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	<title>Handelsblog &#187; Volkswirtschaftslehre</title>
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	<description>Zur Unterwanderung des wirtschaftlichen Sachverstands</description>
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		<title>Im Paradies für Keynesianer</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Jan 2013 08:31:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Mallien</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Volkswirtschaftslehre]]></category>
		<category><![CDATA[Angra dos Reis]]></category>
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		<category><![CDATA[Holländische Krankheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich reise gerade mit einer Journalistengruppe durch Brasilien. Vorgestern haben wir das einzige Atomkraftwerk des Landes in Angra dos Reis, in der Nähe von Rio, besucht. Es liegt wirklich sehr idyllisch &#8211; umgeben von Palmen, Strand und Bergen. Zwei Reaktoren &#8230; <a href="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2013/01/28/im-paradies-fur-keynesianer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_640266" class="wp-caption aligncenter" style="width: 430px"><a href="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2013/01/28/im-paradies-fur-keynesianer/sao-paulo2-2/" rel="attachment wp-att-640266"><img class="size-medium wp-image-640266" src="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/files/2013/01/Sao-Paulo21-420x236.jpg" alt="" width="420" height="236" /></a><p class="wp-caption-text">Brasiliens Megacity Sao Paulo.</p></div>
<p>Ich reise gerade mit einer Journalistengruppe durch Brasilien. Vorgestern haben wir das einzige Atomkraftwerk des Landes in Angra dos Reis, in der Nähe von Rio, besucht. Es liegt wirklich sehr idyllisch &#8211; umgeben von Palmen, Strand und Bergen. Zwei Reaktoren liefern Strom nach Rio. Interessant ist die Geschichte des noch nicht fertigen dritten Reaktors.</p>
<p><span id="more-640054"></span>Siemens lieferte Anfang der achtziger Jahre die Teile für den Reaktor &#8211; dann jedoch ging Brasilien das Geld aus. Seither lagern die Teile über Jahrzehnte in einer großen Halle. Wir konnten uns alles aus der Nähe anschauen (siehe Fotos unten). Seit neuestem arbeiten vor der Halle wieder die Kräne und Betonmischer. Die brasilianische Regierung will den Reaktor bis 2016 ans Netz bringen.</p>

<a href='http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2013/01/28/im-paradies-fur-keynesianer/sao-paulo2/' title='Sao Paulo2'><img width="168" height="94" src="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/files/2013/01/Sao-Paulo2-168x94.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Sao Paulo2" /></a>
<a href='http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2013/01/28/im-paradies-fur-keynesianer/attachment/29/' title='29'><img width="168" height="126" src="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/files/2013/01/29-168x126.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Das AKW in Angrar" /></a>
<a href='http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2013/01/28/im-paradies-fur-keynesianer/atomkisten/' title='Hier lagern die Teile für einen weiteren Reaktor - seit Jahrzehnten'><img width="168" height="126" src="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/files/2013/01/Atomkisten-168x126.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Hier lagern die Teile für einen weiteren Reaktor - seit Jahrzehnten" /></a>
<a href='http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2013/01/28/im-paradies-fur-keynesianer/brasilien-rio-de-janeiro-eingelagertes-atomkraftwerk-jan-mallien-1-2013/' title='Der Inhalt einer Kiste'><img width="168" height="125" src="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/files/2013/01/Atomkiste4-168x125.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Der Inhalt einer Kiste" /></a>

<p>Soviel zum Thema Atomkraft. Wir haben auch Unternehmer und Ökonomen getroffen. Ihr Fazit für Brasilien ist ziemlich optimistisch. In den vergangenen zehn Jahren ist die Wirtschaft dort pro Jahr im Schnitt um etwa vier Prozent gewachsen.</p>
<p>Was steckt hinter dem Aufschwung? Jeder Gesprächspartner kommt irgendwann auf den brasilianischen Binnenmarkt zu sprechen. Seit der Sozialist Lula 2002 neuer Präsident wurde, hat seine Regierung alles getan, um die Nachfrage zu stärken. Sie hat Sozialprogramme aufgelegt und den Mindestlohn zwischen 2002 und 2012 mehr als verdreifacht. Die Konsequenz: Arme Leute haben mehr Geld in der Tasche und geben es aus.</p>
<p>Auch das Kreditvolumen ist kräftig gestiegen: Anfang 2008 lagen die Kredite an den Privatsektor bei etwa 30 Prozent der Wirtschaftsleistung &#8211; inzwischen sind es 50 Prozent. Fast jeder kommt inzwischen an einen Konsumkredit. Wer eine Klimaanlage oder ein Radio kaufen will, kann bequem auf Raten zahlen. Außerdem sind die Immobilienpreise stark gestiegen. In guten Vierteln Sao Paulos sind die Mieten so hoch wie in München.</p>
<p>Ein bisschen erinnert das an Spanien und Griechenland. Dort hat die Konsum-Bonanza irgendwann ins Verderben geführt. In Brasilien sind die Vorrausetzungen aber anders: Dank des Rohstoffreichtums (Eisenerz, Öl, agrarisch: Rindfleisch, Zuckerrohr) gibt es einen Überschuss in der Leistungsbilanz. Auch die Staatsverschuldung ist im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung eher gering und tendenziell gesunken.</p>
<p>Das brasilianische Geschäftsmodell hat dennoch eine Kehrseite: Es funktioniert auf Dauer wohl nur dann, wenn man die Exportindustrie opfert. Zum einen sorgen die Rohstoffexporte dafür, dass die Landeswährung aufwertet. Wenn ein deutscher Stahlkonzern brasilianisches Erz haben will, muss er dafür Euro in brasilianische Reais tauschen. Der Wechselkurs der Währung steigt, wodurch brasilianische Exportgüter im Ausland teurer werden.</p>
<p>Zum anderen steigen durch den Rohstoffsektor die Löhne in der gesamten Volkswirtschaft. Minenarbeiter werden besser bezahlt. Außerdem kann der Staat wegen der Einkünfte aus dem Rohstoffsektor mehr Leute einstellen und sie besser bezahlen. Das führt zu einem höheren Lohnniveau. Mehr Löhne und ein höherer Wechselkurs schwächen die Wettbewerbsfähigkeit der Exportindustrie.</p>
<p>Brasilien kann dies vielleicht verkraften, weil es über einen so großen Rohstoffreichtum verfügt. Für Spanien oder Italien gilt das nicht. Sie haben schlichtweg kaum Rohstoffe. Selbst in Brasilien steuert die Regierung nun um. Die Nachfolgerin von Lula, Dilma Rousseff, will jetzt die Unternehmen entlasten, um sie wettbewerbsfähiger zu machen.</p>
<p>Update 1: Der Artikel zum Atomkraftwerk aus der Kiste ist inzwischen <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/energiepolitik-in-brasilien-ein-atomkraftwerk-aus-der-kiste/7724030.html">hier</a> erschienen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Verstaatlicht die private Altersvorsorge!</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jan 2013 08:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Mallien</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geldanlage]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Volkswirtschaftslehre]]></category>
		<category><![CDATA[Pflege-Bahr]]></category>
		<category><![CDATA[private Altersvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[Riester-Rente]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum neuen Jahr beglücken uns Politik und Versicherungswirtschaft mit einem neuen Produkt. Nach Riester- und Rürup-Rente ist es diesmal der nach dem FDP-Gesundheitsminister benannte Pflege-Bahr. Eine private Pflegezusatzversicherung, die der Staat mit einer jährlichen Zulage von 60 Euro fördert. Es &#8230; <a href="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2013/01/21/verstaatlicht-die-private-altersvorsorge/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 442px"><img class=" " src="http://www.handelsblatt.com/images/daniel-bahr/7651492/2-format3.jpg" alt="" width="432" height="244" /><p class="wp-caption-text">Gesundheitsminister Daniel Bahr ist der Namenspate des neuen Versicherungsprodukts &#8220;Pflege-Bahr&#8221;. Bild: dapd</p></div>
