Mehrfach war ich hier dem damaligen belgischen Premier Hermann Van Rompuy auf den Schlips getreten – weil er nicht der Richtige sei, das Amt des erste EU-Präsidenten auszufüllen. Doch nun wird es Zeit, Abbitte zu leisten.
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Rompuy überrascht Skeptiker
Ich gebe es zu, ich hatte meine Vorbehalte gegen den neuen Präsidenten des EU-Ministerrates. Doch bereits mit seinem ersten Auftritt in Deutschland ist es Herman van Rompuy locker gelungen, mich zu überraschen.
Kein König für Europa
Bravourös hat die EU den Widerstand der kleinen irischen Nation und des großen Staatsmanns Vaclav Klaus niedergekämpft – der Vertrag von Lissabon tritt in Kraft. Auf dieser Basis könnte die EU durchstarten und den anderen Großmächten auch politisch entgegentreten. Doch statt dessen fällt sie in Kleinstaaterei zurück: Nationale Egoismen und Proporzdenken sorgen dafür, dass die größte Wirtschaftsmacht der Welt künftig nicht von starken Führern, sondern von politischen Pygmäen vertreten wird.
Europas Spitzenmann: Monsieur R.
Die Europäer wollen demnächst einen prestigeträchtige Spitzenposten vergeben – den ersten EU-Präsidenten der Geschichte. Da wird es höchste Zeit, jeden renommierten Kandidaten für das Amt zu demontieren und sich auf den größten möglichen Unbekannten zu einigen.

