»Prof. Harald Uhlig 14. June 2009, 02:19 Uhr

Baut die deutsche VWL nach internationalen Standards um!

Der folgende Aufruf erschien am Montag, den 8. Juni 2009 im Handelsblatt:

Ein Aufruf von 188 Professoren und Forschern der Volkswirtschaftslehre: Nicht wettbewerbsfähige Strukturen in den deutschen Ökonomie-Fakultäten nicht zementieren.

Mit Sorge verfolgen wir, 188 Professoren und Forscher der Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftswissenschaften, die Bestrebungen einiger unserer Kollegen, für eine Zementierung international nicht wettbewerbsfähiger Strukturen an deutschen VWL-Fakultäten zu argumentieren und den Blick der Öffentlichkeit auf den nützlichen Beitrag unserer Wissenschaft für die Lösung der drängenden Probleme zu verstellen. Dazu wird ein Zerrbild moderner ökonomischer Forschung gezeichnet.In dem am 5. Mai 2009 in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ erschienenen Aufruf „Rettet die Wirtschaftspolitik an den Universitäten!“ wird etwa der Vorwurf erhoben, dass „in der volkswirtschaftlichen Theorie die Tendenz“ vorherrsche, „aus jeweils gewählten Annahmen logische Schlussfolgerungen abzuleiten“, die „für die Analyse realweltlicher Wirtschaftspolitik wenig geeignet“ seien. Es wird weiter behauptet, dass „auch in anderen Ländern (. . .) immer mehr Ökonomen die Realitätsnähe ihrer Analysen dem Ziel formal-logischer Stringenz“ opferten und „sich aus der Wirklichkeit“ zurückzögen. Daraus wird der Schluss gezogen, das Fach Volkswirtschaftslehre vernachlässige „zunehmend den Beitrag, den es zur Lösung praktischer wirtschaftspolitischer Probleme leisten könnte“. Deshalb, so der Aufruf, müssten „Professuren für Wirtschaftspolitik (. . .) unabdingbarer Bestandteil der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung und Lehre bleiben“.

Mit diesem Aufruf wenden wir uns gegen das so gezeichnete Zerrbild der modernen Ökonomik als reiner Wirtschaftslogik. Mit diesem Aufruf wenden wir uns aber auch gegen die weitere und international nicht übliche Zementierung der nicht fruchtbaren Trennung an deutschen Fakultäten zwischen „Wirtschaftstheorie“ und „Wirtschaftspolitik“.

Stattdessen fordern wir den an internationalen Standards und Strukturen ausgerichteten Aus- und Umbau der volkswirtschaftlichen Fakultäten, um so deutschen Universitäten eine führende Stellung in der internationalen Forschung in voller Breite und mit hoher Qualität zu ermöglichen. Dort, wo dieser Aus- und Umbau bereits begonnen wurde, ist er verstärkt fortzusetzen und sowohl von der Wissenschaftspolitik als auch den Universitätsverwaltungen zu unterstützen.

Eine deutliche Mehrheit der Teilgebiete moderner Volkswirtschaftslehre ist angewandte Wissenschaft, in denen es sowohl um die theoretische als auch die empirische Analyse volkswirtschaftlicher Fragen und deren wirtschaftspolitischen Implikationen geht. Spezialisten der Theorie oder der Ökonometrie sind dabei ebenso willkommen wie Forscher, die beides miteinander kombinieren.

Die Trennlinie liegt hier nicht zwischen Theorie einerseits und Politik andererseits, sondern zwischen den Schwerpunkten der jeweiligen konkreten Themen. Aus diesem Grund haben internationale Spitzenfakultäten etwa drei Viertel ihrer Professuren mit angewandten Fächern wie Mikroökonomik, Makroökonomik, Arbeitsmarktökonomik, Entwicklungsökonomik, Außenwirtschaftsökonomik, Industrieökonomik, der experimentellen Wirtschaftsforschung oder der Finanzwissenschaft besetzt.

