»Thomas Knüwer 15. November 2008, 17:16 Uhr

Lutz Heilmann demonstriert, was die Linke von Demokratie hält: nichts

Noch immer sieht mancher die Linke als Kuscheltierchen der Demokratie. Wenn es mal was zu weinen gibt, kann man sie aus dem Schrank holen und ein wenig lieb haben. So als Gegengewicht zum grausamen Rest der Welt.

Lutz Heilmann, Bundestagsabgeordneter jener Gruppierung, offenbart nun mit aller Wucht, wie weit die Linke von demokratischen Grundwerten und Vernunft entfernt ist: Galaxien weit.

Heilmann behauptet, bestimmte Informationen in der Wikipedia über ihn seien falsch. Und er ließ die Verbindung zu Wikipedia kappen. Leider fand er in Lübeck auch noch einen Richter, der diese unglaubliche Maßnahme tatsächlich anordnete.

Wer dieser Heilmann ist, das zeigt auch ein Artikel von Spiegel Online aus dem Jahr 2005. Ausschnitt:
“Ähnlich sieht das Hubertus Knabe, Direktor der Stasi-Opfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Heilmann habe im Bundestag “nichts zu suchen”, sagte Knabe im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Wenn ein ehemaliger hauptamtlicher Stasi-Mitarbeiter im Parlament sitze, würde “die Beteiligung an einem Instrument der inneren Unterdrückung zu einem Kavaliersdelikt” verharmlost, sagte Knabe.”

Glücklicherweise kommt man trotzdem auf die deutschen Wikipedia-Seiten – auch auf den bewussten Artikel. Nur eben über einen kleinen Umweg, der vielen nicht bewusst sein dürfte.

Doch es ist allein das grundsätzliche Ansinnen, dass ein bezeichnendes Licht auf Heilmann wirft: Er versucht Millionen Menschen den Zugang zur größten freien Wissensdatenbank der Welt zu blockieren – weil er sich beleidigt fühlte.

Dieses Vorgehen sollten jene im Kopf behalten die glauben, die Linke sei eine normale demokratische Partei. Der Begriff SED-Nachfolger umschreibt sie auch weiterhin sehr, sehr gut.

»Thomas Knüwer 15. November 2008, 17:16 Uhr

    97 Kommentare zu “Lutz Heilmann demonstriert, was die Linke von Demokratie hält: nichts”


  1. Gluteus Maximus says:

    Von der Inanspruchnahme eines Rechts auf ein nicht vorhandenes Demokratieverständnis zu schließen ist schon gewagt.

    Mir scheint, dass der Knüver-Artikel nur zu dem Zweck geschrieben wurde, der Linken eins “auszuwischen”. Es ist wohl eher so, dass dem Autor des Artikels das Demokratieverständnis verloren hat.

  2. Henni says:

    ***Hier stand ein Kommentar, der nichts mit dem Thema zu tun hatte.***
    Ja ne, war klar, es ist einfacher anhand der Handlungsweise einer Person einer gesamten Partei demokratisches Verständnis abzusprechen, wobei in dem gelöschten Beitrag nicht zum Ausdruck kam, das Die Linken besser sind als andere. Da ist es schon gerechtfertigt das ein Beitrag der der gesamten Regierung demokratisches Versagen vorwirft gelöscht wird.

  3. *gelöscht* says:

    ***Hier stand ein Kommentar, der nichts mit dem Thema zu tun hatte.***

  4. @Emha: Danke für den Hinweis – ist korrigiert.

  5. fnord says:

    Es immer wieder erschreckend und ernüchternd, auf welchem Niveau in Deutschland die “politische” Auseinandersetzung mit der Links-Partei stattfindet. Das ist schon ziemlich traurig.

  6. Emha says:

    Jetzt steht da immer noch
    beleideigt, es muss aber
    beleidigt heißen.

    Oder?

  7. Rotkelchen says:

    Der Wahlkampf ist doch erst nächstes Jahr! Also warum jetzt schon auf die Linke draufhauen?
    Gibt es kein anderes politische Thema als “Lutz Heilmann”? Da wäre zum Beispiel das Thema Arbeitlosigkeit, HartzIV-Empfänger die von Minimum ihren Lebensunterhalt Leben müssen, da werden 500 Milliarden Gelder an die Spekulante gezahlt aber für Kostenlose Kindergärten und Kostenlose Bildung wird gespart, da der Staat angeblich ja Sparen muß. Da werden den Arbeitern vorenthalten wenn sie für 8% mehr Lohn kämpfen sich mit so einer Forderung zurückhalten sollten.Das ganze System (Kapitalismus) muß in Frage gestellt werden.

