Stellen Sie sich bitte vor, liebe Leser, Sie lebten im fränkischen Ansbach. Es ist Donnerstag Morgen, also heute. Und mit einem Mal hören Sie Polizeisirenen, ein Hubschrauber kreist über Ihrem Haus. Vielleicht hören Sie gar Schüsse. Und irgendwann bekommen Sie mit: Da hat ein 18-Jähriger aus Ansbach an der Schule zwei Brandsätze entzündet.
In solch einem Moment entsteht aus Betroffenheit und Neugier und Angst um Menschen, die man kennt, ein hoher Informationsbedarf. Doch wo mag man den stillen, als Ansbacher?Die örtliche Lokalzeitung in Ansbach ist die “Fränkische Landeszeitung”. Ob sie ein gutes Lokalblatt ist, oder nicht, kann ich nicht beurteilen.
In fast allen Regionen Deutschlands wäre in einer Situation, wie sie heute Ansbach erlebt, der Online-Auftritt der Lokalzeitung ein wichtiger Anlaufpunkt. Hier könnte die Redaktion beweisen, was sie kann, multimedial und ständig aktualisiert berichten. Sie könnte auch zum Anlaufpunkt alle jener werden, die sich Sorgen machen, die Angst haben und diese Emotionen mit anderen teilen möchten, einfach, weil es erleichtert.
In Ansbach geht das nicht. Die Homepage der “Fränkischen Landeszeitung” sieht so aus:
Eine digitale Anzeigenaufnahme – mehr gibt es nicht. Auch Thomas Mrazek bei Onlinejournalismus.de ist verwundert ob der Entdeckung, dass es so was heute noch gibt: eine Zeitung ohne Internetauftritt.
Andererseits – warum eigentlich nicht. Viele Lokalzeitungen dilettieren derart im Netz vor sich hin, dass ein Nicht-Auftritt als bessere Option erscheint, angesichts solcher Homepage gewordenen Katastrophen wie der “Dithmarscher Landeszeitung” oder journalistischer Fehlleistungen wie jene der “Wolfsburger Allgemeinen Zeitung”, die am Meistertag des VFL Wolfsburg das Internet mied.
Dann schon lieber konsequent offline. In Ansbach wird Papier bedruckt und wem das nicht passt, der soll gehen. Oder etwas eigenes aufmachen. Wenn das aber passiert, könnte es sein, dass die “Fränkische Landeszeitung” schnell ein Problem bekommt.










40 Kommentare zu “Fränkische Konsequenz”
Tja, das Leben kann so scheisse sein, mann muss sich nur mühe geben.
Weihnachtsmann Köln
Habe heute in der SZ gelesen, dass die Schüler des Schule einen Brief in der Lokalzeitung veröffentlichten, in der Fränkischen Landeszeitung: http://www.sueddeutsche.de/bayern/28/488424/text/
Vielleicht reden wir über ganz unterschiedliche Dinge.
Lokaljournalismus, ist das das überregionale Blatt in einer Gegend (Südhessen, Nordfranken) oder ist das, das Blatt vor Ort (ca 30Tsd Einwohner)?
Für mich (und meinen Frust) geht es bei Lokaljournalismus um den Journalismus vor Ort. Und der kann nicht gegen die Aktualität großer Nachrichtenportale an, er braucht auch nicht die Agenturmeldungen abzudrucken. Das reine Abdrucken örtlicher Presse- und PR-Meldungen hilft aber auch nicht weiter, es ist der Untergang schlechthin, auch wenn das die überwiegende Realität ist.
Es muss in meinen Augen also um Entschleunigung, Analyse, Nachhaltigkeit und Relevanz gehen. Die Lokalzeitung muss es auch nicht täglich geben, wenn sie, wenn sie kommt, das lesen lohnt.