Die wissenschaftlich basierte Analyse und Kenntnis der Anreizwirkungen wirtschaftspolitischer Instrumente und Institutionen – wie in dem am 5. Mai veröffentlichten Aufruf gefordert – spielt dabei eine wichtige Rolle.

Der bei weitem größte Anteil der Arbeiten in internationalen Spitzenjournalen wie dem „American Economic Review“, „Econometrica“, dem „Journal of Political Economy“, dem „Quarterly Journal of Economics“ oder der „Review of Economic Studies“ sind angewandter oder empirischer Natur. Wirtschaftspolitik und die Lehre davon sind dabei konsequent integrierte Bestandteile des wirtschaftswissenschaftlichen Forschungs- und Ausbildungsprogramms. Auf diese Weise werden Einsichten in die Wirtschaftspolitik methodisch, theoretisch und empirisch sauber fundiert, und die Schlussfolgerungen für andere nachprüfbar und nachvollziehbar.

Die wirtschaftspolitische Beratung findet sich in den USA zunehmend wieder in den Händen akademischer Spitzenökonomen, die zuvor bahnbrechende Beiträge in unserer Wissenschaft geleistet haben. Ben Bernanke, Lawrence Summers, Christina Romer oder Olivier Blanchard beispielsweise haben als Wissenschaftler modelltheoretisch-quantitative Untersuchungen zur Wirtschaftspolitik in führenden Journalen veröffentlicht und sind nun zentrale Entscheidungsträger der amerikanischen und internationalen Wirtschaftspolitik.

Vergleichbar führende Vertreter unseres Faches findet man dagegen in der Bundesregierung kaum. Daraus den Schluss zu ziehen, dass die herkömmliche Trennung von Wirtschaftspolitik und Wirtschaftstheorie in Deutschland zu einer Vorreiterrolle bezüglich einer zentralen Rolle der Volkswirtschaftslehre zur Lösung praktischer wirtschaftspolitischer Probleme geführt hat, halten wir für verfehlt.

Die Volkswirtschaftslehre ist eine aktive, sich entwickelnde Wissenschaft. Die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise wirft neue Herausforderungen auf. Aufbauend auf den führenden Einsichten der Wissenschaft sucht die gegenwärtige Forschung nach einem tieferen Verständnis des Zusammenspiels von Finanz-, Banken- und Realsektor und der Auswirkungen entsprechender wirtschaftspolitischer Instrumente, auch um so die praktische Wirtschaftspolitik und die Öffentlichkeit auf wissenschaftlich solider Basis noch besser informieren und beraten zu können.

Gute Theorie und gute Empirie werden hierbei eine wichtige Rolle spielen, alte Dogmen dagegen nicht. Die deutsche volkswirtschaftliche Forschung sollte von den entsprechenden wissenschaftspolitischen Entscheidungsträgern in den Stand versetzt werden, hier international maßgebende Beiträge zu leisten.