<p>Zum neuen Jahr beglücken uns Politik und Versicherungswirtschaft mit einem neuen Produkt. Nach Riester- und Rürup-Rente ist es diesmal der nach dem FDP-Gesundheitsminister benannte Pflege-Bahr. Eine private Pflegezusatzversicherung, die der Staat mit einer jährlichen Zulage von 60 Euro fördert.</p>
<p>Es mag sinnvoll sein, für den Pflegefall vorzusorgen. Allerdings sind die Erfahrungen mit solchen staatlich alimentierten Privatversicherungen eine ziemliche Katastrophe. Als überzeugter Anhänger der Marktwirtschaft fällt es mir schwer, das zu sagen. Noch schwerer fällt es, nach dem Staat zu rufen.</p>
<p><span id="more-640080"></span></p>
<p>Zu offenkundig sind die Vorteile von Märkten. Wenn die Bedingungen stimmen, sind sie ein Segen: Sie sorgen für höhere Qualität und niedrigere Preise, können Armut mindern und Wohlstand mehren.</p>
<p>Ich sehne mich ganz bestimmt nicht zurück nach den Zeiten, in denen der Staatskonzern Deutsche Bundespost das Telefonnetz monopolisierte. Als Telefongespräche teuer waren und der Service mies. Seit der Liberalisierung sind die Tarife auf ein Hundertstel des früheren Niveaus gefallen. Technische Innovationen wie Mobilfunk und Internet haben sich rasend schnell verbreitet.</p>
<p>Leider funktionieren Märkte aber nicht immer so.  Wenn die Bedingungen nicht stimmen, können sich die Vorteile des Marktes ins Gegenteil verkehren. Nirgendwo wird dies so deutlich wie bei der privaten Altersvorsorge. Fast 15 Millionen Menschen haben eine Riester-Rente. Parallel zu ihrer Einführung beschloss die frühere Rot-Grüne Bundesregierung, das Leistungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung bis 2030 um 20 Prozent zu senken. Mit dem Resultat, dass junge Leute stärker auf private Altersvorsorge angewiesen sind. Das Problem ist nur: Die Produkte sind so komplex, dass sie selbst für Leute mit volkswirtschaftlichem Hintergrund kaum zu verstehen sind.</p>
<p>Bei normalen Industrieprodukten ist das anders. Der Kunde merkt schnell, ob ein Auto etwas taugt oder nicht. Preis, Qualität und Design lassen sich leicht vergleichen. Das zwingt Daimler, VW und ihre Konkurrenten zu ständigen Verbesserungen: Wer den Kunden nicht mehr bieten kann, hat auf Dauer keine Chance.</p>
<p>Und wie ist es bei den Versicherern? Was eine Versicherungspolice wirklich bringt, zeigt sich erst Jahrzehnte nach ihrem Abschluss. Vorher bleibt der Kunde im Ungewissen. Autobauer bekommen bei schlechten Produkten sofort den Unmut der Kunden zu spüren und müssen reagieren  &#8211; Versicherer haben so was nicht zu befürchten.</p>
<p>Eine Versicherung lässt sich auch nicht verbessern wie ein Auto oder eine Glühbirne. Eigentlich sollte sie ziemlich banal sein – ähnlich wie ein Bankprodukt. Bei der Riester-Rente sind aber sehr viele Kriterien zu beachten, deshalb fällt der Vergleich so schwer. Allein die Liste der zertifizierten Produkte der Riester-  und Rüruprente <a href="http://www.bzst.de/SiteGlobals/Forms/Suche/Quicksearch/Quicksearch_Formular.html;jsessionid=6E1DC955CEC7B73C09D4C3979D30920B">auf der Seite des Bundeszentralamtes für Steuern umfasst  707 Seiten</a>! Jede einzelne Versicherung gibt Geld für Verwaltung und Werbung aus.</p>
<p>Wenn der Markt für die Kunden aber so schwer zu durchschauen ist, treibt Wettbewerb die Versicherer zur Intransparenz an:  Es geht eben nicht in erster Linie um den Preis und die Qualität, sondern um findige Berater, die den Kunden geschickt Produkte aufschwatzen. Die Versicherer haben kein Interesse daran, dass sich ihre Produkte leicht vergleichen lassen. Hohe Gewinne machen sie nur dann, wenn es keine Transparenz gibt.</p>
<p>Warum also überhaupt eine Riester-Rente abschließen?</p>
<p>Ausgerechnet die staatlichen Subventionen sind das wichtigste Argument für die private Altersvorsorge. Mit 3,6 Milliarden Euro hat der deutsche Staat 2011 die Riester-Rente alimentiert &#8211;  davon entfielen 2,3 Milliarden Euro auf staatliche Zulagen und 1,3 Milliarden Euro auf steuerliche Vorteile durch den so genannten Sonderausgleichsabzug.</p>
<p>Hinter der Subventionspolitik steht das Ziel, die umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung um einen privaten Kapitalstock zu ergänzen. Das soll die Folgen des demografischen Wandels abfedern. In einer älter werdenden und schrumpfenden Bevölkerung, wird es immer schwerer die Renten zu finanzieren. Man kann darüber streiten, <a href="http://blog.zeit.de/herdentrieb/2012/09/25/private-vorsorge-furs-alter-ein-irrweg_5249">ob ein privater Kapitalstock da weiter hilft</a>.</p>
<p>In jedem Fall aber ist das derzeitige System totaler Murks. Ein funktionierender Wettbewerb, der gesellschaftlichen Fortschritt bringt, ist unter den gegebenen Bedingungen bei der Altersvorsorge nicht möglich. Daher wäre es besser die staatlichen Subventionen für die Riester-Rente zu streichen. Stattdessen könnte man die gesetzliche Rentenversicherung um einen Kapitalstock ergänzen. Ähnlich wie beim norwegischen Staatsfonds würde dieser in ausländische Aktien und Anleihen investiert. Die Norweger haben ein Renditeziel von vier Prozent.</p>
<p>Das wäre allemal weniger bürokratisch und besser als jetzt.</p>
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		<title>Schwarzfahrer in Washington, Frankfurt und Berlin</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jan 2013 14:20:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Wiebe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Volkswirtschaftslehre]]></category>
		<category><![CDATA[Abweichler]]></category>
		<category><![CDATA[Fiskalklippe]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzfahrer]]></category>

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		<description><![CDATA[Man spricht gerne von Trittbrettfahrern. Aber heute gibt es ebenso wenig noch Trittbretter, auf denen man außen mitfahren kann, wie Schaffner im Nahverkehr. Man sollte daher die Leute beim Namen nennen: Schwarzfahrer. Sie stellen ein ökonomisches Problem dar, denn sie maximieren &#8230; <a href="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2013/01/03/schwarzfahrer-in-washington-frankfurt-und-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 412px"><img src="http://www.handelsblatt.com/images/etatstreit-in-den-usa/7575338/2-format3.jpg" alt="" width="402" height="226" /><p class="wp-caption-text">Dollarscheine: Schwarzfahrer bringen ökonomische Probleme &#8211; auch in der Politik. Bild: dpa</p></div>
<p>Man spricht gerne von Trittbrettfahrern. Aber heute gibt es ebenso wenig noch Trittbretter, auf denen man außen mitfahren kann, wie Schaffner im Nahverkehr. Man sollte daher die Leute beim Namen nennen: Schwarzfahrer. Sie stellen ein ökonomisches Problem dar, denn sie maximieren den eigenen Nutzen auf Kosten der anderen, ähnlich wie Steuer- oder Versicherungsbetrüger. Und es gibt sie auch in der Politik. Zum Beipiel in Washington. Aber möglicherweise auch in Berlin und Frankfurt. Insofern brauchen wir eine kleine politische Ökonomie des Schwarzfahrens.</p>
<p><span id="more-639993"></span></p>
<p>Im Senat und im Repräsentantenhaus haben die US-Politiker sich  mit überwältigender Mehrheit <a title="USA umschiffen Fiskalklippe" href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/haushaltsstreit-usa-umschiffen-fiskalklippe-/7576328.htmlhttp://" target="_blank">auf ein halbes finanzpolitisches Konzept geeinigt</a>. Keine Glanzleistung, aber immerhin überhaupt eine Leistung, nachdem die Parlamentarier in den letzten Jahren weniger Gesetze auf den Weg gebracht haben als in fast allen Perioden zuvor (was Zyniker vielleicht noch als gute Nachricht werten) und sich vor allem gegenseitig blockiert haben. Aber alle wussten: Die amerikanischen Bürger wollten endlich eine Einigung sehen. Dieser Druck von der Öffentlichkeit hat die Einigung bewirkt.</p>
<p>Es gab aber in beiden Kammern und in beiden Parteien Leute, die dagegen gestimmt haben. Man kann diese Leute Überzeugungstäter nennen. Man kann ihnen den Mut zugestehen, dass sie sich nicht dem allgemeinen Druck gebeugt haben. Man kann sie aber auch Schwarzfahrer nennen.</p>
<p>Denn es war völlig klar: Keine Einigung wäre ein Desaster gewesen. Für die USA, vor allem aber auch für die amerikanische Politiker-Kaste, die sich endgültig unglaubwürdig gemacht hätte. Auch die Abweichler profitieren davon, dass es die Einigung gegeben hat. Sie müssen ihren Wählern nicht erklären, warum sie plötzlich höhere Steuern zahlen müssen &#8211; weil dieser Effekt eben nicht eintritt nach der Einigung.</p>