  8. Arslonga says:

    Als Addenda zum Kommentar von Niels sollte man sich an einen anderen “prominenten” Links-Juristen erinnern, dem das Landgericht Lübeck ebenfalls als Trittbett seiner Bundestagskarriere diente: Cannabis-Richter Wolfgang-Dragi Willi Nešković, vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Nešković. Zufall?

  9. maashil says:

    Sollte jemand Lust haben, eine kleine Spende für Wikipedia abzugeben, ohne dafür zu zahlen? Die Spendenaktion von Maastrek macht’s möglich. 10,- € zahlt Maastrek an Wikipedia für jeden Blogbeitrag mit Link auf die Aktion. http://www.maastrek-werbeartikel.de

  10. derherold says:

    Was sind schon Selbstschußanlagen und die Segnungen einer totalitären Diktatur im Vergleich zu bayerischen CSU-Bonzen und Mitgliedern/Wählern der FDP …
    Ob nun “alle” in der Linkspartei Verharmloser, Täter, Befürworter einer linken Diktatur sind, weiß ich nicht; ich weiß aber, daß “alle” Verharmloser, Täter, Befürworter linker Diktaturen in der Linkspartei sind. Ich habe nichts gegen Salonsozialismus aber mich wundert, wieviel Biedermänner glauben, zum Salon zu gehören.

  11. “Lutz Heilmann, Bundestagsabgeordneter jener Gruppierung, offenbart nun mit aller Wucht, wie weit die Linke von demokratischen Grundwerten und Vernunft entfernt ist: Galaxien weit.”

    Ich bin kein Freund der Linken – aber das ist ja nur wirklich völliger Unsinn. Ich schließe mich Holger Klein an: http://blogs.hr-online.de/nightline/2008/11/16/wiki-und-der-starke-popanz/

  12. GoeZz says:

    @ i love
    oder vllt findet die linkspartei zunehmend unterstuezung, schonmal darueber nachgedacht?

  13. Tinker says:

    Da kann ich mich auch noch sehr gut dran erinnern. Vorallem an die Bemuehungen einer grossen Versicherung nachzuweisen, dass er unschuldig war. So hat halt alles und jeder seine Lobby und seine Arschkriecher.

  14. *gelöscht* says:

    ***Hier stand ein rein beleidigender Kommentar.***

  15. Avantgarde says:

    Ich bin Bayer und lebe in einem Land, in dem man Parteibonzen, die sturzbesoffen andere Menschen totgefahren haben, ein paar Jahre später zum Verkehrsminister ernannt hat.

  16. Tinker says:

    Avantgarde kommentiert:
    Es ist immer fein, wenn man als junger Mensch in einem demokratischen Rechtstaat gelebt hat. Da sieht der Lebenslauf gleich viel sauberer aus.
    Oberflaechlich!! Wer lesen kann ( auch zwischen den Zeilen ) ist klar im Vorteil. Mal die Lebenslaeufe von Yps, Lopez, Stork etc. lesen in den Abgeordnetendatenbanken, dei stimmern schon ziemlich. Die Wikis und privaten sind schon alle “optimiert”. Ich nenne das mal “Social Coaching”.

    ***Der Rest des Kommentars handelte von einem anderen Thema.***

  17. I love links says:

    mein gott, jetzt wurde in 95 % aller kommentare auf der ollen pauschalisierung rumgehackt. hier drängt sich mir gerade der gedanke auf, dass ne handvoll mitglieder der linkspartei sich heute im rudel ins internet aufgemacht hat, um herrn knüwer und seinen artikel zu kritisieren. wenn man sonst keine argumente hat… total arm.
    fakt ist doch: wer links wählt und damit gezielt kommunisten/ex-sed’ler, stasimitarbeiter und mauerschützen unterstützt kann nicht mehr alle tassen im schrank haben (!) und hat bereits jeglichen realitätssinn verloren. wählt schön euren oskar weiter, ihr werdet sehen, wo ihr dann am ende landet. armes deutschland, ihr tut mir leid.

    schöner artikel. und weiter wiki unterstützen, damit nicht noch mehr solcher rindviecher ihre nicht vorhandenen rechte einklagen.

  18. Enrico Stirl says:

    Als junger Mensch habe ich jedenfalls in der DDR gelebt und weiß was dieser widerliche Abschaum namens Mitarbeiter des MfS (allgemein) dem Volke angetan hat.
    Der Herr Heinemann der diesen Apparat aktiv unterstützt hat, gehört umgehend aus der Politik entfernt.

