Klippschul-Ökonomie aus Hamburg

Früher, als Gymnasiast und Schülerzeitungsredakteur, habe ich immer davon geträumt, später mal Redakteur beim „Spiegel“ zu werden. Damals, Anfang der 90er, war das Magazin das Beste, was der deutsche Journalismus zu bieten hatte: Neue Heimat, Barschel, Plutonium-Schmuggel.

Heute ist das Blatt leider nur noch ein Schatten seiner selbst. Es steckt im publizistischen Niedergang.

Ein Beispiel dafür war die Titelgeschichte über die Verhaftung des inzwischen zurückgetretenen IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn, die Stefan Niggemeier in einem herrlichen Blogpost auseinander genommen hat.

Ein weiteres Beispiel ist die Titelgeschichte der aktuellen Ausgabe: „Plötzlich und erwartet – Nachruf auf eine gemeinsame Währung“.

Der Text, an dem acht Spiegel-Redakteure mitgewirkt haben, hat passagenweise nur unwesentlich höheres Niveau als die Pöbel-Kommentare hier im Handelsblog, über die ich mich am Wochenende aufgeregt habe.

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