<p>Zugleich haben die Abweichler aber ihren eigenen Nutzen maximiert. Denn sie müssen ihren Wählern &#8211; anders als die Mehrheit der Abgeordneten &#8211; auch nicht erklären, warum sie Wahlversprechen &#8220;gebrochen&#8221; haben. Natürlich ist das eine unsinnige Formulierung: Wahlversprechen können immer nur besagen, was man machen möchte &#8211; nie, was man tatsächlich im politischen Alltag durchgesetzt bekommt. Aber so wird es doch oft kommuniziert: Wenn jemand einen Kompromiss eingeht, heißt es, er habe ein Versprechen gebrochen. Und genau in der Position ist die Mehrheit der Republikaner, die von dem Tabu abgerückt ist, überhaupt Steuersätze zu erhöhen. Ebenso die Mehrheit der Demokraten, die von ihren ursprünglichen Steuerplänen doch erhebliche Abstriche machen mussten.</p>
<p>Nur die Abweichler haben &#8220;keine Versprechen gebrochen&#8221;. Und das kann für sie von großem Vorteil in den nächsten Wahlen sein. Sie können sich den Wählern &#8211; und den jeweiligen Falken in der eigenen Partei &#8211; als &#8220;integer&#8221; präsentieren. Dabei haben Sie nur ihren eigenen Nutzen maximiert und es der Mehrheit überlassen, die politischen Kosten für ein Ergebnis zu tragen, von dem sie selbst auch profitieren. Schwarzfahrer eben.</p>
<p>Gibt es das auch woanders? Natürlich &#8211; wahrscheinlich gehört es zum politischen Alltag. In Europa fällt mir dazu vor allem die Notenbankepolitik ein &#8211; und die Politik rund um die Notenbankpolitik. Bundesbankpräsident Jens Weidmann, den ich sehr schätze und für sehr integer halte, nimmt immer wieder in der Öffentlichkeit eine Gegenposition zu seinen anderen Kollegen in der Europäischen Zentralbank ein. Er kann sich hiermit als &#8220;integer&#8221; im Sinne der von den Deutschen hochgeschätzten Bundesbank-Tradition präsentieren.</p>
<p>Gleichzeitig kann er sicher sein, dass die anderen Kollegen mit geldpolitisch unsauberen Beschlüssen dafür sorgen, dass die Euro-Zone nicht auseinander fliegt. Davon profitiert auch Weidmann. Denn wenn die Euro-Zone auseinanderfliegen würde, müsste er den Deutschen erklären, warum er das zugelassen hat, und wieso das trotz Chaos an den Kapitalmärkten und höherer Arbeitslosigkeit in Deutschland eine gute Idee war. Weil die anderen sich die Hände schmutzig machen, braucht der das nicht. Auch hier: Die anderen tragen die politischen Kosten für die Euro-Rettung, von der auch er profitiert.</p>
<p>Dasselbe gilt für alle Politiker in Berlin, die sich hin und wieder darin geübt haben, auf die Europäische Zentralbank einzudreschen. Denn auch sie hätten den Wählern eine Menge zu erklären, wenn der Euro nicht gerettet würde. So können sie diese Aufgabe zu einem guten Teil der EZB überlassen &#8211; die trägt die politischen Kosten &#8211; und profitieren selbst auch davon, dass es nicht zum großen Knall kommt.</p>
<p>Wären alle Menschen Schwarzfahrer, dann könnte man keine Bahn betreiben. Zum Glück gibt es viele ehrliche Menschen: Nicht jeder maximiert den eigenen Nutzen, in dem Punkt liegt die herkömmlische ökonomische Theorie falsch. Das gilt auch für die Politik: Sonst könnten dort nie schwierige Entscheidungen gefällt werden.</p>
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		<title>Die Ökonomie des Schenkens</title>
		<link>http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/12/21/die-okonomie-des-schenkens/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Dec 2012 21:21:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Wiebe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Volkswirtschaftslehre]]></category>
		<category><![CDATA[Occupy Wall Street]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Schenken]]></category>
		<category><![CDATA[Tauschökonomie]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben uns angewöhnt, Ökonomie als eine Lehre vom Tauschen zu verstehen. Bis weit in Grenzgebiete hinein: Die politische Ökonomie untersucht, wie man Politik als Tauschgeschäft auffassen kann. Alternative Auffassungen kommen eher aus anderen Disziplinen, von Soziologen, Philosophen oder Anthropologen, &#8230; <a href="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/12/21/die-okonomie-des-schenkens/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 467px"><img class=" " src="http://www.handelsblatt.com/images/weihnachtsgeschenke-parfuem-verdraengt-die-gutscheine/7512774/2-format3.jpg" alt="Weihnachtsgeschenke. Bild: dpa" width="457" height="251" /><p class="wp-caption-text">Zu Weihnachten geht es nicht ums Tauschen, sondern ums Schenken. Bild: dpa</p></div>
<p>Wir haben uns angewöhnt, Ökonomie als eine Lehre vom Tauschen zu verstehen. Bis weit in Grenzgebiete hinein: Die politische Ökonomie untersucht, wie man Politik als Tauschgeschäft auffassen kann. Alternative Auffassungen kommen eher aus anderen Disziplinen, von Soziologen, Philosophen oder Anthropologen, von Franzosen wie Marcel Mauss, Jacques Derrida und Michel Serres oder dem Franzosenfreund Peter Sloterdijk, von David Graeber, einem Initiatior der Bewegung &#8220;Occupy Wall Street&#8221;: häufig Leute, die selbst in ihrer eigenen Wissenschaft oder politisch besehen eher Außenseiter sind.</p>
<p><span id="more-639965"></span></p>
<p>Was sind die Alternativen zum Tausch, einem zweiseitigen Akt? Das sind vor allem zwei einseitige Akte: der Raub, der hier auch für jede andere Form der Aneignung wie Diebstahl oder Betrug stehen soll &#8211; und das Geschenk oder jede andere Form der Gabe ohne Gegengabe. Und damit sind wir bei Weihnachten angelangt. Ist es nicht merkwürdig, dass die Weihnachtszeit, in der es ums Schenken geht, die wichtigste Periode für unsere angeblich auf dem Tausch beruhende Wirtschaft ist?</p>
<p>Was also fehlt, ist eine Ökonomie des Schenkens. Vielleicht gibt es so etwas auch und ist mir bisher noch nicht begegnet. In den einschlägigen Lehrbüchern steht jedenfalls nichts davon. Für eine Ökonomie des Schenkens gäbe es mehrere Ansätze. Einmal wäre es möglich, systematisch die wirtschaftlichen Voraussetzungen, Folgen und Zusammenhänge einseitiger Akte wie Raub und Geschenk zu untersuchen. Es gibt ganze Ökonomien, die darauf beruhen, etwa die Piraten-Ökonomie an der Küste Somalias. Es gibt Kutluren, in denen das Geschenk eine ungeheure Rolle spielt &#8211; etwa bei uns an Weihnachten. Es gibt Teile der Gesellschaft, in denen einseitige Akte die Hauptrolle spielen, etwa in der Beziehung zwischen Bürger und Staat: Steuern sind ebenso einseitig wie Sozialleistungen. Aber auch innerhalb von Familien &#8211; und in traditionellen Gesellschaften kann damit ein großer Personenkreis gemeint sein - gibt es eine Ökonomie der einseitigen Akte: Wer Geld hat, ist verpflichtet, davon abzugeben.</p>
<p>Außerdem könnte eine Ökonomie des Schenkens versuchen, den umgekehrten Weg zu gehen wie die Ökonomie des Tausches. Die Ökonomie des Tausches sucht überall den Tausch, auch dort, wo er scheinbar nicht gegeben ist. Die Beziehung zwischen Staat und Bürger wird dann als Tausch analysiert: Der Bürger gibt etwas, zum Beispiel Geld, und möchte etwas dafür haben, zum Beispiel Sicherheit. Auch Geschenke werden als Tausch analysiert: Der Schenker gibt etwas, zum Beispiel Gastfreundschaft, und möchte etwas dafür haben, zum Beispiel Ansehen, oder die Verpflichtung des Gastes, sich auf andere Weise zu revanchieren.</p>
<p>Eine Ökonomie des Schenkens, die zugleich immer auch eine Ökonomie des Raubs sein müsste, würde den umgekehrten Weg gehen. Sie würde analysieren, wie in scheinbar zweiseigen Akten oft auch ein einseitiger Akt steckt. Nur ein ideales Geschäft wird zwischen zwei gleich starken Partnern abgeschlossen. In der Realität ist meist ein Partner stärker &#8211; etwa der Arbeitgeber gegenüber dem Arbeitnehmer, der Anbieter gegenüber dem Kunden (es kann auch jeweils umgekehrt sein). Die Ökonomie der einseitigen Akte würde untersuchen, wer der stärkere Partner ist und wie er sich über den Tausch hinweg einseitig etwas aneignet.</p>
<p>Nehmen wir doch Microsoft und Bill Gates, den ich durchaus bewundere, als Beispiel. Die Firma hat es geschafft, immer wieder Monopole oder Quasi-Monopole aufzubauen. Sie hat damit auch einseitig genommen: von den Konkurrenten Marktanteile, von den Kunden den Monopolgewinn. Und mit der Gates-Stiftung geben Bill und seine Frau Melinda sehr viel davon zurück &#8211; und üben damit, im Bereich der NGOs und zum Teil auch der Schwellenländer, mitunter einen erheblichen wirtschaftlichen Einfluss aus. Eine Ökonomie des Schenkens hätte hier reichlich Anschauungsmaterial, aus jeder Richtung.</p>