  19. Avantgarde says:

    Es ist immer fein, wenn man als junger Mensch in einem demokratischen Rechtstaat gelebt hat. Da sieht der Lebenslauf gleich viel sauberer aus.

  20. Enrico Stirl says:

    Ich dachte nach 40 Jahren DDR sei die Zeit der Stasi vorbei. Aber anscheinend findet der “Genosse” beim einst so verachteten imperialistischen Erzfeind noch Mittel und Wege um eine gehörige Masse an Menschen zu denunzieren. Genau wie früher schon. Ich würde jeden Stasi Mitarbeiter der das kranke, menschenverachtende System unterstützt hat, 20 Jahre im Steinbruch zwangsarbeiten lassen.
    Die Linke ist und bleibt die SED, das hat diese Aktion wieder einmal mehr bewiesen und die “Genossen” sind defintiv nicht lernfähig. Die panische Distanzierung der Linken hat nur etwas mit Schadensbegrenzung zu tun und kann mich nicht ansatzweise überzeugen. Leider wird es immer Wähler geben, die das nicht begriffen haben.
    Vielleicht ist der Herr Heilmann in China oder Nordkorea besser aufgehoben. In einer Demokratie kann man auf solche Elemente jedenfalls gut verzichten.

  21. Lars says:

    @Thomas Knüwer:

    Um den Vorwurf der politischen Einseitigkeit zu entkräften, wäre ein Hinweis darauf vielleicht hilfreich:

    http://www.heise.de/newsticker/Wikipedia-Sperre-Linke-distanziert-sich-von-Heilmann–/meldung/118979

  22. Emha says:

    Vorletzter Absatz:

    “Er versucht er Millionen Menschen den Zugang zur größten freien Wissensdatenbank der Welt zu blockieren – weil er sich beleideigt fühlte.”

    Bitte korrigieren :-)

    Er versucht _er_ (…) _beleidigt_ fühlte.

  23. Tinker says:

    Dr. J. Poussin kommentiert:

    Wer den Artikel bei Wikipedia dennoch lesen will, mag sich im Google Cache bedienen: http://209.85.135.104/search?q=cache:jQouTZQ4eBoJ:de.wikipedia.org/wiki/Lutz_Heilmann+Lutz+Heilmann&hl=de&ct=clnk&cd=3&gl=de
    Dr. J. Poussin | 17.11.2008 – 14:25
    ….
    Da muessen Sie schon schneller sein. Cache ist von 17.11 11..h . Also neu. Der Wikieintrag scheint aber immer noch ueberarbeitet zu werden. Ich wuesste auch nicht, was da so sensationelles drinsteht. Man koennte eher sagen: da steht drin, dass er als Student Mann war. In einer sehr unguenstigen Zeit studiert hat ( wie viel andere Maenner auch) und die Jobs gemacht hat, die alle Scheisse waren( wie viele andere Maenner auch, mich eingeschlossen), nicht das Glueck ueber die Ausstrahlung (andere nennen es Sexappeal) und die Geschlechtsmerkmale wie eine Stewardess oder eine Sarah Wagenknecht zu verfuegen (im Klartext diskriminiert wird durch Maenner zugunsten von Frauen). Das er schwul ist, ist seine Sache. Dafuer will ihm niemand was. Gut der Sexshop ist seine Sache – andere werden vom RWE oder Eon geschmiert bzw. haben dort Zusatzeinkommen. Warum nicht eine maennliche Beate Uhse? Damit haette er zumindest noch dokumentieren koennen, dass er erfolgreicher Unternehmer ist. Ausser der Stasi alles kein Problem. Sein Problem ist er selber, die dummstalinistische Einstellung: Verbieten, Zumachen, Abschaffen. Treten gegen vermeintlich Schwaechere, ohne zu begreifen, dass gerade das Internet den Pluralismus, die Meinungsvielfalt und die Moeglichkeiten bietet, die Menschen wie er eigentlich brauchen um ueberhaupt gelesen zu werden. Ein Verleger kann ihn boykottieren durch sein Geld in dem er sich weigert ihn zu verlegen. Da kann keiner was machen. Im Internet ist ER seines Glueckes Schmied. Da kann er sich selber publizieren, sich und seinen Belangen Gehoer verschaffen. Das kann er aber nicht, ich glaube auch nicht, dass die Flutschfingerdatenbank auf seinem Mist gewachsen ist. Dazu hat er naemlich vom Netz, der Software und den Mechanismen zu wenig Ahnung. Schlimm ist und hier laesst der Frosch das Wasser: Er tritt gegen die Leute, die wirklich demokratisch, ja schon fast anarchistisch sind. Naemlich genau die Net-Community, die es Leuten wie ihm erstmal ermoeglichen etwas zu tun OHNE die Partei, OHNE eine finanzielle Interessensgruppe. Und genau das macht ihn in meinen Augen nicht waehlbar weil er von Gestern ist, ein Betonkopf vom Mauerregime!

