Ich habe nichts dagegen, wenn man mich duzt. Wer mich aber für eine platte Werbekampagne einspannen will und mich schwachmatisch von der Seite anduzt, der hat sichs mit mir verspielt. Wie nun das Online-Vermarkter-Sautreiben Adtech in Hamburg.Hey Jenny-Babe!
Darf Dich doch so nennen, oder? Sind ja per Du nach der E-Mail, mit der Du gerade mein dienstliches Postfach vermüllt hast.
“Assistant project manager” ist Dein offizieller Titel und sicher schaffste es mal bis zum Senior Project Verweser. Denn das Geschäftsmodell Deines Arbeitgebers ist so dummbratzig, dass der Rest Eures Ladens wahrscheinlich auch nicht genauer hinguckt, an wen sie ihren Mist verschicken.
Denn solch ein Angebot geht in der Regel nicht an Journalisten, sondern an zweitklassige Blogger, die geistig unterernährte PR-Tanja-Anjas für käuflich halten:
“Hallo Thomas,
ich freue mich dich zur Teilnahme an unserer neuesten Kampagne einladen zu dürfen. Diesmal handelt es sich nicht um ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung, unsere neue Kampagne bezieht sich auf einen hochinteressante Konferenz ? die ad:tech. Die ad:tech ist die weltweit erfolgreichste Fachmesse für digitales Marketing und findet dieses Jahr von 22.-23. Mai zum ersten Mal in Deutschland statt.
In dieser Zeit wird das ?Congress Center Hamburg? zum zentralen Knotenpunkt von Lösungsanbietern, Online-Marketing-Dienstleistern und Marketeers. Unter dem Motto ?Inspire, Enthuse, Educate? dreht sich alles um die klassischen Themen aus dem Online-Marketing wie Suchmaschinen-, Affiliate- und E-Mail-Marketing sowie ?Web Analytics?, aber auch um die neuesten Trends wie ?Web 2.0?, Mobile-Marketing und ?Web TV?.
Wir haben dich für diese Kampagne ausgewählt, weil wir denken, dass dich dieses Event interessieren könnte. Und da man schlecht über etwas ?buzzen? kann, was man nicht selbst erlebt hat, laden wir dich dazu ein die ?Mischung aus Messe und hochkarätig besetztem Kongress? während der beiden Tage selbst zu besuchen (das 2-Tage-Ticket hat einen Wert von 990,00? und ist nicht übertragbar). Gerne kannst du das Logo/den Banner der ad:tech auf deinem Blog veröffentlichen und mit Hilfe der Pressemitteilung einen Artikel über sie zu schreiben…
Für die kostenlose Teilnahme an der ad:tech hilfst du uns ?Buzz? zu schaffen, d.h. du berichtest z.B. darüber auf deinem Blog. In deiner Meinungsäußerung bist du völlig frei, wichtig ist nur, dass du deine Meinung sagst! Toll wäre selbstverständlich auch, wenn du bereits vor deiner Teilnahme Posts über die ad:tech auf deinem Blog veröffentlichen könntest.
Viele Grüße und bis bald bei der ad:tech,
Jennifer K. vom BuzzParadise-Team
P.S. Ich lade dich zudem herzlich dazu ein, Mitglied bei BuzzParadise zu werden. Dies wird es dir auch in Zukunft ermöglichen an unseren Kampagnen teilnehmen und von weiteren Vorteilen profitieren zu können. Alles natürlich kostenlos und völlig unverbindlich! Solltest du weitere Informationen benötigen, kannst du dich gerne direkt an mich wenden.”
Ne, Jenny, lass mal. Ich komm schon so klar. Und überhaupt, ich glaub, das wird nichts mit uns.










24 Kommentare zu “Hör mal zu, Tanja-Anja von Buzz Paradise”
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Nein, mein Kommentar hat überhaupt nichts zur Diskussion beigetragen…
So funktioniert das also hier auf der Seite, da bleibt nur das stehen, was der Herr hören möchte. Man verträgt wohl keine Kritik. Bitter, bitter kann ich da nur sagen…
***Hier stand ein Kommentar, der nichts zur Diskussion beitrug.***
ich hätt mir die karte schicken lassen und wär nicht hingefahren, nur so lernen die evtl draus. war doch sowieso ne tröge show, nach dem was über twitter so reinkam ?
…und teil ihrer arbeit ist es über leute herzuziehen….aha, interessanter auftrag, den journalisten beim handelsblatt so haben…
Lustig, was Sie so glauben. Aber nur der Hinweis: Dieses Blog ist Teil meiner Arbeit beim Handelsblatt.
Lieber Herr Handelsblatt,
schon die Boston Consulting Group wusste: Denken ist Handeln. Wir alle Denken viel. Doch, Sie Handeln nicht, Sie tippen. Sie beherrschen 350 Anschlägen pro Minute. Von Ihrer Fingerfertigkeit träume ich noch immer.
Was mir positiv auffällt ist, dass Sie fast keinen Tag ohne eine Nachricht in Ihrem Blog auskommen. Ihr Amt beim Handelsblatt erschöpft und überbürdet Sie also nicht.
Psychologie und Biologie heißt es, wären Geschwister. Seele krank, Körper krank. Ich finde Sie seelisch und körperlich bewundernswert gesund, um nicht zu sagen: putzmunter.