<p>Natürlich ist nicht jedes Weihnachtsgeschenk willkommen, manches landet auch auf dem Müll. Vielleicht wäre das auch noch ein eigenes Gebiet: eine Ökonomie des Wegwerfens, oder der Vernichtung. Sie würde in vielen Fällen genau da ansetzen, wo die klassische Ökonomie nicht hinschaut: bei externen Kosten (oder auch Gewinnen).</p>
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		<item>
		<title>Was nun Herr Smith?, Teil 2</title>
		<link>http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/10/18/was-nun-herr-smith-teil-2/</link>
		<comments>http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/10/18/was-nun-herr-smith-teil-2/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Oct 2012 17:19:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Storbeck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Volkswirtschaftslehre]]></category>
		<category><![CDATA[Krise der VWL]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Juli habe ich zusammen mit Norbert Häring für die Freitagsausgabe des Handelsblatts eine Titelgeschichte über die Krise der Volkswirtschaftslehre geschrieben: &#8220;Was nun, Herr Smith?&#8221;, fragten wir. Zu meiner Überraschung war das eine der am besten verkauften Ausgaben seit  Einführung &#8230; <a href="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/10/18/was-nun-herr-smith-teil-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/10/18/was-nun-herr-smith-teil-2/screen-shot-2012-10-18-at-18-12-54/" rel="attachment wp-att-639767"><img class="alignleft  wp-image-639767" src="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/files/2012/10/Screen-Shot-2012-10-18-at-18.12.54-420x590.png" alt="" width="176" height="248" /></a>Im Juli habe ich zusammen mit Norbert Häring für die Freitagsausgabe des Handelsblatts eine Titelgeschichte über die Krise der Volkswirtschaftslehre geschrieben: <a href="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/07/13/was-nun-herr-smith/">&#8220;Was nun, Herr Smith?&#8221;</a>, fragten wir. Zu meiner Überraschung war das eine der am besten verkauften Ausgaben seit  Einführung der &#8220;Freitagstitel&#8221;.<br />
<span id="more-639765"></span><br />
In den letzten Wochen haben wir an quasi so einer Art Fortsetzung gearbeitet. Nach der Analyse der Probleme des Fachs beschreiben wir jetzt die stille Revolution, die innerhalb der VWL derzeit stattfindet. Denn auch, wenn es von außen den Anschein haben mag, als tue sich wenig bis gar nichts &#8211; die VWL bewegt sich doch!</p>
<p>Das Ergebnis &#8211; sechs Doppelseiten zum Thema &#8220;Wirtschaft neu Denken &#8211; Junge Ökonomen rebellieren gegen das Establishment&#8221; liegt am Freitag am Kiosk. In einem Essay analysiere ich den Paradigmenwechsel, der sich in der VWL vollzieht, außerdem porträtieren wir 15 Volkswirte der Generation Zukunft, die das neue Gesicht der VWL prägen.</p>
<p>Im Zuge der Recherche habe ich mir übrigens auch endlich mal <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gordon_Square">den Platz</a> angeschaut, an dem Keynes 30 Jahre in London gewohnt hat. Sehr nette Ecke!</p>
<p>Wer sich für die Stories interessiert, muss &#8211; wie im Juli, <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/die-krise-der-volkswirtschaftslehre-was-nun-herr-smith-/7188670.html">online ist der Text erst seit Ende September verfügbar</a> &#8211; bedrucktes Papier in die Hand nehmen, oder sich auf Paid Content einlassen und das PDF der Freitagsausgabe  <a href="https://www.handelsblatt-shop.com/handelsblatt/handelsblatt-epaper-p1951.htm">online kaufen</a>. Kostenpunkt: 1,59 Euro, weniger als ein Cappuccino bei Starbucks. (<strong>Wichtiger Hinweis</strong>: Leider kann man auf unserer Webseite immer nur die tagesaktuelle Ausgabe kaufen. Ab dem 22.10. funktioniert das nicht mehr. )</p>
<p>Ich freue mich übrigens auch über Feedback zum Essay und den Porträts.</p>
<p>Hier eine Übersicht über die einzelnen Stücke:</p>
<p><strong>Professoren, hört die Signale</strong> - Die Krise der Wirtschaft ist auch eine Krise der Wirtschaftswissenschaft. Die Modelle der Klassiker passen nicht mehr zur Realität. Doch das heißt nicht, dass die Disziplin stillsteht. Im Gegenteil. Eine junge Garde an Ökonomen revolutioniert das Fach. Ein Essay von Olaf Storbeck</p>
<p><strong>Mitten in der Wirklichkeit</strong> - Die deutsche Berkeley-Professorin Ulrike Malmendier will den Menschen so verstehen, wie er ist – und verändert das gängige Menschenbild der Wirtschaftswissenschaftler.</p>
<p><strong>Zurück in die Zukunft</strong> &#8211; Steffen Roth verhilft der ökonomischen Ideengeschichte zu einer Renaissance. Die hatte die Disziplin zuletzt sträflich vernachlässigt.</p>
<p><strong>Von der Bank in die Hochschule</strong> - Der Wirtschaftshistoriker Moritz Schularick hat in der Praxis einer Bank Erfahrungen gesammelt – und eine Lücke zur Theorie entdeckt. Die will er empirisch erklären.</p>
<p><strong>Gegen die Gutmenschen</strong> &#8211; Mit Tests an zufällig ausgewählten Probanden hat Esther Duflo zahlreiche Paradigmen der Entwicklungshilfe widerlegt.</p>
<p><strong>Leitplanken für den Charakter</strong> &#8211; Wie kann der Mensch Profite machen und ethisch korrekt bleiben? Bernd Irlenbusch versucht, das herauszufinden, indem er Probanden zunächst in Versuchung führt.</p>
<p><strong>Der fränkische Grenzüberschreiter</strong> &#8211; Thomas Lux schaut über den Rand des ?eigenen Fachs hinaus – und löst mit Instrumenten von Physikern knifflige Fragen über den Finanzmarkt.</p>
<p><strong>Erfolgreich in der Isolation</strong> &#8211;  Der Cambridge-Forscher Ha-Joon Chang glaubt nicht an die Überlegenheit des freien Marktes. Er setzt auf klassische Industriepolitik. Seine Bücher sind Bestseller.</p>
<p><strong>Spekulanten auf der Spur</strong> &#8211; Der deutsche Princeton-Professor Markus Brunnermeier hat früher als die meisten seiner Kollegen an den Standard-Makromodellen gezweifelt und treibt sein Fach nun mit neuen Ideen nach vorn.</p>
<p><strong>Gegen das Gleichgewicht</strong> &#8211;  Der deutsche Oxford- Absolvent Richard Werner warnt Notenbanken davor, sich zu sehr auf Zins- und Preisstabilität zu konzentrieren.</p>
<p><strong>Selbst gemachte Krise</strong>  - Yanis Varoufakis hat früh vor den Fehlern des Euros gewarnt. Er sieht auch seine Kollegen in der Schuld. Viele ihrer Modelle seien zu simpel.</p>
<p><strong>Alles eine Frage der Verteilung</strong> &#8211;  Profitiert die Wirtschaft, wenn die Oberschicht wenig Steuern zahlt? Nein, sagt Emmanuel Saez &#8211; und provoziert die etablierten Ökonomen.</p>
<p><strong>Ein kühler Kopf im politischen Pulverfass -</strong> Das Gesundheitssystem ist das Aufregerthema in den USA. Mit kühlem Kopf und frei von Ideologie?versucht Amy Finkelstein, die ökonomischen Grundlagen für ein besseres System zu schaffen.</p>
<p><strong>Wie im echten Leben</strong> &#8211; Armin Falk erforscht das Verhalten von Persönlichkeiten und zieht daraus Rückschlüsse auf ihre Präferenzen. Denn nur wer die Menschen kennt, wird die Märkte verstehen.</p>
<p><strong>Revolution von oben</strong> &#8211; Der hochrangige britische Noten- banker Andrew Haldane fühlt sich vom Mainstream der Volkswirt- schaftslehre im Stich gelassen. Rat sucht er bei Biologen, Physikern und Seuchenforschern.</p>
<p><strong>Erfolg mit doppelter Buchführung</strong> Der niederländische Entwicklungsökonom Dirk Bezemer macht die Gefahren von Banken für eine Volkswirtschaft sichtbar.</p>
<p>&#8211;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Hintergründe zum Ökonomie-Nobelpreis 2012</title>
		<link>http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/10/15/hintergrunde-zum-okonomie-nobelpreis-2012/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Oct 2012 11:34:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Storbeck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Volkswirtschaftslehre]]></category>
		<category><![CDATA[2012]]></category>
		<category><![CDATA[Al Roth]]></category>
		<category><![CDATA[Lloyd Shapley]]></category>
