Was könnte weiter entfernt sein, als die Welt der Oper und das Internet? Vieles. Zumindest seit David Gelb die New Yorker Met übernommen hat, neben der Scala die vielleicht berühmteste Oper der Welt.Im vergangenen November weilte ich dienstlich ja in New York. Dort traf ich auch Peter Gelb, den Chef der Metropolitan Opera. Seit dem Sommer ist er allein am Ruder und was er plant, wird entweder die konservative Institution Met zerreißen – oder sie zum Vorbild für alle Theater der Welt machen. Digitale Live-Übertragungen in britische, amerikanische und kanadische Kinos gibt es seit Ende November, auf Itunes wird bald vieles zu finden sein, ein Radiosender bringt 24 Stunden Met-Material und wenn die Zuschauer demnächst aus dem wunderschönenen Saal kommen, werden sie eine DVD exakt dieser Vorstellung kaufen können.
Kaum vorstellbar, wenn man sich die meisten Met-Inszenierungen anschaut. Ich war in “Rigoletto”. Musikalisch gesehen die beste Opern-Vorstellung, der ich je beiwohnen durfte. Extrem aufwändig noch dazu. Dafür aber grauenhaft langweilig in der Darstellung, Verdi selbst dürfte das auch schon so in der Art gesehen haben.
All das soll sich ändern – ein höchst spannendes Experiment in Sachen Internet-Wirtschaft.
Ein Interview mit Peter Gelb gibt es in der aktuellen Ausgabe der bel étage. Dazu ein wenig was zum streng geheimen Film, den die Mohns über ihr Leben drehen ließen und eine Diskussion zur Lage in Klein-Bloggersdorf.
Ach ja, Musik spielen wir auch. Das Bloggerlied. Und weil ich vergessen habe, bei der Aufnahme die Blog-Adresse zu nennen, sei das hier nachgeholt:
http://www.dieweltistscheisse.de/2007/01/04/bloggerlied/










Ein Kommentar zu “bel étage geht in die Oper”
lachen ist gesund..:-)