Es gibt einen Herrn, der viel zu wenig schreibt, weil er zu jener seltenen Kategorie von Autoren gehört, von denen man nie genug lesen kann. Sein Name ist Peter Glaser. Künftig wird man ihn im Netz häufiger lesen können – denn er startet ein Weblog. Und das überraschenderweise bei der “Stuttgarter Zeitung”.Vor langen Monaten verließ uns beim Handelsblatt einer der menschlich angenehmsten Kollegen, unser stellvertretender Chefredakteur Joachim Dorfs. Das konnte ihm keiner übel nehmen, denn er wurde Chefredakteur der “Stuttgarter Zeitung”.
Bei seinem Abschiedsumtrunk scherzte er noch über die dünne Besetzung seines neuen Arbeitgebers in Sachen Internet und dass dort eine Menge geschehen müsse.
Auch weiterhin ist die Seite allein schon optisch, nun ja… unterirdisch. Die Online-Redaktion gehört anscheinend zur “Veranstaltungsredaktion”, im Impressum finden sich drei Internet-Menschen, was wohl zu einer tatsächlichen Präsenz von 1,2 Personen führt. Und damit lässt sich nichts reißen. Traurig für ein Blatt, das in seiner Region Marktführer ist.
Immerhin aber steigen die Zugriffszahlen. Ob durch Suchmaschinenoptimierung oder den Kauf von Adwords-Anzeigen, vermag ich nicht zu sagen. Im Juni erreichten “Stuttgarter Zeitung” und “Stuttgarter Nachrichten” gemeinsam 1,5 Millionen Besuche und 14 Millionen Page Impressions, ein Plus von 16 beziehungsweise 25 Prozent zum Vormonat.
Und nun folgt eine Anwerbung, die für einige Reputation in der Web-Vielnutzer-Gemeinde sorgen dürfte: Peter Glaser, einer der klügsten deutschen Computerthemenautoren, blogt künftig unter dem Dach der “Stuttgarter Zeitung”. Glaserei heißt das ganze und sei hier zur weiteren Beobachtung ans Herz gelegt.










7 Kommentare zu “Ein Glaser für die “Stuttgarter Zeitung””
“” Und das überraschenderweise bei der Stuttgarter Zeitung “”
Evtl. liegt das daran, weil Glaser seit Jahr und Tag eine feste Kolumne bei der StZ (auf das kleine t achten!) hat.
Oder wie die Wikipedia es ausdrückt: “… der Stuttgarter Zeitung ist Glaser seit langem verbunden. Seit 2000 erscheint dort alle zwei Wochen Peter Glasers Netzkolumne …”
Nur als Randnotiz: Die Stuttgarter Zeitung kauft offensichtlich via AdWords keine Besucher die Sichtbarkeit bei Google ist auf konstant niedrigem Niveau. Der Trafficsprung muss also andere Gründe haben.
danke für den tipp! glaserei ist soeben in meine google-reader gelandet. schade, dass es noch so wenig einträge sind…
Gleich beim ersten Gucken etliche Schätze gefunden. Danke für den Hinweis!
BTW, schreibt man bloggroll wirklich mit 2 g?
Wäre ein Fall für die Blogroll, wenn ich eine hätte.
Glaserei, wie originell. Besser als “Glasers modernste Zeiten” bei Focus und Glaser Infotech bei Technology Review?