Gibt es demnächst die Deutsche Bank für 2 Euro pro Aktie? Ackermann, Chef der Deutschen Bank, ruft nach dem Staat, um das “Zusammenschmelzen von Werten endlich zu beenden.” Er ist dafür, den “US-Häusermarkt über staatliche Maßnahmen zu stützen”.
Aber, aber, Herr Ackermann! Ich dachte, der Deutschen Bank geht es gut, in der Krise?! Dann kaufen Sie doch jetzt preiswert ein! So wie J.P. Morgan sich Bear Stearns für den Schnäppchenpreis von 2 Dollar pro Aktie unter den Nagel gerissen hat – und insgesamt so viel wie eine grosse Jacht, also kaum der Rede wert. Prima, der Kapitalismus funktioniert! Also los, Herr Ackermann. Oder ist da etwas in den Büchern bei der Deutschen Bank, von dem wir alle noch nichts wissen?
Die Bemerkungen von Herrn Ackermann haben mich doch sehr überrascht. Er ruft ja nun nicht auch gerade nach dem Staat, wenn die Deutsche Bank ordentliche Gewinne einfährt, und verlangt höhere Steuern, oder? Oder – das wäre ja wenigstens eine noble Alternative – unterstützt z.B. Universitäten mit großzügigen Spenden. Nee, das bleibt alles schön bei der Deutschen Bank. Und es kann doch nicht Aufgabe des Staates sein, immer denen mit Steuergeldern zu helfen, die sich verspekuliert haben. Also, bitteschön: der Kapitalismus hat immer zwei Seiten, Gewinne und Verluste. Es gibt auch kein “Zusammenschmelzen von Werten”. Der Aktienmarkt weltweit liegt ein ordentliches Stück über dem Wert von, sagen wir, Anfang 2001, und das gleiche gilt für den Immobilienmarkt in den USA. Oder sind sieben Jahre schon zu lang als Zeithorizont für einen Banker wie Ackermann? Und noch etwas: die Häuser schmelzen auch nicht! Die sind alle noch da. Was allerdings zusammenschmilzt, sind die Portfolios einiger Banken und die heftigen Boni einiger Investitionsbanker. Mein herzliches Beileid! Es ist schon richtig: da sind inzwischen einige ziemlich große Fische im Teich, die im Moment nicht so recht schwimmen wollen. Lehmann Brothers: vielleicht. Die Deutsche Bank? Das wäre wirklich eine ungewöhnliche Nachricht. Jedenfalls: gute Zeiten für Haie! Viel Spaß beim Futtern! Und eine gute Chance für kleinere Fische, die nachrücken möchten oder die neue, kreative Ideen haben. Krise ist Volatilität, und Volatilität bieten Chancen, für den, der sie zu nutzen weiß. Warum also diese Rede, Herr Ackermann? Ah, ich hab’s: eigentlich war’s mal wieder Zeit für ein Victory-Zeichen! Herr Ackerman, geben Sie’s zu: es macht gerade Spaß, Hai zu sein. Aber so ein V-Zeichen, das kommt wohl in der Öffentlichkeit im Moment nicht so gut an, haben Sie sich gedacht. Dann lieber Blut, Schweiß und Tränen. Und jammern und weinen. Passt irgendwie nach Deutschland. Und allen sagen, wo man Geld verdienen kann – dann kann sich hinterher keiner beschweren. Na, dann schauen wir mal, wie das wirkt.











11 Kommentare zu “Die Welt-Finanzkrise: Ackermann jammert.”
Wieso jammert gerade er?
Das ist doch immer das Gleiche:
Läuft alles wie am Schnürchen, dann sind es die genialen Management Leistungen, die sich natürlich auch in entsprechenden Gehaltszulagen äußern müssen. Der Staat soll sich da dann aber bitte raushalten.
