Die Ökonomie des Fußballs: Spanien ist Top-Favorit

Eigentlich hatte ich mir nach meiner peinlichen Pleite beim Champions League-Finale ja fest vorgenommen, von öffentlichen Fußball-Prognosen tunlichst die Finger zu lassen.

Jetzt kann ich allerdings doch nicht widerstehen – denn  heute haben die drei Berliner Wissenschaftler Jürgen Gerhards, Michael Kurz (beide: FU Berlin) und Gert Wagner (DIW) eine ökonomisch fundierte Prognose zur Fußball-EM veröffentlicht. Grundlage dafür ist der Marktwert der Teams, die ab morgen in Polen und  der Ukraine gegeneinander antreten.

In den vergangenen Jahren hat sich dieser Ansatz zumindest bei internationalen Turnieren als treffsicher erweisen: Bei den beiden Weltmeisterschaften 2006 und 2010 sowie bei der EM 2008 lagen die Wissenschaftler mit ihren Vorhersagen jeweils richtig.

Nimmt man den Marktwert der Mannschaften als Indikator für ihre fußballerische Qualität, dann hat Spanien erneut die besten Karten, als Sieger nach Hause zu fahren. Auch für Deutschland sieht es nicht schlecht aus – das Team ist vor England und Frankreich was zweitwertvollste. England jedoch hat in der Vorrunde ein echtes Handicap: Stürmerstar Wayne Rooney – 65 Millionen Euro wert – ist in den ersten beiden Spielen wegen einer roten Karte gesperrt. » weiterlesen