Und unter dieses Gesichtpunkten ist dann obige Nachricht keine kurzfristige schnelle Geschichte mehr. Ordentlich nachgearbeitet dann natürlich auf alle Fälle.
Selbstverständlich ist das Pauschalkritik. Wir reden über den Nachrichtenwert eines Amoklaufs und darüber, wie man mit ihm publizistisch umgeht. Anstatt Argumente zu liefern, brechen Sie das (ja, große) öffentliche Interesse herunter auf den Voyeurismus der Konsumenten.
Was halten Sie davon, zeitnah über einen Amoklauf zu berichten, es aber besser zu machen, als z.Bsp. nach Winnenden? Wer sagt eigentlich, dass Qualitätsjournalismus sich nur auf die Themenauswahl bezieht? Ich finde, das Ziel sollte nicht sein, (pauschal) nicht zu berichten, wenn die Gefahr besteht, dass Leute wie Sie [sorry] “Voyeurismus” schreien, sondern es gut zu machen.
Lokaljournalisten wissen übrigens: Wenn Leser schimpfen, dann oftmals nicht, weil eine Berichterstattung überzogen war, sondern weil sie -gerade bei Themen mit Voyeurismus-Gefahr- aus der Sicht des (wirklich kritischen Lesers) ausgezeichnet war, zurückhaltend und in kleinem Umfang.
Der Leser dankt es für gewöhnlich nicht, er hält das für eine schlechte Leistung, ein Zeichen von Faulheit in der Redaktion. Auch das ist Realität.
1) Es ist keine Pauschalkritik. Es ist an genügend Stellen dokumentiert das Q-Journalismus, nur noch in einigen Highlights stattfindet. In der Regel wird PR gedruckt, Pressemeldungen ungeprüft übernommen, und eigene Gedanken nicht gemacht. Nachweise gibt es in (fast) jeder beliebigen Zeitung in Hülle und Fülle.
2) Gebetsmühle. Mag sein. Man könnte natürlich auch frustriert aufgeben und es akzeptieren….. (das geht aber eigentlich doch nicht).
Philosophisch: Freßt Sch…, Millionen Fliegen können nicht irren.
Es muss Menschen die sich in allen Lebensbereichen ungeachtet maximaler Renditeerwartungen um sinnvolles kümmern. Auch im Journalismus. Und Sie werden davon leben können.
@A. Tengicki:
Nicht schlecht. In drei Sätzen die Pauschalkritik aus der Gebetsmühle auf eine philosophische Ebene befördert
@Simone
Es besteht ein Interesse “der Öffentlichkeit”, die gafft nämlich gerne.
Aber es besteht kein öffentliches Interesse, im Sinne einer Orientierung am Gemeinwohl.
Aber das mag jetzt auch zu philosophisch sein.
@A. Tengicki: Berichtet man drüber, lautet die Kritik: Gafferfutter. Berichtet man nicht, lautet die Kritik: Ignoranten.
Ich finde da einen Mittelweg jetzt nicht so schlecht, für online bedeutet der aber durchaus bei Zeiten zu berichten.
Und dass an Sofortmeldungen zu einem Amoklauf kein Interesse besteht, ist ja faktisch Unsinn. Da schließen Sie vielleicht ein wenig zu sehr von sich auf “die Öffentlichkeit”.
@ T.Knüwer:
Hier in Oberbayern sagt man immer:
” Man muss dem Hergott für alles danken, auch für einen Franken”…….
>> Aber wenn eine Nachricht existiert, geprüft und von größtem öffentlichen Interesse ist – was ist mit der dann aus Ihrer Sicht zu tun?
Sehen Sie, genau hier sind wir unterschiedlicher Meinung:
Von größten öffentlichen Interessen wäre Berichte über Interessenlagen, politische Kultur/Willkür/Verfilzung und alles andere was eine öffentliche Diskussionin einer Demokratie braucht.
Die Vorgänge um einen Amoklauf diskutiert man besser in beruhigender Distanz. An Sofortmeldeldungen besteht kein öffentliches Interesse.