  24. Sven says:

    sorry, aber wenn der Heilmann und seine blödsinnigen Taten “beweisen” wie ein Verein drauf ist, in dem er Mitglied ist, dann sind alle FDP-ler Steuerhinterzieher, CDU-ler Steuerhinterzieher, Meineidleister und Rechtsradikale, alle Grüne Autonome und Randalierer, alle SPDler korrupte Lobbyisten, alle…

    Und was das gerichtliche Vorgehen gegen Meinungs- und/oder Pressefreiheit betrifft: ich kenne keine Partei, die nicht mindestens einen Parteigänger aufweisen kann, der sowas nicht schon mal gemacht hat.

    Heißt das nun: alle Parteien verbieten? Niemand mehr wählbar? Keine Demokraten mehr da?

    Nee, also, das war nu’ wirklich mehr als daneben. Genauer: Genau in das Geschrei eingestiegen, das seitens der anderen “aufrechten Demokraten” gestartet wird nicht etwa um “unsere Demokratie” zu schützen, Quatsch, die Abstimmung zum BKA-Gesetz zeigte da, wie es um das Interesse in Grundrwechte (und, mit Verlaub, z.B. die Pressefreiheit, Stichwort Quellenschutz – von wegen, wer hier was “gefährdet”, gelle) bestellt ist.

    Sorry, das war ganz ganz schwach :-(

  25. Avantgarde says:

    Wenn ich einer politischen Gruppe nahestehe, dann der bayrischen SPD. Mehr Masochismus verträgt mein Leben nicht.

    Ich bin grundsätzlich jemand, der misstrauisch wird, wernn sich plötzlich zu viele Leute einig sind, wie in diesem Fall. Und in der Berichterstattung sehe ich quer durch die Gazetten nur Nachkrähen. Man scheint es offenbar für irrelevant zu halten, der Geschichte ein wenig auf den Grund zu gehen und alle Beteiligten zu hören.

    Bitte mal den Unterschied zwischen “freier Meinungsäußerung” und (evtl. falscher) “Tatsachenbehauptung” googeln. Ich weiß nicht, ob der inkriminierte Wikipedia-Beitrag der Wahrheit entsprach oder nicht. Aber der Betroffene hat ein Recht, das anders zu sehen. Wenn eine Tageszeitung etwas über mich behauptet, muss sie eine Gegendarstellung von mir veröffentlichen. Ob die wahr ist oder nicht wird nicht geprüft. Soweit ich gelesen habe, hat es “von IPs des Bundestags” Änderungsversuche gegeben, die aber zurückeditiert wurden.

    Ich kann nicht beurteilen, ob die Kontaktaufnahme mit Administratoren stattgefunden hat oder ob sie fruchtbar gewesen wäre. (Mein Beispiel mit dem Geburtsdatum zeigt, dass das nicht immer erfolgreich ist). Offenbar ist Wikipedia wieder mal als Forum für zwei rivalisierende Gruppen (innerhalb der Linken?) missbraucht worden. Ich bin der Meinung, dass bei Einträgen zu lebenden Personen in der Wikipedia mehr Kontrolle sein muss. Das sind keine Blogeinträge und Kommentare (die übrigens flugs abmahnbar sind, wenn es falsche Tatsachenbehauptungen gibt.

    Ein oft genug als Autorität zitiertes Lexikon, das Google automatisch nach vorne würfelt, hat eine höhere Sorgfaltspflicht. Gerüchte haben da nichts zu suchen. Ob sie zutreffen oder nicht ist nicht relevant. Rufschädigend waren sie in jedem Fall, so dass für den Betroffenen sofortige Abhilfe geboten schien.

    Aber die ist bei der Wikipedia eben verdammt schwierig, weil man, wenn es hart auf hart kommt, sein Recht in den USA durchsetzen müsste, obwohl die Editierungen aus Deutschland kamen. Da können Tatsachenbehauptungen ewig im Netz bleiben. Per deutsches Gericht kommt man offenbar an Inhalte von de.wikipedia.org nicht heran. Nicht jeder hat Lust, Bittbriefe zu schreiben. Im normalen Leben setzt es in Deutschland eine Abmahnung. Ich bin kein Freund schneller Abmahnungen und würde vzunächst eine gütliche Einigung suchen. Aber sie muss schnell erfolgen, sonst würde ich abmahnen. Aber wie mahnt man Wikipedia ab?

