»Thomas Knüwer 08. January 2006, 13:15 Uhr

Kai Diekmanns Frau hat Angst: Ist er pervers?

Journalisten ehelichen gerne Journalistinnen und umgekehrt. Ob das eine so glückliche Wahl ist, darf bezweifelt werden, nach dem Einblick, denn “Bild”-Kolumnisten Katja Kessler in ihr Leben mit “Bild”-Chef Kai Diekmann erlaubt.Ob Katja Kessler die Wahrheit schreibt? Leser weiß es nicht. Schließlich soll sie ihre Karriere mit dem Texten der Seite-Eins-Damen der “Bild” begonnen haben. Und bei denen stimmt ja nicht mal der Name.

Kessler jedenfalls ist inzwischen mit ihrem Chef Kai Diekmann verheiratet, die beiden sind das Vorzeige-Medienpaar der Berliner Republik. Und wie es sich für die Berliner Republik gehört, findet ihr Leben auf offener Bühne statt – mit Publikum. Was dem gemeinen Politiker aber das Café Einstein, ist dem Paar Diekmann-Kessler das Frauen-Blättchen “Für Sie”. Dort schreibt Kessler über ihre Ehe.

Und wenn das alles so stimmt (und warum sollte es nicht – die Frau des “Bild”-Chefs wird doch nicht lügen), dann zeichnet sich hier ein wunderbares Profil eines des mächtigsten Medien-Menschen des Landes ab. Da der Mann an sich aber selten “Petra” liest, sind wir der “taz” zu großem Dank verpflichtet, die eine wunderschöne “Best of” der Eheerzählungen liefert:

“Er macht “Looki-looki-Nachbarin-Watching” durchs Fenster. “Du Katja”, wird Frau Kessler vom Ehemann informiert, “sie steht gerade auf.” – “Mensch”, sorgt er sich abends, “die kommt aber spät nach Haus.” Eine Woche später winkt er ihr.”

“Wenn Frau Kessler die Spülmaschine einräumt: “Du Messer andersrum reinstecken! Teller nix hier. Teller da-da!” Wenn Frau Kessler sich der Einfachheit halber Diekmann nennt, “ätzt Schatzi”, “hier heißen nur drei Leute Diekmann: ich, meine Tochter und mein Sohn!”"

“Frau Kessler sagt: “Seit jeher der größte Glücksmoment unserer Ehe: Dicht aneinander gekuschelt und in trauter Einigkeit gucken wir vorm Einschlafen noch eine Runde Shopping-Kanal… Wenn mir die Augen zufallen, kommt mein Liebster doch noch zum intellektuellen Höhepunkt: Da findet er unter Garantie irgendwo im Dritten einen verregneten französischen Depri-Film. … Ich habe die Befürchtung: der Kerl ist pervers.”"

“Kesslers Resümee, vier Jahre nach der Eheschließung: Sie lebt mit mittlerweile vier Kindern. “Eines ist 1 Meter 85 groß und rasiert sich schon. Früher hieß das: Baby an Bord”"

Eine Scheidung wünscht man ja niemand, aber in diesem konkreten Fall, könnte die Verhandlung unterhaltsam sein.
Anwalt Diekmann: “Wie die Mandantin ja schon in der ,Für Sie’ schrieb…”
Anwalt Kessler: “Eben! Es war so schlimm, dass sie sich ein Ventil suchen musste. Und gab es ein Gegendarstellungsersuchen Ihres Mandanten? Nein!”

(Gefunden beim Jonet)

»Thomas Knüwer 08. January 2006, 13:15 Uhr

    6 Kommentare zu “Kai Diekmanns Frau hat Angst: Ist er pervers?”


  1. micha 18 says:

    Diecki ist ein ganz normaler Kerl, aalig und glatt. Wie alle Fische in HH bei der BLÖDel-Gazette. Und dass er rattig ist auf die Nachbarin, na und? Wer ist das nicht? Ist doch stinkennormal, könnt’ man grad ‘ne Daily Soap drüber schreiben. Arbeite selbst in so einem Laden, aber einem seriösen Blatt. Deshalb: Diecki ist im grünen Bereich. Eigentlich schade, hätte ihm mehr zugetraut.

  2. Clarapop says:

    Ja die Katja, hat jetzt ja ihr “InTouch” (mit den Stars), das wenigstens keinen Hehl aus seiner Niveaulosigkeit macht oder sich verzerrt repräsentiert wie GALA (geadelt) oder BUNTE (Kunst und Kulturmagazin).
    Da kann sie wieder texten wie einst bei der BILD. Happy End????!!!

  3. che2001 says:

    Alles klar!

  4. che2001 says:

    Klasse, sowas zu lesen, hier macht Boulavard mal Spaß. Nur: was ist das Café Einstein? Ich kenne nur einel Laden dieses Namens auf den Ramblas von Barcelona, aber das ist wohl nicht gemeint.

  5. 50hz says:

    Was bitteschön ist an den beiden denn vorzeigbar?! Diekmann fand ich auch mal toll, aber in letzter Zeit hat er deutlich überreizt. Und Frau Kessler war auch mal klasse. Als sie noch die Seite 1 betextete. Darin war die Zahnmedizinerin einfach klasse. Warum hat sie das nur aufgegeben?

  6. Man erzählt sich ja gemeinhin, daß Menschen privat ganz anders seien als beruflich. Komiker und Clowns, beispielsweise, stellt man sich als recht eigentlich tief traurige, vielleicht sogar depressive…