Klaus Adam, Carlos Alós-Ferrer, Erwin Amann, Lutz Arnold, Rüdiger Bachmann, Iwan Barankay, Ernst Baltensperger, Christian Bayer, Ralph Bayer, Sascha Becker, Aleksander Berentsen, Dirk Bergemann, Ulrich Berger, Helmut Bester, Tilman Börgers, Anette Boom, Michael Braulke, Friedrich Breyer, Jeanette Brosig, Björn Brügemann, Markus Brunnermeier, Michael Burda, Kai Carstensen, Christiane Clemens, Gerhard Clemenz, Claus Conrad, Matthias Dahm, Herbert Dawid, Harris Dellas, Matthias Doepke, Hartmut Egger, Peter Egger, Paul Ehling, Wolfgang Eichhorn, Winand Emons, Horst Entorf, Oliver Fabel, Falko Fecht, Reto Foellmi, Guido Friebel, Markus Frölich, Michael Funke, Thomas Gehrig, Gerhard Glomm, Laszlo Goerke, Volker Grossmann, Klaus Gugler, Hendrik Hakenes, Tarek Alexander Hassan, Harald Hau, Robert Hauswald, Burkhard Heer, Ulrich Hege, Christian Hellwig, Thomas Hintermaier, Stefan Hoderlein, Steffen Hoernig, Mathias Hoffmann, Olaf Hübler, Silke Januszewski Forbes, Peter Jost, Philip Jung, Leo Kaas, Ulrich Kaiser, Ulrich Kamecke, Alexander Karmann, Goeran Kauermann, Ashok Kaul, Wolfgang Keller, Mathias Kifmann, Lutz Kilian, Philipp Kircher, Georg Kirchsteiger, Roland Kirstein, Stephan Klasen, Stefan Klonner, Martin Kocher, Marko Köthenbürger, Martin Kolmar, Michael Kosfeld, Vally Koubi, Kornelius Kraft, Jan Krahnen, Tom Krebs, Matthias Kredler, Hans-Martin Krolzig, Dirk Krüger, Frank Krysiak, Dorothea Kübler, Felix Kübler, Kai-Uwe Kühn, Astrid Kunze, Oliver Landmann, Fabian Lange, Wolfgang Leininger, Martin Lettau, Bernd Lucke, Helmut Lütkepohl, Alexander Ludwig, Alfred Maussner, Lukas Menkhoff, Christian Merkl, Thomas Mertens, Monika Merz, Petra Moser, Gernot Müller, Holger Müller, Ulrich Müller, Rosemarie Nagel, Stefan Nagel, Stefan Napel, Klaus Nehring, Manfred Nermuth, Wilhelm Neuefeind, Klaus Neusser, Volker Nocke, Georg Nöldeke, Dennis Novy, Jörg Oechssler, Gerhard Orosel, Ralph Ossa, Andreas Park, Martin Peitz, Grischa Perino, Martin Pesendorfer, Monika Piazzesi, Uta Pigorsch, Jörn-Steffen Pischke, Werner Ploberger, Winfried Pohlmeier, Mattias Polborn, Patrick Puhani, Clemens Puppe, Horst Raff, Fritz Rahmeyer, Michael Raith, Ray Rees, Michael Reiter, Till Requate, Wolfram Richter, Johannes Rincke, Albrecht Ritschl, Klaus Ritzberger, Andreas Roider, Michael Roos, Martin Schindler, Burkhard Schipper, Karl Schmedders, Philipp Schmidt-Dengler, Stephanie Schmitt-Grohe, Isabel Schnabel, Reinhold Schnabel, Martin Schneider, Ulrich Schittko, Almuth Scholl, Klaus Schöler, Joachim Schwalbach, Urs Schweizer, Gerhard Schwödiauer, Konrad Stahl, Jörg Stoye, Roland Strausz, Holger Strulik, Daniel Sturm, Jan-Egbert Sturm, Jens Südekum, Tymon Tatur, Michele Tertilt, Peter Tillmann, Elu von Thadden, Marcel Thum, Carsten Trenkler, Harald Uhlig, Nico Voigtländer, Hans-Joachim Voth, Joachim Wagner, Mark Weder, Joachim Weimann, Lutz Weinke, Carl-Christian von Weizsäcker, Georg Weizsäcker, Iwo Welch, Mirko Wiederholt, Gerald Willmann, Joachim Winter, Nicolaus Wolf, Elmar Wolfstetter, Alexander Zimper

»Prof. Harald Uhlig 14. June 2009, 02:19 Uhr

    7 Kommentare zu “Baut die deutsche VWL nach internationalen Standards um!”


  1. enigma says:

    @Bodo @all
    So einfach kann man es sich aber auch nicht machen, denn die neoklassische Ökonomie hat ja immerhin gezeigt, daß – sicherlich unter völlig abstrusen Annahmen – ein Erstausstattungs – Konkurrenzgleichgewicht mit einem nicht unbedingt eindeutigen Vektor relativer Preise MÖGLICH ist. Das mag man für eine ausschließlich esoterisch – mathematische Leistung halten, aber man kann trotzdem nicht die Augen davor verschließen, daß mit dieser Konstruktion das Liberalismuspostulat und immerhin der liberalistische Staat eine (akzeptierte) Begründung findet. Man muß ja den ganzen Quatsch mit den contingent future contracts nicht so ernst nehmen, sondern kann mal ganz historisch feststellen, daß dieses Modell als Leitlinie wirtschaftspolitischen Handelns durchaus eine vernünftige Wirtschaftsform hervorgebracht hat, die durchaus ihre Qualitäten hat.