		<category><![CDATA[Market Design]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie-Nobelpreis]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Entscheidung des Stockholmer Nobelpreiskomitees, die wichtigste Auszeichnung für Ökonomen der Welt an die US-Ökonomen Al Roth und Lloyd Shapley zu vergeben, ist eine sehr gute Wahl. Mit ihrem &#8220;Market Design&#8221; haben sie nicht nur viele Märkte deutlich effizienter gemacht, &#8230; <a href="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/10/15/hintergrunde-zum-okonomie-nobelpreis-2012/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Entscheidung des Stockholmer Nobelpreiskomitees, die wichtigste Auszeichnung für Ökonomen der Welt an die US-Ökonomen Al Roth und Lloyd Shapley zu vergeben, ist eine sehr gute Wahl.</p>
<p>Mit ihrem &#8220;Market Design&#8221; haben sie nicht nur viele Märkte deutlich effizienter gemacht, sondern  gleichzeitig das Leben von vielen Menschen drastisch verbessert. Schüler und Studenten müssen dank der von Shapley und Roth entwickelten Methoden nicht mehr auf Schulen gehen, die sie nicht mögen &#8211; und Nierenkranke kommen dank der Tauschbörse für Nierenspender viel schneller zu einem neuen Organ. Al Roth ist einer der wenigen Volkswirte, der systematisch Leben gerettet hat.</p>
<p>Die Forschung der beiden zeigt, dass VWL mehr ist als Selbstzweck und abstrakte Zahlenspiele in zu simplen Modellen.</p>
<p>Auf den Ökonomie-Seiten des Handelsblatts haben wir in der Vergangenheit regelmäßig vor allem über die Forschung von Al Roth berichtet. Hier eine Auswahl über ein paar ältere Artikel:</p>
<p><a href="http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/forschungsrichtung-market-design-der-markt-als-designobjekt/2704990.html">Der Markt als Designobjekt- Früher haben Ökonomen das Spiel von Angebot und Nachfrage nur analysiert – jetzt perfektionieren sie die Arenen dafür.</a></p>
<p><a href="http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/better-living-through-economics-was-taugt-die-vwl/2886718.html">Was taugt die VWL? &#8211; Ökonomen machen das Leben lebenswert – behaupten sie zumindest selbst. Weil das sonst kaum jemand merkt, bekommt das Fach aber immer weniger Fördergelder. Auf der Jahrestagung der American Economic Association in New Orleans war &#8220;Better living through economics&#8221; jetzt ein großes Thema, ebenso wie bessere Selbstvermarktung. </a></p>
<p><a href="http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/tauschboersen-fuer-organe-meine-niere-gegen-deine-niere/2972520.html">Meine Niere gegen deine Niere &#8211; Mit Organen zu handeln ist strafbar, Organe zu tauschen nicht &#8211; zumindest in den USA: Dort gibt es inzwischen etliche Tauschbörsen für Organspenden. Über Datenbanken kann so der passende Spender schneller gefunden werden. Nun steht das Konzept vor dem landesweiten Durchbruch.</a></p>
<p><a href="http://www.ft.com/cms/s/0/45d4cb08-2f55-11dc-b9b7-0000779fd2ac.html#axzz29Mhb1iUE">Undercover Economist: Stakes in kidneys </a></p>
<p>Eine ausführliche Darstellung<a href="http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/economics/laureates/2012/advanced-economicsciences2012.pdf"> der Forschung der beiden Nobelpreisträger gibt es hier.</a></p>
<p>&#8211;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Deutsche Ökonomen bei Twitter – das um Fake-Follower bereinigte Sommer-Update</title>
		<link>http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/08/16/deutsche-okonomen-bei-twitter-das-um-fake-follower-bereinigte-sommer-update/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Aug 2012 13:13:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Storbeck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Volkswirtschaftslehre]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomen]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Ende Juli habe ich nach rund einem halben Jahr die Liste der deutschen Ökonomen bei Twitter aktualisiert &#8211; und bin dabei auf eine sagenhafte Follower-Inflation bei @eflation gestoßen. Im Januar hatte er noch 376 Follower, jetzt sind es fast 24000. &#8230; <a href="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/08/16/deutsche-okonomen-bei-twitter-das-um-fake-follower-bereinigte-sommer-update/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ende Juli habe ich nach rund einem halben Jahr die Liste <a href="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/07/30/deutsche-okonomen-bei-twitter-das-sommer-update/">der deutschen Ökonomen bei Twitter aktualisiert</a> &#8211; und bin dabei auf eine sagenhafte Follower-Inflation bei @eflation gestoßen. Im Januar hatte er noch 376 Follower, jetzt sind es fast 24000.</p>
<p>Bei Twitter spekulierten mehrere Leute darüber, dass es sich um gekaufte Follower handeln könne, auch der Wirtschaftsphilosoph monierte  <a href="http://wirtschaftsphilosoph.wordpress.com/2012/07/31/twitter-ranking-deutscher-okonomen/"> in einem Blogpost</a>  Fake-Follower bei eFlation. eFlation selbst weist von sich, dass er sich Follower gekauft hat.</p>
<p>Heute machte mich @egghat über Twitter auf<a href="http://fakers.statuspeople.com/Fakers/Scores"> ein neues Tool von Status People</a> aufmerksam, mit dem man die Qualität der Twitter-Follower beurteilen kann. (Hintergrund <a href="http://www.fastcompany.com/3000359/buying-twitter-followers-beware-statuspeople-service-exposes-social-medias-black-market">zu dem Tool hier</a>.) Die App gibt an, wie groß der Anteil der Follower ist, deren Accounts entweder Fake oder inaktiv sind.</p>
<p>Ich habe mich daher entschlossen, die Twitter-Liste abermals zu aktualisieren &#8211; und nach dem mit der Status-People-App bereinigten Zahl der Follower zu sortieren, womit ich mich selbst leider wieder aus der Top 10 katapultiere&#8230;.</p>
<ol>
<li><a href="http://twitter.com/#%21/littlewisehen">@littlewisehen</a> – Der Münchener Wirtschaftsblogger Wolfgang Unglaub –  3548 &#8220;gute&#8221; Follower (89% von 3987)</li>
<li><a href="http://twitter.com/#%21/eFlation">@eFlation</a> – “Fondsmanager, Publizist, Cosmonaut” – und  Autor bei <a href="http://www.wiesaussieht.de/">Wiessaussieht</a> –  3355 &#8220;gute&#8221; Follower (14% von 23967)</li>
<li><a href="http://twitter.com/#%21/PatrickBernau">@PatrickBernau</a> – Der Online-Chef des Wirtschaftsressorts der Frankfurter Allgemeinen Zeitung – 1992 &#8220;gute Follower (70% von  2845) – Patrick  war auch einer der ersten Wirtschaftsjournalisten <a href="http://www.facebook.com/Patrick.Bernau.bern">mit einer eigenen Facebook-Fanpage</a>, mit derzeit 198 “Likes”</li>
<li><a href="http://twitter.com/#%21/ABuschmeier">@abuschmeier</a>- Management-Consultant und Hochschullehrer  - 1967 &#8220;gute&#8221; Follower -  (88% von 2235)</li>
<li><a href="http://twitter.com/#%21/Doener">@doener</a> – Der  Düsseldorfer Wirtschaftsblogger Stephan Dörner – 1917 &#8220;gute&#8221; Follower (79% von  2426)</li>
<li><a href="http://twitter.com/#%21/egghat">@egghat</a> – “Econblogger und iOS Developer”, der das Blog “Die Wunderbare Welt der Wirtschaft” betreibt – 1810 &#8220;gute Folloer (78% von 2320)</li>
<li><a href="https://twitter.com/#%21/tiefseher">@tiefseher</a> – Daniel Eckert, Finanzreporter der “Welt” und “Welt am Sonntag”: 1463 &#8220;gute&#8221; Follower (58% von 2522 )</li>
<li><a href="http://twitter.com/#%21/rkeuper">@rkeuper </a> – Ralf Keuper tweeted aus Paderborn über Ökonomie, Banking und Finance – 1287 &#8220;gute&#8221; Follower (90% von 1430)</li>
<li><a href="http://twitter.com/#%21/blicklog">@blicklog</a> – Das unabhängige Ökonomie-Blog “Blicklog” bei Twitter –1265 &#8220;gute&#8221; Follower (75% von 1687)</li>
<li><a href="http://twitter.com/#%21/schuldensuehner">@schuldensuehner </a>- Holger Zschäpitz, Wirtschaftsredakteur bei der “Welt” – 1247 &#8220;gute&#8221; Follower  (67% von 1862 Follower)</li>
<li><a href="http://twitter.com/#%21/marcusgatzke">@marcusgatzke</a> -Ressortleiter Wirtschaft bei “ZEIT Online” – 813 &#8220;gute&#8221; Follower (73% von 1115 )ollower (Januar: 777)</li>
<li><a href="http://twitter.com/#%21/Olaf_Storbeck">@olaf_storbeck</a> – Handelsblatt-Ökonomie-Korrespondent – 783 &#8220;gute&#8221; Follower (69% von 1135)   [das bin ich – es gibt auch noch mein englisches Account <a href="http://twitter.com/#%21/OlafStorbeck">@olafstorbeck</a> mit 2018 &#8220;guten&#8221; Followern (61% von 3309)  Followern (Januar:  2498)  und <a href="http://www.facebook.com/o.storbeck">meine Facebook-Seite mit derzeit 766 “Likes” </a><a href="http://www.facebook.com/o.storbeck">  </a></li>