Ach nun läuft alles so schlecht, Schuld sind – na klar – die Anderen. Jetzt muß der Staat her und es wieder richten….
Ohne Worte!
Also eine Frau aus Kanada vertritt jetzt die Kapitalseite.
War es nicht in Kanada ? oder doch wo die GPS Systeme .. in die Fischereiboote speziell installiert/verkauft wurden um Fischschwärme zu orten.
Die Fischereischiffe die die Meere katastrophal leerfegt.
Wer war das?
Mariana Mayer
Der Ackermann geht mit seinen vielen Erfahrungen bald in Rente.
Und dann?
Kommt wieder so ein jung dynamisch erfolgreich, ich muss mich durchsetzen ellbogen, Platzhirsch, speichellecker mit schneckenspur? oder so ein Team: Wir machen das nur unter uns aus, keiner sonst erhält Information, wir sind die kings.
Es wird sicher nicht besser. Mein bescheidentstes Kapital (Pfennigbeträge, Lichtjahre weit entfernt von den peanuts) in DWS Fonds hat immer die besten Gewinne erzielt. Also das lief auf jeden Fall immer prima. Leider habe ich die schon lange nicht mehr.
Alles verbraucht.
Mariana Mayer
Lieber Herr Uhlig,
gerade von Ihnen hätte ich so markige Politkersprüche nicht erwartet. Ackermann hat nie jemanden gebeten seine Verluste (welche denn eigentlich ??) zu übernehmen! Er hat Intervention ins Spiel gebracht und dieser Satz (der in einer Diskussion gefallen ist) wurde von den linksgerichteten deutschen Medien dankbar aufgegriffen um den Staatsfeind Nr.1 mal wieder auflagestark an den Pranger zu stellen.
Es gibt viele andere Dinge, die “Joe” mit seiner Aussage angedacht haben könnte, sie wissen von uns wahrscheinlich am ehesten was das so ist.
Also: Lesen statt Schreiben, Hören statt Sprechen, auch wenn Ackermann auf der deutschen Beliebtheitsskala wahrscheinlich irgendwo zwischen Adolf Hitler und Marc Dutroux steht, hat er ein Recht darauf, dass man ihn nicht absichtlich missversteht!
Ich fände es falsch, wenn Staat oder Notenbank eingreifen würden. Nachdem das Vertrauen in die Banken zusammengebrochen ist, ist die Fed gerade dabei, das Vertrauen in die Währung zu verspielen. Das brauchen wir in Europa nicht. Der Staat muss durchaus auf dem eigenen Hof kehren, bei den deutschen Banken im öffentlich-rechtlichen Sektor ist das ja passiert. Kaputte Banken sollten einfach vom Markt verschwinden. In einem Insolvenzverfahren wird sich sicher jemand finden, der zumindest einen Teil der Forderungen begleicht und damit die Außenstände aufkauft. Das ist ein ganz normaler Prozess. Wenn der Staat das Scheitern durch Kapitalspritzen heilt, wird es auch keinen Lerneffekt geben. Die Banker müssen einfach genauer hinschauen, wem sie ihr Geld anvertrauen. Das ist die beste Lebensversicherung für ihr Unternehmen.
Im übrigen befürchte ich kaum, dass sich die Krise allzu stark in Europa auswirken wird. Die bisherigen Auswirkungen sind moderat. Die Wachstumsprognose für Deutschland wurde gar nach oben korrigiert. Es erscheint mir im Moment eher so, als hätten alle bis auf ein paar Manager im ö-r Sektor die Zeichen der Zeit erkannt (US-Außenhandelsdefizit, die lange bekannte Spekulationsblase bei Immobilien, Kosten des Irak-Krieges) und wären entsprechend vorsichtig vorgegangen.
