The last two weeks the whole internet seemed to be talking about Heidi Klum, her father and his e-mail to the weblog Werbeblogger. And the affair won’t be forgotten too soon – thanks to a new fax by Günther Klum to our editor-in-chief.Eigentlich schien sie vorbei zu sein, die Affäre um Günther Klum, den Model-Vater, der die Ehre seiner Tochter im Web verteidigt. Das Image ist verbeult, die Weblog-Szene hat quer über den Globus heftig gelacht, Handelsblatt, RBB, “Horizont” und “Frankfurter Rundschau” haben die Tollerei in die alten Medien getragen – Zeit also, sich anderen Dingen zuzuwenden.
Nicht aber für Günther Klum. Der hat nämlich gefaxt. An unseren Chefredakteur Bernd Ziesemer:
“Über den oben angegebenen Artikel einer Ihrer Aushilfen, des sehr geehrten Herrn Thomas Knüwer (den Namen hab ich im Impressum nicht gefunden) war ich nach der Rückkehr aus meinem Urlaub etwas verwundert. Auch das Sie als Handelsblatt die passenden juristischen Ausführungen zu dem Thema bereit stellen, ist m.E. für Ihre hoch angesehene Wirtschaftszeitung gewöhnungsbedürftig.
Ob die Belange des Internet-, Namens- bzw. Markenrechts richtig gewichtet wurden, bleibt abzuwarten. Festzustellen ist, daß Sie einseitig Werbung für eine Internetseite betreiben, ohne die Rechte der anderen entsprechend zu berücksichtigen.
Über Ihre persönliche Sichtweise würde ich mich sehr freuen”
(Wer das Fax im Original sehen möchte -» PDF aufrufen)
Es bleibt also lustig. Herr Klum ist der verwegenen Meinung, dass unser kleines, von Montag bis Donnerstag abgedrucktes Impressum die vollständige Version ist – was bedeuten würde, wir produzieren das Handelsblatt mit 16 Personen. Hätte er in unsere Freitagsausgabe geschaut, in der das ausführliche Impressum zu finden ist. Oder er hätte einfach bei Google mit meinem Namen machen können, was er mutmaßlich mit dem seiner Tochter gemacht hat. Dann hätte er festgestellt, dass die Aushilfe schon seit zehn Jahren in jener Verlagsgruppe Handelsblatt angestellt ist.
Schade auch, dass er nicht die Mittwochsausgabe des Handelsblatts bekommen hat. Dann hätte er sehen können, dass wir neben den juristischen Ausführungen zu aktuellen Geschehnissen uns auf einer Sonderseite wöchentlich mit dem Thema “Recht & Steuern” beschäftigen.
Und was die Einseitigkeit betrifft, hat Günther Klum leider die Chance nicht genutzt, sich detaillierter zu äußern. Auf den Fragenkatalog, den ich ihm mailte, ging er leider nicht ein.
And now for our readers from abroad:
Quite honestly we thought the affair surrounding Günther Klum, fashion model Heidi?s Dad and defender of his daughter?s reputation on the web, had passed. Her image now dented, the weblog scene around the world has had a good laugh. Handelsblatt, RBB, Horizont and Frankfurter Rundschau gave this silliness plenty of space in their classic media publications. Now It is time to move on. But not so in the view of Günther Klum who sent the following fax to our editor Bernd Ziesemer:
?On my return from holiday, I was somewhat surprised to find the above-mentioned article written by one of your temporary members of staff by the esteemed name of Herr Thomas Knüwer (I failed to find his name listed in the imprint of your publication) waiting for me. I found it took some getting used to to be reading about the specific legal niceties in your newspaper the Handelsblatt, more familiar to its readers as a renowned business publication. It remains to be seen whether the details of brand name and trademark rights on the internet were given proper consideration. Let it be ascertained that you are unilaterally advertising an internet (home)page without taking into due consideration the rights of others. I would very much welcome your personal view on this matter.?
(If you’d like to see the fax: » PDF aufrufen)
All this is very amusing. Mr. Klum seems to think that the summarized imprint published in our newspaper from Monday to Thursday is the complete version of our imprint. If that were the case, the Handelsblatt would be produced by a total of 16 people. Had he actually checked our Friday edition which always contains the full imprint or had simply entered my name into Google (in the same way that he presumably searches for his daughter?s name in this search-engine) he would have discovered that the supposed ?temp? has been a full member of staff with the Handelsblatt for the last ten years.
Pity also that he has obviously not received our Wednesday edition in which one whole page is devoted to the reporting and discussion of legal and tax affairs (entitled ?Recht & Steuern?) every single week. And all this on top of our day to day news reporting of interesting legal aspects relating to current topics. As for the accusation of unilateral advertising, I regret to say that Günther Klum did not make use of his chance to reply in greater detail. He simply did not react to a questionnaire that I had sent to him by email.