<li><a href="http://twitter.com/#%21/teraeuro">@teraeuro </a>- laut Twitter-Profil “sporadischer Hobby-Blogger” – 740 &#8220;gute&#8221; Follower (83% von  892 )</li>
<li><a href="http://twitter.com/#%21/Pixeloekonom">@pixeloekonom</a>- Johannes Eber, Berater der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft – 532 &#8220;gute&#8221; Follower  (74% von 719 )</li>
<li><a href="http://twitter.com/#%21/mh120480">@mh120480</a> – betreibt das Blog <a href="http://www.goowell.de">Goowell</a> – 524 &#8220;gute&#8221; Follower (75% von 699)</li>
<li><a href="https://twitter.com/#%21/aloa5">@aloa5</a> – Otmar S, betreibt das Blog <a href="http://logicorum.wordpress.com/">Logicorum</a> – 473 &#8220;gute&#8221; Follower  (88% von 538)</li>
<li><a href="https://twitter.com/ralfdrescher" target="_blank">@ralfdrescher</a> – Mein ehemaliger Handelsblatt-Kollege Ralf Drescher, heute Ressortleiter beim deutschen Wall Street Journal  – 455 &#8220;gute&#8221; Follower (75% von 606)</li>
<li><a href="http://twitter.com/#%21/Wirtschaftswurm">@wirtschaftswurm</a> – Der freie Journalist und Ghostwriter Arne Kuster –449 &#8220;gute&#8221; Follower  (71% von 632)</li>
<li><a href="https://twitter.com/#%21/lostgen">@lostgen</a> – Der Autor des Blogs “Verlorene Generation” twittert auch – 435 &#8220;gute&#8221; Follower (75% von 580)</li>
<li><a href="https://twitter.com/#%21/kantoosecon">@kantosEcon</a> – Twitter-Feed des Blogs “Kantoos Economics” 383 &#8220;gute&#8221; Follower – (55% von 697)</li>
<li>@<a href="http://twitter.com/Haucap" rel="nofollow">Haucap</a> – Der Vorsitzende der Monopolkommission und lange Zeit der einzige VWL-Prof in dieser Liste –  310 &#8220;gute&#8221; Follower (72% von 430)</li>
<li> <a href="https://twitter.com/stephanewald">@StephanEwald </a>- Profi-Zyniker und Blogger bei Wiesaussieht  – 245 &#8220;gute&#8221; Follower (81% von 303)</li>
<li><strong></strong> <a title="http://twitter.com/Wirtschaftsphil" href="http://twitter.com/Wirtschaftsphil" target="_blank">@Wirtschaftsphil </a>- Ein anonymer Hochschulvolkswirt, der als “Wirtschaftsphilosoph” auch ein eigenes Blog betreibt – 244 &#8220;gute&#8221; Follower (76% von 321)</li>
<li><a href="http://twitter.com/#%21/DanielDaffke">@DanielDaffke</a> – “Gelegenheitsblogger” – 219 &#8220;gute&#8221; Follower (87% von 252 )</li>
<li><strong></strong><a href="https://twitter.com/markusgaertner">@markusgaertner</a> – Der ehemalige China-Korrespondent des Handelsblatts berichtet heute aus Vancouver über die Weltwirtschaft  – 203 &#8220;gute&#8221; Follower (82% von 248)</li>
<li><strong></strong> <a href="https://twitter.com/stefan_sell">@stefan_sell</a>: Der Professor der Hochschule Koblenz twittert  über Wirtschaftsthemen – 175 &#8220;gute&#8221; Follower (70% von 250)</li>
<li><a href="https://twitter.com/SDullien">@SDullien: </a>Der ehemalige FTD-Kollege Sebastian Dullien, heute VWL-Professor an der FH Berlin -  103  &#8220;gute&#8221; Follower  (82% von 126)</li>
<li><strong></strong> <a href="https://twitter.com/profpaulwelfens" target="_blank">@profpaulwelfens</a> – Der Wuppertaler VWL-Professor Paul Welfens –77 &#8220;gute&#8221; Follower  (73% von 106)</li>
<li><strong></strong><a href="https://twitter.com/zopolan">@zopolan</a> – “Economics, Social Sciences, Politics, Political Culture, Philosophy, Humanism. And Coffee. The guy on the photo is not me.” –77 &#8220;gute&#8221; Follower  (82% von 72)</li>
<li><strong>neu:</strong> <a href="https://twitter.com/lumpyeconomist">@lumpyeconomist</a>: Der Aachener VWL-Professor Rüdiger Bachmann, der <a href="http://www.vwlmac.rwth-aachen.de/blog/">als Lumpenökonom auch bloggt</a> – 47 &#8220;gute&#8221; Follower (65% von 72 )</li>
</ol>
<p><strong>Medien, Wirtschaftsforschungsinstitute u.ä.</strong></p>
<ol>
<li><a href="http://twitter.com/#%21/FTD_Wunder">@FTD_Wunder</a> – Die Konjunktur-Kollegen der “Financial Times Deutschland” – 1408 &#8220;gute&#8221; Follower (64% von 2200))</li>
<li><a href="http://twitter.com/#%21/FAZ_Finance">@FAZ_Finance</a> – Finanz- und Wirtschaftsnews der FAZ – 1484 &#8220;gute&#8221; Follower (60% von 2474)</li>
<li><a href="https://twitter.com/#%21/oecdstatistik">@OECDStatistik</a> – Die Mitarbeiter des OECD Berlin Centre wühlen in den OECD-Datenbanken und veröffentlichen  Zahlen, die für aktuelle Diskussionen im deutschsprachigen Raum relevant sind.  &#8211; 1248 &#8220;gute&#8221; Follower (64% von 1951)</li>
<li><a href="http://twitter.com/#%21/insm">@insm</a> – Twitter-Repräsentanz der “Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft” – 910 &#8220;gute&#8221; Follower  (71% von 1282)</li>
<li><a href="http://twitter.com/#%21/DIW_Berlin">@DIW_Berlin</a> – Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung bei Twitter  -714 &#8220;gute&#8221; Follower  (68% von 1050)</li>
<li><a href="http://twitter.com/#%21/iw_koeln">@iw_koeln</a> – Das Institut der deutschen Wirtschaft bei Twitter – 669 &#8220;gute&#8221; Follower  (69% von 969)</li>
<li><a href="http://twitter.com/#%21/ZBW_news">@ZBW_news</a> – Twitter-Repräsentanz der Kieler Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – 476 &#8220;gute&#8221; Follower (63% von 755)</li>
<li><a href="https://twitter.com/hb_oekonomie" target="_blank">@hb_oekonomie</a> – Die Handelsblatt-Ökonomie-Berichterstattung bei Twitter – 402 &#8220;gute&#8221; Follower (56% von 718))</li>
<li><a href="https://twitter.com/#%21/fazitblog"><strong></strong>@fazitblog</a> – Das Wirtschaftsblog der FAZ-Kollegen bei Twitter – 378 &#8220;gute&#8221; Follower (60% von 630)</li>
<li><a href="https://twitter.com/oekonomenstimme" target="_blank">@oekonomenstimme</a> – Deutschsprachiges Ökonomenportal nach dem Vorbild von VoxEU.or – 369 &#8220;gute&#8221; Follower (63% von 586)</li>
<li><strong></strong><a href="https://twitter.com/IMKFlash">@IMKFlash </a>- das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung und ihr Chef Gustav Horn sind ebenfalls online &#8211; 267 &#8220;gute&#8221; Follower (62% von 431)</li>
</ol>
<p><strong>Andere Übersichten</strong></p>
<p>Patrick Bernau hat eine<a href="http://gpc.fm/l/economists"> schöne Übersicht über Ökonomen bei Google Plus </a>zusammengestellt. Wer sich für die Euro-Krise interessiert, sei noch auf den <a href="http://twitter.com/#%21/Olaf_Storbeck/the-piigs-plus-club">“PIIGS Plus Club”</a> bei Twitter hingewiesen – eine Liste mit Twitterern aus allen möglichen EU-Ländern, die auf Englisch über die Misere tweeten. (Hier ein bisschen was <a href="http://economicsintelligence.com/2011/08/05/the-piigs-plus-club-on-twitter/">zu den Hintergründen</a> des PIIGS-Plus-Clubs.)</p>
<p><strong>Wer fehlt noch? </strong>Hinterlasst mir einen Kommentar im Blog oder schreibt an <a href="http://twitter.com/#%21/Olaf_Storbeck">@olaf_storbeck</a>.</p>
<p>.</p>
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<p><a title="http://twitter.com/LostinEU" href="http://twitter.com/LostinEU" target="_blank">http://twitter.com/LostinEU</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Hans-Werner Sinn und der Ökonomenaufruf</title>
		<link>http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/07/18/hans-werner-sinn-und-der-okonomenaufruf/</link>
		<comments>http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/07/18/hans-werner-sinn-und-der-okonomenaufruf/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 18 Jul 2012 08:09:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Storbeck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hans Werner Sinn]]></category>
		<category><![CDATA[Volkswirtschaftslehre]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Werner Sinn]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomenaufruf]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Krämer]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute morgen überrascht das Münchener Ifo-Institut mit einer merkwürdigen Pressemitteilung. Die Denkfabrik erklärt, Hans-Werner Sinn sei für den Aufruf der deutschsprachigen Ökonomen gegen die Ausweitung des ESM auf die Bankenrettung nicht verantworlich, sondern nur einer von 250 Unterzeichnern. In der &#8230; <a href="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/07/18/hans-werner-sinn-und-der-okonomenaufruf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute morgen überrascht das Münchener Ifo-Institut mit einer <a href="http://www.cesifo-group.de/portal/page/portal/ifoHome/e-pr/e1pz/_generic_press_item_detail?p_itemid=18826667">merkwürdigen Pressemitteilung</a>.</p>
