» 27. April 2007, 07:46 Uhr

Hollywood sagt Goodbye zu Valenti

Wie es sich für Hollywood gehört, vermeldet der Lokalmatador "Los Angeles Times" den Tod von Jack Valenti. Der Präsident des amerikanischen Filmverbandes Motio Picture Association of Amercia (MPAA) war in den vergangenen Dekaden einer der mächtigsten Männer Hollywoods. Ohne Valenti ging zwischen Burbank und Santa Monica kaum etwas. Bis zuletzt kämpfte den Hollywood-Lobbyist gegen die Piraterie von Filmen – allerdings vergeblich. Vor allem in Asien, aber auch in Europa und Nordamerika wird illegal kopiert bis zum Abwinken. Verlässliche Zahlen gibt es nicht. Aber die Umsatzrückgänge von Kaufvideos in Deutschland sprechen beispielsweise eine eindeutige Straße. Vergangenes Jahr ging es vier Prozent abwärts. Das war nicht nur die Fußball-WM, wie uns Funktionäre einreden wollen.

Mit Valenti geht vielleicht auch ein Stück altes Hollywood unter. Denn die Studios beherrschen nicht mehr wie noch im 20. Jahrhundert die Bilder in den Kinos und auf den Fernsehbildschirmen. Mit Bollywood in Indien ist den Warner, Universal und Sony dieser Welt, zumindest in einem der größten Medienmärkte der Welt ein wichtiger Gegner entstanden. Doch auch in Europa rühren sich Gegenkräfte. Die europäische Fernsehproduktion ist stärker als jemals zuvor. Aufwendige internationale Vierteiler wie "Krieg und Frieden" mit einem Budget von mehr als 25 Mill. Euro sind dafür ein Beispiel.

» 27. April 2007, 07:46 Uhr