Interesse von Gaffern vielleicht, aber das muss man ja nicht bedienen, als Qualitätsjournalist.
Was ist das denn hier für eine seltsame Diskussion?
Es ist zwar nun schon mehr als 30 Jahre her, dass ich bei der Fränkischen Landeszeitung in Ansbach meinen letzten Wochenmarktbericht geschrieben habe, aber es simmt schon: viel hat sich publizistisch dort in den letzten Jahren nicht getan: Das Internet ist an den Kollegen mit ländlicher Eleganz vorbeigegangen. Wer damals in der Ansbacher Lokalredaktion was auf sich hielt, hat immer versucht den Sprung zum Mutterblatt Nürnberger Nachrichten zu schaffen. Dort macht man im Übrigen einen sehr ordentlichen und kritischen Journalismus. Auch wenn nordbayern.de sicherlich nicht eben die Speerspitze im deutschen Online-Journalismus bildet.
Ja, Kollege Knüwer ist schon ein Schnellschütze, dem manchmal was daneben geht. Aber die Site http://www.flz.de ist in der Tat ein peinlicher Ausdruck weltfremder Verschrobenheit im Rezat-Kreis. Der Verweis auf das Online-Angebot des Nürnberger Verlagshauses ist feige und peinlich. Das Internet ist heute auch ein erfolgreiches regionales Medium. Gerade in ländlichen Einzeitungskreisen mit chronisch unterfinanzierten Provinzzeitungen könnte das Netz ein Forum zur Kommunikation sein. Und wenn die FLZ auch in zwanzig Jahren noch erscheinen will, sollte sie sich schnell in dieses Netz setzen. Monopolschutz gibt es dort zwar nicht mehr. Aber eine Chance zum Überleben. nordbayern.de ist kein Ersatz für ein spannendes lokales Internet in Ansbach – mit der guten alten FLZ!
@Schorsch, ich sage ja nicht, dass Konkurrenz nicht gut täte (ich selber wusste bis dato gar nicht, dass es diese zeitung gibt). ich finde es nur anstrengend, wenn jemand einem offenbar erfolgreichen Blatt von Düsseldorf aus ohne jedes Spezialwissen gute Ratschläge verteilt. Ansonsten ist die Zeitungsversorgung von Ansbach mir wurscht.
@Lesenhilft
Wow, das sind ja traumhafte Verhältnisse der Verkaufs und Abozahlen….! Wenns nichts anderes zu kaufen gibt, kein Kunststück, oder? Aber weißte ja selbst am besten. (räusper, *HiHi*).
Ernsthaft: Ansbach und der ganzen FLZ-Region täte eine weitere Lokalzeitung ganz gut. Konkurrenz belebt und dann gebe es nicht solche Online-Katastrophen. PS: Wer keine Kritik verträgt, hat in der Regel weniger Ejakulationen.
@Rainer Barg: Beruht diese Wette auf Wissen oder ist das auch wieder mal nur so dahin gesagt?
Wetten, dass diese seltsame Lokalzeitung trotzdem die “Hamburger Erklärung” zu den Internet-Leistungsschutzrechten unterzeichnet hat? *LOL*
@Thomas Knüwer: Offensichtlich dient flz.de nur der Anzeigenvermarktung. Warum das so ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Wahrscheinlich, weil die Berichterstattung online von nordbayern.de abgedeckt wird. Wie gesagt, ich weiß das nicht, deshalb blogge ich auch nicht darüber. Sie, Herr Knüwer, wissen es auch, bloggen aber trotzdem darüber, ohne überhaupt irgendwen gefragt zu haben, ohne etwas von nordbayern.de zu wissen. Sie schreiben, ohne irgendeine Ahnung zu haben, was Sie aber nicht daran hindert, der FLZ den baldigen Tod vorauszusagen, weil sie, wie Sie meinen, allein auf Print setzt. das mag alles sein, Qualitäts-Online-Journalismus, wie Sie ihn in Ihrem Manifest fordern, ist es nicht. Übrigens: Eine zeitung, die in einer Stadt mit 40.000 Einwohnern mit einer AUflage von über 48.000 Exemplaren erscheint, wovon über 46.000 im Abo bezogen werden, hat offensichtlich keine Probleme, auch wenn der Online-Auftritt Ihnen nicht gefällt.