    Wenn anhand des Beispiels behauptet wird, die Linkspartei habe ein Problem mit Demokratie und Meinungsfreiheit, so ist das schlichtweg grob verzerrend, da diese Aktion sicher nicht von “den Linken” ausging, sondern von der Person H.

    Womit die Linken sicher ein Problem haben, sind Personen mit Stasi-Vergangenheit. Wobei ich nicht beurteilen kann, ob ein hauptamtlicher “Objektschützer” schlimmer ist als ein “Mitarbeiter” mit Verpflichtungserklärung, der andere bespitzelt, verraten und möglicherweise ins Gefängtnis gebracht hat. Auch von dieser Sorte gibt es bei den Linken einige. Natürlich gab es in der Ost CDU da nieeeemanden.

    Aber wir brauchen die Linken nicht, um unsere Demokratie zu zerstören. Nur zur Info: Es war nicht die Linke, die im Bundestag den “Bundestrojaner” abnickte, bei dem die Stasi vermutlich Luftsprünge vor Freude gemacht hätte.

    Und nochmal Wikipedia: Natüprlich war die Sperrung der Domainweiterleitung ein untaugliches Mittel. Sie zeigt aber auch eines deutlich. Jemand, der sich im Internet gegen (vermeintlich) falsche Tatsachenbehauptungen wehrt, riskiert häufig, dass dadurch die Behauptung erst recht verbreitet wird. Aber soll man deshalb rufschädigende Einträge in der Wikipedia hinnehmen?

    Mein Vorschlag: Bei Einträgen zu lebenden Personen muss ein Link zu einem direkten (und juristisch beschlagenen) Ansprechpartner bei Wikipedia gesetzt werden, der Einwände des Betroffenen SOFORT berücksichtigt und ggf erst mal bis zur Klärung entfernt. Außerdem muss, wie in anderen Medien übrig, ein Recht zur Gegendarstellung im Artikel selbst eingeräumt werden.

  26. Tinker says:

    Ich dachte immer diese Blatt sei Geschichte. Wieder was dazu gelernt. Interessant ist, das die Heil Mann Geschichte unter kaeufliche Artikel steht. Klar doch. Die, die das Blatt im Abo haben, beatmen sich wahrscheinlich eh mit den eigenen Abgasen damit auch noch etwas “DDR Geschichte” dabei ist und der Rest kann ja meistens bei der freien Presse nachlesen was so los ist. Immerhin hat jetzt auch das “Neue Darmstadt” in seiner Echoonline Ausgabe mal schamhaft erwaehnt was auf Luegilantifans noch so zukommen koennte, zumindest fuer die, die mitdenken. Bei denen muss auch die SPD Sonne untergehen bevor die aus dem Quark kommen. Kommentare? Doch nicht etwa zu kritischen und SPD nahen Themen? Da koennen die Leute ueber die “Lilien” diskutieren. Aber nicht ueber die SPD relevante Politk. Da ist Dagmar Metzger schon fast das Unwort des Jahres, da sie sich ja den Luegnern verwehrt hat.

  27. Dr. J. Poussin says:

    Die Linken sind immer sehr empfindlich, wenn es um sie selbst geht, Demokratieverständnis ist da in der Tat mangelhaft. Peinlich genug, dass so ein Mensch wie Heilmann überhaupt MdB werden konnte. Wer den Artikel bei Wikipedia dennoch lesen will, mag sich im Google Cache bedienen: http://209.85.135.104/search?q=cache:jQouTZQ4eBoJ:de.wikipedia.org/wiki/Lutz_Heilmann+Lutz+Heilmann&hl=de&ct=clnk&cd=3&gl=de

  28. Aber gehört es nicht auch zur journalistischen “Objektivität” alle betroffenen Seiten zu befragen? Die Reaktion (und klare Distanzierung) der Linken als Partei von ihrem Abgeordneten war am Samstag-Abend vielleicht noch nicht bekannt. Aber inzwischen kann man sie überall nachlesen: http://bit.ly/AgKL So einfach ist das mit dem Feindbild wohl doch nicht?

  29. Papa Schlingstrumpf says:

    Avantgarde kann nächstesmal ruhig die Quelle seines copy+paste Statements angeben.

    Es war die Stellungnahme des “Neuen Deutschland”, wortidentisch.

    Soviel zum Missbrauch des Internets durch politische Gruppen….

