Was in den USA bereits läuft, schwappt nach Deutschland: Weblog-Autoren finden über ihre Blogs neue Jobs. Erstes Beispiel: Lyssa und die “WAZ”. Zweites Beispiel: Folgt spätestens morgen.Eigentlich soll es erst heute Nachmittag offiziell werden: Katharina Borchert, unter dem Pseudonym Lyssa Autorin eines der meist gelesenen Weblogs, wird neue Online-Chefin der “Westdeutschen Allgemeinen Zeitung”, kurz “Waz”.
Herausposaunt hat das bereits die “Welt am Sonntag”. Und ich will im Interesse von Lyssa nicht hoffen, dass diese Vorabinformation bereits auf Widerstände im “Waz”-Konzern hindeutet: Denn sie selbst wollte dies Information zuerst an Weblogs geben. Doch könnte sich so mancher im verknöcherten Reiche der “Waz” fürchten ob solcher Innovationen. Auch der böse Ton, deutet auf eine Art Vorwarnung hin. Es wird auf jeden Fall ein spannendes Projekt werden, das Skelett namens waz.de in etwas Vorzeigbares zu verwandeln.
In den USA gab es in den vergangenen Wochen bereits mehrere Blogger, die sich beruflich verändert haben. Robert Scoble, zum Beispiel, der von Microsoft zu einem Startup wechselte. Oder Om Malik, der sein eigenes Ding machen wird.
Ja, die USA sind sogar noch einen Schritt weiter. Dort gibt es das erste Blog-Netzwerk, das sich restrukturiert und Weblogs verkauft. Wenn es um die Krise geht, fällt selbst Weblog-Netzwerk-Managern nichts Kreativeres ein, als der Abbau.
Und auch in Deutschland tut sich noch etwas: Ein weiterer nicht unprominenter Blogger hat einen neuen Posten gefunden, der unmittelbar mit Weblogs zu tun hat. Spätestens Mittwoch morgen gibt es mehr dazu.
Nachtrag: Die billigere Version, als Blogger Geld zu verdienen, existiert jetzt in den USA. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis jemand in Deutschland dieses Geschäftsmodell kopieren wird.
Nachtrag: Und hier noch was aus dem Gedruckten.










17 Kommentare zu “Aufstieg der Blogger”
German Tobacco Group AG praesentiert sich mit neuem Webauftritt
28. August 2008 11:42 Uhr
Informative Kommunikation rund um den Tabak – fuer Raucher und Nichtraucher
Frankfurt/Main – Ab sofort kommuniziert die German Tobacco Group AG mit neuem Webauftritt ihre aktuelle Unternehmensphilosophie, die sich nach Unternehmensaussage deutlich vom Wettbewerb abgrenzt. “Ein ehrlicher, transparenter, aufklaerender Umgang mit dem Thema ‘Tabak’ adressiert an die deutschen Raucher und Nichtraucher”, heisst es aus GTG-Zentrale in Frankfurt/Main.
Der Aufsichtsratsvorsitzende der German Tobacco Group AG (GTG), Thomas Deng Mahmoud Schumann, erklaerte gegenueber smokersnews.de die Kernaussagen der neuen Homepage: “Unter ‘Unsere Verantwortung’ werden wichtige Themen wie Freiheit, Eigenverantwortung, Selbstbestimmung, Toleranz, die auch Schwerpunkte der anstehenden Kommunikationskampagne sind, behandelt. http://www.germantobacco.com fungiert als Plattform der kuenftigen Kommunikationsstrategie, die sich in erster Linie an die Ignoranz und Inkompetenz deutscher Politiker richtet, welche die oeffentliche Diskussion zum Thema ‘Rauchverbote und Tabak’ mit Hysterie, Diskriminierung Unsachlichkeit, Polemik und Profilneurose steuern.”
Schumann nennt dann auch weiter Ross und Reiter: “Es ist Zeit das Politik und Oeffentlichkeit die Wahrheit zum Thema ‘Tabak’ erfahren. Mit 14 Mrd.Euro Tabaksteuereinnahmen finanzieren Raucher/Handel/Industrie den Wohlstand in Deutschland. Somit ist der Staat mit Abstand der groesste Nutzniesser von Tabakwaren. Tabak ist ein legalisiertes Genussmittel und das am staerksten regulierte Nahrungs- und Genussmittel der Konsumgueterbranche.