<p>Die Denkfabrik erklärt, Hans-Werner Sinn sei für den Aufruf der deutschsprachigen Ökonomen gegen die Ausweitung des ESM auf die Bankenrettung nicht verantworlich, sondern nur einer von 250 Unterzeichnern.</p>
<p>In der Pressemitteilung heißt es:</p>
<blockquote><p>&#8220;In den vergangenen Tagen wurde in der Presse mehrfach geschrieben, dass Prof. Sinn den Aufruf der deutschsprachigen Ökonomen gegen die Ausweitung des ESM auf die Bankenrettung, der am 5. Juli auf den Online-Seiten der FAZ erschien, initiiert habe.</p>
<p>Diese Behauptung ist falsch. Der Aufruf wurde von Prof. Walter Krämer, Technische Universität Dortmund, initiiert und formuliert. Richtig ist, dass Prof. Sinn als einer von mittlerweile 250 deutschsprachigen Ökonomieprofessoren unterschrieben hat und – wie viele andere auch – Vorschläge zur Änderung des Textes gemacht hat. An der Anwerbung von Mitunterzeichnern war Prof. Sinn nicht beteiligt.&#8221;</p></blockquote>
<p>Diese Erkärung ist  aus mehreren Gründen erstaunlich.</p>
<p>Vor allem, weil Walter Krämer in der E-Mail, mit der er vor der Veröffentlichung des Aufrufs um Unterschriften warb, ausdrücklich Bezug auf Sinns Mitarbeit an den Text nahm.</p>
<p>Wörtlich heißt es in der E-Mail, die Krämer am Abend des 3. Juli an zahlreiche Ökonomie-Professoren verschickte und die dem Handelsblatt vorliegt:</p>
<blockquote><p><span style="font-size: small"> &#8220;Liebe Kolleginnen und Kollegen,</span></p>
<p><span style="font-size: small">was halten Sie &#8211; was haltet Ihr &#8211; von dem beigefügten Aufruf, den ich zusammen mit H. W. Sinn (und redaktioneller Unterstützung von Manfred Deistler) verfaßt habe?</span> &#8220;<span id="more-639588"></span></p></blockquote>
<p>Aus der Adresszeile der E-Mail geht hervor, dass auch Hans-Werner Sinn selbst eine Kopie dieser E-Mail erhalten hat &#8211; vor mehr als zwei Wochen. Ob er bei Walter Krämer protestiert hat, ist nicht bekannt.</p>
<p><strong>Update:</strong> Walter Krämer hat in einer Mail an meine Kollegin Dorit Heß seine  oben zitierte Formulierung, er habe den Aufruf gemeinsam mit Sinn verfasst,  als &#8220;vielleicht etwas irreführend&#8221; bezeichnet. Zur Entstehungsgeschichte des Aufrufs schreibt Krämer:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Idee kam von mir, angeregt durch die Kollegen Deistler und Hoderlein. Mein Freund Hans-Werner Sinn war zu der Zeit nicht im Land . Ich habe ihm unaufgefordert meinen Entwurf geschickt, mit der Bitte um Kommentar, er hat ihn redigiert (und nach ihm noch viele andere, es waren etwa fünf Leute an der Endfassung beteiligt).&#8221;</p></blockquote>
<p>Auch <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/protestaufruf-der-wirtschaftsprofessoren-wir-sehen-die-bankenunion-mit-grosser-sorge-11810620.html">im ersten Bericht der FAZ </a>wird die besondere Rolle  von Sinn beim Verfassen des Aufrufs hervorgehoben. Krämer habe den Brief &#8220;zusammen mit dem Ifo-Präsidenten Hans-Werner Sinn verfasst&#8221;, heißt es dort.</p>
<p>Auffällig ist zudem, dass sich nicht nur die inhaltiche Argumentation, sondern auch einige  Formulierungen des Aufrufs sehr eng am Wortlaut <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/hans-werner-sinn-deutschland-haftet-fuer-suedeuropas-banken/6821354.html">eines Interviews bewegen, das Hans-Werner Sinn wenige Tage vor der Initiierung des Aufrufs meiner Handelsblatt-Kollegin Dorit Heß gegeben hatte</a>.</p>
<p>Dort antwortete Sinn zum Beispiel auf die Frage, ob durch der Euro durch den Brüsseler Gipfel gerettet sei:</p>
<blockquote><p>&#8220;Nein. Wall Street, die City of London und die Pariser Banken wurden gerettet</p></blockquote>
<p>Im wenige Tage später in der FAZ veröffentlichten Aufruf heißt es:</p>
<blockquote><p>&#8220;Weder der Euro noch der europäische Gedanke als solcher werden durch die Erweiterung der Haftung auf die Banken gerettet; geholfen wird statt dessen der Wall Street, der City of London – auch einigen Investoren in Deutschland &#8211; und einer Reihe maroder in- und ausländischer Banken.&#8221;</p></blockquote>
<p>Auf die Tatsache, dass Sinn eine besondere Rolle bei dem Ökonomen-Aufruf gespielt hat, deutet zudem die Tatsache hin, dass er am 9. Juli die Inititive in einem gemeinsam <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/oekonomen-aufruf-die-risiken-der-rettungspolitik-11814959.html">mit Krämer verfassten Text in der FAZ gegen die Kritik verteidigt hat</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Update II:</strong> Die Pressestelle des ifo Instituts hat sich in einem Kommentar hier im Blog zu Wort gemeldet und erklärt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Mit der Pressemitteilung will sich Prof. Sinn nicht von dem Aufruf distanzieren. Er möchte nur, da nun so viel Wirbel um seine Person gemacht wird, während die über 250 Mitunterzeichner vergessen werden, darauf hinweisen, dass Prof. Krämer den Aufruf initiiert hat.</p>
<p>Prof. Sinn war überrascht, dass er in der Presse in den Mittelpunkt gestellt wurde, weil er weder der erste war, mit dem Prof. Krämer Kontakt hatte, noch in irgendeiner Form bei der Anwerbung von Mitunterzeichnern für den dann in der FAZ erschienenen Text beteiligt war. Er hat aber wie andere auch einen Formulierungsvorschlag geliefert.</p>
<p>Richtig ist hingegen, dass Prof. Sinn an der gemeinsam mit Krämer verfassten Erwiderung in der FAZ federführend beteiligt war. Dadurch dass beide hier gemeinsam als Autoren wirkten, ist vermutlich der Eindruck entstanden, dass er (Sinn) auch der Initiator des ursprünglichen Textes war.</p>
<p>Prof. Sinn kannte im Übrigen die Formulierung des Rundbriefes nicht, den Sie wiedergeben, was daran gelegen haben mag, dass er zu der Zeit in den USA war und nicht immer erreichbar war.</p>
<p>Prof. Sinn war positiv überrascht, dass so viele Professoren unterschrieben hatten. Er hatte gedacht, es gehe Krämer darum, einen kleineren Kreis von Mitautoren zu finden.</p>
<p>Das alles ist keine Ex-Post-Relativierung der Unterstützung, sondern nur die einfache Wahrheit.&#8221;</p></blockquote>
<p>Eine ähnliche Erläuterung  hat uns das Ifo-Institut heute auch auf unsere Anfrage geschickt , wir zitieren daraus in unserer morgigen Printausgabe.</p>
<p><strong>Zu guter letzt noch ein Hinweis von mir:</strong> Ich schreibe an keiner Stelle, Sinn habe sich vom Aufruf distanziert.</p>
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		<title>Marcel Fratzscher als DIW-Chef &#8211; eine gute Wahl</title>
		<link>http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/07/17/marcel-fratzscher-als-diw-chef-eine-gute-wahl/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Jul 2012 17:49:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Storbeck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konjunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Volkswirtschaftslehre]]></category>
		<category><![CDATA[DIW]]></category>
		<category><![CDATA[Marcel Fratzscher]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsforschungsinstitute]]></category>

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		<description><![CDATA[Das DIW hat heute abend bekannt gegeben, dass der EZB-Volkswirt Marcel Fratzscher erste Wahl für die Leitung der Berliner Denkfabrik ist. (Hier unser ausführlicher Artikel zu der Personalie.) In einer gerade verschickten Pressemitteilung heißt es: &#8220;Marcel Fratzscher ist der Kandidat, &#8230; <a href="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/07/17/marcel-fratzscher-als-diw-chef-eine-gute-wahl/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das DIW hat heute abend bekannt gegeben, dass der EZB-Volkswirt Marcel Fratzscher erste Wahl für die Leitung der Berliner Denkfabrik ist. (Hier unser <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/personalie-ezb-oekonom-wird-neuer-chef-des-berliner-diw/6889922.html">ausführlicher Artikel zu der Personalie</a>.) In einer <a href="http://www.diw.de/de/diw_01.c.406037.de/themen_nachrichten/marcel_fratzscher_als_neuer_vorsitzender_fuer_die_diw_spitze_vorgeschlagen.html">gerade verschickten Pressemitteilung</a> heißt es:</p>
