Der Medienkonzern Axel Springer und der Essener Handelbkonzern Karstadt Quelle starten von Düsseldorf aus, eine gemeinsame Internetfirma. Was das neueUnternehmen im Web verkaufen soll, ist noch streng geheim. Die Konkurrenten sollen nicht wach gerüttelt werden. In Karstadt-Kreisen ist unterdessen von Sportartikeln die Rede, die man über die "Sport-Bild" prima promoten könne. Springer will dies aber auf Anfrage nicht bestätigen und verweist auf sein Schweigegelübde.
Nur eines ist klar: Springer steigt gratis in die Online-Handelsplattform ein. Denn Angaben zufolge wird Karstadt Quelle mit einem Anteil von 74,9 Prozent die unternehmerische Führung der neuen Gesellschaft übernehmen. Die restlichen 25,1 Prozent werden von Springer gehalten. Doch dieser Anteil kostet Springer-Chef Mathias Döpfner keinen Cent. Denn Springer bringt in das Joint-Venture nur Medialeistung an. Das heißt, es gibt in "Bild" und anderen Blättern des Konzerns kostenlosen Anzeigenplatz für die gemeinsame Firma. So lässt sich die Digitalisierung des Printkonzerns leicht finanzieren. Das Web 1.0 lässt grüßen.









