Dass die evangelische Kirche Twitter kennt, ist schon eine kleine Überraschung. Dass sie die gesamte Bibel twittern lassen möchte, eine größere. Dass die auf einem authentisch und nett geschriebenen Blog begleitet wird, finde ich bemerkenswert. Dass aber zu dieser Aktion ein Werbespot gedreht wird, der nicht nur tatsächlich im Fernsehen läuft, sondern auch noch so witzig ist, dass ich ihn hier einbinde, das hätte ich wirklich niemals gedacht (auch wenn er inhaltlich eigentlich überhaupt gar nichts mit dem Bibeltwitter zu tun hat):










9 Kommentare zu “Evangelische Überraschungen”
Ich freue mich schon auf die Tweets:
“Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert. {Jesus, nach Lukas 12,51}”
oder
“Wer Vater oder Mutter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert. {Jesus, nach 5 Mose 13,7}”
Gut, der letzte ist ein paar Zeichen zu lang. Da muss man halt mit Abkürzungen arbeiten.
Gott twittert vermutlich auch. Nur dass dies zusammengelogene Machwerk namens Bibel – für mich eine Art jüdischer Blog, wo jeder, der glaubte, auch er sei auserwählt, seinen Senf dazugegeben hat, einen so hohen Stellenwert hat, überrascht mich.
Aber zugeben muss ich, die Werbung ist echt gelungen!
Es gibt Hoffnung, Satan und der Antichrist twittern auch.
http://twitter.com/antichrist
http://twitter.com/satan
Die Twitter-Bibel ist ein großes Thema auf dem Kirchentag in Bremen, der soeben eröffnet wurde. Sitze live vor Ort. Und hier wird wie wild getwittert! Z.B. in der Online-Redaktion des Kirchentags: http://twitter.com/DEKT09
@Hans Kolpat: Diese Frage sollten Sie einmal mit den Lesern auf Kreuz.net diskutieren.
Lustiges Video, wobei der Witz eigentlich schon uralt ist und meistens von drei verschiedenen Konfessionen oder Denominationen handelt. Nichtsdestotrotz: Da hat sich die evangelische Kirche ja ordentlich ins Zeug gelegt. Frage: Wieso eigentlich? Antwort: … (Ich vermute: Weil die Mitglieder schwinden, vor allem auch keine jungen nachkommen.)
Ein so altes Werk der Weltliteratur ist der Aufhänger, um gegenwärtige Inhalte in den Vordergrund zu ziehen. Doch ohne die Bibel den Menschen etwas Praktikables anzubieten, würde auf Unverständnis stoßen. Ich verstehe das Dilemma.
Deshalb unternehmen die Initiatioren genau das Richtige: Sie betonieren sich ihre Füße ein, verankern den Betonklotz in der Erde und fuchteln auf twitter.com wild mit ihren Armen herum. Das allein verdient Respekt! Doch die Frage bleibt: Warum nicht Inhalte und gesellschaftliche Anliegen ohne all diesen Ballast bearbeiten?
Hans Kolpak
Partei der Vernunft
Da kommt noch viel mehr. Hinter der evangelisch.de steht ein ganzes Portal, das am 24.9 launchen soll und wird mit viel kreativität und vor allem Mut nach vorne getrieben. Also man darf durch aus gespannt sein und dann nochmal überrascht.
Ja gell, wir sind doch besser als das uralte Vorurteil über Kirche.