einnahmen im selben Monat auch wieder aus.
Kapitalertragssteuern aller Arten, sowie Erbeschaftssteuern sind in einer solchen Situation auch sehr gut: Es wird Geld eingenommen, was sowieso nicht Wirtschaftsrelevant ist und kann dann als Konjunkturpaket(das kann auch eine Mehrwertsteuerkürzung sein) / Bankenstützung eingesetzt werden.
Lutz Strobel: “100%” in den Grafiken bezieht sich auf die gesamten Steuereinnahmen, inkl. Lohnsteuer. Bei Nicht-Besteuerung von Kapitaleinkommen erbringen die anderen Steuerarten immer noch in der Tat nahe an 100% im Vergleich zur Situation jetzt.
Gleichzeitig werden die peruindianer mit Pestiziden besprüht, das gnaze als Schweinegrippe dargestellt, Ihnen sollen testweise chips unter die Haut gepflanzt werden, der Urwald dort wird gerodet usw. undsofort.
Die Nachteile der angewandten Forschung eben.
Und das alles finanziert über EU Steuergelder.
Dafür gehen die Deutschen mit arbeiten.
@Lutz Strobel:
Das liegt wohl daran, dass “steady state tax revenues” sämtliche Steuereinnahmen beinhalten und die “capital taxes” daran nur einen sehr geringen Anteil haben. Das der Kurvenverlauf hinten viel steiler ist, liegt wohl an den Modellannahmen. Vermutlich führt ein zu hoher Kapitalsteuersatz zum Zusammenbruch der Wirtschaft.
Nachdem nun merkwürdiger weise gestern abend tatsächlich ein neuer Tsunami aufgetaucht ist, stelle ich wirklich ernsthaft die Frage, warum es in Istambul und anderswo sinflutartig regnet, es bekannt ist, dass die Industrie bzw die Regierung dort die Wolken beschossen hat um es regnen zu lassen (fast jeder in stuttgart weiß das, Daimler)
und die Petroide die pestizide die das Schmelzen der polare im Jahr 2003 mitversucht haben “sollen” bei Bayer Werke hergestellt worden sind,
ist die Frage erlaubt: Ist es jetzt natürlichen Ursprungs oder wer manipuliert das Wetter?
@MS
Also theoretische Gedankenspiele irgendwelcher Elfenbeiturm-Gremlins geht doch eindeutig zu weit. unterlassen sie bitte prsoenliche beleidigungen!
Hallo Herr Uhlig,
bei einem Wert von 0 für “Steady Stae Capital Tax” beträgt der Steuerertrag immernoch knapp 100%. Wo ist hier mein Mißverständnis?
Aus welchen Faktoren resultiert der Abfall der Steuererträge? Wenn die Leute weniger arbeiten, sollten doch wohl andere gesellschaftliche Kosten auftreten, oder?
Das ist tatsächlich eine spannende Studie. Mich würde jedoch interessieren wie die Kurve bei den von der FDP als viel zu hoch empfundendenen Spitzensteuer aussieht. Die oben dargestellte “average” Kurve scheint ja die von allen getragene Sozialabgaben einzubeziehen. Um deren Senkung ging es jedoch nicht.
Wir werden alle das Vergnügen haben die Folgen eines Finanzminister Solms zu erleben. Jetzt wird überall verkündet, dass keine Sozialen Feuer zu befürchten sind. Ob die Union als Korrektiv das Aufspringen der ohnehin von der Globalisierung forcierten Gerechtigkeitsschehre verhindern kann ist zu bezweifeln. Man sollte solche Politik dann jedoch als das darstellen was sie ist: Ein Geschenk für Bezieher hoher Einkommen und keine vernunftsgebotene wirtschaftliche Maßnahme.
Die hier genannten Artikel kenne ich nicht, aber wenn die Zahl der Steuerzahler konstant ist, würde ich zu bedenken geben, dass bei der aktuellen globalen Liquiditätsschwemme die Investoren weltweit momentan ziemlich Geld locker haben und es nicht verkehrt wäre, mit Steuersenkungen auf sich aufmerksam zu machen. Wenn von außen neue Steuerzahler kommen (Investoren), wäre man schon näher dran an einer gedeckten Finanzierung.
“Schon mal “Laffer curve” in Google eingegeben? Dort finden sie auf Seite 1 gleich den Link zu einer 2009 verbreiteten wissenschaftlichen Studie mit dem doch klaren Titel “How Far Are We From The Slippery Slope? The Laffer Curve Revisited””
“Ehrlich: das ist “unvollständig recherchiert”, oder?”