@A.Tengicki:
Ich habe nicht gesagt “sofort heraushauen”, sondern “zeitnah berichten”.
Das meinte ich mit Differenzierungsvermögen
Ist doch prima, wenn ein Blatt für Print sauber Hintergründe recherchiert. Aber wenn eine Nachricht existiert, geprüft und von größtem öffentlichen Interesse ist – was ist mit der dann aus Ihrer Sicht zu tun?
Abgesehen vom unpassenden Beispiel, frage ich mich schon, warum man als Lokalzeitung seine Seiten ins Internet stellen sollte? wenn doch die Werbeeinnahmen aus dem Internet nicht reichen das zu tragen? Aus Verlegersicht würde ich das lassen, gerade in Gegenden wo es nur noch eine Lokalzeitung gibt.
Wer liest normalerweise die Nachrichten aus der Provinz? Die Leute, die dort wohnen. Und alle Jubeljahre passiert mal was, was ganz Deutschland für einen Tag interessiert. Das generiert keine Klicks, der Internetauftritt bleibt defizitär, wenn die Verlage nicht etwas machen was darüber deutlich hinausgeht.
Warum sollte man also seine Artikel übers Internet verschenken?
Ich hätte mich ja gefreut, wenn die Verlage vor fürnf Jahren das mit den Blogs aufgegriffen hätten. Das hätte einige Leser(briefschreiber) gebunden, zusätzliche Quellen gebracht und lokal die Presse-und Meinungsfreiheit gestärkt. Die Chance wurde leider nicht gesehen.
@Tobi.M
>>Das eine (zu berichten) hat mit dem anderen Betroffenheitsjournalismus) überhaupt nicht zu tun. Natürlich gehört über den Fall (ja, groß) berichtet. Und zwar zeitnah. Alles andere wäre Arbeitsverweigerung. Über das “Wie” kann man ja streiten, mehr aber auch nicht.
Sie wiedersprechen sich:
Wenn sofort irgendwelche Artikel unrefelktiert rausgehauen werden ist es Betroffenheitsjournalismus. Dafür hat man Bild oder TV oder auch Radio. Der Vorteil und der einzige Weg für Zeitungen eine Daseinsberechtigung zu haben, ist da nicht mitzumachen, auch online nicht, sondern Ihren Vorteil zu nutzen, Zeit zu haben, zu recherchieren, zu reflektieren und am nächsten Tag was ordentliches, kompaktes dem Geschehen angemessenes zu publizieren. Das halte ich nicht für undifferenziert, sondern nur auf den Punkt gebracht.
@nemo
Also wo gibt es denn in Mittelfranken einen Zeitungsdschungel???? es gibt einen (1) Verlag und eine Adresse: Marienstraße 9. Nirgendwo sonst wahrscheinlich in Deutschland läuft es übersichtlicher;-)
Als jemand, der im mittelfränkischen Zeitungsdschungel arbeitet: Ja, die FLZ erscheint zwar zusammen mit den Nürnberger Nachrichten – wird aber von einem eigenständigen Verlag herausgegeben. Die anderen Heimatzeitungen im unübersichtlichen NN-Verbund (allesamt Kopfblätter) haben es auch geschafft, ihre eigenen Seiten online zu haben. Viele waren sogar unter den ersten Lokalblättern mit Internetauftritt und legen darauf auch Wert. Daher trifft die hier vorgebrachte Kritik durchaus ins Schwarze.
