Welche Kanzlei kann dieses Jahr mit einem Oskar der Wirtschaftsanwälte rechnen? Am 2. November werden die begehrten Trophäen wieder in Frankfurt bei einer großen Gala in der Alten Oper vergeben. Die ersten nominierten Kanzleien verschicken stolz Presseerklärungen, denn die Nomierten stehen jetzt fest… » Weiterlesen
Wer mag schon anheuern, wo Intrigen zur Unternehmenskultur gehören
Der Aufsichtsrat sucht schon einen Nachfolger: Politiker fordern die Ablösung von Vorstandschef Nonnenmacher von der HSH Nordbank. Er sei untragbar geworden, wenn den eigenen Managern mit Verleumdungskampagnen und Kinderporno-Vorwürfen in seinem Unternehmen Fallen gestellt und der Garaus gemacht werde.
Nur ob sich jemand findet, der Lust hat, seine Karriere mit solch einem Risiko aufs Spiel zu setzen? » Weiterlesen
Gutscheine nerven – und sind ein immenses Risiko
Ein Gutschein, der nur drei Tage einlösbar ist? Was soll das für eine Entschädigung sein? Schlecker will auf dem Wege die Herzen der Kunden in seiner Kundendatenbank zuerück erobern, oder sie zumindest besänftigen, nachdem ein Datenleck ihre Daten offen im Internet einsehbar gemacht hatte. Doch statt Trostpflaster ist diese Massnahme wohl eher ein geschickt eingesetztes Marketinginstrument, um mal kurz noch etwas Umsatz zu generieren. » Weiterlesen
PR (6): Wer einen Journalisten bewusst anlügt…wird nie mehr gefragt und wird nie mehr ernst genommen
Im “Tagesspiegel” erzählt die “Spiegel”-Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen, wie sie im Job mit Menschen umgeht, die sie belügen. Eigentlich ging es in dem Interview um den Kachelmann-Prozess und konkret um die Frage, ob denn Staatsanwälte und Verteidiger immer häufiger versuchen, die Medien zu beeinflussen. Oder sie auf ihre Seite zu ziehen? Und heraus kam etwas, was Journalisten sonst nicht so öffentlich bekennen, sondern eher nur hinter vorgehaltener Hand erzählen – zumindest die Konsequenz.
Friedrichsen: “Einmal hat mir ein Anwalt vor Prozessbeginn eine falsche Geschichte erzählt, in der Hoffnung offenbar, dies würde seinem Mandanten – oder vielleicht sogar ihm selbst? – zugute kommen. Der Schuss ging dann nach hinten los. Mit diesem Anwalt habe ich seither kein Wort mehr gewechselt.”
Und mit dieser Reaktion steht die “Spiegel”-Reporterin nicht alleine da. Denn welcher Journalist mag sich lächerlich machen mit Fehl-Informationen? Vor seiner Redaktion, vor dem Leser und vor den Fachleuten? Ruckzuck schlägt so eine Fehlinfo ja auf sein eigenes Image durch – diesen extrem wichtigen Punkt verkennen PR-Laien. Und manchmal sogar PR-Profis.
Dumm nur, wenn man als Informant seinen Ruf so ruiniert hat. Drehen lässt sich der nicht mehr. Man wird einfach kein zweites Mal um seine Einschätzung gebeten, um Informationen gefragt oder was auch immer. Erst recht hat er keine Chance, wenn er selbst es ist, der gerade mal etwas von dem Journalisten will.
Und auch eins sollte man nicht unterschätzen: Journalisten erzählen sich solche Vorfälle gerne mal, auch über die Redaktionsgrenzen hinweg.
Dass die Berichterstattung hat diese Lüge nicht beeinflusst hat, betont Friedrichsen – ist aber ohenhin klar.
PR bei Schlecker: Schuld sind immer die anderen
Der Datenskandal bei Schlecker – 150 000 Kundendaten befanden sich im Datenleck für jedermann frei zugänglich – wird immer interessanter. Zum einen heisst es plötzlich, dass es ein Dienstleister ist, der für Schlecker diese Tätigkeit der Kundendatenverwaltung betreibt.
Nur, was will Schlecker damit sagen? » Weiterlesen
Strand-Lektüre für Existenzgründer: “Schmutzengel”
Dass auch Existenzgründungen erfolgreich sein können, die aus der Not heraus geschehen, haben Studien schon bewiesen. Und eine solche ist die von Corinna, der Romanheldin in Jutta Profijts “Schmutzengel” (dtv, 8,95 Euro). Gekündigt von einer Düsseldorfer Werbegagentur und ohne Aussicht auf einen neuen Job, verfällt sie auf die Idee, eine Serviceagentur namens Schmutzengel zu gründen. » Weiterlesen
Wenn Unternehmen ihre Manager zum Sensibilisierungs- und Wertschätzungstraining schicken
Die Zahlen, die das IWD – Institut der deutschen Wirtschaft Köln – da liefert, sind eigentlich unfassbar: Fast jede zweite Frau und jeder dritte Mann sind gefährdet, im Laufe ihres Lebens psychisch zu erkranken. Wie man ihnen das merkt? Durch Angstzustände, Alkohol- oder Medikamentensucht etwa. Und was das die Unternehmen angeht? » Weiterlesen
Wenn man vom Job suspendiert wird wegen eines Fehlers – acht Jahre später
Wer sagt denn, dass es immer nur Ärzte sind, die künftig wegen Fehlern in Ihrem Job von der Staatsanwaltschaft verfolgt werden? Konkret, wegen Fehlern, die die Gesundheit anderer Menschen beschädigen oder gar ums Leben bringen. Nicht nur die Loveparade mit ihren 21 Todesopfern zeigt, dass auch Manager – im weitesten Sinne, und wer immer es nun genau war oder durch Unterlassen dazu beitrug – Fehler machen, die den Staatsanwalt auf den Plan rufen. » Weiterlesen
Wie hieß das Wort doch gleich? B-e-t-r-i-e-b-s-a-u-s-f-l-u-g?
Ich kann mich eigentlich nur an zwei Mal erinnern, in denen mir dieses seltsame Wort noch begegnete in den vergangenen Jahren – wenngleich es nicht mal üble, fast warme Gefühle auslöste: Betriebsausflug. Der ganze Laden vom Hausboten bis zum Geschäftsführer klinken sich für einen Tag aus, alle zusammen. Ein Tag, an dem die Kundenanrufe unbeantwortet bleiben, an dem keiner noch dringend was erledigen muss. Sondern ein Tag, an dem die ganze Mannschaft irgendetwas mehr oder weniger Unübliches unternimmt. » Weiterlesen

