Milliarden, Billionen, Trillionen – bei diesen Summen wird der US-Haushalt 2011 vor allem als gigantisches Zahlenmonster wahrgenommen. Doch hinter den historischen Rekorddaten verbirgt sich ein radikaler Kurswechsel der amerikanischen Politik.
Obamas Demütigung
Die Konsequenzen der Niederlage in Massachusetts für US-Präsident Barack Obama, für Amerika und für die Welt können gar nicht unterschätzt werden. Die Demütigung der Demokraten zwingt Obama auf einen amerikanischen, populistischeren Kurs. Ein Kommentar – und Lesetipps.
Haiti: Aktuelle (und harte) News
Die schnellsten Informationen aus Haiti gibt es (wie meistens) bei Twitter und in einigen Liveblogs. Ein paar Tipps, wie man den Spreu vom Weizen trennt.
Obama verliert an Zustimmung
Schon seit einiger Zeit befinden sich die Zustimmungsraten von US-Präsident Barack Obama unter der 50-Prozent-Marke, eine neue Umfrage von CBS bestätigt den Trend.
Doch wie so oft zeigt ein Foto (in diesem Fall eine Grafik) weit deutlicher als 1000 Worte, wie rasch die übersteigerten Erwartungen einer realistischeren Einschätzung gewichen ist:
Wie wenig Bush in Obama steckt
US-Präsident Barack Obama wird bei der Bekämpfung des Terrors von Freund und Feind angegriffen: Den Republikanern ist er zu zahm, den Demokraten zu bushig. Doch tatsächlich pflegt Obama seinen bereits bekannten Stil: er ist zwar zu raschen und harten Entscheidungen fähig, nimmt sich aber reichlich Zeit für die Analyse. Und statt Untergebene zu feuern hält er seinen eigenen Kopf hin.
Rompuy überrascht Skeptiker
Ich gebe es zu, ich hatte meine Vorbehalte gegen den neuen Präsidenten des EU-Ministerrates. Doch bereits mit seinem ersten Auftritt in Deutschland ist es Herman van Rompuy locker gelungen, mich zu überraschen.
Das Ereignis des Jahres 2009
Es waren zwei Ereignisse, die dieses Jahr vor allem geprägt haben – doch sie fallen zusammen: Der Aufstand gegen Irans Mullah-Regime und die Etablierung von Twitter als Nachrichtenkanal.
Madagaskar gleitet ab
Drei Regierungschefs in drei Tagen, das schaffen nicht viele. Die Tatsache, dass Madagaskars Übergangspräsident am Freitag den von der Opposition mitgetragenen Premier entließ, am Samstag eine Frau zur Nachfolgerin ernannte und sie schon am Sonntag durch einen Militär ersetzte verheißt nichts gutes für die Neuwahlen, die eigentlich für den 20. März angekündigt sind.
Jegor Gaidar hätte mehr verdient
Der Mann war unglaublich: Enkel eines berühmten sowjetischen Schriftstellers und selbst zunächst Propagandist der KP – bevor er Anfang der 90er Jahre unter Boris Jelsin Russland einer neoliberalen Schocktherapie unterzog. Jegor Gaidar verstarb jetzt im Alter von 53 Jahren – und was mir als erstes in den Sinn kommt ist Wiktor Tschernomyrdins zynischer Spruch, mit den “Jungs in den rosa Hosen” werde er schon noch fertig. Das ist nicht fair – Gaidar hätte mehr Anerkennung verdient.
Obama: Mutig oder waghalsig?
Noch nicht einmal ein Jahr im Amt hat Barack Obama seiner Präsidentschaft bereits zwei gewaltige Hypotheken aufgelastet: Innenpolitisch muss er die Gesundheitsreform durchsetzen, außenpolitisch den Afghanistan-Krieg gewinnen und den Abzug bis 2012 meistern. Sein politisches Schicksal mit diesen beiden Aufgaben zu verbinden ist nicht nur mutig, es ist waghalsig.