“Nieten in Nadelstreifen” dieser Buchtitel gewinnt Gestalt(en) gerade in der jetzigen Krise. Wer als Bankmanager die Risiken nicht kennt, die er ins Portfolio nimmt ist für dieses Geschäft zu dumm; wer sie kennt und trotzdem eingeht, ist zu skrupellos oder zu korrumpiert durch Aussichten auf schnelles Geld und Boni. Egal ob dumm, skrupellos oder korrupt oder von allem etwas: mit solchen Leuten sollte eine Republik, ein Staat, dem seine Bürger am Herzen liegen, “keinen Deal machen”.
Kein Steuergeld für solche Burschen: sie mögen streng ökonomisch aus dem Markt ausscheiden, mitsamt der Organisation, die so unfähig war, sie zu Chefs zu bestellen.
Und vor allem: Nicht schon wieder diese verderbte “Public Private Partnership”-Nummer, bei der nur die Gewinne privatisiert werden und die Verluste sozialisiert. Das sollte sich auch konservative Politik unter Frau Merkel hinter die Ohren schreiben, bevor die steuerzahlenden Wähler’s ihr “ins Stammbuch schreiben”.
Und natürlich: weitere Regulierung! Da mögen sie ruhig zetern (wie stets) und ihre Lobbyisten – Batallione auffahren: Sie haben bewiesen, dass ohne weitere Regulierung nichts rechtes und gemeinwohlverträgliches zustandebringen. Wo sollte Regulierung ansetzen…?
1. Die Zerlegung des Kreditgeschäfts und seiner Risiken, die Verlagerung von Kosten und Risiken auf andere ist ein Grundübel.
2. Ein weiteres Grundübel liegt in der Nichtinanspruchnahme der Verantwortlichen mit allen rechtlichen Mitteln, insbesondere des Strafrechts und des Rechts der persönlichen Haftung: Nehmt den Burschen ihre Boni ab, lasst sie persönlich zahlen und / oder brummen und es wird künftig seine generalpräventive Wirkung nicht verfehlen.
@dennycrane
Gewalt gegen Frauen hat nichts mit Feminismus zu tuen, lieber Herr Crane. Es ist jedoch ein altbekanntes Spielchen, Leute zu mobben und anschließend zu behaupten es wären unter anderem frustrierte Feministinnen. Eben genau aus diesem Grund stimmt es nicht in unserem Land, weil fähige Menschen ausgegrenzt und in die Arbeitslosigkeit getrieben werden.
Wo ist denn ihr qualifizierter Beitrag? Eben mal Gewinn 8 mrd. eintreiben, ist auch nur materiell Raffdenken ohne Sinn und Verstand. Die 8 Mrd müssen auch sinnvoll wieder investiert werden.
Es geht um den Erhalt und die Diskussion ob und wieviel Staat und freier Markt notwändig ist. Der freie Markt reguliert es eben nicht, die einen raffen 8 Mrd. und die anderen, die die eigentliche Leistung erbracht haben, z.B. beim Produkt Handy: Idee, Entwicklung,Vertrieb, Test Marketing und und und, die ganzen Elektronikteile, die heute zu Schleuderpreisen verhökert werden, und der Einzelne die Leistung nicht erkennt und das technische Wunderwerk was darin steckt, wieviel Jahre die Menschen gebraucht haben um es eigentlich zu entwickeln, z. B. auch die Existenz dieses Weblog indem wir kommunizieren dürfen, Ja was meinen Sie wer das gefördert hat: der Staat und die Unternehmen in harter Arbeit und geistiger Leistung.
Und die 8 Mrd Absahner sollen sich ihre 8 Mrd. in die Haare schmieren und von mir aus auf den Cayman Inseln wieder abnehmen lassen, blöd wie die sind. Im Casino oder a´la hartz in Brasilien.
