Seit einiger Zeit grummelt es schon in der deutschen Weblog-Szene. Es geht um Käuflichkeit von Blogs und um Werbeschaltungen. Für die will Adical sorgen, ein Werbeplatzvermarkter, gegründet von Johnny “Spreeblick” Haeusler und Sascha “Riesenmaschine nennt es Arbeit” Lobo. Und da ich Herrn Lobo im Vorfeld der Blog-Lesung in Leipzig mit einem warmen Essen und Alkoholika überreden konnte, mir einen Tag vor der offiziellen Pressemitteilung schon nen büschen was zu erzählen,…gibt es hier Details zu Adical.










7 Kommentare zu “Ganz schön Adical”
@ Siegfried: Prinzipiell gebe ich dir recht. Aber mal ehrlich, die sogenannten Unkosten, die da entstehen, sind so gering (ich hab mehrere domains, webspace usw), daß die im Jahr ein wirklich gutes First-Class-Essen nicht übersteigen.
Das mit den Unkosten ist eines der üblichen Totschlagargumente, wenn es um die leidige Frage geht: warum will einer mit seiner internetpräsenz nebenher Kohle verdienen? Ich finde das Argument mittlerweile eher peinlich.
Sascha sprach, soweit ich mich erinnere, von “durchschnittlich 2.000 Lesern am Tag” und meint damit den Durchschnitt der beteiligten Blogs.
Das wird dann zur Definitionssache. Das sehe ich so nicht richtig. Es geht um “Blogmarketing”. So benennt es zumindest Trigami. Im Sinne der Vollständigkeit gehören m.E. auch die Konkurrenten genannt.
Das ist so nicht ganz richtig. Trigami und Blogpay verbinden Blogs mit passenden Inhalten mit Unternehmen. Es geht hier also vor allem darüber, über die Produkte der Firmen zu schreiben, was wohl eher Richtung PR denn gen Werbung geht. Bei Adical geht es um Werbeschaltungen.
Ich persönlich finde den Artikel für das Handelsblatt ziemlich mau. Adical hat Konkurrenten, die mit keinem Wort erwähnt werden: Trigami und Blogpay. Hat da die persönliche Präferenz des Autors eine Rolle gespielt?
Rein persönlich geht’s mir ähnlich. Ich brauche auch keine Werbung. Aber wer sich in der heutigen Zeit damit zumindest einen Teil seiner Unkosten wieder reinholen will, der sollte das machen können, ohne dafür gleich beschimpft zu werden. Jeder hat ein Recht darauf, Geld zu verdienen, solange das nicht auf Kosten Anderer geschieht.
Unabhängig davon, daß mein weblog eh nicht in Frage käme, da mitzumachen, täte ich es auch nicht. Ich hab seit mehr als 10 Jahren websites im Netz stehen gehabt und pflege heute nur noch meine privaten sites, mir geht die Kommerzialisierung so derartig auf den Sack, daß ich der Überzeugung bin, daß nun nicht noch jeder private da mitmischen muß. Denn Kommerz wird immer auf Masse gehen, und die weblogs, die da auf Masse kommen, sind bis auf wenige Ausnahmen völlig uninteressant, da eben genau nach dem Geschmack der Masse gebloggt wird. Und das wird durch die Gier nach Einnahmen durch geschaltete Werbung nur noch schlimmer werden.
Meine Meinung.