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	<title>Handelsblog &#187; Gleichstellung</title>
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	<description>Zur Unterwanderung des wirtschaftlichen Sachverstands</description>
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		<title>Über ewig gestrige Unternehmenslobbyisten</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Apr 2011 07:35:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Storbeck</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Elterngeld]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal fällt mir hier in England einfach die Kinnlade runter. Heute morgen zum Beispiel, als die “Finanical Times” über Widerstände von britischen Unternehmenslobbyisten gegen einen Ausbau von Vaterschaftsschutz berichtet. Lord Young of Graffham, ein konservativer Abgeordneter des Oberhauses und Vertrauter &#8230; <a href="http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2011/04/06/uber-ewig-gestrige-unternehmenslobbyisten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:Lord_young_of_Graffham.jpg"><img class="alignleft" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/58/Lord_young_of_Graffham.jpg/452px-Lord_young_of_Graffham.jpg" alt="Lord Young: Erstaunliche Arroganz (Foto:LSE Library, via Wikimedia) " width="163" height="216" /></a>Manchmal fällt mir hier in England einfach die Kinnlade runter. Heute morgen zum Beispiel, <a href="http://www.ft.com/cms/s/0/fdb14dae-5fbd-11e0-a718-00144feab49a.html#ixzz1IizKafnT">als die “Finanical Times” über Widerstände von britischen Unternehmenslobbyisten gegen einen Ausbau von Vaterschaftsschutz berichtet</a>.</p>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/David_Young,_Baron_Young_of_Graffham">Lord Young of Graffham</a>, ein konservativer Abgeordneter des Oberhauses und Vertrauter von David Cameron, macht Front gegen Pläne des liberalen Vize-Premiers Nick Clegg. Clegg möchte Väter und Mütter in Sachen Elternzeit gleichstellen &#8211; beide sollen sich die 12 Monate Elternzeit aufteilen können. Verglichen mit den inzwischen ja ziemlich generösen deutschen Regeln eigentlich ein moderater Vorschlag. Aber was sagt Lord Young?</p>
</div>
<blockquote>
<div>“You don’t have to make [maternity leave] interchangeable. Why should men take time off? No, they can leave things how they are. What I think would be extremely difficult is to have [extended leave] going to the men as well.”</div>
</blockquote>
<div>Dieses Ausmaß männlicher Ignoranz und Arroganz ist wirklich bemerkenswert. Ökonomisch interessant wird es bei seiner Begründung. Die FT schreibt:</div>
<blockquote>
<div>“small companies were already thinking “two or three times before they take on a woman of childbearing age” and needed to be left in peace.</div>
</blockquote>
<div>Genau das ist meiner Meinung nach ein Kernargument dafür, Männer und Frauen bei der Frage gleich zu behanden &#8211; wenn die Kindererziehung nicht mehr nur an den Frauen hängen bliebe (zugegeben, bis dahin ist es noch ein ganz weiter Weg), würde ein Wettbewerbsnachteil, den Frauen zwischen 20 und 40 auf dem Arbeitsmarkt haben, verschwinden. Die Unternehmen könnten ja nicht ernsthaft niemanden mehr einstellen, der in dieser Altersspanne liegt.</p>
<p>Die Kosten, die damit für die Unternehmen verbunden sind, halte ich für extrem überschaubar &#8211; auch heute kann es in kleinen Unternehmen passieren, dass ein Mitarbeiter plötzlich ausfällt, zum Beispiel wegen einer Krankheit. Nur wenige Jobs sind so spezifisch, dass man nicht für ein halbes Jahr oder ein Jahr eine Vertretung besorgen kann.</p>
<p>Vielleicht sollte Lord Young mal nach Deutschland fahren, und mit ein paar Mittelständlern reden. Die sind ja gerade alle am Rand der Pleite, wegen der Elternzeit.</p>
<p><a href="http://olafstorbeck.com"><em>Besuchen Sie auch meinen englischen Ökonomie-Blog &#8220;Economics Intelligence&#8221;</em></a></p>
</div>
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