  30. Michael aus Berlin says:

    Es war schon immer die Taktik der Radikalen und Demokratiefeinde sich der Instrumentarien eben dieser Demokratie zu bedienen um sie letztendlich abzuschaffen. Auch nach mehreren Umbenennungen bleibt die SED weiterhin die SED. Und dass einer (oder vielleicht noch mehrere bisher unenttarnte) der offiziellen und freiwilligen Stasischergen im Bundestag sitzt ist ein Schlag ins Gesicht all jener die in dem totalitären DDR-Regime unterdrückt, inhaftiert und ermordet wurden.
    Herr Heilmann gehört aus dem Bundestag entfernt und das schnell.
    Angenommen die Wiedervereinigung hätte noch nicht stattgefunden, würde die DDR-Bevölkerung das Internet nur aus dem Westfernsehen kennen?
    Wollt ihr mit Hilfe der Linken dort wieder hin?

  31. Achim says:

    Alles klar Schnapp, ab in die Geschlossene mit dir. Aber wahrscheinlich war das nur der gezielete Kommentar eines Linken, um hier Mitleid und Entsetzten für den auf einmal so geprügeleten u. “diffamierten” Lutz Heilmann zu erhaschen. Egal, völlig belanglos.
    Aber ein wollt ich nochmal sagen, auch wenn’s wahrscheinlichh schon tausendmal mitgeteilt wurde: Wie kann man nur so doof sein? Das gibt’s doch nicht oder? Jetzt kennt deine Schandtaten während der SED-Zeit jedes Internet Kid, ab heute bist du Gesprächsthema auf jedem Schulhof. Gäbe es den Preis ” Eigentor des Jahres” oder auch “Die beste Selbstdemontage”, du würdest ihn mit Abstand gewinnen. Also echt, dümmer geht’s nicht mehr …

  32. *gelöscht* says:

    ***Hier stand ein ekliger Kommentar, dessen Niveau nur mit dem Ausscheiden aus der menschlichen Gesellschaft erklärbar ist.***

  33. Nach einem Wochenende Turbulenz mal ein kleiner Blick auf das, was hier diskutierte wurde.

    Ich stehe weiterhin zu meiner Meinung. Der Herr ist nicht irgendein Mitglied der Linken – er sitzt für sie im Bundestag. Solche Sitze werden nicht mit einer Runde Yatzee ausgewürfelt. Somit ist er ein herausgehobenes Mitglied der Partei und alles, was er tut, fällt auf sie zurück. Das gilt nicht nur für Heilmann und die Linken, sondern für jede Partei und ihre Abgeordneten.

    Nund kann man zu dem Vorgehen und zu meinem Artikel verschiedene Meinungen haben – damit habe ich kein Problem. Und ich finde die Diskussion hier zwar sehr hart, in weiten Teilen aber auch sehr interessant – vielen Dank hier mal für alle Kommentatoren.

    Eines mag ich aber nicht. Kaum kritisiert jemand, der nicht aus den östlichen Bundesländern kommt, die Linke, kommt eine Ost-West-Diskussion auf. Dürfen nur Ostdeutsche die Linke kritisieren? Im Gegenzug nur Westdeutsche die SPD? Sorry, aber solche Einwürfe sind dumm.

    Da ich übrigens direkt danach gefragt wurde: Die einzige Unterstützung einer Partei (ausgenommen von meiner Wählerstimme) in meinen 39 Lebensjahren bestand aus dem Kauf eines “Obama-Biden”-Buttons als Souvenir am Tag nach der US-Wahl. Insgesamt finde ich selbst eine passive Parteimitgliedschaft bei Journalisten, die über Politik schreiben, höchst schwierig.

  34. Anton says:

    Ich bin zutiefst verwundert… wie man bloss so dämlich sein kann. Seit gestern muss ich ständig spontan lachen, wenn ich den Namen Lutz Heilmann höre.

    Webtrottel!

  35. Mirko says:

    @Thomas:
    Hut ab für diese Glanzleistung an unreflektiertem Draufhauen. Ich könnte jetzt schreiben, dass ich tief enttäuscht bin und dass ich eine ganz andere Qualität erwartet hätte. Aber das ware gelogen. Der Stammtisch hat hier schon vor langer Zeit Einzug gehalten.

    Was kommt als nächstes?

    Junge, Du bist JOURNALIST! Zumindest legst Deine Tagline nahe, dass Du einer wärst.

    —Mirko

  36. Salammbô says:

    Wenn jemandem der Inhalt eines Wikipedia-Artikels nicht zusagt, kann er oder sie den Artikel selbst problemlos verändern. Wäre es Herrn Heilmann um eine inhaltliche Korrektur gegangen, hätte er innerhalb einer Minute die entsprechenden Änderungen vornehmen können. Statt dessen hat er versucht allen Nutzern den Zugang zu allen Inhalten von Wikipedia zu verwehren. Sonst hätte er kaum eine einstweilige Verfügung gegen http://www.wikipedia.de erwirkt.

