Die Verzweiflung muss wirklich groß sein, in manchem Zeitungshaus. Jetzt kaufen britische Blätter schon Google-Anzeigen um einzelne Artikel mit Klicks anzureichern.Die Geschichte aus dem “Wall Street Journal” (nur gegen Abo) klingt nach “Kaum zu glauben” – scheint aber wahr zu sein. Die britische Tageszeitung “Daily Telegraph” kaufte Anzeigen bei Google um einzelne Artikel zu pushen. So soll bei der Eingabe des Suchbegriffs “North Korea Nuclear Test” einer der blau unterlegten gesponserten Links auf den “Telegraph” verwiesen haben.
Natürlich ist es eine interessante Rechnung: Wie viele Google-Nutzer kommen über solch einen gesponserten Link? Genug um die Kosten der Google-Anzeige aufzuwiegen mit den Einnahmen durch eigene Anzeigenkunden?
Wer in solchen Kategorien denkt, weiß nicht mehr weiter. Google ist die dominierende Suchmaschine und deshalb ist es nötig, sich ihr anzupassen. Die ebenfalls vom “WSJ” geschilderte Methode, Artikel auf Google hin zu schreiben, erscheint mir dabei ebenso dümmlich wie eine Anzeigenschaltung:
“The Times of London, owned by New York-based News Corp., is training journalists to write in a way that makes their articles more likely to appear among Google’s unpaid search results. “You make sure key phrases and topic words are embedded in the top paragraph and headlines,” says Zach Leonard, the paper’s digital-media publisher.”
All dies wird nur die Vorstufe eines nötigen Wandels sein: Online-Auftritte werden lernen müssen, nach außen zu verlinken. Als Dank werden auch sie verlinkt – und das steigert das Ranking bei Google. Wer weiter stur seine Leser auf den eigenen Seiten gefangen halten möchte, wird auf Dauer auch mit Anzeigenschaltungen und Textverdrehungen nicht weiterkommen.










4 Kommentare zu “Suchmaschinenmarketing à la Verlagsmanager”
German Tobacco Group AG praesentiert sich mit neuem Webauftritt
28. August 2008 11:42 Uhr
Informative Kommunikation rund um den Tabak – fuer Raucher und Nichtraucher
Frankfurt/Main – Ab sofort kommuniziert die German Tobacco Group AG mit neuem Webauftritt ihre aktuelle Unternehmensphilosophie, die sich nach Unternehmensaussage deutlich vom Wettbewerb abgrenzt. “Ein ehrlicher, transparenter, aufklaerender Umgang mit dem Thema ‘Tabak’ adressiert an die deutschen Raucher und Nichtraucher”, heisst es aus GTG-Zentrale in Frankfurt/Main.
Der Aufsichtsratsvorsitzende der German Tobacco Group AG (GTG), Thomas Deng Mahmoud Schumann, erklaerte gegenueber smokersnews.de die Kernaussagen der neuen Homepage: “Unter ‘Unsere Verantwortung’ werden wichtige Themen wie Freiheit, Eigenverantwortung, Selbstbestimmung, Toleranz, die auch Schwerpunkte der anstehenden Kommunikationskampagne sind, behandelt. http://www.germantobacco.com fungiert als Plattform der kuenftigen Kommunikationsstrategie, die sich in erster Linie an die Ignoranz und Inkompetenz deutscher Politiker richtet, welche die oeffentliche Diskussion zum Thema ‘Rauchverbote und Tabak’ mit Hysterie, Diskriminierung Unsachlichkeit, Polemik und Profilneurose steuern.”
Schumann nennt dann auch weiter Ross und Reiter: “Es ist Zeit das Politik und Oeffentlichkeit die Wahrheit zum Thema ‘Tabak’ erfahren. Mit 14 Mrd.Euro Tabaksteuereinnahmen finanzieren Raucher/Handel/Industrie den Wohlstand in Deutschland. Somit ist der Staat mit Abstand der groesste Nutzniesser von Tabakwaren. Tabak ist ein legalisiertes Genussmittel und das am staerksten regulierte Nahrungs- und Genussmittel der Konsumgueterbranche.
Das im Juni 2006 gegruendete Unternehmen hat seinen Namen von der mittlerweile liquidierten German Tobacco Company GmbH, Berlin, uebernommen und hat im Gegensatz zur ehemaligen Berliner Gesellschaft eine recht jungfraeuliche Historie. German Tobacco baut auf die Pioniere der deutschen Zigarettenindustrie, Josef Garbaty-Rosenthal und Bernhard Reemtsma, auf und ist somit ein Beweis gelebter Historie. Ebenso werden die Werte von German Tobacco und deren Verantwortung gegenueber dem Konsumenten und der Oeffentlichkeit durch transparente Informationen und ehrliche Kommunikation transparent dargestellt.
Einen ganz besonderen Hinweis gibt Thomas Deng Mahmoud Schumann noch zum Abschluss der aktuellen Unternehmensinformation: “Unter ‘Investor Relations’ finden Besucher auf unserer aktualisierten Homepage einen Ueberblick globaler Tabakinvestoren, die immerhin mit 248 Mrd. USD in das groesste Segment der Konsumgueterindustrie ‘Tabak’ investiert haben.”
Presse-Kontakt:
German Tobacco Group AG
Presseabteilung
An der Welle 4
D-60322 Frankfurt
Tel 069-257389-83 Fax -84
presse@germantobacco.com
German Tobacco
Kunst-Pflanzen
Ich habe mir sagen lassen, dass man heutzutage die
Kunstpflanzen und Kunstpalmen nicht mehr von echten Pflanzen
unterscheiden kann. Ich nehme nun die wunderbaren Exemplare von Sunrise.
Kunstpflanzen
Sunrise.de Kunstpflanzen sollen mit die besten sein.
Sunrise.de Kunstpalmen sind auch superklasse.
( Sunrise Echtblattpalmen)
Sunrise Kunstpalmen
Top in Preis-Leistung.
Verstehe bzgl. der Werbung für eigene Artikel auch nicht das Problem.
Man wirbt halt für sein Produkt. In diesem Fall nicht für das Produkt als Ganzes, sondern für einzelne Bestandteile. So wie z.B. in der Automobilbranche selbstverständlich nicht nur Pkw, sondern auch einzelne technische Innovationen beworben werden.
Business as usual, jetzt auch in der Zeitungsbranche.
Dürften wir auch bald in Deutschland sehen. Zumindest das Hamburger Abendblatt wirbt schon jetzt auf Google.
Ich habe den WSJ Artikel nicht gelesen, aber das Manager-Magazin zitiert den Artikel auch in recht grossem Umfang (und der ist online frei verfuegbar).
Einer der Hauptgruende fuer die Aktion soll wohl sein Amerikanische Leser anzuziehen, vielleicht auch in der Hoffnung diese dann als langfristige Leser zu gewinnen. Sollte das zutreffen waere die Aktion moeglicherweise gar nicht so dumm und es sind nicht nur die Kosten der Adsense-Anzeige gegen die eigenen Werbeeinnahmen fuer den Google-Besucher aufzurechnen. Vielmehr werden dadurch langfristig neue Leser gefunden, die die Adsense-Kosten im Vergleich zu den eigenen Werbeeinnahmen recht klein werden lassen.
Ob das stimmt kann ich nicht beurteilen, aber nur so als Anregung warum das sinnvoll sein _koennte_.