Aber um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen: Ich kenne Kollegen, die in einer der FLZ-Redaktionen arbeiten. Und dort sieht es mittlerweile so aus wie in den meisten kleinen Zeitungshäusern – viele Volontäre und immer weniger Redakteure. Da hätte ich auch keinen Nerv, nebenher noch den Onlineauftritt zu bestücken. Insofern ist der Verzicht der FLZ durchaus konsequent. Ein Zukunftsmodell ist er allerdings in der Tat nicht.
Herr Knüwer, wie konnten Sie nur n einem solch tragischen Tag eine ur-mittelfränkische Institution so durch en Kakao ziehen. Wo doch das kleinbürgerliche Idyll und die manchmal fast erstickende Harmonie durch jemanden aus den eigenen Reihen hinterrücks eine Störung erfahren haben!
Und da verlangen Sie, dass die Lokalzeitung im INTERNET über das Geschehen berichtet, wo doch dies, neben den ganzen Killerspielen auf jeden Fall der Grund für die Tat sein musste. Jetzt wird keine Online-Offensive benötigt, sondern schnellstens Killerspiel-Verbote, härte Jugendstrafen und mehr Schutz der friedlichen Bevölkerung vor all dem Bösen, dass da aus dem Internet kommt!
Vollkommen fehl am Platz wäre da eine unvoreingenommene Berichterstattung, die auch die Menschen interaktiv einbindet, die den Vorfall analysiert und kritisch nach den wahren Ursachen und tieferliegenden Gründen der Tat fragt.
Am Ende könnte sich ein Leser einer solchen Online-Berichterstattung noch eine eigene Meinung bilden und – Gott bewahre – nach einigem Nachdenken zu dem Schluss kommen, dass nach dem zweiten heftigen Ausbruch jugendlicher Gewalt innerhalb einer Woche vielleicht etwas faul ist im Freistaat Bayern. Und dann könnte es so kurz vor der Wahl womöglich noch dazu kommen, dass derjenige nicht die CSU wählt, die ja seit Jahrzehnten für alles in diesem Land zuständig ist!
Herr Knüwer – dass kann doch nun wirklich keiner wollen
Die FLZ liefert (ausnahmsweise) vorbildliche Arbeit. Nur Thomas Knüwer erkennt das aus der Distanz nicht auf den ersten Blick;-) Erstens: Alles liest man morgen in Print beim Kauf der Zeitung. Zweitens: Paid Content-Gelaber hat die FLZ nicht nötig und drittens gibt`s für den Amok-Boulevard-Journalismus andere Blätter, im Notfall N24. Der Rest spricht sich sowieo in Ansbach auf dem Marktplatz oder im AN-Chat rum;-)
Thomas Knüwer hat schon richtig recherchiert:
http://www.nordbayern.de/auswahl.asp http://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%A4nkische_Landeszeitung und die twitterer von @NN_Online sind die von den Nürnberger Nachrichten, nicht die Redaktionen der FLZ.
Möchte gar nicht wissen, wer die Polemik-Vorwurfs-Kommentare geschrieben hat. Nach einem zeitungs-Abonnenten liest sich das nicht;-)
Die ganze Polemik in der Diskussion oben mal ignorierend kann ich (in Franken wohnend) nur sagen, dass ich natürlich zuerst auf Twitter auf das Thema aufmerksam wurde und auch regelmäßig mit Updates auf Twitter gut versorgt wurde. Und zwar von @NN_Online (http://twitter.com/NN_Online) … Insofern würde ich sagen hat diese Redaktion in diesem Fall schon ganz gute Arbeit geleistet.
Der Franke an sich hinterlässt hier einen etwas merkwürdigen Eindruck. Und Knüwer vorzuwerfen, er verschanze sich hinter irgendwas zeugt weniger von Kenntnis seines Auftretens.