    Die innere Ästhetik dieser ganzen Aktion liegt darin daß de.wikipedia.org, und das ist wieder eine dieser hinterhältigen imperialistischen Agitationsmethoden, von unserem Kämpfer an der unsichtbaren Front nicht erreicht werden kann.

    Künstlerpech.

  37. Martin-Guardini says:

    Herr Heilmann sei seine Eskapade verziehen, dem LG Lübeck jedoch gehört der Laden geschlossen.

  38. Reiner Hohn says:

    Wundert sich wirklich jemand über Heilmanns Verhalten? Der Mann sitzt im deutschen Parlament für die direkte achfolgeparte der SED. Für all die Vergeßlichen in diesem Land: Das waren die, die 40 Jahre lang ihrem Volk die Segnungen des Sozialismus einprügelten. Also Mangelwirtschaft, Schlangestehen für Klopapier, 10 Jahre Wartezeit auf einen Auto-Ersatz – von der Abschaffung so nebensächlicher Dinge wie Meinungs- und Redefreiheit ganz zu schweigen, dafür ging man inden Knast und wurde dort gefoltert.

    Ach ja, und wer nicht mitmachen wollte, der wurde beim (verbotenen) Verlassen des Landes gen Westen kaltblütig erschossen.

    Ja, liebe Verklärer, so war das in de sogen. Deutschen Demokratischen Republik.

    Und heute sitzen die Typen im Parlament und sonstwo in der Gesellschaft. Ein ecter Treppenwitz.

    Halloooo, Hell Heilmann. Wir sind nicht mehr in Ihrem Linksfaschistenregime. Sie können Wikipedia nicht zumachen lassen. Hat Ihnen vorher keiner gesagt, gell?

    O tempora o mores!

  39. meistermochi says:

    von china lernen: von den besten lernen ;-)

  40. mariana mayer says:

    Schon oft habe ich darauf aufmerksam gemacht:

    Unabhängig von der Partei ist der Missbrach von spirituellen Methoden eine Wurzel des Übels, s. hierzu auch: http://www.mind-
    control.psychoprobleme.de/

    schnell fühlen sich die Anwender dieser Methoden, die erlernt werden können, als Hypermächtig.

    Problem: Missbrauch vor Gericht nicht einklagbar, da ständig darüber diskutiert wird, ob das überhaupt möglich ist

    Jetzt muss ein scharlatan namens uri wieder den öffentlichen Beweis antreten. Bringt das was: Nein!

  41. derherold says:

    Schön, daß die Mitglieder des “Vereins zur Hebung des Ansehens ehem. Stasi-Mitarbeiter” auch herausgefunden haben, wie man nicht nur Leserbriefe bspw. an die LVZ, sondern auch Blog-Kommentare schreibt.

    Aber sie haben natürlich Recht: die Versäumnisse des Journalismus sind schuld, daß soft-on-sed medienkompatibel geworden ist. Es ist kein Witz, sondern gehört seit einigen Jahren zum running gag der Reinwaschung der “Linken” zu erklären, Ulbricht, Hager, Zaisser, Eberlein, Benjamin, Mielke seien Einzeltäter gewesen; wie auch die Stalin-aficionados der DKP im westlichen Arm der Linkspartei oder der seit 1917 grassierende Hang zur “Spezialbehandlung” von Leuten mit anderer Meinung gar nicht wirklich kennzeichnend.

    Die Posse ist, daß diese merkwürdigen Gesellen in einer spießig-verschwurbelten Selbstverleugnung schreiben, sie seien ja “selbst eigentlich keine Fans der Linkspartei” … Popo in der Hose haben sie auch nicht.

  42. lunatir says:

    Weder hat Heilmann diese Sperrung gewollt, noch seine frühere Arbeit in jungen Jahren beim Personen-und Gebäudeschutz des MfS umkrempeln wollen.

    Wiki kann auch politisch mißbraucht werden, und jeder kann sich gegen Diffamierungen zur Wehr setzen.
    Abgesehen davon sollte man lieber an die Linke spenden, wenn man “Mehr Demokratie” haben will.
    Denn die haben ja maßgeblich gegen CDU, sowie den Koalitionspartner SPD in Berlin das verfassungsgemäße Recht auf Volksentscheide durchgesetzt.
    Berlin ist unter Rosa/Rot in Sachen Direkter Demokratie von Platz 15 auf Platz 1 aufgestiegen.
    Darüber schreibt nur keiner.
    Ist ja auch peinlich für den neoliberalen Mainstream, wenn gerade Ex-SEDler für Mehr Demokratie sorgen müssen.
    Aber das wird man vielleicht bald der CDU gutschreiben, so wie ich die Verdrehungen heutzutage so einschätze.