Besserwisser ist ja kein Beruf, den man lernen kann. Eigentlich ist es ein Beruf, den es gar nicht gibt – noch nicht gab. Bis ich Sie hier gefunden habe. Dafür bin ich Ihnen Dankbar. Sie schenken mir unterhaltsame Stunden der Einsamkeit an meinem journalistischen Rechner.
Man muss als Journalist eine Persönlichkeit sein und kein Besserwisser. Unsere hoch entwickelte Gesellschaft hat so viele Besserwisser. Was wir brauchen, ist jemand, der sagt: So geht?s lang.
Ihre Waffe ist der Pixel. Den stechen Sie Ihren Email-Versendern ins Herz. Sie wollen nicht die Welt verbessern, sondern Praktikanten, die sich bei Ihren Chefs durch Massenemails anbiedern, eine Lehre erteilen. Richten tun Gott, Schäuble und Friedman.
Ich habe Angst, Ihnen jemals eine E-mail zu senden. Den Pixeltod möchte ich noch nicht sterben.
In Verbundenheit,
M.M.
***Hier stand ein Kommentar, der nichts zur Diskussion beitrug***
***Hier stand ein Kommentar, der nichts zur Diskussion beitrug***
Habe gerade von jemandem erfahren, der als Referent angefragt wurde – hat dann aber wegen Nicht-Übernahme der Reisekosten seitens Veranstalters nicht geklappt – dass er kurz danach adtech werbeemails und – jetzt die härte – emails verschiedener europäischer anbieter bekommt, die im rahmen der adtech präsent sind.
das muss man sich mal auf der zunge zergehen lassen
Habe gerade von jemandem erfahren, der als Referent angefragt wurde – hat dann aber wegen Nicht-Übernahme der Reisekosten seitens Veranstalters nicht geklappt – dass er kurz danach adtech werbeemails und – jetzt die härte – emails verschiedener europäischer anbieter bekommt, die im rahmen der adtech präsent sind.
das muss man sich mal auf der zunge zergehen lassen
Ha! Jetzt hat mich die Dame auch eingeladen und ich konnte die Einladung auch mit großer Geste ausschlagen! Sehr schön. Dem Herrn Knüwer wieder ein Stück näher gekommen.
Und nächsten Jahr bin ich dann auch auf der Liste der 500 wichtigsten Intellektuellen.
Oder so
@ holmeor: So, so, bei dämlich ranschmeißerischen E-Mails muss man jetzt um Erlaubnis fragen, bevor man sie veröffentlicht? Gilt das auch für den regelmäßigen Telefonspam, der mich erreicht? Oder für die Unterlagen von VW/Siemens/Weltbank, die die Medien erreichen und Auskunft über fragwürdige Geschäftspraktiken geben. (Sind 990 Euro nicht schon Bestechung? Und was denken jetzt diejenigen, die das bezahlen, um sich das anzuhören?) Und nochmal zum Mitschreiben: alles ist öffentlich in der public society, deshalb heißt das, was Tina und Jenny zu machen glauben auch public relations, selbst wenn sie Thomas Knüwer so beziehungsreich ankobern.
Definitiv zu viele Worte um ein hinreichend bekanntes Phänomen – ich staune, wo Herr K. die Zeit hernimmt für diese Art von Alleinunterhaltung. Und: in dem Blog über Blogs bei der WELT klingt er so wunderbar ethisch und im Kern auch recht – aber: hatten Sie um Erlaubnis zur Veröffentlichung des Briefes gefragt? Selbst bei solchen Dämlichkeiten gehört sich das – sonst läuft das auch nur unter Denunziation und “Wertschöpfung auf Kosten der Persönlichkeitsrechte Dritter” oder?
Bus-Paradies. Hört sich an wie ein Gebrauchtfahrzeug-Händler in einem öden Gewerbegebiet an einer viel befahrenen Autobahn, der ausrangierte Buse aus dem ÖPNV nach Kasachstan, oder Usbekistan verkauft.
Immer wieder unglaublich wie sehr es manche Unternehmen die vermeindlich “am Zahn der Zeit” sind nicht verstehen mit Bloggern umzugehen.
Nichtmal die Kostenübernahme für Flug, Hotel und Abendbetankung wurde zugesagt….tzzz
Hah, reingefallen, hast ja schon drüber geschrieben!
Als maximal drittklassiger Blogger bin ich offenbar noch nicht gut genug für solche Kampagnen. Schade, der Banner hätte sich richtig gut bei mir gemacht
Toll, jetzt kann ich mir das bashen ja sparen. Dachte schon ich wäre der einzige Glückliche, der an der Kampagne teilnehmen DARF.
Mich haben sie nicht bedacht. ich hätte aber auch den Namen voll ausgeschrieben und Google-optimiert veröffentlicht.
In AT reagieren wir normalerweise auf solche Avancen mit einem knappen “Buzz di!”
Gut gegeben, dagegen ist Robert Basic ja noch richtig nett und zurückhaltend.
Das wär doch der Job für DonAlphonso (blogbar.de)… denk’ ich grad. Bestimmt hat er aber auch schon Post bekommen.
Hey, ich bin eine von diesen zweitklassigen BloggerInnen. Ich hab nix von Jenny gehört. Sieht man mal wieder. Komplett an der Zielgruppe vorbei und ich geh wieder leer aus. Mist!