Die IVW-Zahlen der Fränkischen Landeszeitung finden Interessierte übrigens bei http://www.ivw.de. Leider lassen sie sich nicht direkt verlinken.
Warum muss man eigentlich an einem Tag der Trauer unsere Regionalzeitung auf die Schippe nehmen, und das noch so schlecht, das es fehlschlägt?
Warum wurde der Kommentar der Russin gelöscht, (weil er Spam war?)….
Lasst uns eher der Verletzten gedenken, als weiter hier über so nen Mist eines Journalisten zu schreiben…
Vielleicht wird es ja Herrn Knüwer gelingen, besser zu recherchieren, noch besser, erst gar nicht solche unsinnigen, wer hat berichtet…. Artikel ins Internet zu stellen…
Vielleicht denkt er mal, und seine Kollegen über seine Verantwortung nach, die jeder Journalist mit seiner Berichterstattung hat…
Dass die FLZ eben doch sehr wohl ne Onlineberichterstattung hat, eben über Nordbayern.de. Dass die von ihrer Verkaufsseite da nicht hinverlinken, ist zwar blöd, entzieht aber der Polemik des Herrn Knüwers die Grundlage.
Diese Adresse nordbayern.de wird auch im Blatt kommuniziert und ist regional als Infoseite bekannt.
Wo ist jetzt bitte das Eigentor?
Eigentor Herr Knüwer.
Nordbayern.de ist in der Tat die richtige Anlaufstelle der FLZ, deren Mantel eben von den Nürnberger Nachrichten produziert wird. Alle Onlineaktivitäten laufen bei denen zentral über nordbayern.de
Hier die aktuelle Berichterstattung:
http://www.nordbayern.de/artikel.asp?art=1088123&kat=264
Zwar ist deren Homepage von Anno dazumal, auch der Artikel Agentur, aber immerhin durch ein paar Infos und Links angereichert.
unterfranke, der war gut
)
Wir, distanzieren uns vom Täter….
Bitte die Überschrift in “Mittelfränkische Konsequenz” umbenennen. Wir Unterfranken haben mit so einem Online-Dilletantismus nix zu tun und distanzieren uns entschieden!
btw: Das Bild ist toll, Ihr mittelfränkischen Nordbayern:
http://www.nordbayern.de/diashow.asp?art=1088129&nr=8&catch=264&man=NI
@Franke: “In über 200 Einzelverkaufsstellen erhalten Sie die Fränkische Landeszeitung zum Preis von € 1,20 (Montag bis Freitag); € 1,50 (Samstag)”, aber das schreibt nur die “Fränkische Landeszeitung” selbst auf ihrer Website. Dort wird auch – was Sie vermutlich meinen – für das offenbar kostenlose Anzeigenblatt “Woche im Blick” (“WiB”) geworben. Schade, dass Ihnen, als in der Region Ansässigen, die Tageszeitung “FLZ” noch nicht aufgefallen ist (vielleicht sollte man den Web-Auftritt noch etwas optimieren). Auf der Website können Sie übrigens auch sehen, wie die Tageszeitung tatsächlich aussieht und wie sie sich vom kostenlosen Anzeigenblatt unterscheidet: https://www.flz.de/pfl/images/FLZ/FLZ_Start.jpg
Mal davon abgesehen, ob Thomas Knüwer nun eine Ente produziert hat oder nicht – Aussagen wie “Yep, es sind die gleichen Profis die Qualitätsjournalismus fordern und gleichzeith meckern wenn es keinen Betroffenheitsjournalismus (der eine wirkliche Seuche ist) gibt” sind auch ne Seuche.
Das eine (zu berichten) hat mit dem anderen (Betroffenheitsjournalismus) überhaupt nicht zu tun. Natürlich gehört über den Fall (ja, groß) berichtet. Und zwar zeitnah. Alles andere wäre Arbeitsverweigerung.
Über das “Wie” kann man ja streiten, mehr aber auch nicht.
