»Thomas Knüwer 30. March 2007, 12:18 Uhr

Ulla Meinecke und ein Spiesser in der bel étage

Ein Jugendmagazin, das die Jugend erreicht? Gibts schon selten genug. Mit steigender Auflage? Kaum zu glauben. Wirtschaftlich äußerst erfolgreich? Und dann noch aus Ostdeutschland? “Lüge, gibts nicht”, ruft der eine oder andere verzweifelte Verlagsmanager. Doch, gibts. Heißt “Spiesser”. Die neueste Ausgabe unseres Medien-Podcast enthält gleich zwei Menschen, die ich schätze. Zum einen Peter Stawowy, den Chefredakteur des “Spiesser”. Einst moderierten wir gemeinsam “Unfunk”, den im Bürgerfunk von Antenne Münster” gesendeten Vorläufer des heutigen Uni-Radios Q. Da es einst noch keine Musikredaktion gab, waren wir gefürchtet für eine sehr labile Interpretenauswahl zwischen Independant (Peter), New Country (ich) und Heinz Rudolf Kunze (beide). Inzwischen lenkt Peter die bemerkenswert erfolgreiche Jugendzeitung “Spiesser”.

Die andere, mir sympathische Person ist Ulla Meinecke. Eine wunderbare, charismatische Sängerin mit großartigen Texten. Nun ist sie auch noch richtige Buchautorin. Auszüge aus “Willkommen in Teufels Küche” hörte ich bei einer Lesung in Leipzig. Hinterher sprach ich mit ihr über die Unterschiede zwischen Buch- und Musikbranche (meine schwachsinnige Frageformulierung mit dem Wort Musikverlag bitte überhören) und über die Art, wie sie schreibt, studentischer Schnelldienst inklusive.

Das alles wie immer unter www.handelsblatt.com/beletage oder für die ganz Eiligen hier.

»Thomas Knüwer 30. March 2007, 12:18 Uhr

    4 Kommentare zu “Ulla Meinecke und ein Spiesser in der bel étage”


  1. Ist korrigiert, danke für den Hinweis. Ist aber auch nicht nett, absichtlich falsch zu schreiben.

  2. frank says:

    Gehts konkreter? An welcher Schule hat den Richard diese Problematik beobachtet? Unsere Vertriebsabteilung ist ein selbstlernendes System und freut sich über eine Info: vertrieb@spiesser.de Und ja, die Aufkleber sind sicher ein Problem gewesen in so mancher Schule.

    Im übrigen ist die Auflage von SPIESSER in Sachsen seit eta 5 Jahren unverändert geblieben.

    @ Hr. Knüwer: SPIESSER (zumindest die Jugendzeitschrift) schreibt sich mit SS, wird immer mal wieder gern falsch gemacht.

    Viele Grüße
    Frank

  3. Richard says:

    Aber fragt sich nur was “steigende Auflage” bedeutet. Klar kann man einfach nur mehr Exemplare drucken und darauf hoffen, dass dann auch mehr gelesen wird. Leider habe ich eher den Eindruck, dass sächsische Schulen mit “Spießern” überflutet werden. Ungelesen wird ein Großteil zu dem was Hausmeister und Reinigungskräfte hassen, nämlich zu Papierfliegern oder auch gerne in gerollter Form zu Knüppeln zum Verdreschen der Mitschüler. Auch große Teile einer Aufkleberaktion des Spießers ließen sich in der vergangenen Woche zahlreich auf Toiletten, Schulbüchern oder Fenstergläsern wieder finden. Fraglich wie lange sich das so manche Schulleitung noch gefallen lassen wird – dann nämlich könnte der Höhenflug schnell vorbei sein.