Die Trauer um die Unternehmerlegende Reinhard Mohn ist in ganz Europa groß.
Auf Europas größter Filmmesse Mipcom bewegte die Nachricht viele Besucher. Eine der großen Unternehmer der Medienbranche in Europa ist von der Bühne abgetreten.
Viele Mitarbeiter der UFA und der RTL-Sender aus ganz Europa sind in diesen Tagen in Cannes unterwegs. Über die Unternehmerlegende wird viel diskutiert. Doch über den Eigner von Europas größtem Fernsehkonzern RTL gibt es nur wenige öffentlich zugängliche filmische Dokumente, die sein spannendes Leben erzählen. Trotz seines unternehmerischen und gesellschaftlichen Wirkens ist seine komplette Biographie überraschend wenig bekannt.
Dabei wurde Reinhard Mohns Leben bereits zu Lebzeiten verfilmt. Allerdings geschah das unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der preisgekrönte Produzent Nico Hofmann („Tunnel“, „Dresden“) verfilmte als Chef der Bertelsmann-Filmtochter Teamworx die Unternehmervita.
Der einstündige Streifen wurde derzeit unter größter Geheimhaltung zum 85. Geburtstag produziert. Vor 700 Führungskräften in Berlin wurde der Film damals gezeigt. Die Idee zu einer Dokumentation mit fiktiven Elementen stammt vom damaligen Vorstandschef Gunter Thielen. Er und seine Vorstandskollegen hatten die ungewöhnliche Idee. Kein Geringerer als Sebastian Koch, der bereits den Widerstandskämpfer Graf Stauffenberg oder den entführenden Industriellen-Filius Richard Oetker oder den Seewolf mimte, schlüpfte in die Rolle von Reinhard Mohn. Auch die Konzernmatriarchin Liz Mohn hat ihren Auftritt in dem Film. Ihre Rolle übernimmt nach Angaben eines Konzernsprechers Nina-Friederike Gnädig, die sich bei der Herz-Schmerz-Geschichte „Verliebt in Berlin“ einen Namen gemacht hat.
Warum wird der eigentlich für interne Zwecke gedachte Film nicht im Fernsehen für ein Millionenpublikum ausgestrahlt? Verdient hätte er es! Denn der Film ist ein erstklassiges Werk über eine der großen Unternehmerlegenden der Bundesrepublik.