<blockquote><p>&#8220;Marcel Fratzscher ist der Kandidat, der dem Kuratorium des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)  für die Nachfolge an der Spitze des Instituts vorgeschlagen wird. Dies hat die Findungskommission unter Leitung des Vorsitzenden des Kuratoriums, Bert Rürup, heute einmütig beschlossen. (&#8230;)</p>
<p>„Marcel Fratzscher ist ein hervorragend ausgewiesener Wirtschaftswissenschaftler, von dem neue Impulse für einen Ausbau der makroökonomischen Kompetenz des Instituts wie für die  theoriegeleitete und empirisch fundierte  Politikberatung zu erwarten sind“, begründet Rürup die Empfehlung der Kommission.&#8221;</p></blockquote>
<p>Marcel wer?</p>
<p>Das werden sich jetzt viele Leute fragen, auch Ökonomen. Denn Fratzscher ist der breiteren Öffentlichkeit bislang nicht bekannt. Ich habe ihn 2009 <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/serie-jugend-forscht-marcel-fratzscher-krisenerprobter-notenbank-oekonom/3122320.html">im Rahmen unserer Proträt-Serie &#8220;Jugend forscht&#8221; getroffen und für das Handelsblatt porträtiert</a>. Fratzscher war uns früh aufgefallen, weil er im Handelsblatt-Ökonomenranking ganz weit vorne lag.</p>
<p><a href="http://tool.handelsblatt.com/tabelle/index.php?id=79&amp;pc=250">Im aktuellen  Handelsblatt-Lebenswerk-Ranking</a> liegt er auf Platz 38 von 250. Seit 2007 haben n<a href="http://tool.handelsblatt.com/tabelle/index.php?id=80&amp;so=7d&amp;pc=102">ur drei Volkswirte häufiger in Topjournalen veröffentlicht als er.</a></p>
<p><span id="more-639579"></span>Und den Vorwurf, dass man es nur mit abstrakter, weltfremder Forschung in die besten Journale schafft, braucht sich Fratzscher nicht gefallen zu lassen. Seine Arbeiten sind konkret, anwendungsorientiert, relevant. Zweimal habe ich im Handelsblatt über Papiere von ihm geschrieben &#8211; über eine Arbeit, in der er <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/wissenswert/geldpolitik-ueber-notenbanker-und-politiker/3753674.html">die Bedeutung der Unabhängigkeit der Zentralbank deutlich macht</a> und eine Studie die zeigt, dass <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/wissenswert/wissenswert-waehrungsfonds-in-der-kritik/3505190.html">der IWF alles andere als objektiv und neutral agiert</a>.</p>
<p>Nicht nur seine Forchung hat mich schwer beeindruckt, auch persönlich fand ich Fratzscher sehr angenehm und überzeugend. In unserem Gespräch damals wirkte er bedächtig, besonnen, vorurteilsfrei. Eines ist der ganz sicher nicht: ein Wutökonom, der mit schritten Thesen die halbe Republik kirre macht.</p>
<p>Die Entscheidung für Fratzscher ist aus meiner Sicht eine sehr gute Wahl. Sicherlich muss er sein öffentliches Profil schärfen und lernen, im Mediengeschäft wahrgenommen zu werden. Aber wissenschaftlich hat  Fratzscher eine sehr hohe Glaubwürdigkeit, und wer seit mehr als drei Jahren eine wichtige,  30-köpfige Abteilung bei der EZB führt, kann vom Führungsstil auch kein Rambo sein.</p>
<p>Die Entscheidung für den EZB-Ökonomen zeigt zudem, dass die in verschiedenen Medien hartnäckig gestreuten Gerüchte, Rürup wolle das Institut weniger forschungszentriert und SPD-näher ausrichten, Quark waren. Mit Fratzscher hat sich die Findungskommission für den mit Abstand akademische stärksten Bewerber entschieden. Eine Entscheidung, die ich sehr begrüße.</p>
<p>Drücken wir die Daumen, dass Fratzscher den Job auch wirklich annimmt  - und dass jetzt am DIW endlich Ruhe einkehrt.</p>
<p>.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Was nun, Herr Smith?&#8221;</title>
		<link>http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/07/13/was-nun-herr-smith/</link>
		<comments>http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/07/13/was-nun-herr-smith/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Jul 2012 09:17:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Storbeck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Volkswirtschaftslehre]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/?p=639555</guid>
		<description><![CDATA[In der vergangenen Woche habe ich mich intensiv mit einem Herren beschäftigt, der seit meinem Umzug nach England Dauergast in meiner Brieftasche ist: Adam Smith. Der schottische Ökonom und Moralphilosoph, Gründer der modernen VWL, schmückt die 20-Pfund-Noten der Bank of &#8230; <a href="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/07/13/was-nun-herr-smith/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/07/13/was-nun-herr-smith/20pfund/" rel="attachment wp-att-639556"><img class=" wp-image-639556 alignleft" src="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/files/2012/07/20pfund-420x294.jpg" alt="" width="294" height="206" /></a>In der vergangenen Woche habe ich mich intensiv mit einem Herren beschäftigt, der seit meinem Umzug nach England Dauergast in meiner Brieftasche ist: Adam Smith.</p>
<p>Der schottische Ökonom und Moralphilosoph, Gründer der modernen VWL, schmückt die 20-Pfund-Noten der Bank of England. Und heute auch das Titelbild des Handelsblatts.</p>
<p><a href="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/07/13/was-nun-herr-smith/smith/" rel="attachment wp-att-639557"><img class="wp-image-639557 alignnone" src="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/files/2012/07/smith-420x607.jpg" alt="" width="294" height="425" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gemeinsam mit meinem Kollegen Norbert Häring  beschreibe ich die Kritik an der derzeitigen VWL, wie das Fach das geworden ist, was es heute ist und wie es an den Universitäten zu einem Aufstand von unten der Studenten gegen die gängigen Dogmen kommt.</p>
<p>Ist <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/die-krise-der-volkswirtschaftslehre-was-nun-herr-smith-/7188670.html">ein ziemlich langer Text geworden</a>, fast 700 Zeilen auf zwei Doppelseiten.</p>
<p>Wir erklären unter anderem, dass Smith gar nicht der Marktradikalinski war, als der er heute oft gesehen wird - tatsächlich lassen sich in seiner Forschung 29 verschiedene Argumente für staatliche Interventionen in das freie Spiel der Märkte finden.  (Besonderer Dank übrigens an den Grazer Ökonomie-Professor Richard Sturn, der derzeit gleich an zwei Büchern zu Adam Smith schreibt und sich viel Zeit genommen hat, meine Fragen zu beantworten. Sehr lesenwert ist Sturns Kapitel über Smith in dem von Heinz D. Kurz herausgegeben, hervorragenden  Taschenbuch <a href="http://www.amazon.de/Klassiker-%C3%B6konomischen-Denkens-Band-ebook/dp/B005AFQITW/ref=sr_1_fkmr0_1?ie=UTF8&amp;qid=1342170211&amp;sr=8-1-fkmr0">&#8220;Klassiker des ökonomischen Denkens&#8221;</a>.)</p>
<p>Außerdem beschreiben wir, wie das Gesetz von Angebot und Nachfrage auf den Preis von Smith&#8217;s &#8220;Wohlstand der Nationen&#8221; wirkte. Denn das Buch verkaufte sich so gut, dass seine Londoner Verleger schon bei der zweiten Auflage eine kräftige Preiserhöhung durchsetzen.</p>
<p>Insgesamt hat das Konjunkturteam fünf Doppelseiten zu dem Thema produziert.  Vier der Nachwuchswissenschaftler, die diese  Studentenrevolte der anderen Art vorantreiben, porträtieren wir aussführlich, es gibt ein Interview mit dem Mainstream-Kritiker und Bestseller-Autoren Max Otte und einen Rückblick auf die größten Irrtümer der Volkswirte im Zusammenhang mit der Finanzkrise.</p>
<p>Wer sich dafür interessiert, muss heute an den Kiosk sprinten, oder sich auf Paid Content einlassen: Online gibt es die Story <a href="https://www.handelsblatt-shop.com/handelsblatt/handelsblatt-epaper-p1951.htm">nur hinter unserer Bezahlschranke</a>. Kostenpunkt: 1,59 Euro, weniger als ein Cappuccino bei Starbucks. (<strong>Hinweis</strong>: Leider kann man auf unserer Webseite immer nur die tagesaktuelle Ausgabe kaufen. Wer Interesse an dem Schwerpunkt hat, kann mir aber eine E-Mail schreiben &#8211; seit Ende September ist<a href="http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/nachrichten/die-krise-der-volkswirtschaftslehre-was-nun-herr-smith-/7188670.html"> der Text auch frei auf Handelsblatt.com verfügbar.</a>)</p>
<p>Ich freue mich übrigens auch über Feedback zu der Geschichte.</p>
<p dir="ltr"><strong>Besuchen Sie mein englisches Weblog</strong> <a href="http://economicsintelligence.com/">“Economics Intelligence”</a> und <a href="https://www.facebook.com/o.storbeck">meine Facebook-Seite</a>  - ich freue mich über jedes “like”!</p>
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