Das ist das gleiche wie wenn BILDblog, sagen wir: bei einem Unglücksfall, über eine krasse Persönlichkeitsrechtsverletzung in der BILD (oder sonstwo) berichtet und zwei Tage später aufgeregte Leser mit Verweis auf das BILDblog wutentbrannt ihre Entrüstung gegenüber ihrer Lokalredaktion zum Ausdruck bringen, weil diese über einen schweren Unfall berichtet. Mit einem Foto! Das ein kaputtes Auto zeigt! Muss man sich mal vorstellen. “Wenn Sie weiter mit solchen BILD-Methoden arbeiten, sehe ich mich gezwungen…und so weiter…”.
Bisschen Differenzierungsvermögen wäre manchmal schon ganz angebracht.
Was hat da alte Spiel, Franken und Bayern hier verloren? nichts…
Warum haben Sie Herr Knüwer, erst spät die IVW Auflage überprüft, falsch, es sind auch keine Abos, denn die Zeitung ist gratis im wöchentlichen Rhythmus!!! Warum verlangen Sie noch immer dass diese darüber berichten sollten?
Löschen Sie Ihren Bericht, gehen in sich, vielleicht nehmen Sie sich auch ne Auszeit, überdenken Ihre Berufswahl….
Glauben Sie mir, ich komme aus der Region, es ist ein Gratisblatt, das nicht im Zusammenhang mit http://www.nordbayern.de und deren Verlag ist…
Sie haben eine Zeitungsente entstehen lassen, Kollegen verunglimpft, stehen Sie doch einfach als Mann zu Ihrem Fehler, mehr nicht…
… aber man traut sich zu verlinken bei den Nordbayern. Und es stehen echte Artikel online – im Gegensatz, und da gehen wir wieder auf die Meta-Ebene, zu http://www.bnn.de/. Leider weiss ich nicht, ob dort mit dem ePaper tatsächlich Geld verdient wird.
*räusper* Die Fränkische Landeszeitung hat eine IVW-geprüfte verbreitete Auflage von 48.952. Davon sind 46.123 Abos. Sie ist also kein Anzeigenblatt.
Bemerkenswert aber ist: Auf der Anzeigenbuchungsseite der Landeszeitung gibt es keinen Hinweis auf Nordbayern.de. Lohnen würde es sich auch kaum, denn dort ist die Berichterstattung karg: http://www.nordbayern.de/artikel.asp?art=1088123&kat=264
Ach, übrigens: Seit wann bezeichnen sich Franken denn FREIWILLIG als Nordbayern?
Ne, was mich richtig ärgert, sind Schreiber, die sich hinter Marken wie Handelsblatt verstecken um zur Groesse zu gelangen… Selbst andere nur niedermachen, sowie kein Können dahinter ist…
Yep, es sind die gleichen Profis die Qualitätsjournalismus fordern und gleichzeith meckern wenn es keinen Betroffenheitsjournalismus (der eine wirkliche Seuche ist) gibt. Vielleicht waren die Redakteure ja am arbeiten und haben besseres zu tun und veröffentlichen dann morgen früh was substantielles. (Substanz, was war das nochmal…..)
Der Untergang des Journalismus wird betrieben durch Journalisten. Schade eigentlich, wir hätten eine gute vierte Gewalt dringend nötig
Sie dürfen froh sein, wenn durch Ihre journalistische Hochglanzleistung Handelsblatt keine Abmahnung oder gar Schadensersatzforderung von dem angesprochenem Verleger bekommt… Bevor Sie solche Sachen ins Internet stellen, recherchieren Sie besser… und erst Ihr Bericht… Gott, lass Hirn vom Himmel regnen…
Das ist unser Lokalblatt, mehr Werbeblättchen…
Die von ihnen gesuchte und nicht gefundene Webseite für den Internetauftritt der regional zuständigen Zeitung finden Sie hier… http://www.nordbayern. de
Mann, alles Vollprofis hier…