  43. Tinker says:

    Avantgarde kommentiert:
    Wie widerspricht man einem Wikipedia-Artikel?

    http://www.pcwelt.de/start/dsl_voip/archiv/124405/fdp_legt_sich_mit_wikipedia_an/
    2.
    Nive (16.11.2008, 19:59 Uhr)

    Aufregung um nichts

    Auf fr.wikipedia.org konnte ich innerhalb von 5 Minuten einen kleinen Irrtum beseitigen. Das hätte wohl der mir vorher vollkommen unbekannte Lutz auch machen können als eine ganze Webseite sperren zu lassen. Aber das ist sowohl diesem Herrn, als auch den Richtern entgangen.
    http://www.stern.de/computer-technik/internet/:Wikipedia-Sperrung-Linke-Politiker/645843.html?id=645843&rendermode=comment
    Ich hoffe mir ist wegen der URL keiner boese zwecks Konkurrenz.
    Es geht. Man schreibt die Leute normal an, klaert die Missverstaendnisse und gut ist. Der Mann wollte Krawall – der Mann bekommt Krawall. Die Frage ist ob ihn der Richter bewusst hat machen lassen weil er sogar Repressalien befuerchten musste bzw. ihm sogar mit Repressalien gedroht wurde. Immerhin ist Herr Heilmann MdB und die sind bekanntlich zu allem faehig(siehe Heilmann) nur meistens zu nix nuetze (siehe die Steuererklaerung der hessischen Barbie Fehlpressung plus ihre Vorwuerfe der Bestechlichkeit an Andere). In diesem Fall waeren die Buerger dem Richter doppelt zu Dank verpflichtet: Er hat die Demokratie und das GG gewahrt *gg* und Herrn Heilmann auf die Schnauze fallen lassen. Zumindest wissen wir jetzt alle wie sich die Linken die DDR 2.0 konkret vorstellen. Naja wer Schmerzen schoen findet kann ja immer noch.

  44. Wähler says:

    Ach ja: ob der Eintrag tatsächlich seine Persönlichkeitsrechte verletzte, kann ich überhaupt nicht beurteilen. Wahrscheinlich identifiziere ich mich sogar ein bisschen mit der Wikipedia und bin von daher kaum objektiv. Aber dass mich einer vertritt, der eine freie Wissensdatenbank verklagt, obwohl es ne einfache Mail schon getan hätte… *kopfschütteln* Und der Linken könnte ich nur vorwerfen, sich nicht sofort von ihm getrennt zu haben, nachdem sein früheres Amt bei der Stasi bekannt wurde.

  45. Wähler says:

    Oh man…

    Mal ehrlich: Heilmanns Verhalten hat doch nun rein garnix mit der Linken an sich zu tun. Sein Vorgehen entspricht wohl eher einer Haltung, die man von manchen in der CDU erwarten würde.

    Bin selbst kein Linke-Fan, aber diese unreflektierte Stimmungsmache kanns echt nicht sein.

    Davon ab: hoffentlich ist Lutzes politische Karriere bald vorbei, sowas muss man echt nicht im Bundestag sitzen haben!

  46. Jaffar says:

    Sehr geehrter Herr Knüwer,

    ich bin beileibe kein Fan der Partei “Die Linken”. Aber mal ehrlich – würde irgendjemand einen Wikipedia Eintrag über Sie verfassen, diesen veröffentlichen und darin Beleidigendes und Halbwahrheiten über Sie verbreiten. Dann wären Sie zumindest leicht angesäuert. Mag sein, dass Sie den besseren Weg gegangen wären, um das aus der Welt zu schaffen – aber gegangen wären Sie ihn.

    Warum macht nun alle Welt die Blödheit eines MDBs zum Symptom einer ganzen Partei? Warum ist jemand, der sich beleidigt fühlt weniger wert, weil er der falschen Partei angehört?

    Ich sags mal so. Neben dem zurzeit vielzitierten Paragraphen 5 des Grundgesetzes gibt es noch mindestens zwei Weitere, die in diesem Fall ebenso anwendbar sind. Nämlich der in dem über die Würde des Menschen gesprochen wird und der, in dem etwas darüber steht, das niemand benachteiligt werden darf – und diese beiden Paragraphen stehen sogar vor dem, der ständig zitiert sind…

    Viele Grüße

  47. Avantgarde says:

    Wie widerspricht man einem Wikipedia-Artikel?
    Ich mag die Linken nicht. Darum gehts aber auch nicht.