Das im Juni 2006 gegruendete Unternehmen hat seinen Namen von der mittlerweile liquidierten German Tobacco Company GmbH, Berlin, uebernommen und hat im Gegensatz zur ehemaligen Berliner Gesellschaft eine recht jungfraeuliche Historie. German Tobacco baut auf die Pioniere der deutschen Zigarettenindustrie, Josef Garbaty-Rosenthal und Bernhard Reemtsma, auf und ist somit ein Beweis gelebter Historie. Ebenso werden die Werte von German Tobacco und deren Verantwortung gegenueber dem Konsumenten und der Oeffentlichkeit durch transparente Informationen und ehrliche Kommunikation transparent dargestellt.
Einen ganz besonderen Hinweis gibt Thomas Deng Mahmoud Schumann noch zum Abschluss der aktuellen Unternehmensinformation: “Unter ‘Investor Relations’ finden Besucher auf unserer aktualisierten Homepage einen Ueberblick globaler Tabakinvestoren, die immerhin mit 248 Mrd. USD in das groesste Segment der Konsumgueterindustrie ‘Tabak’ investiert haben.”
Presse-Kontakt:
German Tobacco Group AG
Presseabteilung
An der Welle 4
D-60322 Frankfurt
Tel 069-257389-83 Fax -84
presse@germantobacco.com
German Tobacco
Lyssa und Quereinsteigertum? Die Frau war Journalistin, bevor sie zu bloggen anfing.
Der Haltungsturner Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach wird am 1. August 2006 bei der großen PR-Agentur Edelman die neue Position des Chief Blogging Officer einnehmen. Mehr dazu auch im PR Blogger.
@50hz:
Das war gerade der “Archetyp” des klassischen Zeitungslesers. Ich selber zähle mich nicht dazu, ich trinke z.B. keinen Kaffee…
Dennoch lese ich morgens bei Müsli und Milch die Zeitung.
Ich gebs weiter…
Stimmt! Das Trackbacken funzt nicht.
Quasi als manuellen Trackback (weil beim trackbacken an unrecognized error occured) füge ich ein und erhöhe damit den Spannungsbogen, dass ich heute im Laufe des Tages dazu etwas werde sagen können. Siehe mein Blog
Trommelwirbel! Tusch! Ich ahne da, dass der Herr Knüwer etwas weiß, was ich schon lange weiß. Hihi.
@ Jens: Huii, bist konservativ. Du frühstückst zu Hause bei dampfendem Kaffee und Lokalzeitung? So alt bist Du doch noch gar nicht.
Ob das was bringt wenn gleichzeitig die Lokalteile in mehreren Städten geschlossen werden? Dabei sind doch schließlich gerade die Lokalteile für viele Zeitungsleser der Grund gerade diese Zeitung zu lesen. Ich will morgens am Frühstückstisch bei Toast und dampfenden Kaffee lesen was in meiner Stadt passiert – und nicht dafür ins Netz gehen wollen.
Der Fall Lyssa wäre dann doch nur die übliche Quereinsteigerei in den Journalismus – wenn es auch Online-Journalismus ist? Sozusagen der übliche Weg des Journalisten in Beruf und Brot. Oder soll sie bei der WAZ jetzt bloggen?
ach ja. blogjobs.de wurde angedroht.
An der Stelle möchte ich vielleicht noch, weil wir über Blogjobs reden, darauf hinweisen, dass ich mit der Springerstrategie in Sachen Blogs (auch die gibt es, Näheres in drei spätestens drei Monaten, hört man) nichts zu tun habe, auch wenn sie mich im WAMS-Beitrag in Sachen Cokecontainer indirekt zitieren, um das gegnerische WAZ-Projekt gleich etwas zu beschatten.
Wenn ich Stellen bei der WAZ besetzen könnte, würde ich Journalisten für journalistische Jobs nehmen, aber keine Blogger, die Werbung und Blogtexte ganz locker wereinen. Und zwar ordentlich bezahlt. Wie diese Communitybildung in Sachen Profibloggen letztlich “funktioniert”, haben manche geladenen Experten schon bei Coke, Opel, BMW, Freundinblogs, Germanblogs und und und gezeigt. Retortenblogs gehen nicht.
Aber bei dem “nicht unprominenten Blogger” handelt es sich schon um dich, oder? Also mal raus damit!
Ich bin nicht “involviert”. Wenn ich Stellen in der “Waz” besetzen könnte, dann… Weiß ich auch nicht. Ich wusste von der Position und ich werde gleich diskutieren fahren. “Involviert” würd ich das nicht nennen.
“Herausposaunt” ist in der Tat eine schlechte Wortwahl, die einem Mangel an Morgenkaffee zuzuschreiben ist.
Puh! Da bin ich ja mal gespannt. Werde alle 3 Minuten reload drücken. Nicht dass die Info morgen untergeht, wenn Italien ins Finale zieht.