»Thomas Knüwer 18. February 2009, 16:51 Uhr

Fünf Minuten für das lebenslange Lernen von Berufskommunikatoren

So, liebe mitlesenden PR-Menschen. Holen Sie sich bitte einen Kaffee, stöpseln, so sie im Großraumbüro arbeiten, die Kopfhörer ein oder holen sie die Kollegen zusammen.

Und dann schauen Sie bitte dieses Interview, das fünf Minuten lang schlichte, kluge Sätze über das Verhältnis von Pressesprechern, Journalisten und Bloggern liefert:

Link: interview2: Daniela Hinrichs, Unternehmenssprecherin Xing.

»Thomas Knüwer 18. February 2009, 16:51 Uhr

    10 Kommentare zu “Fünf Minuten für das lebenslange Lernen von Berufskommunikatoren”


  1. blogula says:

    hat das Publikum gewechselt hier? Hat der Herr Knüwer ein xing-tshirt bekommen? Oder was könnte es noch für einen Grund geben, das da oben als klug anzupreisen?

  2. Wittkewitz says:

    Ich kann die Klugheit und Reflexion jetzt nicht im überdurchschnittlichen oder gar einzigartigen Rahmen sehen. Es sind keine falschen Aussagen gemacht worden. Zur heutigen Zeit ist das offenbar außergewöhnlich.

    Inhaltlich: Ich halte die (neue?) Nähe der Journalisten zur PR nicht für etwas, was mit Web 2.0 in Zusammenhang gebracht werden kann. Denn betrachtet man Web 2.0 als logische Folge von Cluetrain stimmt diese Aussagen schlicht nicht. Technologisch, so sehen ja leider viele Web 2.0, ist das noch erst recht nicht gegeben, es sei denn, wir sehen von den selbstgenerierten Benutzervisitenkarten bei LinkedIn und Xing ab. Aber diese enthalten ungefähr soviel Web 2.0 wie jedes Forum aus dem Jahr 2002 nur eben mehr Nutzer…

    Dann müssten man eine Druckbetankung grundlegendes Verständnis von Sozialen Netzwerken realisieren. Aber das scheitert eben nicht nur an dem halbdebilen Hinweis auf die tollen Tools sondern im Moment noch an einem intensionalen und extensionalen Halbdunkel rund um den Communitybegriff. Dieser Umstand verantwortet dann auch folgende thematische Nebelwand:

    Die Frage, was Blogger und Journalisten voneinander lernen können, hätte man ja sicher jemanden stellen können, der einen neutraleren Umgang mit beiden “Gruppen” pflegt. Aber auch diese Frage ist eindeutig eine Goldene Blatt Frage, da viele Blogger noch eine Spur individueller planen und handeln als andere – sich hinter den Frontlinien befindliche – Einsatzkommandos. Ich nehmen jetzt mal die halbprekären Profiblogger da raus, da sie selten fachspezifisches Wissen irgendeiner Provenienz mitbringen. Journalisten hingegen erleben das, was das Netzwerk Recherche – zugegeben etwas naiv und ewiggestrig – aber doch mit zweijähriger Regelmäßigkeit anprangert: Es gibt sehr wenige Medien, die unabhägig von ihren Anzeigekunden berichten. Wir alle kennen diese Beilagen und ihre halblegalen Druckmittelzuschüsse – über das Fernsehen dekcne wir am besten gelich ganz den Mantel der demokratischen Aufpasserfunktionen – außer drei oder vier Redaktionen. Aus dieser Perspektive ist von Web 2.0 bisher keine Veränderung ausgegangen, sondern die oben beschreibene Nähe ist schlicht Ausdruck der seltsamen Leidenschaft, dass beide Positionen an ihrem eigenen Ast mit Hingabe sägen. Dass man diese Diskussion dann auf einen Nebenkriegssschauplatz verlagert ohne Aussagen darüber, dass die Verlage sich selbst kannibalisieren, wenn sie immer mehr Werbung in die Redaktionen einsickern lassen, überlasse ich mal den selbst ernannten Medienprofis vom Schlage Turi oder Meyer-Lucht…

    Kurz, ich kann weder kluge Einsichten noch kluge Fragen heraushören. Ich befürchte, dass die Klugheit in diesem Stichwortgeber-Interview darin bestand, vermeintlich innovative und brennende Themen wie Web 2.0, Blogger und Journalismus mit der Senftube zu bearbeiten, ohne sich zu bekleckern. Das ist professionell gelungen.

    Im Vergleich zur Diskussionsebene derselben Themen in anderen Ländern befinden wird uns damit ungefähr im Jahr 2006.

  3. Sorry, aber was ist daran klug, wenn man sich wundert, dass man als Unternehmenssprecherin eher in Kontakt kommt, als als Agenturvertreterin? Da könnte man doch mal überlegen, ob das vielleicht auch etwas damit zu tun hat, welches Thema man anzubieten hat. Und dass Journalisten vor allem dadurch gekennzeichnet sind, dass sie ihr Handwerk gelernt haben, ist wohl hanebüchen bei einem Beruf mit freiem Zugang. Davon abgesehen ist die wesentliche Erkenntnis dieses Interviews, dass es Pressesprecher halt auch toll finden, mal nicht in ihrer Funktion, sondern auch als Person befragt zu werden (weshalb sie auch ihren Verband so dolle gern haben – und die Lobo-Blogger sind ja auch gerade dran).

  4. Lupus says:

    *gelöschte Beleidigung* Mal ehrlich, wenn Xing das täte was Sie sagt, dann wäre ja alles in Ordnung. Aber leider gibt es auch hier die Web 2.0 typische Parallele zwischen gut gedacht, beschissen gemacht!

  5. Rainersacht says:

    Das hat alles nix mit diesem blöden Etikett “Web2.0″ zu tun! Schon seitdem Pressemitteilungen per Mail versandt werden, hört man von Seiten der Journalisten immer wieder, dass sie sich lieber die Informationen holen (Pull), als mit allem möglichen Kram belästigt (Push) zu werden. Nur haben die “Berufskommunikatoren” sich immer gern hinter technischen Kanälen versteckt haben, um nicht in die böse Situation zu kommen, mit richtig echten lebenden Medienvertretern in richtig echten Dialog treten zu müssen.
    Was das alles mit Webzwonull zu tun haben soll, weiß der Turi allein…

  6. Weltenweiser says:

    Sie wirkt angenehm ungekünstelt. Ich finde allerdings diese Blogger vs. Journalisten-Fragen etwas gestrig. Aber ist halt Turi2, das goldene Blatt unter den Medien-News.

  7. Ja, viele wahre Sätze, bin gespannt, da wird sich sicher noch einiges auch auf Seiten der Pressesprecher von offline Unternehmen in der nächsten Zeit bewegen.

    Am Rande: Das Journalisten auf Frau Hinrichs “mehr zugehen” und “Dialog interessierter” sind, liegt vielleicht zum einen an Veränderungen und Möglichkeiten durch Social Media, zum anderen aber vielleicht auch daran, dass sie nicht mehr PR Assistant in einer Agentur ist, sondern Unternehmenssprecherin von Xing ;)

  8. Jac-K says:

    Interessante Körperhaltung …

  9. 50hz says:

    Sie sagt ein paar schlaue Sätze, keine Frage. Aber von sich redet sie da nicht.