    Wenn man das mal im Kopf hat, kann man sich über derartige provinziellen Aufrufe – egal von welcher Seite – höchstens lustig machen. Denn es ist nicht nachvollziehbar, wenn auf der einen Seite der Vorwurf erhoben wird, daß ein Modellplatonismus gepflegt wird, da die Wahl der wissenschaftlichen Methode eine Angelegenheit persönlicher Befindlichkeit und Vorlieben ist. Daraus kann aber nicht präjudiziert werden, daß damit ein Erkenntnisfortschritt nicht möglich ist; man kann höchstens sagen, daß Mathematik keine Erkenntnisse liefert, die nicht schon a priori in das Modell hineingegeben worden sind. Da man sich aber manchmal auch bei der Formulierung der Annahmen und Voraussetzungen irren kann, ist diese Art von Grundlagenforschung nicht von sich aus irrig, da sie ja gelegentlich zu überraschenden Erkenntnissen führen kann. Das ist das Prinzip von Grundlagenforschung.

    Auf der anderen Seite führt der Gegenvorwurf natürlich auch ins Leere. Denn kein vernünftiger Mensch wird jemals bestreiten, daß der gesunde Menschenverstand manchmal Dinge hervorbringt, deren Erklärung durch drögen Formelkram höchstens esoterisch verkompliziert wird. Und irgendwie haben ja auch Ökonomen vor 60 Jahren es ohne die hochwohlgelobte Formal – Ökonomie Theorie es hinbekommen, das Wirtschaftswunder mitzugestalten. Wahrscheinlich wäre seinerzeit eine endlose Diskussion um irgendeinen DSGE – Parameter – Furz höchstens hinderlich gewesen.

    Lächerlich wird die Sache aber spätestens, wenn man glaubt, daß eine Umetikettierung von Vorlesungen, Seminaren und Abschlüssen zu einer wissenschaftlichen Wende wird. Irgendwie scheint sich gerade die Erkenntnis herumzusprechen, daß eine Verbesserung der Lehre an deutschen Hochschulen nicht dadurch erreichbar ist, indem man statt z.B. Vordiplom oder Diplom nun das Etikett Bachelor und Master verwendet. Das ist so schwachsinnig, wie es das EURO – Argument war: nur weil man Differenzen optisch nivelliert, sind die existierenden Differenzen noch lange nicht vom Tisch! Wahrscheinlich wird auch die Forderung, statt Wirtschaftstheorie und -politik nun Mikro-, Makroökonomie und Statistik bzw. Ökonometrie als Leitlinie der Fachbereichsorganisation zu wählen, im Sande verlaufen. Das ist doch nur ein strukturelles Nirwana.

    Natürlich muß man als Volkswirt Statistiken lesen können und Hypothesen anhand ökonometrischer Verfahren prüfen können. Natürlich muß man auch mit Bachgefühl arbeiten, wenn man Modelle entwirft. Das macht dann die Qualität ökonomischer Forschung aus. Man kann ja versuchen mit der Inflationsdifferenz und der Outputlücke eine optimale Zinsregel für die Zentralbank zu formulieren. Man kann ja versuchen mit Hilfe ordoliberaler Prinzipien der gegenwärtigen Wirtschaftskrise Herr zu werden.

