Was Chinesen in der deutschen Flagge sehen

Für Chinas Netzbürger steht Gelb für Prostitution.

Für Chinas Netzbürger steht Gelb für Prostitution.

Was haben die Farben Schwarz, Rot und Gelb mit der Verhaftung von Prostituierten zu tun? Für Chinas Netzbürger eine ganze Menge.
In den Industriestädten Südchinas hat die Polizei in den vergangenen Tagen in mehreren Razzien über hundert Prostituierte und Zuhälter verhaftet. Im chinesischen Internet ist daraufhin eine riesige Diskussion ausgebrochen, ob der “harte Schlag” nicht die Falschen trifft – während sich oben die Beamten bereichern, müssen unten die schwächsten Schichten der Gesellschaft leiden.
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Li legt los

Rettung für die Konjunktur: Neubauprojekte in China (Changzhou).

Rettung für die Konjunktur: Neubauprojekte in China (Changzhou).

Premier Li weigert sich, den Geldhahn wieder aufzudrehen. Dafür hat es auf das schwächste Wachstum seines Landes seit anderthalb Jahrzehnten ankommen lassen: Lediglich 7,7 Prozent betrug das Plus im vergangenen Jahr. Für das kommende Jahr lässt Li die Chinesen lediglich auf „Stabilität“ in der Wirtschaftspolitik einstimmen. Sprich: Einen neuen Boom will Peking keinesfalls auslösen. Dafür will Li durch gezielte Reformen ein nachhaltiges, selbsttragendes Wachstum schaffen.  » weiterlesen

China und Japan schimpfen sich “Voldemort”

Auf dem Schulhof einer Grundschule. Einige neunjährige Kinder wollen Harry Potter spielen. „Du bist wieder Voldemort!“, sagt ein Junge und zeigt auf einen besonders mageren Mitschüler. „Nöööö! Diesmal bist du selbst Voldemort!“ – „Nein, du!“ – „Nein, du!“, geht es hin und her.

Auf dem Schulhof völlig realistisch, in den hohen Hallen der Diplomatie dagegen undenkbar? Keineswegs. Über die Frage, welches von beiden Ländern der „Voldemort Asiens“ sei, streiten Japan und China derzeit heftig. Die zweit- und drittgrößte Volkswirtschaft der Welt, zwei der ältesten Kulturnationen, sind sich für Vergleiche auf Pennäler-Niveau nicht zu schade. » weiterlesen

Xi rüttelt an der Taiwan-Frage

Das Wahrzeichen von Taipeh steht für den wirtschaftlichen Erfolg der Insel Taiwan.

Taipei 101 steht für den wirtschaftlichen Erfolg der Insel Taiwan.

Chinas Präsident Xi Jinping hat im Gespräch mit einem Vertreter Taiwans angefangen, Druck zu machen. Die politische Trennung der Insel vom Festland dürfe nicht von Generation zu Generation verschleppt werden, sagte Xi auf dem Treffen in Indonesien. Das klingt deutlicher als die Haltung seiner Vorgänger, die zuletzt eher auf weises Hinauszögern der Taiwan-Frage gesetzt haben. Beobachter sehen in Xis Aussagen ein „sanftes Drängeln“ gegenüber der Regierung in Taipeh.  » weiterlesen

Chinas Kommunisten zocken Anleger ab

Frankenstein-Firmen: Der Gebäudekomplex von China Mobile in der Financial Street in Peking.

Frankenstein-Firmen: Der Gebäudekomplex von China Mobile in der Financial Street in Peking.

Die Aktienmärkte in Shanghai und Hongkong zeigen derzeit eine leichte Erholung – doch damit schaffen sie nur die Grundlage für die nächste Enttäuschung. Denn bisher konnten Anleger sich bei China-Investments nur auf eines verlassen: Ihr Geld kommt den Zielen der Kommunistischen Partei zugute. Nicht denen des Investors.  » weiterlesen

Wir sind nicht bei Aliens verschuldet!

Moderne Prachtbauten in China: Tanz auf dem Vulkan?

Moderne Prachtbauten in China: Tanz auf dem Vulkan?

Bekämpft die Apokalyptiker! Wer in diesen Tagen im Internet die Kommentare zur Wirtschaftsberichterstattung ansieht, dem fällt vor allem eine Sorte von Meinungen besonders auf. Eine große Zahl von Diskussionsteilnehmern erwartet anscheinend für bedeutende Wirtschaftsräume einen totalen Zusammenbruch. „Das fährt noch alles gegen die Wand“ – „All das wird in einer Katastrophe enden“ – „Es ist alles auf Sand gebaut“ – „China wird implodieren und die Welt mit sich reißen“. Gerade die Berichterstattung über die Schuldenwelle in Fernost führt oft zu der Annahme, dass nun bald irgendwie alles vorbei sein müsse. Woher, frage ich mich, kommt diese Endzeitstimmung? » weiterlesen

Die Unruhen in China fangen erst an

Containerterminal in Hongkong: Manipulierte Zollstatistik?

Containerterminal in Hongkong: Manipulierte Zollstatistik?

Chinas Aktienmarkt ist am Dienstag zunächst weiter gefallen. Obwohl sich die Geldversorgung der Banken wieder stabilisiert hat, bleiben die Märkte nervös. Aus gutem Grund. Denn die Liquiditätsprobleme der vergangenen zwei Wochen waren nur der Anfang. Die echte Straffung der Geldpolitik steht China noch bevor. Auf Premier Li wartet noch ein harter Kampf. » weiterlesen

China droht „eins vor – eins zurück“

Industriearbeiter in China (bei Haier): Schon bald arbeitslos?

Industriearbeiter in China (bei Haier): Schon bald arbeitslos?

Die chinesische Regierung verknappt die Liquidität, um dem Finanzsystem des Landes wieder eine solidere Grundlage zu geben. Schon sind Befürchtungen zu hören, mit Chinas Wachstumsgeschichte sei es nun vorbei. Das ist übertrieben – doch vermutlich stehen uns einige holprige Jahre bevor. » weiterlesen

Li legt sich mit den Bankern an

Hochhaus der Agricultural Bank of China in Kanton: Sabotage am "Projekt Solidität"?

Hochhaus der Agricultural Bank of China in Kanton: Sabotage am “Projekt Solidität”?

Chinas Premier Li Keqiang lässt die Liquidität wieder einsammeln, die seine Notenbank in Krisenzeiten massenhaft freigesetzt hat. Die Banken machen ihm nun riesigen Ärger – doch der Reformpolitiker bleibt hart. Vorerst. » weiterlesen

Erste Scharmützel im Handelskrieg

Wein-Ecke in chinesischem Supermarkt.

Wein-Ecke in chinesischem Supermarkt.

China ist ein riesiger Markt für europäischen Wein. Das Schwellenland ist bereits der weltweit fünftgrößte Konsument des vergorenen Traubensaftes. Anbieter aus der EU setzen dort jährlich über 290 Millionen Liter ihrer Produkte ab. Doch nun stehen die Importeure unter Schock: Als ersten Gegeschlag im beginnenden Handelskrieg prüft Peking ab Mittwoch die Möglichkeit von Zöllen auf Weine.  » weiterlesen