Ehrlich: das hat beim SPIEGEL wahrscheinlich tatsächlich niemand gefunden, weil die bestimmt nicht auf Englisch suchen. Und selbst wenn sie es gefunden hätten, hätte es ja dort keiner verstanden und es wäre wieder unter “theoretische Gedankenspiele irgendwelcher Elfenbeiturm-Gremlins” abgehakt worden. Die Berichterstattung über wirtschaftliche Zusammenhänge ist (nicht nur, aber auch) im SPIEGEL doch oftmals sehr obskur, meist unvollständig oder merkwürdig einseitig, in Teilen geradezu hanebüchen.
Egal welche Partei und was kommt:
Kann weiterhin nur den Spruch loslassen:
Mariana Mayer, aufgrund von Zahlreichen Mobbingaktionen seit “5 Jahren” arbeitslos, obwohl die “Arbeitskraft” gebraucht wurde.
Frauen und sozial Schwächere müssen, wenn sie kein Hartz4 beantragen, beantragen können und somit in Zwangsarbeit oder Obdachlosigkleit landen wollen, oder im besten Fall weiterhin ständig von klein auf, durch Sozialhilfe oder vergleichbares unter Druck gesetzt werden,
ohne “Sozialversicherung” vegetieren oder nach dem Sozialgesetzbuch 2 sogar Sanktionen verhängt werden können,
leben in ständiger Angst in Deutschland.
Dieser Zustand wurde künstlich erzeugt durch:
Neiddebatte, durch Wohlstandsgesellschaftskinder haben das Sagen , im Hinblick auf das Geschehen: Das eine Wirtschaftskrise lange bevorstand, diese seit langem korrekt erkannt wurde und die Opfer ganz bewusst in Kauf genommen wurden.
Diese Wirtschaftskrise ist jedoch nicht auf Geldfaktoren zurückzuführen, sondern in erster Linie auf den bevorstehende Klimawandel, der aktuell durch viele Menschen erzeugt wurde.
Das militär “beherrscht” angeblich das Wetter, ob beispielsweise der Tsunami und die Welle darin begründet ist?
Doch bevor sich lange mit Nachweisen begnügen, was weiter kommen wird, haben die Politiker immer noch nichts gesagt.
Im Nachhinein kommt anschleißend wieder die altbekannte Debatte. Ihr hättet euch (das Volk) ja vorher informieren können. Es ist euer Bildungsproblem!
Bildet euch gefälligst weiter.
Ihr hättet ja auch an die Uni gehen können und die Infos erhalten die “wir” lange haben, um sie gegen euch auszuspielen, um euch auszunehmen.
Das Spiel was schon lange die Tradition in Deutschland war.
Zur FDP schön dass die FDP nicht behauptet eine Steuersenkung würde sich nicht selbstfinanzieren, aber die FDP schweigt sich schön darüber aus wie sie dann einen verfassungskonformen Haushalt herbekommen will.
Schauen sie in den Haushalt und fragen sie sich was rausgekürzt werden soll. Es muss eh gekürzt werden weil man nicht unendlich lange Schulden auftürmen kann (das führt dann zu “Währungsreformen”). Vor dieser Frage drücken sich unsere Politiker egal von welcher Partei.
Die in Deutschland nahe am “Gipfel” liegenden Steuersätze legen offensichtlich ein Anreizproblem offen?
Mir kommt es so vor als sei mit der Steuerpolitik die Maximierung der Steuereinnahmen verfolgt worden. Hat das die Politik so festgesetzt, dass sie möglichst viel Geld zum Ausgeben hat?
Das wäre ja sehr bedenklich!
Wie könnte man aufdecken, ob da wirklich ein Anreizproblem besteht? Falls ja, wie könnte man es lösen?
@ Andreas
Hierbei handelt es sich nicht um den gesellschaftlich optimalen Steuersatz. Sondern um den Steuersatz, mit dem die höchsten Steuereinnahmen erzielt werden können.
Nur mal so zur Information: Die FDP hat die behauptet, dass sich Steuersenkungen komplett von selbst Re-Finanzierem.
Ausserdem ist doch eine Lohnsteuer von 64% und eine Kapitalsteuer von 50% total ueberholt!
Nur mal so zur Information: Die FDP hat die behauptet, dass sich Steuersenkungen komplett von selbst Re-Finanzierem.
Ausserdem ist doch eine Lohnsteuer von 64% und eine Kapitalsteuer von 50% total ueberholt!
Hui ging das schnell. Heute Nachmittag auf SPON gelesen und Abends steht hier schon was. Das sich eine Steuersenkung wohl nicht komplett finanziert habe ich irgendwie geahnt. Aber es wird immer so angepreist dass man glauben könnte dass es so ist. Gut, wenn wir nun die o.g. Steuern senken, wo soll dann die trotzdem fehlenden Steuereinnahmen (neben den bereits fehlenden Steuereinnahmen) herkommen bzw weggekürzt werden? Bei der FDP habe ich manchmal den Eindruck dass sich Steuersenkungen nicht zu 100% selbstfinanzieren sollen sondern um mindestens 150%. So kommt deren Rhetorik rüber. Ist auch nicht ganz so ehrlich.