    Was man jedoch mE niemals machen darf ist, eine andere Meinung als nicht zulässig zu erklären und ihr damit das Existenzrecht abzusprechen. Mal abgesehen davon, daß man sich damit die Chance vergibt, von anderen zu lernen. Vielleicht ist ein bißchen Bescheidenheit und Respekt vonnöten. Und eine Erwartung / Hoffnung nach (mutmaßlich) Voltaire: “Ich bin nicht einverstanden mit dem, was Sie sagen, aber ich würde bis zum Letzten dafür kämpfen, dass sie das Recht haben, es zu sagen!”

  2. Bodo Behrendt says:

    Wenn keine analytischen Erklärungen von Geld, Preisbildung, Konjunktur, Verzahnung von Real- und Finanzökonomie etc. etc. geliefert werden, dann hilft auch die Globalisierung (=USAisierung) der deutschen analytischen Inkompetenz nichts. Denn in den USA gibt es auch nur den angelsächsichen Dreiklang – einen deftigen Missakkord also.
    Also das VWL-Studium verkürzen, vier Semester genügen, danach noch etwas Psychologie des gierigen Handels im Aufbaustudium, das würde enorme Kosten einsparen.
    ODER: man setzt mal hin und zerfetzt sie, die Schimäre einer neoklassischen Ökonomie.
    Bodo

  3. mariana mayer says:

    Dieses Jahr ist Darwin gewidmet.

    Doch gestern sah ich einen Bericht im Fernsehen, dass Kinder im Krieg zum Blutspenden gezwungen wurden um Soldaten zu retten.

    Also die Ameisen und die Blattläuse.

    Die Kinder wurden ausgewählt und mitgeschleift und bei Bedarf gemolken.

    Gut meinen sie wirklich, dass dies Darwins Theorien sind oder die Wissenschaftler von “anderen” für ihre “Verbrechen” missbraucht worden sind?

    Die gleichen Analogien sehen wir bei Taylor.

    Darwin und Taylor haben Erkenntnisse aufgeschrieben, doch wer hat diese Theorien benutzt um davon zu profitieren?

  4. Georg says:

    Wie schön zu sehen, dass es den meisten Professoren meiner Fakultät zu doof war diesen Aufruf zu unterschreiben. Eine internationale Ausrichtung der VWL geschieht doch längst bzw. ist bereits weitestgehend abgeschlossen.

  5. mariana mayer says:

    Gratulation,
    bei der VWL haben die Frauen die 5 % Hürde geschafft.
    gehe ich incl. von den nicht eindeutig von mir identifizierbaren Namen aus, liegt die Prozentrate bei ca. 8%.

    Darf ich fragen wieviel Frauen davon aus einfachen Arbeiterschichten (strukturiert nach ohne und mit
    eigenes Haus) oder Sozialhilfehaushalten stammen?

    Wie sieht dieser Vergleich bei den Männern aus?
    Vergleich Arbeiterhaushalte und Sozialhilfehaushalte zu anderen Elternberufsschichten?

  6. Bastiat says:

    Ihr Aufruf ruft die folgende Frage auf:

    Wenn die Ordnungsökonomen so vereinzelt und versprengt sind, warum sehen Sie sich dann durch sie bedroht? Warum müssen Sie einen “Umbau nach internationalen Standards” fordern, wenn die “gestrigen” sich auf ein paar vereinzelten Plätzen im Hinterwald aufhalten?

  7. Muhkuh says:

    Ich finde es gut argumentiert. Die Unis sollten sich mal generell fragen wie Spezialisierungen durch Fakultätsorganisation sich wiedertreffen können. Wenn man Königsstühle aufstellt dann verhalten sich die darauf sitzen eventuell auch wie Könige die nicht mehr mit den anderen Königen reden wollen. Mit selbstüberschätzter Inseldenke a la WiPo-Könige kommt man kein Meter vorwärts und verdummt vielleicht sogar – So viele Mega-Univeralgelehrte können nicht in Wirklichkeit existieren. Dafür ist die Welt einfach nicht simpel genug, will einfach nicht statisch und tot sein.

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