67 Kommentare zu “Heidi Klum, ihr Vater und die Forsetzung (english version included)”
Ã?ber was in der Blogosphere geplaudert wird, kann man über BlogPulse herausfinden. Besonders das Trend-Tool lädt zu wunderbaren Vergleichen ein. Besonders gut lässt sich damit die Popularität von Personen verglichen. So habe ich einfach mal eine Möc…
Günther Klum ist der Vater von Heidi Klum und Geschäftsführer der Heidi Klum GmbH. Günther Klum hat das Internet im Allgemeinen und die Blogs im Speziellen offenbar nicht verstanden, sonst würde er nicht von einem Fettnäpchen ins nächste stapfen…
Gestern veröffentlichte Karin Seidel die zweite Folge ihrer Internet & Recht-Serie bei Akademie.de. Diesmal geht es um die juristischen Fallstricke rund um Markenverstöße. Sei es bei der Keyword-Werbung, bei den Meta-Tags oder in URLs, überall drohe
Die bekannte bloggende Aushilfe des Handelsblatts, Thomas Knüwer, berichtet über einen weiteren Kommunikationsversuch seitens der Heidi ihr sein Vater. Aus Unterhaltungssicht durchaus vergnüglich. Ob Frau Holst auch nochmal nachlegen möchte?
…
äußerst klumisch reagiert, Güntherlein!
(Tipp: Wenn weder Inhalt noch Orthographie stimmen, kommt das doof rüber)
fielen tank vür di aufmerxsamkeid
das ist blasphemie..:-))
Wikipedia(.de) kennt fast jeder. Und “Tron” nannte sich – wohl nach dem Kultfilm gleichen Namens von 1982 – ein Hacker, der in den 90er Jahren vor allem dadurch bekannt wurde, dass er die Verschlüsselung von PayTV- und Telefonkarten knackt…
Würde Herr Klum JETZT Größe beweisen und JETZT eingestehen, dass man weder ihm, seinen Rechten, seiner Firma, Familie und Tochter nicht im mindesten Schaden zufügen wollte, dann wäre ihm wohl keiner böse. Aber er beharrt ja darauf, dass irgendwelcher Schaden zugefügt wurde. Dies festzustellen, wird jetzt wohl die Gerichte beschäftigen. Insofern scheint das alte Sprichwort “Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen” auch für eingebildete Schäden zu gelten. Selbst schuld.
Dass sich mein Blog mittlerweile teilweise schon unter den Top10-Einträgen bei Google befindet zeigt, wie vernetzt das Internet – und vor allem die ‘Blogosphäre’ – wirklich ist. Ein Grund mehr, über gewisse Dinge nachzudenken.
Es scheint nämlich ein …
Dass sich mein Blog mittlerweile teilweise schon unter den Top10-Einträgen bei Google befindet zeigt, wie vernetzt das Internet – und vor allem die ‘Blogosphäre’ – wirklich ist. Ein Grund mehr, über gewisse Dinge nachzudenken.
Es scheint nämlich ein …
Wieder einmal mehr eine beispielhafte Demonstration der Online Exekution einer Person – Google wird’s schon richten, also finden.
Dass sich mein Blog mittlerweile teilweise schon unter den Top10-Einträgen bei Google befindet zeigt, wie vernetzt das Internet – und vor allem die ‘Blogosphäre’ wirklich ist. Ein Grund mehr, über gewisse Dinge nachzudenken.
Es scheint nämlich ein Tr…
Nun hat das 37sechsBlog kein besonders großes Augenmerk auf Heidi respektive auf das Treiben ihres Vaters geworfen. Doch Vater Günther scheint ganz besondere Vorstellungen von unserer Rechtsordnung zu haben, wie ein Fax von Günther Klum an das Handels…
Oha Papa Schlumpf die Schöne und das Biest und jetzt auch noch Gargamel…
Story ist echt mal ROFL…Text lustig aber wenn man bedenkt, daß Klum das ernst meint, schon fast mitleidserregend
.
Trage morgen “Papa Klum” als Marke ein. Und dann mahne ich euch alle ab!
Auch der gute George W. Bush musste schon erfahren, dass man im Internet mit Suchbegriffen gefunden wird, bei denen man es nicht erwartet hätte. In seinem Falle sogar wohl eher mit Begriffen, mit denen man gar nicht gefunden werden wollte. Der Werbebl…
Preamble
This is a loose translation/summary of the (legal) differences between Heidi Klum(s father) and the german ‘Werbeblogger’ weblog. I will mainly stick to this continously updated post and the comments and trackbacks there, but I mi…