In dieser Woche ereiferte ich mich in einem Essay über die Internet-Unkundigkeit von Politikern und Top-Managern. Nur eine halbe Stufe darüber steht aber mancher Web 2.0-Gründer, wie das Berliner Unternehmen Metaversum demonstriert. Die Geschichte ist eigentlich so blöd, dass man sie nicht glauben mag. Und wenn etwas so blöd ist, dass man es nicht glauben mag, dann steckt dahinter oft auch daneben gegangenes virales Marketing, dessen Aussender der Meinung ist “Any PR is good PR”.
Gestern also entdeckte Johnny Haeusler vom Spreeblick in seinen Referrern, also jenen Links, über die Leser auf seine Seite kommen, ein Wiki, also eine Seite, auf der mehrere Autoren einen Text entwerfen (für die kundigen Leser: Ich habe mir vorgenommen, hier ab jetzt ein wenig mehr zu erklären, eine Folge der Selbstreferantialitätsdebatte während der Re-Publica).
Dieses Wiki handelte von der Planung eines Startups-Starts. Und wie Blogger einzubinden sein könnten. Fixmbr ist der Sache weiter nachgegangen und hat auch ein paar Screenshots gemacht.
Diese nun will das Web-0.5-Startup Yumondo in Gestalt der Muttergesellschaft Metaversum einkassieren. Und es ist zu hoffen, dass Fixmbr nicht nachgiebt. Denn so lassen sich nicht nur die Web 0.0er warnen: Dies sind Netzwerk-Seiten. Netzwerk-Seiten leben davon, dass die Nutzer ihnen persönliche Daten anvertrauen. Doch sollte man dies bei einem Angebot tun, das nicht mal die eigenen Geschäftspläne verbergen kann?










6 Kommentare zu “Generation Web 0.5”
Das ist dann allerdings schon eher “old economy” … habe das auch schon erleben müssen. Leider.
Besonders hübsch finde ich den Vorschlag am Ende der Todo-Liste auf dem Screenshot bei Spreeblick: Agenturen einladen, inspirieren lassen und dann selber machen.
@Kosmar: Es geht wohl vor allem um die Screenshots im Weblog Fixmbr.
wie kann man etwas einkassieren, das immer noch im google cache steht? wenn was mal online ist, kriegt mans eben nur noch schwer aus der welt. das wüßten die doch auch. selbst wenn die startseite geschützt war, ist doch jedem profi klar, das google mindestens über refererlisten auch dahinter indizieren wird.
Die Kollegen haben heute morgen per Telefon noch eine kostenlose Beratung erhalten…
Mal schauen, was passiert. Sie haben nun den Ball in der Hand.
Hat natürlich nichts mit dem Thema zu tun, aber ich bin schon gespannt, wann die nächste Geschichte mit “Web 0.6a-beta2″ überschrieben wird (c;