Schönen Tag noch,
Typisch deutsch! Immer nur am meckern! Jedem geht es am schlechtesten! Da müssen sich schon frustrierte Feministinnen auf Internetseiten völlig zusammenhanglos zum eigentlichen Thema äußern, um zu zeigen wie schlecht es Ihnen geht. Kein Wunder, dass sich da schon Schweizer assimilieren! – Immerhin, andere Immigranten wird ja davon abgeraten… in unserem Land stimmt so einiges nicht. Da kann man nur hoffen, dass alle die Hobbytopmanager da draußen, die ja eh alles besser wissen, ausziehen, um mal eben für 8 Mrd. Gewinn im Jahr zu sorgen. Dann können wir uns unseren Vollpesionssozialstaat bestimmt noch lange leisten!
Lese gerade die Stuttgarter Nachrichten, dort steht: Herr Ackermann holt Schweizer General für Führungskräfteschmiede in London.
Selber ist Ackermann Oberst.
Also die Armee bestimmt den Führungsstil, naja das kenne ich, ….
von oben nach unten treten, Frauen, alte und Schwache, Kranke und Leute mit eigener Meinung fertigmachen und rausdrängen, Kinder nicht erwünscht. Und als Reserve immer 2 der Positionen Frauen, alte schwache usw auf Abruf für die Öffentlichkeit parat stehen haben : Das Stimmt doch alles garnicht.
Militärische Kriegsführung in den Unternehmen, selbst bis hin zu Sal. Oppenheim: Kleine Kampftruppen anstellen, die Leute anschreien, Leute fertigmachen zur Kündigung nötigen Frauen mit Kindern halt, dürfen jetzt Hiwi jobs machen.
Das gleiche bei Alcatel Deutschland: keine einzige Frau in Führungsposition. Und Frau Patricia Russow soll gefälligst weggelobt werden! Die Amis haben Frauen in Führungspositionen, wo gibt es denn so was in Deutschland.
Fa. Winkler, Stuttgart treibt Witwe mit kleinem Kind in die Arbeitslosigkeit
Daimler: Alleinerziehende Frau (Akademikerin) mit 2 Kindern wird erst eingestellt, anschließend bekommt sie das Gehalt nur teilweise ausgezahlt, wird schäbig behandelt, als ob sie eine Auszubildende wäre und wieder zur Kündigung genötigt, bis sie schließlich geht….
Europaunion, alleinstehende Frau wird mit zig Mobbingattacken aus dem Berufsleben getrieben,…
Vorher erfolgte eine Abteilungsversetzung und wieder draufhauen…
Draufhauen und Frauen fertigmachen, der Führungsstil des Militärs auch aus der Hochschule in Hamburg, …man wollte die ethischen Leitlinien so ändern, das Töten ethisch vertretbar ist
Die Dr. Cliquen mit Hochschulausbildung (ca. 40 Jahre alt), Die Militärische Führung in Deutschland.
Versuchsobjekt, sozial Schwächere fertigmachen, dann bist du im Team aufgenommen. Als Übung für den Ernstfall, denn schließlich muss töten erst einmal gelernt und beigebracht werden.
Auch Prof. Fenner hat ausgebildet,…
Die Eba Gutachter schauen zu, ja da können wir doch nicht dafür, wir waren das doch nicht….
Mariana Mayer ,aufgrund von Mobbingattacken seit 3,5 Jahren arbeitslos, Frauenförderung in Deutschland, die Realität in den Industrieunternehmen
Es passt in das Profil der Schön-Wetter-Manager von heute, sich bei Schwierigkeiten an den “großen Bruder” zu wenden oder gar ganz das Weite zu suchen. Herr Ackermann ist und bleibt alles andere als ein Vorbild für die Gesellschaft, weder in guten Zeiten mit Victoryzeichen, noch in schlechten am Rockzipfel des Staates. Bezeichnend, dass seine Managerkollegen nur das Beste von ihm halten. Und nebenbei – warum soll der konservative deutsche Michel eigentlich dafür herhalten, wenn innovative Banker sich am weltweiten Finanzroulettetisch verzocken? Rien-ne-va-puls, Herr Ackermann!